Europa Kungeln wie im KremlSeite 2/2
Welchen Stand soll ein Präsident der EU und damit die Union auf internationalem Parkett haben, wenn seine Kollegen Obama, Medwedjew oder Hu allesamt wissen, dass für seine Kür gerade nicht Können, Vision und Ausstrahlung maßgeblich waren, sondern eher genau das Gegenteil? Tatsächlich entsprachen viele der gehandelten Personen nicht dem Kaliber, das erforderlich wäre, Europa in der Welt Gehör zu verschaffen. Von den drei Topposten, den Kommissionspräsidenten hinzugezählt, wird voraussichtlich keiner an eine Frau gehen. Nichts von Aufbruch oder Erneuerung ist da zu spüren.
Das scheint offensichtlich auch nicht erwünscht, anders kann man einige Kommentare aus den Mitgliedsländern nicht verstehen. Das neue europäische Haus bekommt keine angemessene Vertretung, und im Ergebnis wird die Vielstimmigkeit und damit faktische Bedeutungslosigkeit der Europäer nicht beendet. Wir können nicht mehr als das alte Klein-Klein erwarten, mit der sich die EU mühsam gegen nationale Alleingänge stemmt, von denen wir alle wissen, dass sie weder den Herausforderungen der Wirtschafts- und Finanzkrise noch des Klimawandels gerecht werden. Die Frage ist nur: Brauchten wir dafür den Lissabonvertrag? Brauchten wir dafür acht Jahre Nabelschau?
Wir erwarten deshalb, dass die geweckten Erwartungen der Bürger erfüllt werden. Ein erster Schritt wäre, Mut zu zeigen bei der Besetzung der Topposten. Richtschnur sollte sein, ob der oder die Kandidatin eine Chance hat, von Obama, Medjwedew oder Hu ernst genommen zu werden und ob er oder sie das europäische Gesamtinteresse verteidigen wird.
Für einen transparenten Prozess zur Besetzung des Ratspräsidenten ist es zu spät, aber nicht für die Besetzung des EU-Außenministers. Er muss sich schließlich einer Anhörung und Zustimmung durch das Europäische Parlament stellen. Das wird aber bis zum 1. Dezember nicht geschehen. Um die Prinzipien des neuen Vertrags nicht von Anfang an mit Füssen zu treten, sollte das Europäische Parlament in das Ernennungsverfahren eingebunden werden.
Außerdem erwarten wir, dass auch die neuen inhaltlichen Möglichkeiten des Vertrages, und nicht nur die Posten, wahrgenommen werden. Eine effektive und solidarische gemeinsame Energiepolitik wäre ein solcher Bereich. Zielsetzung und Signal: Kein EU Bürger wird im Winter frieren – egal ob West- oder Osteuropäer.
Das neue Haus Europas muss jetzt so mit Leben gefüllt werden, dass sich seine Bewohner darin wohlfühlen. Sie müssen die Vorteile im Vergleich zum alten auch spüren.
- Datum 18.11.2009 - 13:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Dass der Vertrag eben nicht der Demokratie dienen soll, konnte man schon daran sehen, dass abgestimmt wurde, bis das Ergebis passte.
Die meisten Bürger hatten noch nicht einmal dazu die Chance.
Die großen Kartelle besetzen die Posten.
daß die €U ein €litenprojekt ist, das schließt demokratische Strukturen aus.
Wie sagte Clinton so lapidar wie richtig:
Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf.
...die Europäer demonstrierten nur, was sie unter Demokratie verstehen.
daß die €U ein €litenprojekt ist, das schließt demokratische Strukturen aus.
Wie sagte Clinton so lapidar wie richtig:
Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf.
...die Europäer demonstrierten nur, was sie unter Demokratie verstehen.
und die Mainstreampresse waren sich vor dem Vertrag und auch bei der Postenkungelei immer einig,dem Bürger keine Chance für eine lebendswerte EU.Das ausgerechnet die Grünen und die FDP sich an diesem Lobbyismus stören,finde ich schon einigermaßen überraschend,sie sind normalerweise in Deutschland die größten Lobbyisten.
daß die €U ein €litenprojekt ist, das schließt demokratische Strukturen aus.
Wie sagte Clinton so lapidar wie richtig:
Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf.
.. mir die EU ansehe, komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass Demokratie gar nicht gewollt ist. Die EU ist vielmehr ein probates Mittel, die Demokratie, die in den Nationalstaaten vorhanden ist, auszuhebeln oder zu umgehen. Unter dem Strich entmündigt die EU die Bürger zugunsten der Interessenvertreter. Im Grunde schaffen wir uns derzeit nichts weiter als eine Art UDSSR auf europäisch.
...besteht aus Posten, Posten, Posten...
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Seit lange zeiz schreibe Ich ; dieser CUPOLA im Bruxsel ist keinen demokratischer istituzion dies ist einem wiedergeburt der SOVITUNION EUDSSR
MOSKAU is tBruxsel die neu aptstaat der EUDSSR.Europa haus?wenn Ich einem neu haus bezihe oder baue wehle ich sie auf jederfall bei der EUDSSR bin ich nich gefragt worden .also will Ich dieser haus nicht.
Es ist üblich geworden, Kritik an der EU an den Bürokraten der Kommission festzumachen. Die weitaus größere Bedrohung für Freiheit und Vielfalt droht längst von den Missionaren in Straßburg. Dieser Artikel bestätigt das auf beängstigende Weise. Die beiden Autoren bezeugen nicht nur ihre Unkenntnis ggü demokratischen Prozessen. Sie rufen in ihrem Bestreben nach eigenem Machtzuwachs und im Namen europäischer Großmannssucht auch zur deren Überwindung auf.
Wenn man 27 Regierungen Kremlmethoden vorwirft, weil sie als "Herrn der Verträge" hinter verschlossenen Türen und nicht in den Redaktionsräumen der "Zeit" über Brüsseler Posten verhandeln, so bedeutet dies doch folgendes: Man diskreditiert die Regierungen der Mitgliedsstaaten um sie mittelfristig zu entmachten. Diese Diskreditierung setzt immer an der "Vielstimmigkeit" an, die man sich als Ausdruck von Kleinstaaterei nicht mehr leisten könne. Die Probleme seien so gewaltig, daß Europa die Pluralität nationaler Regierungen und Parlamente als Ausdruck von Vielfalt und Demokratie hinter sich lassen müsse. Nur die eine starke Stimme könne Europa voranbringen. Alle anderen müssen um der Sache Willen schweigen. Übertragen auf die Ebene des Nationalstaates würde jeder diese Forderungen als extremistischen Mist abtun.
Warum aber finden Vertreter aus Straßburg im Namen Europas unentwegt eine Bühne für diesen demokratiefeindlichen Unsinn?
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