Terror in Afghanistan Taliban töten gezielt UN-Mitarbeiter in Kabul
Bei dem Angriff der Islamisten auf ein Gästehaus in Kabul sind zwölf Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Die Taliban drohen mit weiteren Anschlägen.
© Romeo Gacad/AFP/Getty Images

Afghanische Sicherheitskräfte bringen Verletzte des Anschlags in Sicherheit. Die Taliban hatten gezielt UN-Mitarbeiter angegriffen
Die islamistischen Taliban hatten sich am Mittwochmorgen in dem Gebäude im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul verschanzt. Sieben Angreifer sollen in das Gebäude eingedrungen sein und das Feuer eröffnet haben, berichtete ein Polizist. Die Taliban lieferten sich anschließend Gefechte mit den afghanischen Sicherheitskräften. Dabei seien mindestens sechs UN-Mitarbeiter getötet worden.
Der Sprecher der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA), Aleem Siddique, sagte, bei dem Angriff seien weitere Mitarbeiter verletzt worden. Unklar ist bislang, aus welchen Ländern die Toten und Verletzten stammten. Die Kämpfe wurden inzwischen beendet.
Der Chefermittler der Kabuler Polizei, Abdul Ghafar Sayedsada, sagte, neben den sechs UN-Mitarbeitern seien bei den Gefechten drei Angreifer, zwei afghanische Sicherheitskräfte und ein Zivilist getötet worden. Zwei ausländische UN-Mitarbeiter seien verwundet worden. Sieben weitere Mitarbeiter der Vereinten Nationen seien von der Polizei gerettet worden.
Neben den heftigen Schusswechseln im Gästehaus waren in Kabul auch mehrere Explosionen zu hören, über den Dächern der Hauptstadt stieg schwarzer Rauch auf. Augenzeugen aus Sicherheitskreisen berichteten, dass mindestens eine Rakete auf ein weiteres Hotel in ausländischem Besitz abgefeuert wurde, das in der Nähe des Präsidentenpalasts in der afghanischen Hauptstadt liegt. Mehr als 100 Menschen seien in einen unterirdischen Bunker gebracht worden, sagte ein ausländischer Hotelgast. Von Toten oder Verletzten sei aber nichts erkennbar.
Zu dem Angriff auf das Gästehaus bekannten sich die Taliban. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, der Angriff auf das Gästehaus sei die erste Aktion der Aufständischen gegen die Stichwahl am 7. November gewesen. Fünf mit Sprengstoffwesten ausgestattete und bewaffnete Angreifer hätten das Gästehaus gestürmt. Die Opfer dieses Angriffs hätten bei der Vorbereitung der Wahl mitgeholfen. Die Aufständischen hätten alle Afghanen und Ausländer davor gewarnt, dass sie dadurch zum Ziel würden, so Mudschahid. Die Taliban-Kämpfer hätten außerdem Raketen auf das einzige Fünf-Sterne Hotel des Landes abgefeuert.
Zudem hieß es in einer Botschaft der Taliban, mehrere Mitglieder des Selbstmordkommandos hätten UN-Mitarbeiter als Geiseln genommen. Ob sich aber tatsächlich noch Geiseln in der Gewalt der Extremisten befinden, ist bislang unklar.
In Afghanistan steht in eineinhalb Wochen die Stichwahl um das Präsidentenamt an. Die Taliban hatten mehrfach angekündigt, die Abstimmung am 7. November zu stören. Bereits vor der ersten Wahlrunde am 20. August hatten die Aufständischen ihre Angriffe in der afghanischen Hauptstadt und in anderen Landesteilen deutlich verschärft.
- Datum 28.10.2009 - 08:01 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
- Kommentare 3
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Hallo
Mal unabhängig vom aktuellen Tathergang. Warum werden diese skrupellosen Mörder/Verbrecher "Aufständische" genannt?
Und wer sich einbildet mit den Taliban verhandeln zu können, der ist leider auf dem Holzweg. Mit diesen zutiefst rassistischen Islamisten ist kein Dialog möglich.
Gruss
Rene
...aus dem gleichen Grund warum die Piloten der B-1, die im Mai 2009 in der Provinz Farah Luftnahunterstützung (sic!) geflogen haben, Soldaten genannt werden. Sie haben mit fünf 250 Kg Bomben und zwei 1000 Kg Bomben die dort kämpfenden Aufständischen und ca 60-120 Zivilisten platt gemacht.
Der Angriff auf das Gästehaus war nach meiner Meinung dumm, aber jeder kämpft wie er kann, benutzt die Bomben die er hat und greift die Ziele an, die er für gefährlich hält.
Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
Ausserdem werden sie spätestens in einem Jahr (ok, vielleicht in zweien) feststellen, das die Amerikaner vorweg und alle anderen hinterher sehr wohl mit "...diesen zutiefst rassistischen Islamisten..." einen Dialog führen können, mit wohlgefälligen Argumenten warum der Abzug nunmehr richtig und wichtig ist.
Möchten Sie hingegen weiter Krieg führen (auch eine Option), dan fragen sie gerade mal in Berlin nach, ob die noch 100000 Soldaten freihaben, denn wenn Sie den Krieg auch gewinnen wollen, braucht es so ca. 750000 Mann.
...aus dem gleichen Grund warum die Piloten der B-1, die im Mai 2009 in der Provinz Farah Luftnahunterstützung (sic!) geflogen haben, Soldaten genannt werden. Sie haben mit fünf 250 Kg Bomben und zwei 1000 Kg Bomben die dort kämpfenden Aufständischen und ca 60-120 Zivilisten platt gemacht.
Der Angriff auf das Gästehaus war nach meiner Meinung dumm, aber jeder kämpft wie er kann, benutzt die Bomben die er hat und greift die Ziele an, die er für gefährlich hält.
Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
Ausserdem werden sie spätestens in einem Jahr (ok, vielleicht in zweien) feststellen, das die Amerikaner vorweg und alle anderen hinterher sehr wohl mit "...diesen zutiefst rassistischen Islamisten..." einen Dialog führen können, mit wohlgefälligen Argumenten warum der Abzug nunmehr richtig und wichtig ist.
Möchten Sie hingegen weiter Krieg führen (auch eine Option), dan fragen sie gerade mal in Berlin nach, ob die noch 100000 Soldaten freihaben, denn wenn Sie den Krieg auch gewinnen wollen, braucht es so ca. 750000 Mann.
...aus dem gleichen Grund warum die Piloten der B-1, die im Mai 2009 in der Provinz Farah Luftnahunterstützung (sic!) geflogen haben, Soldaten genannt werden. Sie haben mit fünf 250 Kg Bomben und zwei 1000 Kg Bomben die dort kämpfenden Aufständischen und ca 60-120 Zivilisten platt gemacht.
Der Angriff auf das Gästehaus war nach meiner Meinung dumm, aber jeder kämpft wie er kann, benutzt die Bomben die er hat und greift die Ziele an, die er für gefährlich hält.
Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
Ausserdem werden sie spätestens in einem Jahr (ok, vielleicht in zweien) feststellen, das die Amerikaner vorweg und alle anderen hinterher sehr wohl mit "...diesen zutiefst rassistischen Islamisten..." einen Dialog führen können, mit wohlgefälligen Argumenten warum der Abzug nunmehr richtig und wichtig ist.
Möchten Sie hingegen weiter Krieg führen (auch eine Option), dan fragen sie gerade mal in Berlin nach, ob die noch 100000 Soldaten freihaben, denn wenn Sie den Krieg auch gewinnen wollen, braucht es so ca. 750000 Mann.
Und mit dem 750,000 Mann Argument haben Sie auch recht.
Sie haben nicht recht mit Ihrer Vermutung:
quote
Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
/quote
Es gibt in der Geschichte kaum ein Beispiel, das Ihre Vermutung bestaetigt, man koennte etwas Positives mit Reden erreichen.
Chamberlain hat wohl versucht 1938 zu reden, hat aber nur das genaue Gegenteil erreicht von dem, was er mit dem Reden erreichen wollte.
Es gibt Unmengen Beispiele in der Geschichte, die die Chamberlain Version bestaetigen.
Gerd
Und mit dem 750,000 Mann Argument haben Sie auch recht.
Sie haben nicht recht mit Ihrer Vermutung:
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Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
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Es gibt in der Geschichte kaum ein Beispiel, das Ihre Vermutung bestaetigt, man koennte etwas Positives mit Reden erreichen.
Chamberlain hat wohl versucht 1938 zu reden, hat aber nur das genaue Gegenteil erreicht von dem, was er mit dem Reden erreichen wollte.
Es gibt Unmengen Beispiele in der Geschichte, die die Chamberlain Version bestaetigen.
Gerd
Und mit dem 750,000 Mann Argument haben Sie auch recht.
Sie haben nicht recht mit Ihrer Vermutung:
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Mit jedem kann man reden, wenn man die richtigen Worte findet.
/quote
Es gibt in der Geschichte kaum ein Beispiel, das Ihre Vermutung bestaetigt, man koennte etwas Positives mit Reden erreichen.
Chamberlain hat wohl versucht 1938 zu reden, hat aber nur das genaue Gegenteil erreicht von dem, was er mit dem Reden erreichen wollte.
Es gibt Unmengen Beispiele in der Geschichte, die die Chamberlain Version bestaetigen.
Gerd
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