EU-Reform
Polen gibt Widerstand gegen Lissabon-Vertrag auf
Nach der Zustimmung Irlands wird auch Polen die Umsetzung der EU-Reform nicht weiter blockieren. Präsident Kaczyński will den Lissabon-Vertrag am Sonntag unterzeichnen.
© DOMINIQUE FAGET/AFP/Getty Images

Lech Kaczyński gibt seinen Widerstand zur EU-Reform auf. Er will den Lissabon-Vertrag ohne Verzögerung unterzeichnen
Der polnische Präsident Lech Kaczyński hatte angekündigt, den Vertrag ohne Verzögerung zu unterzeichnen, wenn auch die Iren der EU-Reform zustimmen. Er werde sein Wort halten, sagte einer seiner Berater am Donnerstag im polnischen Fernsehen.
Mit einer deutlichen Mehrheit von 67 Prozent hatte Irland in einem zweiten Anlauf dem neuen EU-Vertrag von Lissabon zugestimmt. Nach Deutschland, das durch neue Begleitgesetze den Weg zur EU-Reform geebnet hatte, Irland und Polen steht nun nur noch die Zustimmung Tschechiens aus. Der europaskeptische Präsident Václav Klaus will zunächst ein Urteil des Obersten Gerichts abwarten. Ministerpräsident Jan Fischer hatte jedoch ein baldiges Einlenken angekündigt.
Der EU-Reform müssen alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen damit das Vertragswerk in Kraft treten kann. Europa müht sich seit acht Jahren um eine Reform. Der Lissabon-Vertrag soll die EU effektiver machen.
Der Vertrag bildet die Nachfolge der EU-Verfassung, die 2005 in Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war. Bisher gilt in der EU immer noch der Vertrag von Nizza von 2001. Der neue Vertrag soll Entscheidungen in der EU vereinfachen und der Union auch außenpolitisch durch einen europäischen Außenminister ein größeres Gewicht geben.
- Datum 8.10.2009 - 09:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 2
- Empfehlen E-Mail verschicken | Bookmarks
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Ich kann die Haltung des tschechischen Präsidenten nachvollziehen wenn man sich die Kritikpunkte des EU-Reformvertrags anschaut. Jeder soll sich selber seine Meinung bilden dürfen ob wir in Zukunft in einer demokratischen Europäischen Union leben werden.
Demokratie ade?
Gewaltenteilung weg?
Gesetzgebung weg?
Aufrüstung ist Pflicht?
Krieg ist Pflicht?
(Entschuldigung, ich meine natürlich Friedensmission)
Sozialstaat ade?
Mitbestimmung weg?
Verbraucherschutz weg?
privatisiert?
Rechtsstaat ade?
Europ. Gerichtshof?
Geteilte Zustängikeit?
Todesstrafe erlaubt?
(Das Glauben Sie nicht, lesen Sie hierzu das Amtsblatt der Europäischen Union.)
Amtsblatt der Europäischen Union
http://eur-lex.europa.eu/...
Das Glauben Sie alles nicht, befassen Sie sich selber mit den folgen des EU-Reformvertrags. Werden Sie kritisch, hinterfragen Sie die Entscheidung unserer Abgeordneten.
Das Gegenteil von dem was die breite Masse denkt ist meistens die Wahrheit.
An alle Bundesbürger die nicht gefragt würden Ihr habt jetzt noch die Möglichkeit den tschechischen Präsidenten eure Unterstützung mitzuteilen!
http://www.petitiononline...
Das sind doch nur alles Verschwörungstheorien
Mfg
Die Bilderberger
V. Klaus handelt aus Eigennutz. Er fürchtet um den Fortbestand der Benesdekrete.Vielen jungen Tschechen wurde gesagt, die Deutschen kamen und gingen mit Hitler. Von der 800-jährigen Siedlungsgeschichte wollen sie nichts wissen und auch die Kulturdenkmäler und die Geschichte ist ihre eigene. Die deutsche Minderheit wurde stark diskrimiert. Bis zur EU-Osterweiterung hat kaum jemand gewagt, in der Öffentlichkeit deutsch zu sprechen..Deutsche Ortsnamen sind verpönt und es gibt auch keine zweisprachige Beschilderung historischer Gebäude. Es kommt keinerlei Druck von der deutschen Regierung, vorallem die Kanzlerin geht wie immer in die Knie
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren