Nuklearwaffen Nordkorea prahlt mit Fortschritten beim Bau der Atombombe
Pjöngjang ist nach eigenen Angaben dem Bau einer Atombombe näher gekommen. In der Atomanlage Yongbyon seien abgebrannte Brennstäbe erfolgreich wiederaufbereitet worden.
Es seien "bemerkenswerte Fortschritte gemacht worden, gewonnenes Plutonium waffenfähig zu machen, um Nordkoreas nukleare Abschreckung zu stärken", berichtete am Dienstag die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA nach Angaben chinesischer und südkoreanischer Medien zum Ausbau des Atomwaffenarsenals.
Nach nordkoreanischen Angaben sollen 8000 abgebrannte Brennstäbe in dem Nuklearkomplex Yongbyon nördlich von Pjöngjang schon bis Ende August wieder aufbereitet worden sein. Trotz internationaler Proteste hatte Nordkorea im April verkündet, die Anlage wieder anzufahren. Nach einer Vereinbarung von 2007 im Rahmen der Sechser-Gespräche zwischen Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland sollte die Anlage in Yongbyon eigentlich abgebaut werden.
Mit der Rückkehr zu seinem Atomwaffenprogramm reagierte der stalinistische Staat im April auf die Kritik der Vereinten Nationen an einem Raketenstart. Einen Monat später unternahm Nordkorea im Mai seinen zweiten unterirdischen Atomtest.
In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea allerdings eher versöhnliche Signale ausgesendet und die USA zu direkten Verhandlungen aufgefordert. Nordkoreas Regierung erklärte, sie sei bereit, die Sechs-Parteien-Gespräche über seine atomare Abrüstung wieder aufzunehmen.
- Datum 03.11.2009 - 13:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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