Waffen USA überprüfen Haltung zu Landminen-Verbot
Die Regierung von Barack Obama reagiert offenbar auf den öffentlichen Druck beim Thema Landminen. Nun soll ein Verbot zumindest geprüft werden.
© Manpreet Romana/AFP/Getty Images

Lebenslang eingeschränkt: Weltweit sind etwa 500.000 Minenopfer zu versorgen
Noch am Dienstag hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums gesagt, eine Prüfung habe ergeben, dass die USA ihre Sicherheitsverpflichtungen ohne Landminen nicht erfüllen könnten. Doch am Mittwoch kamen andere Signale: Die Regierung überprüfe derzeit noch die bisherige Haltung, nach der sie einen Beitritt zu einem internationalen Abkommen zur Ächtung dieser Waffen ablehnt, teilte ein Sprecher desselben Ministeriums mit. Damit schließen die USA einen Verzicht auf Landminen nun doch nicht aus.
Die bislang geltende Haltung gelte, solange die Überprüfung noch andauere, hieß es. "Diese Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen, angesichts der Tatsache, dass es die erste seit 2003 ist", sagte der Sprecher.
Menschenrechtsorganisationen und Mitglieder von Obamas Demokraten hatten die ursprüngliche Haltung des Ministeriums scharf kritisiert, nach der Washington an der bisherigen Landminen-Politik festhalte. "Es ist an der Zeit, dass die USA ihre Landminen-Praxis zur Politik machen", sagte ein Sprecher von Human Rights Watch.
Die Vereinigten Staaten sind das einzige Nato-Mitglied, das dem Abkommen für das Verbot von Landminen bisher nicht beigetreten ist. Auch Russland und China haben der Konvention, die bereits von 156 Staaten unterzeichnet wurde, bislang nicht zugestimmt. Am Wochenende treffen sich im kolumbianischen Ort Cartagena die Unterzeichner-Staaten zu einer Überprüfungskonferenz. Die USA nehmen daran als Beobachter teil.
Nach Angaben des deutschen Aktionsbündnisses Landmine.de sind in mehr als 80 Ländern der Welt Menschen von Minen und Streumunition im Boden bedroht. Weltweit müssten rund 500.000 Minen-Opfer versorgt werden.
In den zwölf Jahren seit Bestehen der 1997 verabschiedeten Anti-Landminen-Konvention, die Einsatz, Produktion, Lagerung und Weitergabe dieser Waffen verbietet, wurden in den Vereinigten Staaten keine Minen mehr produziert oder eingesetzt. Allerdings werden die umstrittenen Waffen vom US-Militär weiter gelagert.
Die USA sind allerdings auch der weltweit größte Geldgeber für humanitäre Projekte zur Beseitigung der heimtückischen Kriegswaffen. Seit 1993 flossen 1,3 Milliarden Dollar in entsprechende Programme.
- Datum 26.11.2009 - 07:05 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 17
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.... Nun soll ein Verbot zumindest geprüft werden." nimmt der Artikel einen etwas peinlichen Anfang, impliziert man doch mit solcher Formulierung eine moralisch minderwertige Position dessen, der offenbar noch nicht prüfte. Nun ist aber weder richtig, dass der Besprochene die ethischen Faktoren bisher nicht prüfte noch ist klar, dass es moralisch ist seine Soldaten ungeschützt zu lassen und deren Tod und Verletzung in Kauf zu nehmen. Implizit fordert die obige Forderung dazu auf eigene Soldaten zu opfern. Will man aber wirklich, dass Bundeswehrler sterben?
oder scheinheilig, heuchlerisch?
"In den zwölf Jahren seit Bestehen der 1997 verabschiedeten Anti-Landminen-Konvention, die Einsatz, Produktion, Lagerung und Weitergabe dieser Waffen verbietet, wurden in den Vereinigten Staaten keine Minen mehr produziert oder eingesetzt"
Wenn "IN den Vereinigten Staaten" je Landminen eingesetzt und in der Folge tausende Menschen dort getötet, verletzt und verkrüppelt worden wären, gäbe es keine ominösen 'Sicherheitsverpflichtungen', die mit diesem Teufelszeug erfüllt werden müssten.
...rettet dem Anderen Laib und Leben. Wer natürlich eine Ethik hat, die davon ausgeht, dass sein Land nie wird sich für Sicherheit in der Welt einbringen müssen, dem ist der Schutz seiner Soldaten egal.
...rettet dem Anderen Laib und Leben. Wer natürlich eine Ethik hat, die davon ausgeht, dass sein Land nie wird sich für Sicherheit in der Welt einbringen müssen, dem ist der Schutz seiner Soldaten egal.
...rettet dem Anderen Laib und Leben. Wer natürlich eine Ethik hat, die davon ausgeht, dass sein Land nie wird sich für Sicherheit in der Welt einbringen müssen, dem ist der Schutz seiner Soldaten egal.
Es gibt einen guten Grund, wieso die USA die Anti-Landminen-Konvention nie unterzeichnet haben: Am 38. Breitengrad hält die Nordkoreaner nur eine große Masse von US-amerikanischen Landminen davon ab, ungestört in Südkorea einzufallen. Die Landminen erhalten hier seit Jahren den Frieden. Wenn Obama jetzt darauf verzichten will, ist das zwar eine schöne Geste für Gutmenschen, aber angesichts eines Psychopathen wie Kim Jong-il an der Spitze seines halbverhungerten Militärmolochs auch ein Spiel mit dem Feuer.
Kommt mir das bekannt vor? Hatten wir nicht in unserem Land eine Friedensgrenze mit Minengürtel, die einen Arbeiter- und Bauernstaat vor kapitalistischen Invasoren schützte? Propaganda wird nicht besser, wenn sie anders herum praktiziert wird.
Nach UNO-Angaben sind immer noch mindestens ZWEITAUSEND Minenopfer Monat für Monat zu beklagen, zumeist ZIVILISTEN, mehrheitlich Frauen und Kinder.
Informationen hier:
http://www.landmine.de/de...
@#3 'Was dem Einen Teufelszeug erscheint...
...rettet dem Anderen Laib und Leben'
Da ist Ihnen ein freudscher Verschreiber in die Tastatur geraten: den Waffenproduzenten bringt das Teufelszeug Brot. Mir wär es ungenießbar.
Kommt mir das bekannt vor? Hatten wir nicht in unserem Land eine Friedensgrenze mit Minengürtel, die einen Arbeiter- und Bauernstaat vor kapitalistischen Invasoren schützte? Propaganda wird nicht besser, wenn sie anders herum praktiziert wird.
Nach UNO-Angaben sind immer noch mindestens ZWEITAUSEND Minenopfer Monat für Monat zu beklagen, zumeist ZIVILISTEN, mehrheitlich Frauen und Kinder.
Informationen hier:
http://www.landmine.de/de...
@#3 'Was dem Einen Teufelszeug erscheint...
...rettet dem Anderen Laib und Leben'
Da ist Ihnen ein freudscher Verschreiber in die Tastatur geraten: den Waffenproduzenten bringt das Teufelszeug Brot. Mir wär es ungenießbar.
Sie sollten sich wirklich etwas besser informieren - es reicht bereits ein Blick zu Wikipedia - die Bundeswehr verwendet seit 1996 keine Antipersonenminen und seit 2008 keine Streumunition (Ausnahme - sich selbst zerstörende 'Punktzielmunition'):
http://de.wikipedia.org/wiki/Übereinkommen_über_Streumunition
http://de.wikipedia.org/w...
http://www.landmine.de/
http://www.streubombe.de/...
Darf ich auch fragen, ob Sie den Wert von Leben bei Soldaten höher einschätzen als bei unbeteiligten Zivilisten? Und - waren Sie je in einem Land, wo Landminen/Streumunition zum Einsatz kamen? Falls nicht, empfehle ich Ihnen Kambodscha.
in den von Ihnen aufgeführten Links wird nur technische Augenwischerei mit realitätsverweigerndem Gutmenschentum zu einem unerträglichem Gebräu aufgekocht.
Ein Sammelsurium von fachlich fragwürdigen Einlassungen macht noch keien qualifizierte Aussage.
Denn, es wurde hier schonmal festgestellt,:
"Landmine" ist primär eine Widmungs-, keine Funktionsbezeichnung eines Kampfmittels.
Diese Funktion ist nun faktisch durch nahezu jedes militärische Kampfmittel und USBV zu erfüllen, in Qualität und Quantität einzig vom Ausbildungsstand des Verwendenden abhängig.
Die zweckentsprechende Kampfmittelkonvertierung ist mit minimalem Aufwand möglich, es sei dazu allein an die primitive Konversion des in allerlei Staaten in Massen gefertigten Handgranatenzünders УЗРГ-М samt zugehöriger Granate gedacht. Auch schon eine einfache Gewehrpatrone kann problemlos in eine Schützenmine umgebaut werden.
Dazu kommt das Cluster-munition auch jederzeit improvisisert werden kann. Das ganze Abkommen ist ein schlechter Witz.
Nicht das ich die anhaltende Kampfmittelverseuchung ganzer Landstriche gut fände, aber hier wird eine Geisterdebatte geführt.
MfG
Karl Müller
in den von Ihnen aufgeführten Links wird nur technische Augenwischerei mit realitätsverweigerndem Gutmenschentum zu einem unerträglichem Gebräu aufgekocht.
Ein Sammelsurium von fachlich fragwürdigen Einlassungen macht noch keien qualifizierte Aussage.
Denn, es wurde hier schonmal festgestellt,:
"Landmine" ist primär eine Widmungs-, keine Funktionsbezeichnung eines Kampfmittels.
Diese Funktion ist nun faktisch durch nahezu jedes militärische Kampfmittel und USBV zu erfüllen, in Qualität und Quantität einzig vom Ausbildungsstand des Verwendenden abhängig.
Die zweckentsprechende Kampfmittelkonvertierung ist mit minimalem Aufwand möglich, es sei dazu allein an die primitive Konversion des in allerlei Staaten in Massen gefertigten Handgranatenzünders УЗРГ-М samt zugehöriger Granate gedacht. Auch schon eine einfache Gewehrpatrone kann problemlos in eine Schützenmine umgebaut werden.
Dazu kommt das Cluster-munition auch jederzeit improvisisert werden kann. Das ganze Abkommen ist ein schlechter Witz.
Nicht das ich die anhaltende Kampfmittelverseuchung ganzer Landstriche gut fände, aber hier wird eine Geisterdebatte geführt.
MfG
Karl Müller
Kommt mir das bekannt vor? Hatten wir nicht in unserem Land eine Friedensgrenze mit Minengürtel, die einen Arbeiter- und Bauernstaat vor kapitalistischen Invasoren schützte? Propaganda wird nicht besser, wenn sie anders herum praktiziert wird.
Nach UNO-Angaben sind immer noch mindestens ZWEITAUSEND Minenopfer Monat für Monat zu beklagen, zumeist ZIVILISTEN, mehrheitlich Frauen und Kinder.
Informationen hier:
http://www.landmine.de/de...
@#3 'Was dem Einen Teufelszeug erscheint...
...rettet dem Anderen Laib und Leben'
Da ist Ihnen ein freudscher Verschreiber in die Tastatur geraten: den Waffenproduzenten bringt das Teufelszeug Brot. Mir wär es ungenießbar.
in den von Ihnen aufgeführten Links wird nur technische Augenwischerei mit realitätsverweigerndem Gutmenschentum zu einem unerträglichem Gebräu aufgekocht.
Ein Sammelsurium von fachlich fragwürdigen Einlassungen macht noch keien qualifizierte Aussage.
Denn, es wurde hier schonmal festgestellt,:
"Landmine" ist primär eine Widmungs-, keine Funktionsbezeichnung eines Kampfmittels.
Diese Funktion ist nun faktisch durch nahezu jedes militärische Kampfmittel und USBV zu erfüllen, in Qualität und Quantität einzig vom Ausbildungsstand des Verwendenden abhängig.
Die zweckentsprechende Kampfmittelkonvertierung ist mit minimalem Aufwand möglich, es sei dazu allein an die primitive Konversion des in allerlei Staaten in Massen gefertigten Handgranatenzünders УЗРГ-М samt zugehöriger Granate gedacht. Auch schon eine einfache Gewehrpatrone kann problemlos in eine Schützenmine umgebaut werden.
Dazu kommt das Cluster-munition auch jederzeit improvisisert werden kann. Das ganze Abkommen ist ein schlechter Witz.
Nicht das ich die anhaltende Kampfmittelverseuchung ganzer Landstriche gut fände, aber hier wird eine Geisterdebatte geführt.
MfG
Karl Müller
Sie werden aber trotz Ihres überragenden militärischen Wissens hoffentlich nicht implizieren wollen, daß die ratifizierenden Staaten der Antipersonenminen- und des Streubombenächtung allesamt aus 'technischer Augenwischerei' und 'realitätsverweigerndem Gutmenschentum' gehandelt haben. Ich bitte Sie auch, den Unterschied zwischen fertigen Produkten und zweifelsohne möglicher Bastelei zu realisieren. Sie werden wohl auch nicht unterstellen wollen, daß die Bundeswehr bastelt, hm?
danke für das Kompliment.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Doch genau die Feststellung dass dieses Abkommen wertlos ist möchte ich nochmals betonen.
Exkurs: "Minen" gibt seit mehreren 100 a im Militärwesen. Das dafür extra Hüllen und Zünder gefertigt werden ist eine neumodische Variante. Das meine ich mit Widmung.
Die feldmäßige Herstellung von IDE gehörte, auch in meiner Dienstzeit, zur Ausbildung. Oft braucht es dabei nicht einmal viel Bastelarbeit, denn was "Mine" ist wird durch die Art der Kampfmittelverwendung bestimmt! Fast alle Munitionsarten lassen sich in dieser Funktion verwenden. Das geht selbst mit Gewehrpatronen und es gibt ausreichend Zündmittelsätze um solche Vorrichtungen zu erstellen. Dazu verweise ich auch auf die Masse der selbstgebauten IDE´s die z.B. im Irak verwendet werden.
Ohne solche Kenntnis geht ein Soldat besser garnicht in dne Einsatz.
MfG
Karl Müller
danke für das Kompliment.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Doch genau die Feststellung dass dieses Abkommen wertlos ist möchte ich nochmals betonen.
Exkurs: "Minen" gibt seit mehreren 100 a im Militärwesen. Das dafür extra Hüllen und Zünder gefertigt werden ist eine neumodische Variante. Das meine ich mit Widmung.
Die feldmäßige Herstellung von IDE gehörte, auch in meiner Dienstzeit, zur Ausbildung. Oft braucht es dabei nicht einmal viel Bastelarbeit, denn was "Mine" ist wird durch die Art der Kampfmittelverwendung bestimmt! Fast alle Munitionsarten lassen sich in dieser Funktion verwenden. Das geht selbst mit Gewehrpatronen und es gibt ausreichend Zündmittelsätze um solche Vorrichtungen zu erstellen. Dazu verweise ich auch auf die Masse der selbstgebauten IDE´s die z.B. im Irak verwendet werden.
Ohne solche Kenntnis geht ein Soldat besser garnicht in dne Einsatz.
MfG
Karl Müller
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