USA Bloomberg bleibt Bürgermeister von New York
Der parteilose Medienzar Michael Bloomberg hat die Bürgermeisterwahl in New York knapp gewonnen. Die Niederlage des demokratischen Gegenkandidaten ist ein Rückschlag für Obama.
© Stan Honda/AFP/Getty Images

Michael Bloomberg feiert seinen Sieg. Der Parteilose bleibt Bürgermeister von New York
Michael Bloomberg bleibt für eine dritte Amtszeit Bürgermeister von New York. Der 67-Jährige setzte sich mit 51 Prozent der Stimmen gegen seinen demokratischen Herausforderer William Thompson, 56, durch, der auf 46 Prozent kam. Für die demokratische Partei von Präsident Barack Obama ist die Niederlage in der größten US-Metropole die fünfte in Folge.
Bloombergs Vorsprung fiel allerdings deutlich niedriger aus als erwartet - trotz eines beispiellosen Wahlkampfaufwands von rund 100 Millionen Dollar (68 Millionen Euro). Meinungsumfragen hatten ihm einen Vorsprung von 12 bis 16 Prozentpunkten vorausgesagt.
Wahlbeobachter führten das vergleichsweise enttäuschende Ergebnis auf die Diskussion um eine dritte Amtszeit zurück. Bloomberg hatte darauf gedrängt, trotz gegenteiliger Gesetze nochmals antreten zu dürfen. Nach hitzigen Diskussionen stimmte der Stadtrat nur mit knapper Mehrheit zu. Bloombergs Gegner warfen ihm Machtmissbrauch vor.
Der Multi-Milliardär, der das gleichnamige Medienimperium Bloomberg geschaffen hat, ist erst der vierte Bürgermeister in der Geschichte New Yorks, der eine dritte Amtszeit bekommt. Die Bürger hatten diese Möglichkeit 1993 mit einem Volksentscheid ausgeschlossen und die Regelung drei Jahre später bestätigt.
Angesichts der Wirtschaftskrise sei Kontinuität an der Stadtspitze gefragt, sagte Bloomberg, um seine erneute Kandidatur zu rechtfertigen. Sein Herausforderer Thompson, der erste schwarze Rechnungsprüfer der Stadt, warf ihm vor, die Demokratie auszuhebeln.
- Datum 04.11.2009 - 09:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 3
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Bloomberg ist populaer, zudem parteilos und hat mit weit weinger Vorsprung gewonnen als erwartet. Warum soll das irgendwie Obama beschaedigen? Er hat denemokraten uterstuetzt, aber er its ja auch in derselben PArtei wie er. Er kann kaum Wahlkampf gegen ihn machen.
Bloomberg ist ein Integrator und er regiert wirklich unabhaengig. Die Entscheidung ist fuer NEw Zork nicht die schlechteste. DIe Stadt ist unter ihm gruener, umweltfreundlicher und sicherer geworden.
In diesem Fall mag das stimmen, Bloomberg ist vielleicht wirklich immer noch die beste Wahl, aber die Aushebelung von Mechanismen, die Dauerregierungen verhindern sollen, entwertet diese und wird damit zu einer Vorlage fuer weniger wuenschenswerte Kandidaten, ihre Amtszeit ebenfalls verlaengern wollen. Der Sinn der 8-Jahres Grenze kann nicht erfuellt werden, wenn sie einfach mit Geld und/oder Popularitaet umgangen werden kann.
In diesem Fall mag das stimmen, Bloomberg ist vielleicht wirklich immer noch die beste Wahl, aber die Aushebelung von Mechanismen, die Dauerregierungen verhindern sollen, entwertet diese und wird damit zu einer Vorlage fuer weniger wuenschenswerte Kandidaten, ihre Amtszeit ebenfalls verlaengern wollen. Der Sinn der 8-Jahres Grenze kann nicht erfuellt werden, wenn sie einfach mit Geld und/oder Popularitaet umgangen werden kann.
Wer sonst sollte an der AIPAC-Ostküste, wo die Morgans, Goldmanns & Co. das Sagen haben, ans Ruder kommen?
Mit 16 Milliarden natürlich einer der reichsten New Yorker...
In diesem Fall mag das stimmen, Bloomberg ist vielleicht wirklich immer noch die beste Wahl, aber die Aushebelung von Mechanismen, die Dauerregierungen verhindern sollen, entwertet diese und wird damit zu einer Vorlage fuer weniger wuenschenswerte Kandidaten, ihre Amtszeit ebenfalls verlaengern wollen. Der Sinn der 8-Jahres Grenze kann nicht erfuellt werden, wenn sie einfach mit Geld und/oder Popularitaet umgangen werden kann.
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