Apec-Treffen

Absage an eine internationale Klimalösung

Das Klimaabkommen in Kopenhagen soll ein politisch, aber nicht rechtlich bindendes Abkommen werden. Von Umweltorganisationen wird diese Haltung stark kritisiert.

Ein Zeichen der Geschlossenheit? Asiens Regierungschefs halten ein verbindliches Klimaabkommen in naher Zukunft für unrealistisch. Präsident Barack Obama favorisiert nun ein Zwei-Phasen-Modell

Ein Zeichen der Geschlossenheit? Asiens Regierungschefs halten ein verbindliches Klimaabkommen in naher Zukunft für unrealistisch. Präsident Barack Obama favorisiert nun ein Zwei-Phasen-Modell

Jetzt geht es nur noch um eine Minimal-Lösung: Statt der seit Jahren von Wissenschaftlern, Politikern und Umweltschützern immer eindringlicher verlangten rechtlich bindenden Einigung auf drastische Reduzierungen bei den Treibhausgasen soll es im Dezember in Kopenhagen nur noch eine "politische Einigung" als Startschuss für weitere Verhandlungen geben.

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Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen war überraschend zum Apec-Treffen nach Singapur gereist, um bei einem Frühstück mit US-Präsident Barack Obama,  dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao und 17 weiteren Staats- und Regierungschefs einen Vorschlag zu unterbreiten, der ein völliges Scheitern der Klimakonferenz im Dezember verhindern soll. 

Das Gipfeltreffen des asiatisch-pazifischen Regionalforums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Apec) ist die letzte große Konferenz von Staats- und Regierungschefs vor den Verhandlungen in Kopenhagen vom 7. bis zum 18. Dezember. Um ein Nachfolgeabkommen für den 2012 auslaufenden Kyoto-Vertrag auf den Weg zu bringen, sollen an den letzten beiden Tagen inzwischen auch die Staats- und Regierungschef der mehr als 190 beteiligten Staaten in die dänische Hauptstadt kommen.

Die Konsequenzen für das Klima werden sehr ernst sein.

John Nordbo, Chef des Klimaprogramms bei WWF

Die Apec-Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass "es unrealistisch war, zu erwarten, dass in der Zeit von heute bis zum Start der Klimakonferenz in Kopenhagen in 22 Tagen ein vollständiges, weltweit rechtsverbindliches Abkommen erzielt werden könnte", meinte der Wirtschaftsberater Obamas, Mike Froman. Damit scheint das ursprünglich angestrebte Klimaabkommen so gut wie ausgeschlossen. Vielmehr sollten die Teilnehmer in Kopenhagen eine fünf- bis achtseitige politische Vereinbarung mit konkreten Klimaschutzzielen anstreben und über den geplanten völkerrechtlich bindenden Vertrag weiter verhandeln.

"Wenn wir uns darauf konzentrieren, worauf wir uns einigen können, ist eine starke, umfassende und globale Vereinbarung machbar", sagte Rasmussen. "Wir sollten uns darauf konzentrieren, was machbar ist, und uns nicht davon ablenken lassen, was nicht machbar ist."

Sehr kritisch reagierten dagegen Umweltschützer, die die neue Kopenhagen-Linie einer juristisch unverbindlichen Willenserklärung für Flucht aus der Verantwortung halten. "Die Konsequenzen für das Klima werden sehr ernst sein. Wir wissen, dass wir nur noch wenige Jahre haben, um die Folgen der CO2-Emissionen für das globale Klima zu kippen und den Anstieg der globalen auf zwei Grad zu begrenzen. Mit einer schwachen politischen Vereinbarung ist das nicht mehr zu schaffen", meint John Nordbo, Chef des Klimaprogramms bei der Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF).

Die Kopenhagen-Vereinbarung solle einen Aktionsplan für sofortiges Handeln und einem Zeitrahmen für den Abschluss eines rechtlich bindenden Abkommens enthalten, sagte Rasmussen. Darin sollten klare Vorgaben für die Verringerung der klimaschädlichen Emissionen für einzelne Länder sowie über die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen enthalten sein.

Der dänische Gastgeber indes warb in Singapur dafür, dass trotz der Aussicht auf ein unverbindliches Klimaabkommen mit dem Aufschub der entscheidenden Streitpunkte "niemand aus seiner Verantwortung entlassen werden darf". Die Kopenhagen-Vereinbarung müsse alle nötigen Aspekte des späteren Klimavertrags beinhalten und bindend sein, "auch, wenn nicht der letzte Punkt für ein völkerrechtlich verbindliches Dokument ausgehandelt ist", sagte Rasmussen. "Wir brauchen Zusagen. Wir brauchen Zahlen. Wir brauchen Action."

Wegen der stockenden Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen befürwortet auch Obama ein zweistufiges Vorgehen. UN-Vertreter halten es für möglich, im Dezember Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase festzulegen sowie Umfang und Art der Hilfen für die Entwicklungsländer. Der Vertrag könne dann binnen eines halben Jahres ausgehandelt werden.

 

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Leser-Kommentare

  1. Vorauszusehen war dieses Ergebnis schon lange. Nur wollte das angeblich kein Teilnehmer an den Klimakonferenzen der letzten Monate wissen. Und die waren ja personell mit regelmässig bis zu 10.000 Teilnehmern so unterbesetzt, dass zu wenig, vielleicht auch zu viel Sachverstand vorhanden war.

    Jetzt wird es spannend, wie man von den Klima-Katastrophen-Szenarien wieder herunterkommt. Denn bis jetzt war ein Abkommen in Kopenhagen angeblich die letzte Chance, die Welt vor riesigen Schäden zu bewahren.

    Wie will man ein Scheitern des Abkommens vor der Weltöffentlichkeit erklären. Offenbar ist erheblich übertrieben worden.

    Vielleicht machen sich die Verantwortlichen der einzelnen Ländern doch jetzt einmal Gedanken, ob die Computermodelle, auf denen die Katastrophenmeldungen sich ausschließlich beziehen, wirklich so fehlerfrei sind, dass man danach die Politik vieler Länder ausrichten kann. Denn die gemessenen globalen Temperaturen besagen, dass es in den letzten 15 Jahren nicht wärmer geworden ist, und dies bei stetig steigenden CO2-Werten.

    Das Publikum macht sich seine eigenen Gedanken. Die letzten Umfragen in den USA und England zeigen, dass die Bevölkerungen der einzelnen Länder immer weniger von den angeblichen Gefahren der Globalen Erwärmung überzeugt sind.

    Deutschland und die EU aber wollen weiterhin die ökologischen Vorreiter sein.

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    dass hier sofort wieder ein wissenschaftlich völlig unfundierter Kommentar erscheinen musste.
    "Denn die gemessenen globalen Temperaturen besagen, dass es in den letzten 15 Jahren nicht wärmer geworden ist, und dies bei stetig steigenden CO2-Werten." Dies kann als schlichtweg falsch bezeichnet werden. Die globale Mitteltemperatur ist allein im 20. Jahrhundert um 0,7° gestiegen. 1994-2003 war das wärmste Sommerjahrzehnt seit 1500. Für das Weltklima sind außerdem kurzzeitige regionale Abkühlungen nicht von absoluter Bedeutung.
    Für das Weltklima ist es ebenfalls ohne Bedeutung, ob die Treibhausgasemissionen ab Dezember 2009 oder ein Jahr später begrenzt werden, weshalb ein "scheitern" der Klimakonferenz in Kopenhagen lediglich politisch gesehen als "gescheitert" bezeichnet werden kann. Selbst wenn die Emissionen von Heute auf morgen auf Null begrenzt würden, würden die Effekte erst in einigen Jahrzehnten voll zum tragen kommen.
    Da Sie offensichtlich an den sogenannten Katastrophen-szenarien zweifeln, ist Ihnen evt. entgangen, dass beispielsweise die Eisschmelze in den Polregionen mittels Satellitendaten sehr genau bestimmt/beziffert werden kann. Ebenso bekannt ist, dass zB die Malediven kaum über dem jetzigen Meeresspiegel liegen. Ein Szenario über den Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Eisschmelze in den Polregionen lässt sich natürlich nicht ohne Unsicherheiten entwerfen. Für die Malediven jedoch ist es egal, ob der Meeresspiegel um 1 oder 1,2 Meter ansteigt, da sie verschwinden würden.
    Das Publikum in den USA macht sich seit jeher seine eigenen Gedanken. Nirgends wird Konsum und Energieverbrauch so zelebriert wie in den USA. Nirgends sind die Pro-Kopf Emissionen höher. Die Frage ist, ob es dadurch zu einer seriösen Debatte hinsichtlich der Klimaveränderungen beitragen kann, oder ob die altbekannte menschliche Ignoranz gegenüber unzufriedenstellenden Tatsachen einfach wieder die Scheuklappen hervorholt.

  2. dass hier sofort wieder ein wissenschaftlich völlig unfundierter Kommentar erscheinen musste.
    "Denn die gemessenen globalen Temperaturen besagen, dass es in den letzten 15 Jahren nicht wärmer geworden ist, und dies bei stetig steigenden CO2-Werten." Dies kann als schlichtweg falsch bezeichnet werden. Die globale Mitteltemperatur ist allein im 20. Jahrhundert um 0,7° gestiegen. 1994-2003 war das wärmste Sommerjahrzehnt seit 1500. Für das Weltklima sind außerdem kurzzeitige regionale Abkühlungen nicht von absoluter Bedeutung.
    Für das Weltklima ist es ebenfalls ohne Bedeutung, ob die Treibhausgasemissionen ab Dezember 2009 oder ein Jahr später begrenzt werden, weshalb ein "scheitern" der Klimakonferenz in Kopenhagen lediglich politisch gesehen als "gescheitert" bezeichnet werden kann. Selbst wenn die Emissionen von Heute auf morgen auf Null begrenzt würden, würden die Effekte erst in einigen Jahrzehnten voll zum tragen kommen.
    Da Sie offensichtlich an den sogenannten Katastrophen-szenarien zweifeln, ist Ihnen evt. entgangen, dass beispielsweise die Eisschmelze in den Polregionen mittels Satellitendaten sehr genau bestimmt/beziffert werden kann. Ebenso bekannt ist, dass zB die Malediven kaum über dem jetzigen Meeresspiegel liegen. Ein Szenario über den Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Eisschmelze in den Polregionen lässt sich natürlich nicht ohne Unsicherheiten entwerfen. Für die Malediven jedoch ist es egal, ob der Meeresspiegel um 1 oder 1,2 Meter ansteigt, da sie verschwinden würden.
    Das Publikum in den USA macht sich seit jeher seine eigenen Gedanken. Nirgends wird Konsum und Energieverbrauch so zelebriert wie in den USA. Nirgends sind die Pro-Kopf Emissionen höher. Die Frage ist, ob es dadurch zu einer seriösen Debatte hinsichtlich der Klimaveränderungen beitragen kann, oder ob die altbekannte menschliche Ignoranz gegenüber unzufriedenstellenden Tatsachen einfach wieder die Scheuklappen hervorholt.

    Antwort auf "Es war abzusehen"
  3. man könnte ja auch den klimawandel ausblenden, und von einem rohstoffmangel sprechen. wenn öl, gas und plutonium erst mal knapp werden, sind wir nicht gewappnet! jetzt, also in rohstoffreichen zeiten wäre es leicht in effiziente versorgungs und energiekonzepte zu investieren, da kosten für energie gering sind. solche entwicklungen zu verlangsamen, sie also nicht stark zu fördern, käme uns so später deutlich teurer, zumal dann eben noch kosten für die bereits ausgelösten probleme wie trinkwasserknappheit oder ähnlich hinzukämen.
    es wäre also auch dann sinnvoll "das klima zu schützen", wenn es keinen klimawandel gäbe!

  4. Herr Eberhardt

    Was Sie schreiben, entspricht nicht den Tatsachen.

    1) Ich gab den Zeitraum der letzten 15 Jahre an, Sie kommen mit einer Angabe der Temperatur des 20. Jahrhunderts sowie einer Sommer-Durchschnittlichen Sommertemperaturen der Jahre 1994 - 2003.

    Sie widersprechen nicht der Feststellung, dass die globalen Temperaturen zurzeit eine Tendenz nach unten haben und dass sie geringfügig fallen, übrigens ganz im Gegensatz zu den Berechnungen der Computermodelle.

    2) Das eigentliche Ziel der Kopenhagen Konferenz war ein globales Abkommen über zu reduzierende Mengen an CO2, verbindlich für einzelne Länder. Dieses Ziel ist fallegelassen worden.

    3) Die Eisschmelze an den Polen ist offensichtlich nur temporär. Im Jahre 2007 war in den nordpolaren Breiten die geringste Eisbedeckung. Derzeit ist die Eisbedeckung wieder größer, gemessen durch Satelliten.
    1920 war die Eisbedeckung sogar geringer als derzeit.

    Am Südpol ist insgesamt kein Abschmelzen des Eises zu beobachten.

    4) Der wohl beste Kenner der Malediven, der Schwede Axel Moerner, sieht dort keine Erhöhung des Meeresspiegels. Ganz im Gegenteil.

    5) Neben einer Umfrage des PEW-Centers in den USA gibt es jetzt auch eine Umfrage der TIMES, vom 14. 11. 2009.

    Danach glauben nur 41 % der Befragten an eine Bedrohung. 32 % sind der Überzeugung, dass ein Zusammenhang nicht nachgewiesen ist, 8 % bezeichnen es als Porpaganda, 15 % sind der Meinung, dass es nicht wärmer geworden ist.

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    1) Um den von Ihnen angegebenen Zeitraum aufzugreifen: Die 13 wärmsten Jahre zwischen 1880 und 2006 liegen in dem Zeitraum nach 1990.
    Mojib Latif prognostizierte erst vor kurzem eine kurzzeitige Abkühlung, vorallem für Europa. Dass die Globale Mitteltemperatur auch negative Schwankungen beinhaltet, gibt keinen klimatischen Trend wieder. Er gab übringens extra an, nicht missverstanden zu werden.
    2) Sie haben Recht, dass eine juristisch verbindliche Regelung in Kopenhagen vermutlich nicht mehr erreicht wird.
    3)Abkühlungstrends - auch in der Antarktis - geben keinen globalen Trend wieder, sondern können auch durch atmosphärische Zirkulation, evt. Wolkenbildung, etc. verursacht werden.
    4) Es wurde nicht von einem jetzigen Anstieg des Meerespiegels vor den Malediven gesprochen. Der Anstieg ist eine de facto logische Konsequenz der Eisschmelze
    5) Wie repräsentativ sind Umfragewerte von Laien? Wer sich hauptsächlich mit Newspaperschlagzeilen eine Meinung zum anthropogenen Klimawandel bildet, sollte meiner Meinung nach nicht überbewertet werden. Eine Ende Oktober 2008 versandte EOS-Umfrage (Zeitschrift der American Geophysical Union)an 10.000 direkt/indirekt beteiligte Forscher,zeigte unter den direkt an der Klimaforschung beteiligten Forschern einen wissenschaftlichen Konsens von 97% pro-anthropogen auf, wohingegen die Zustimmung derer, die sich nur am Rande mit dem Klimawandel befassen nur 64 % betrug.

    Faustus schreibt: "3) Die Eisschmelze an den Polen ist offensichtlich nur temporär. Im Jahre 2007 war in den nordpolaren Breiten die geringste Eisbedeckung. Derzeit ist die Eisbedeckung wieder größer, gemessen durch Satelliten.
    1920 war die Eisbedeckung sogar geringer als derzeit."

    Ihren Optimismus in allen Ehren, aber offensichtlich ist hier nicht, selbst wenn Sie Recht hätten (Quellennachweis?). Klima beschreibt langfristige Trends, Sie können deshalb nicht einfach irgendwelche Jahre herauspicken.

    Lesenswert ist der Spiegel-Online Artikel "Klimawandel in der Arktis - Grönlands Eisschild schmilzt so schnell wie nie"
    (http://www.spiegel.de/wis...)

    "4) Der wohl beste Kenner der Malediven, der Schwede Axel Moerner, sieht dort keine Erhöhung des Meeresspiegels. Ganz im Gegenteil."
    Nettes Argument. Vielleicht sieht Hr. Moerner ja in 30 bis 50 Jahren mehr. Wetten, dass er dann ganz schnell wieder in Schweden ist im Unterschied zu den einheimischen Landesbewohnern?

    Alles klar ...   KunibertHurtig

    und die Erde ist eine Scheibe, wir leben auf der Innenseite einer Kugel, CO2 ist überhaupt kein Klimagas, Methan gast nicht aus den Hydratschelfen aus, das Grönlandeis schmilzt nicht, die Antarktis wächst und wächst, weshalb ja auch der Meeresspiegel Jahr für Jahr um 0,7 mm steigt (irgendwie muss das Wasser ja dahin kommen) und mein Kumpel verkauft seit Neuestem Bauland im Wattenmeer: Das ist auf Grund des sinkenden Meeresspiegels nämlich Bauerwartungsland ... noch so einen Kommentar Herr Faustus, zur allgemeinen Erheiterung meint ...
    Kuni

  5. Wenn Mojib Latif auf der dritten Weltklimakonferenz Anfang September 2009 vor 1500 Klimaexperten erklärt, er erwarte nach 10jähriger Stagnation der globalen Durchschnittspempearturen nun sogar eine weitere globale Abkühlung (!) bis zu 20 Jahren wegen natürlicher (!) Ursachen, was sollen die Politiker davon halten? http://community.zeit.de/user/schneefan/beitrag/2009/09/09/mojib-latif-globale-abkühlung-für-20-jahre
    Dr. Mojib Latif ist führender IPCC-Leitautor des umstrittenen IPCC-Klimaberichts 2007 und warnte jahrelang vor einer menschengemachten Klimaerwärmung!

    Herr Latif versuchte zwar auch hier in der "Zeit" mit Blick auf Kopenhagen seine Aussagen öffentlich zu relativieren, aber die natürlichen Ursachen wie anhaltende geringe Sonnenaktivität, multidekadische Meereszyklen (PDO, AMO) sowie die NAO überwiegen menschlichen Einfluss auf das globale Klima locker, wie schon seit Jahrtausenden! http://community.zeit.de/user/schneefan/beitrag/2009/11/05/sonnenforscher-hathaway-räumt-fehlprognose-ein
    http://community.zeit.de/...

    Umweltschutz: Ja! Klimahysterie: Nein!

    Herzlichen Gruß
    Schneefan

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie tun Herrn Latif wirklich unrecht, deshalb versuche ich es zu erklären:

    Herr Latif warnt natürlich weiterhin vor einem menschengemachten Klimawandel (s. Interview in Zeit-Online). Also noch mal ganz langsam: Es gibt natürliche Oszillationen in der Größenordnung von Dekaden, die der Klimakurve aufmoduliert sind und diese keineswegs ersetzen! D.h. wir haben das Glück eine kleine Atempause zu bekommen, wenn dann aber nichts passiert und der steigende Teil der Oszillation sich mit dem Temperaturanstieg des Klimawandels verbindet, dann wird es wirklich bitter.

    Herr Lativ "relativiert" seine Aussagen in keiner Weise, wie man auch nachlesen kann. Er fühlt sich böswillig missverstanden und erklärt dem Laien nochmals seine Aussagen.

    Wünschen Sie etwa ein Scheitern von Kopenhagen? Kritiker sind herzlich eingeladen, ein verbessertes Klimasimulationsprogramm zu entwickeln, das möglicherweise zu anderen Ergebnissen kommt. Geschafft hat es aber noch keiner. Solange ist das gängige Klimamodell das beste, das gegenwärtig zur Verfügung steht.

    Sollen wir nun allen Ernstes auf Maßnahmen verzichten in der Hoffnung, die Modelle mögen einen Fehler enthalten?? Verantwortungsvolles Handeln sieht da schon ganz anders aus, man sollte nicht mit dem Schicksal zukünftiger Generationen hasardieren.

  6. 1) Um den von Ihnen angegebenen Zeitraum aufzugreifen: Die 13 wärmsten Jahre zwischen 1880 und 2006 liegen in dem Zeitraum nach 1990.
    Mojib Latif prognostizierte erst vor kurzem eine kurzzeitige Abkühlung, vorallem für Europa. Dass die Globale Mitteltemperatur auch negative Schwankungen beinhaltet, gibt keinen klimatischen Trend wieder. Er gab übringens extra an, nicht missverstanden zu werden.
    2) Sie haben Recht, dass eine juristisch verbindliche Regelung in Kopenhagen vermutlich nicht mehr erreicht wird.
    3)Abkühlungstrends - auch in der Antarktis - geben keinen globalen Trend wieder, sondern können auch durch atmosphärische Zirkulation, evt. Wolkenbildung, etc. verursacht werden.
    4) Es wurde nicht von einem jetzigen Anstieg des Meerespiegels vor den Malediven gesprochen. Der Anstieg ist eine de facto logische Konsequenz der Eisschmelze
    5) Wie repräsentativ sind Umfragewerte von Laien? Wer sich hauptsächlich mit Newspaperschlagzeilen eine Meinung zum anthropogenen Klimawandel bildet, sollte meiner Meinung nach nicht überbewertet werden. Eine Ende Oktober 2008 versandte EOS-Umfrage (Zeitschrift der American Geophysical Union)an 10.000 direkt/indirekt beteiligte Forscher,zeigte unter den direkt an der Klimaforschung beteiligten Forschern einen wissenschaftlichen Konsens von 97% pro-anthropogen auf, wohingegen die Zustimmung derer, die sich nur am Rande mit dem Klimawandel befassen nur 64 % betrug.

    Antwort auf "Es war abzusehen"
  7. Verständlich wenn sich die Herren Faustus34 und Schneefan angesichts der politischen Unfähigkeit, der Klimakrise angemessen zu begegnen, sich der Theorie des nicht vorhandenen anthropogenen Klimawandels anschließen -- man könnte ja sonst wirklich verzweifeln!

    Indes, leider liegen die Fakten anders, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte.

  8. Faustus schreibt: "3) Die Eisschmelze an den Polen ist offensichtlich nur temporär. Im Jahre 2007 war in den nordpolaren Breiten die geringste Eisbedeckung. Derzeit ist die Eisbedeckung wieder größer, gemessen durch Satelliten.
    1920 war die Eisbedeckung sogar geringer als derzeit."

    Ihren Optimismus in allen Ehren, aber offensichtlich ist hier nicht, selbst wenn Sie Recht hätten (Quellennachweis?). Klima beschreibt langfristige Trends, Sie können deshalb nicht einfach irgendwelche Jahre herauspicken.

    Lesenswert ist der Spiegel-Online Artikel "Klimawandel in der Arktis - Grönlands Eisschild schmilzt so schnell wie nie"
    (http://www.spiegel.de/wis...)

    "4) Der wohl beste Kenner der Malediven, der Schwede Axel Moerner, sieht dort keine Erhöhung des Meeresspiegels. Ganz im Gegenteil."
    Nettes Argument. Vielleicht sieht Hr. Moerner ja in 30 bis 50 Jahren mehr. Wetten, dass er dann ganz schnell wieder in Schweden ist im Unterschied zu den einheimischen Landesbewohnern?

    Antwort auf "Es war abzusehen"
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  • Datum 15.11.2009 - 17:38 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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  • Schlagworte Klima | Klimaschutz | Barack Obama | Asien
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