Afghanistan Guttenberg besucht Truppen in Kundus
Vor den deutschen Soldaten hat Guttenberg angekündigt, zusätzliche Kräfte in die Region verlegen zu wollen. Nach seinem Besuch in Kabul kam es dort zu einem Anschlag.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist am Freitagmorgen in der nordafghanischen Stadt Kundus eingetroffen. Der Minister will sich ein Bild von der Lage in der Region machen, wo am 4. September auf Befehl eines deutschen Obersts zwei von Taliban gekaperte Tanklastwagen bombardiert und dabei bis zu 142 Menschen getötet worden waren.
Angesichts der verschärften Sicherheitslage in der Region Kundus will Guttenberg die Eingreifkräfte der Bundeswehr dort deutlich aufgestockt. Ab Mitte Januar komme eine zusätzliche Einsatzkompanie der Bundeswehr mit 120 Soldaten in die Unruheregion, sagte er. Sie sollen die bereits dort stationierten 450 deutschen Soldaten verstärken.
In einer Rede vor mehreren hundert Soldaten im Bundeswehr-Feldlager in Masar-i-Scharif hatte Guttenberg am Donnerstagabend gesagt: "Afghanistan wird uns sicher noch eine Weile fordern." Der Einsatz müsse in "absehbarer Zeit auch einmal verzichtbar sein". Dafür müsse Afghanistan aber selbst für seine Sicherheit sorgen können. Die Bundesregierung werde der Regierung des umstrittenen Präsidenten Hamid Karsai deutlich machen, "dass uns Lippenbekenntnisse nicht genügen".
Einen Tag nach Guttenbergs Besuch in Kabul kam es am Freitag in der afghanischen Hauptstadt zu einem Selbstmordanschlag. Der Chef der Kriminalpolizei, Sayed Abdul Ghafar Sayedsada, sagte, drei Afghanen seien bei der Detonation vor einem Militärlager im Osten der Stadt verletzt worden. Der Sprecher des Innenministeriums, Semarai Baschari, sagte, die Gegend sei abgeriegelt worden. Bei dem Lager handelt es sich um das Camp Phoenix an einer Ausfallstraße im Osten der Stadt, das von ausländischen Truppen benutzt wird. Guttenberg hatte Kabul am Donnerstag verlassen.
- Datum 13.11.2009 - 10:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 5
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wir haben schon eine tollen sunnyboy...eine buechse budweiser beer im kreise der soldaten. meher verbundenheit geht kaum.
oder vielleicht mal den anzug ausziehen?
fuer alle liebhaber des dt. quotenkoenigs:
in der sz ist eine ganze fotostrecke des plauderers zu sehen.
...werden, dass die Beteiligung der Bundesrepublik etwas gering war und falsch strukturiert. Die Idee ist allerdings eher süß, 120 Kampftruppen machten den Unterschied. Das Problem ist einer ganz anderen Dimension, wenn man die relativen Zahlen der Bundesrepublik zu Militärausgaben, Truppen in gefährdeten Gebieten, Bevölkerung oder der Größe des Außenhandels betrachtet.
Der Minister kommuniziert die Jetzt-Situation im Feld weit besser als seine Vorgänger. Das Gesamtthema braucht jedoch noch einige Anstrengung.
Meine name ist Zu Guttenberg, Karl-Theodor zu Guttenberg!
Bitte ein Bud Weiser-geschüttelt, nicht gerührt!
Eine PR-Kampagne für den Krieg mit einer kumpelhaften zusammen Bier-Trinken Zsene neben Masar-e Scharif der mutmaßlichen Grabstätte von Ali ibn Abi Talib der bedeutendsten Wallfahrtsstätte Afghanistans. Was für ein gelungenes PR-Foto, das nur allzu gut das Kuturverständnis der Kriegsherren und 007s beweist. Just eine Augenweide für alle Afghanen und vor allem die Taliban. Weiter so!
Es gibt eine Technologie, mit der man jeden soziale Konfliktsituation innerhalb kürzester Zeit befrieden kann:
[...]
[entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/vv]
die Medien mit diesem hochbrisanten Thema umgehen.Sie gehen mittlerweile für die Politik sogar in die Knie.Der Öffentlichkeit und dem Ausland wird ein vollkommen falsches Bild suggeriert - die meisten Bürger unseres Landes stehen nicht hinter diesem Einsatz.Die meisten sind sogar in der Lage ihren Verstand zu benutzen und erkennen fadscheinige Lippenbekenntnisse unserer Politiker.Ich erwarte von JOURNALISTEN mehr Sachverstand als das Bemühen die Auflagen zu erhöhen.
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