Atomstreit Iran will zehn neue Anlagen zur Anreicherung von Uran bauen
Im Atomstreit mit Iran ist der Ton rauer geworden. Teheran hat angekündigt, sein Atomprogramm zu erweitern und binnen zweier Monate mit dem Bau neuer Anlagen zu beginnen.
© Juan Barreto/AFP/Getty Images

Irans Präsident Ahmadineschad reagiert auf die Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde
Die Regierung in Teheran kündigte am Sonntag den Bau zehn weiterer Anlagen zur Anreicherung von Uran an. Für fünf davon sollen die Arbeiten schon in den nächsten beiden Monaten beginnen. Internationale Beobachter werteten die am Sonntag über das staatliche Fernsehen verbreitete Ankündigung als Trotzreaktion auf eine neue Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vom Freitag.
In dem unter deutscher Führung erarbeiteten und von 25 der 35 Länder des IAEA-Gouverneursrates verabschiedeten Papier wird eine stärkere Kooperation Irans verlangt. Außerdem wird ein Baustopp für eine zweite Urananreicherungsanlage in Fordo bei Ghom gefordert. Ferner verfügt Iran über eine Anreicherungsanlage in Natans, die bereits arbeitet und auf 54.000 Gaszentrifugen ausgelegt ist.
Unmittelbar nach der Verabschiedung der Resolution hatte Iran Konsequenzen angedroht und sprach von einem "feindlichen Akt". Parlamentspräsident Ali Laridschani nannte das Verhalten des IAEA-Gouverneursrates "eine lächerliche Politik von Zuckerbrot und Peitsche". Der Westen wirft der Islamischen Republik vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung von Atomenergie den Bau von Nuklear-Waffen zu betreiben. Iran bestreitet dies.
Statt des Baustopps für die zweite Anlage will Iran nun zusätzlich zehn weitere mit einer Kapazität von zusammen 500.000 Zentrifugen bauen. Die Anlagen dienen dazu, natürliches Uran in einem technisch aufwendigen Prozess so aufzubereiten, dass es in Kernreaktoren als Brennstoff verwendet werden kann. Allerdings ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Anreicherung zur militärischen Nutzung denkbar. Offiziell hat sich das Land aber zum Atomwaffensperrvertrag bekannt und dieses Bekenntnis am Wochenende erneuert.
Laridschani kündigte der Nachrichtenagentur Isna zufolge an, Iran werde ernsthaft darüber nachdenken, seine Politik zu ändern und die Zusammenarbeit mit der IAEA auf ein Mindestmaß einzuschränken. Entscheiden kann darüber aber nicht das Parlament, sondern lediglich der oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei.
Russlands Energieminister Sergej Schmatko traf am Sonntag in Teheran ein, um mit Irans Außenminister Manuchehr Mottaki und dem Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, über das Problem zu sprechen. Am Montag wollte er eine Atomanlage in Buschehr inspizieren, die Iran mit russischer Hilfe baut. Die ursprünglich für Anfang des Jahrzehnts und nach vielen Verzögerungen zuletzt für das Jahr 2009 geplante Fertigstellung der Anlage verzögert sich erneut.
Laridschani sagte, die Atomenergiebehörde sowie die Mitglieder des Weltsicherheitsrates und Deutschland hätten mit Iran nicht verhandelt, um eine Lösung zu finden. "Es ging ihnen um eine Art politischen Betrug", sagte der Parlamentspräsident, der früher selbst iranischer Chef-Atomunterhändler war. Iran werde jetzt die nächsten Schritte sehr genau beobachten und "entsprechend reagieren".
200 von 290 Teheraner Parlamentsabgeordneten verurteilten die Resolution des Gouverneursrates und riefen die Regierung auf, ihre Zusammenarbeit mit den Atomwächtern herunterzufahren. Sie warfen der IAEA vor, mit zweierlei Maß zu messen. Das iranische Volk habe dafür keinerlei Verständnis.
- Datum 30.11.2009 - 11:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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und sie werden offen zugeben, dass sie an der Bombe bauen. Wer soll sie daran hindern? Die Pappnasen aus dem Westen ganz bestimmt nicht.
es ist das verhasste kleine israel, dass schon einmal die welt von atomwaffen in den haenden von irren gerettet hat. das war 1981, als die atomanlage von sadam hussein zerstoert wurde.
es ist schon kommisch, dass die westliche und arabische welt heute heimlich auf israel zaehlt, dass er die ganze drecksarbeit erledigt. es bleibt nur zu betten, dass israel gruendlich genug sein wird um uns dem westen eine iranische atombombe fuer die naechsten 20-30 jahren zu ersparren.
Richtig müsste es heißen:
Es sind die Irren aus Israel, die in irrsinnigen Kriegen ihre vom Westen gestützte und geduldete militärische Vormachtstellung mit allen Mitteln bewahren wollen.
Atomschläge sind in den Mitteln explizit eingeschlossen, dass sind leider nicht meine Worte, und das zeigt ganz deutlich auf, dass die Irren auf beiden Seiten sitzen.
Richtig müsste es heißen:
Es sind die Irren aus Israel, die in irrsinnigen Kriegen ihre vom Westen gestützte und geduldete militärische Vormachtstellung mit allen Mitteln bewahren wollen.
Atomschläge sind in den Mitteln explizit eingeschlossen, dass sind leider nicht meine Worte, und das zeigt ganz deutlich auf, dass die Irren auf beiden Seiten sitzen.
Und das Spielchen geht weiter, während die Opposition im Iran gefoltert und ermordet wird. Laut AI über 300 in diesem Jahr. Allein im November sind bisher fünf Oppositionelle zum Tode verurteilt worden:
http://www.focus.de/polit...
"Der Ton ist rauer geworden" sollte der Unsatz 2009 werden, einfach weil er zu inflationär verwendet wurde. Wenn jedes Mal in den letzten Jahren der Ton rauer geworden ist, wenn das zu einem Thema geschrieben wurde, wird man heute beim Atomstreit oder der Regierung kaum noch ein Wort verstehen können, weil der Ton so rau geworden ist.
Es muss doch journalistischer Anspruch sein, nicht schon in der zweiten Überschrift den Text mit leeren Floskeln aufzublähen, die wirklich zu oft in zu vielen Zusammenhängen bemüht wurden !!!
Das lässt nichts gutes für die Eigenständigkeit aller folgenden Zeilen ahnen.
Richtig müsste es heißen:
Es sind die Irren aus Israel, die in irrsinnigen Kriegen ihre vom Westen gestützte und geduldete militärische Vormachtstellung mit allen Mitteln bewahren wollen.
Atomschläge sind in den Mitteln explizit eingeschlossen, dass sind leider nicht meine Worte, und das zeigt ganz deutlich auf, dass die Irren auf beiden Seiten sitzen.
wer die Bombe hat braucht sich nicht mehr vor Angriffen von Amerika fürchten. Wer die Bombe hat, mit dem wird verhandelt, und nicht nur über ihn. Die iranische Führung will diese Sicherheit. Ich kann es ihr nicht verdenken.
Einsetzen wird kein Land mehr diese Bomben. Jedes Land kennt die Konsequenzen. Selbst der Iran.
@5 der unterschied ist, dass israel eine demokratie ist, wo die politiker repraesentanten eines aufgeklaerten volkes sind. deswegen kann ueber keinen irren die rede sein. die staatsspitze ist saekulaer (auch wenn sie den religioesen waehlern verpflichtet ist). die aussenfragen sind natuerlich sicherheitsbezogen. daran kann man nichts aendern, solange existenz israels direkt bedroht ist(dass kann keiner abstreiten).
die immerkommende vergleiche, dass es irren auf beiden seiten gibt, zeugen von tiefem unwissen der lage. israel strebt weder nach macht, noch nach einfluss, sondern nur nach sicherer existenz in sicheren grenzen.
iran dagegen strebt eine vormachstellung in der region in dem er hamas, hissbollah und shiitische aufstaendische in jemen und in anderen orten offen unterstuetzt. nicht nur israel, sondern alle arabisch-sunitische nachbarn fuehlen sich davor bedroht. dazu kommt noch, dass der heutige praesident offen ueber zerstoerung israels, kommenden messias und die vormachtstellung spricht. das ist irre.
@6 da haben sie recht. aber was will iran bekommen, was sie ohne bombe nicht bekommen koennten??? das streben nach bombe ist doch das, was ihnen probleme macht. glauben sie etwa, dass wenn sie ein bombe haben, ploetzlich alle laender mit ihnen handeln treiben werden? iran will die bombe, damit keiner auf die idee kommt, die unterdrueckung des iranischen volkes zu stoppen. und damit sie ihre revolution ruhig weiter verbreiten koennen. ist das wirklich was sie wollen?
Ich stimme ihnen zu, dass Iran hauptsaechlich daran interessiert ist seinen Einfluss in der Region zu erhoehen. Die Atombombe soll ein Garant dafuer ist sein, dass sich niemand in Innere Angelegenheiten einmischt.
Aber ich denke nicht das Israel soweit gehen wird die Anreicherungsanlagen anzugreifen. Iran ist zum jetzigen Zeitpunkt ein viel Maechtigerer Gegner als Irak (oder etwa auch Syrien) die auf einen Angriff mit Sicherheit ausserst aggressiv reagieren wuerden. In der ganzen Region gibt es derzeit defakto kein Land, dass auf den Iran irgendeinen politischen Einfluss hat. Aegypten oder die Tuerkei haetten das strategische Gewicht, wollen aber keine direkte Konfrontation. Die meiste Leverage hat vermutlich Russland, aber es ist beim besten Willen nicht klar welches Ziel die eigentlich verfolgen.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann sich Israel nicht darauf verlassen, dass die USA ihnen militaerisch zu Hilfe kommen wuerden, zu viele Ihrer Resourcen sind in Afghanistan bzw. dem Irak gebunden. Auch bin ich bin mir nicht sicher ob die derzeitige Regierung diese Angriffe gutheissen wuerde.
Die Iranische Bevoelkerung ist zwar sehr wohl unterdrueckt, wuerde sich aber bei einem Angriff von Aussen ohne Zweifel vereinigt zur Wehr setzen. Das sieht man immer wieder. Deswegen sind Resolutionen nur bedingt hilfreich, da die Iraner diese immer wieder als Einmischung in interne Angelegenheiten sehen und sehr verstimmt reagieren.
Ich stimme ihnen zu, dass Iran hauptsaechlich daran interessiert ist seinen Einfluss in der Region zu erhoehen. Die Atombombe soll ein Garant dafuer ist sein, dass sich niemand in Innere Angelegenheiten einmischt.
Aber ich denke nicht das Israel soweit gehen wird die Anreicherungsanlagen anzugreifen. Iran ist zum jetzigen Zeitpunkt ein viel Maechtigerer Gegner als Irak (oder etwa auch Syrien) die auf einen Angriff mit Sicherheit ausserst aggressiv reagieren wuerden. In der ganzen Region gibt es derzeit defakto kein Land, dass auf den Iran irgendeinen politischen Einfluss hat. Aegypten oder die Tuerkei haetten das strategische Gewicht, wollen aber keine direkte Konfrontation. Die meiste Leverage hat vermutlich Russland, aber es ist beim besten Willen nicht klar welches Ziel die eigentlich verfolgen.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann sich Israel nicht darauf verlassen, dass die USA ihnen militaerisch zu Hilfe kommen wuerden, zu viele Ihrer Resourcen sind in Afghanistan bzw. dem Irak gebunden. Auch bin ich bin mir nicht sicher ob die derzeitige Regierung diese Angriffe gutheissen wuerde.
Die Iranische Bevoelkerung ist zwar sehr wohl unterdrueckt, wuerde sich aber bei einem Angriff von Aussen ohne Zweifel vereinigt zur Wehr setzen. Das sieht man immer wieder. Deswegen sind Resolutionen nur bedingt hilfreich, da die Iraner diese immer wieder als Einmischung in interne Angelegenheiten sehen und sehr verstimmt reagieren.
Niemand wird es dann wagen militärische Operationen gegen den Iran anzustrengen.Stattdessen wird man versuchen wie schon in den 80er Jahren ihre sunnitischen Todfeinde,die Wahbahiten in Saudi-Arabien, gegen die Schiiten auszuspielen und man wird in Verhandlungen versuchen einen Staus quo zu finden bei denen alle ohne Gesichtsverlust dastehen können.Natuerlich wird das aber scheitern,schliesslich sind die Iraner nicht blöd.Israels Lage wird auf längere Zeit gesehen ,potenziert noch nur die starke palästinensische Geburtenrate und einer militärisch straff organisiserten Hisbollah,die erwiesenermassen der angeblich allmächtigen israelischen Armee ihre Grenzen aufzeigen konnte und voll auf den Iran ausgerichtet ist,eher noch prekärer.
natuerlich war die kriegsfuehrende sunnitische partei der Irak von Saddam hussein,aber eben unter tatkräftiger Hilfe der Amerikaner ,Europäer und halt den Saudis.
natuerlich war die kriegsfuehrende sunnitische partei der Irak von Saddam hussein,aber eben unter tatkräftiger Hilfe der Amerikaner ,Europäer und halt den Saudis.
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