US-Aussenpolitik Ist Obama ein Versager?

Vor einem Jahr wurde er gewählt, seit gerade mal zehn Monaten regiert er im Weißen Haus. Dennoch wird Barack Obama vorgeworfen, er habe die Welt immer noch nicht verändert.

Nur ein naiver Weltverbesserer? Barack Obama bei einem Gespräch mit Jugendlichen in Shanghai

Nur ein naiver Weltverbesserer? Barack Obama bei einem Gespräch mit Jugendlichen in Shanghai

Es ist schon merkwürdig. Von seinem Vorgänger George W. Bush erbte Barack Obama einen Scherbenhaufen. Kein Problem internationaler Politik, das nicht in dessen Amtszeit weiter von einer Lösung entfernt worden wäre. Und anders als Bush glaubte, ist Amerika längst nicht mehr machtvoll genug, um die Durchsetzung seines Willens in der Welt zu erzwingen. Die USA und ihr Präsident sind vielmehr auf die Zustimmung und Mitwirkung anderer Staaten angewiesen. Zu allem Unglück bescherten die Hasardeure der internationalen Finanzwelt, die sich in der Bush-Zeit ungehindert tummeln konnten, Amerika und der Welt eine der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrisen aller Zeiten.

Allenfalls der Herkules der Sagen, der den Stall des Augias dadurch entmistete, dass er einfach ein paar Flüsse hindurch leitete, hätte mit diesen Herausforderungen kurzer Hand fertg werden können. Einem Sterblicher wie Obama dagegen bleibt nichts anderes übrig, als langsam zunächst die Stimmung zu verändern, dann das eigene Land hinter sich zu bringen und anschließend notwendige Partner zur Mithilfe zu gewinnnen. Jeder dieser Schritte braucht Zeit, meist viel Zeit.

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Christoph Bertram
Christoph Bertram

ist Publizist; er war von 1974 an für acht Jahre Direktor des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London, danach 16 Jahre ZEIT-Redakteur, u.a. als Ressortchef der Politik. Anschließend übernahm er die Leitung der Stiftung Wissenschaft und Politik und blieb acht Jahre dort. Weitere Texte von ihm finden Sie hier (Archiv) »

Wie stellt man das an? In dem man frühzeitig seine Absichten klar macht. Kaum im Weißen Haus angekommen, hat Obama radikale Kehrtwenden in der amerikanischen Außenpolitik angekündigt: im Verhältnis zur islamischen Welt, in der Klimapolitik, in der Beziehung zu Russland, in der Abrüstungspolitik, im Atomkonflikt mit Iran, im nahöstlichen Friedensprozess. Kein anderer amerikanischer Präsident hat in so vielen Bereichen so früh sein Wort verpfändet und damit die Marken gesetzt, an dem er seine Leistung messen lassen will.

Gerade dieses Vorgehen jedoch scheint seine Kritiker auf beiden Seiten des Atlantik besonders zu empören: Alles schöne Worte! Der Mann handelt nicht, er macht nur weiter Wahlkampf. Er ist naiv, bietet ohne Gegenleistung Iran Gespräche an und verzichtet einseitig auf die Aufstellung von Abwehrraketen in Osteuropa. Und was hat er denn bisher von seinen Plänen verwirklicht? Nicolas Sarkozy, der rastlose Macher im Elysée, soll sogar dem russischen Präsidenten Medwedjew gegenüber Zweifel geäußert haben, ob Obama überhaupt das Zeug zum politischen Führer habe.

Wenn die amerikanischen Neokonservativen und ihre europäischen Nachahmer so reden, ist das durchsichtig genug: Sie möchten beweisen, dass sie doch recht gehabt haben. Obama wird klein gemacht, um Bush und sich selbst zu rehabilitieren.

Aber die Kritik kommt auch von jenen, die all ihre Hoffnung auf den neuen Mann im Weißen Haus gesetzt hatten und ihm nun vorwerfen, noch keine Wunder vollbracht zu haben. In den Medien, wo man ohnehin gern den Stab früh bricht, ist es geradezu Mode geworden, mit gefurchter Stirn aufzuzählen, was dem US-Präsidenten bisher alles nicht gelungen ist: kein Entgegenkommen von Nordkorea oder Iran, kein israelischer Siedlungsstop in Palästina, kein Erfolg in Afghanistan und Pakistan.

Wer so redet, entlarvt sich selbst entweder als als naiv oder böswillig. Alle diese Konflikte haben eine lange, von Rückschlägen und Misstrauen durchtränkte Geschichte; wer kann denn ernsthaft glauben, sie ließen sich mit dem Zauberstab lösen. Oft sind Obamas Lösungsansätze zudem nicht nur in der polarisierten amerikanischen Öffentlichkeit und im Kongress, sondern auch in seinem eigenen Team umstritten, wie etwa der jüngste Auftritt von Außenministerin Hillary Clinton in Jerusalem vermuten lässt, die plötzlich von Obamas Forderung nach einem völligen israelischen Siedlungsstopp abrückte. 

Zwischen Obamas Ankündigungen vom Frühjahr und ihrer Umsetzung türmen sich die Hürden, zuhause wie draußen. Wenn überhaupt, können sie nur Schritt für Schritt, nicht im Sturm genommen werden.

Der entscheidende Maßstab für die Bewertung Barak Obamas kann deshalb nicht sein, dass er noch keine Wunder vollbracht hat. Sondern ob er über den langen Zeitraum, den die Verwirklichung seiner ambitionierten Ziele erfordert, den nötigen Willen und Atem behält. Daran sollte er einst gemessen werden. Wer ihn stattdessen schon jetzt unter Erfolgsdruck setzen möchte, ist entweder ein Ignorant - oder aber einer, der diese Ziele nicht will.

 
Leser-Kommentare
  1. Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen, die Kritik ist vor allem von Missgunst und Neid geprägt, sowie von Schnellschießern, die alles für unmöglich halten, was sie nicht in kurzer Zeit lösen können.
    In Unternehmen nannte man das Shareholder value, für die Politik fehlt noch ein passender Begriff!

    H.

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    Ich denke, wenn man das diesen leuten vorwirft, trifft man nicht ganz den Kern der Sache.
    Natuerlich koennen von Obama keine Ueberdinge erwartet werden und wer ihn jetzt bereits verrteilt, handelt sicher falsch. Das sollte aber eine Diskussion ueber die einzelnen Themengebiete nicht verhindern.
    Obama bewegt sich im nahen Osten auf einem Schlingerkurs. Bush hatte mit Annapolis immerhin einen Plan zur Loesung des Konfliktes. Die Probleme im Gazastreifen haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber aktuell ist man von einer Loesung weiter entfernt als jemals zuvor. Die beiden Parteien verhandeln nicht einmal miteinander. Zwar verbessert sich sukzessive die oekonomische Situation im Gazastreifen, aber von einer institutionellen 2-Staatenloesung ist man noch meilenweit entfernt. Obama laesst da eine Strategie vermissen.
    Setzt man die Israelis jetzt endlich mal unter Druck oder toleriert man weiterhin den Siedlungsbau?
    Wie will man die Hamas in Gespraeche einbinden bzw. inwieweit kann man das ueberhaupt?
    Inwiefern werden die drohenden Konfliktherde um die Kontrolle der Ressourcen endlich thematisiert und von Amerika angegriffen?

    Obama changiert in diesen Fragen und legt sich nicht auf einen Kurs fest. Er hat dort eben noch nicht Flagge gezeigt, sondern widerspricht sich selbst, siehe den letzten Besuch von CLinton in Jerusalem.
    Natuerlich sind dort schwierige Verhaeltnisse, aber einen grossen Fortschritt zu Bush kann ich nicht sehen.

    Obama ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt und hat in diesem Jahr KEINES seiner Versprechen in die Tat umgesetzt. Evetuell verfolgt er ja einen 50 Jahre-Plan^^. Bzgl. Ihres Unternehmensvergleiches kann ich nur sagen, dass jeder Manager auf dieser Erde, der in einem Unternehmen mit absolut festgefahren Unternehmensstrukturen in dieser Zeit rein gar nichts bewirkt, wohl nicht die Geduld des Aufsichtsrates auf seiner Seite hätte. Ist er denn nun der "mächtigste Mann der Welt" oder wirlich nur der populistischste Schönredner?

    Ich denke, wenn man das diesen leuten vorwirft, trifft man nicht ganz den Kern der Sache.
    Natuerlich koennen von Obama keine Ueberdinge erwartet werden und wer ihn jetzt bereits verrteilt, handelt sicher falsch. Das sollte aber eine Diskussion ueber die einzelnen Themengebiete nicht verhindern.
    Obama bewegt sich im nahen Osten auf einem Schlingerkurs. Bush hatte mit Annapolis immerhin einen Plan zur Loesung des Konfliktes. Die Probleme im Gazastreifen haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber aktuell ist man von einer Loesung weiter entfernt als jemals zuvor. Die beiden Parteien verhandeln nicht einmal miteinander. Zwar verbessert sich sukzessive die oekonomische Situation im Gazastreifen, aber von einer institutionellen 2-Staatenloesung ist man noch meilenweit entfernt. Obama laesst da eine Strategie vermissen.
    Setzt man die Israelis jetzt endlich mal unter Druck oder toleriert man weiterhin den Siedlungsbau?
    Wie will man die Hamas in Gespraeche einbinden bzw. inwieweit kann man das ueberhaupt?
    Inwiefern werden die drohenden Konfliktherde um die Kontrolle der Ressourcen endlich thematisiert und von Amerika angegriffen?

    Obama changiert in diesen Fragen und legt sich nicht auf einen Kurs fest. Er hat dort eben noch nicht Flagge gezeigt, sondern widerspricht sich selbst, siehe den letzten Besuch von CLinton in Jerusalem.
    Natuerlich sind dort schwierige Verhaeltnisse, aber einen grossen Fortschritt zu Bush kann ich nicht sehen.

    Obama ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt und hat in diesem Jahr KEINES seiner Versprechen in die Tat umgesetzt. Evetuell verfolgt er ja einen 50 Jahre-Plan^^. Bzgl. Ihres Unternehmensvergleiches kann ich nur sagen, dass jeder Manager auf dieser Erde, der in einem Unternehmen mit absolut festgefahren Unternehmensstrukturen in dieser Zeit rein gar nichts bewirkt, wohl nicht die Geduld des Aufsichtsrates auf seiner Seite hätte. Ist er denn nun der "mächtigste Mann der Welt" oder wirlich nur der populistischste Schönredner?

  2. Ich denke, wenn man das diesen leuten vorwirft, trifft man nicht ganz den Kern der Sache.
    Natuerlich koennen von Obama keine Ueberdinge erwartet werden und wer ihn jetzt bereits verrteilt, handelt sicher falsch. Das sollte aber eine Diskussion ueber die einzelnen Themengebiete nicht verhindern.
    Obama bewegt sich im nahen Osten auf einem Schlingerkurs. Bush hatte mit Annapolis immerhin einen Plan zur Loesung des Konfliktes. Die Probleme im Gazastreifen haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber aktuell ist man von einer Loesung weiter entfernt als jemals zuvor. Die beiden Parteien verhandeln nicht einmal miteinander. Zwar verbessert sich sukzessive die oekonomische Situation im Gazastreifen, aber von einer institutionellen 2-Staatenloesung ist man noch meilenweit entfernt. Obama laesst da eine Strategie vermissen.
    Setzt man die Israelis jetzt endlich mal unter Druck oder toleriert man weiterhin den Siedlungsbau?
    Wie will man die Hamas in Gespraeche einbinden bzw. inwieweit kann man das ueberhaupt?
    Inwiefern werden die drohenden Konfliktherde um die Kontrolle der Ressourcen endlich thematisiert und von Amerika angegriffen?

    Obama changiert in diesen Fragen und legt sich nicht auf einen Kurs fest. Er hat dort eben noch nicht Flagge gezeigt, sondern widerspricht sich selbst, siehe den letzten Besuch von CLinton in Jerusalem.
    Natuerlich sind dort schwierige Verhaeltnisse, aber einen grossen Fortschritt zu Bush kann ich nicht sehen.

    Antwort auf "Zustimmung!"
    • wp
    • 19.11.2009 um 12:01 Uhr
    3.

    "wer kann denn ernsthaft glauben, sie ließen sich mit dem Zauberstab lösen."

    Die Möglichkeit, sich in der US-Armee als Homosexueller zu outen ohne entlassen zu werden ist mit Sicherheit kein Wunder, für das es eines Zauberstabs bedarf. Nicht einmal dieses
    Versprechen hat Obama eingelöst. Der Mann ist einfach nur ein Schönredner. Guantanamo Bay gibt es auch noch. Die Autolobby wird durchgefüttert. Und auch im Nahen Osten wird Obama nichts bewegen, weil er zu feige ist, den Israelis wirklich die Daumenschrauben anzulegen. Von der Israel-Lobby im Senat ganz zu schweigen.

  3. Das Problem, vor dem Obama steht ist doch relativ eindeutig: Schon im Wahlkampf war abzusehen, dass seine Ziele hoch - oder eher zu hoch - gesteckt wurden.
    Waere die USA ein totalitaerer Staat, haette Obama kein Problem seine Ziele durchzusetzen. Allerdings mit einer starken konservativen Opposition, ist dies nicht so einfach.
    Ich vertrete die meissten seiner Ziele (abgesehen von einzelnen Tatsachen, z.B. amerikanischer Protektionismus), allerdings muss man auch sagen: Der Mann ist ein ziemlicher Populist.
    Er spricht oeffentlichkeits-anregende Themen explizit an ohne einen konkreten Loesungsansatz zu haben.

  4. 1. George Troubleyou Bush war ein Präsident von historischer Bedeutung.
    2. [...].
    [entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen und bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/vv]
    3. Die Erde ist eine Scheibe.

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    • wp
    • 19.11.2009 um 12:18 Uhr

    4. Ihr Kommentar ist Weltklasse

    • wp
    • 19.11.2009 um 12:18 Uhr

    4. Ihr Kommentar ist Weltklasse

    • wp
    • 19.11.2009 um 12:18 Uhr
    6.

    4. Ihr Kommentar ist Weltklasse

    Antwort auf "Drei Wahrheiten"
  5. Diese Frage müsste man sich stellen, wenn er nach 10 Monaten die Welt verändert haben soll. http://viereggtext.blogsp...

  6. Obama ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt und hat in diesem Jahr KEINES seiner Versprechen in die Tat umgesetzt. Evetuell verfolgt er ja einen 50 Jahre-Plan^^. Bzgl. Ihres Unternehmensvergleiches kann ich nur sagen, dass jeder Manager auf dieser Erde, der in einem Unternehmen mit absolut festgefahren Unternehmensstrukturen in dieser Zeit rein gar nichts bewirkt, wohl nicht die Geduld des Aufsichtsrates auf seiner Seite hätte. Ist er denn nun der "mächtigste Mann der Welt" oder wirlich nur der populistischste Schönredner?

    Antwort auf "Zustimmung!"
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    Wenn Obama im Sinne von Unternehmensführung von Managern dieser Erde handeln würde, dann würde er von mir höchstpersönlich aus dem Weißen Haus befördert werden! Also bitte, Weltpolitik funktioniert doch wohl vollkommen anders als irgendwelche Unternehmen in der Wirtschaft. Wenn ein amerikanischer Präsident festgefahrene Strukturen in seinem Land und auf der Welt verändern will, dann brauch das mit absoluter Sicherheit mehr Zeit und Fingerspitzengefühl. Die Gegner die ein Obama hat, existieren in der Welt des Unternehmensmanagements in der Form nicht und es hängen auch keine Millionen oder gar Milliarden von Menschenleben von den zu treffenden Entscheidungen ab.

    Da wurde wohl nicht richtig gelesen... Obama ist eben NICHT der "mächtigste Mann".
    Der Vergleich mit der Wirtschaft wird immer wieder gern herangezogen, aber er hinkt. Politische Entscheidungen brauchen nun einmal Zeit. Sie haben weitreichende Auswirkungen, die auch noch möglichst nach einer Amtszeit Geltung haben sollten. Mit schnell-schnell ist da nichts erreicht.

    "Obama ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt und hat in diesem Jahr KEINES seiner Versprechen in die Tat umgesetzt."

    Schlichtweg nicht korrekt, Fakten überprüfen!

    http://www.politifact.com...

    Wer fordert, dass ein Land wie ein Unternehmen geführt werden soll, spricht sich letztlich gegen Demokratie aus. Wer soll denn bitteschön der "Aufsichtsrat" sein im Falle einer Nation? Wenn schon dann ja wohl das Wahlvolk. Und das bekommt ja spätestens in 3 Jahren seine Chance. In der Zwischenzeit darf Obama eben weiter regieren, wobei es eben etwas ganz anderes ist, ein hierarchisches Unternehmen zu führen, wo man ganz einfach Anordnungen erteilen kann, als ein Land zu führen, wo fundamentale Entscheidungen nicht ohne die Opposition gefällt werden können, und wo man letztlich eben nicht "am Volk vorbei" regieren kann - genau das zeichnet eine Demokratie ja aus.

    ... ach die schon wieder... Sie meinen doch auch diese leitenden Angestellten, die sich für die Meister des Universums halten und am Ende als Heißluftgebläse entlarvt werden?

    Wenn Obama im Sinne von Unternehmensführung von Managern dieser Erde handeln würde, dann würde er von mir höchstpersönlich aus dem Weißen Haus befördert werden! Also bitte, Weltpolitik funktioniert doch wohl vollkommen anders als irgendwelche Unternehmen in der Wirtschaft. Wenn ein amerikanischer Präsident festgefahrene Strukturen in seinem Land und auf der Welt verändern will, dann brauch das mit absoluter Sicherheit mehr Zeit und Fingerspitzengefühl. Die Gegner die ein Obama hat, existieren in der Welt des Unternehmensmanagements in der Form nicht und es hängen auch keine Millionen oder gar Milliarden von Menschenleben von den zu treffenden Entscheidungen ab.

    Da wurde wohl nicht richtig gelesen... Obama ist eben NICHT der "mächtigste Mann".
    Der Vergleich mit der Wirtschaft wird immer wieder gern herangezogen, aber er hinkt. Politische Entscheidungen brauchen nun einmal Zeit. Sie haben weitreichende Auswirkungen, die auch noch möglichst nach einer Amtszeit Geltung haben sollten. Mit schnell-schnell ist da nichts erreicht.

    "Obama ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt und hat in diesem Jahr KEINES seiner Versprechen in die Tat umgesetzt."

    Schlichtweg nicht korrekt, Fakten überprüfen!

    http://www.politifact.com...

    Wer fordert, dass ein Land wie ein Unternehmen geführt werden soll, spricht sich letztlich gegen Demokratie aus. Wer soll denn bitteschön der "Aufsichtsrat" sein im Falle einer Nation? Wenn schon dann ja wohl das Wahlvolk. Und das bekommt ja spätestens in 3 Jahren seine Chance. In der Zwischenzeit darf Obama eben weiter regieren, wobei es eben etwas ganz anderes ist, ein hierarchisches Unternehmen zu führen, wo man ganz einfach Anordnungen erteilen kann, als ein Land zu führen, wo fundamentale Entscheidungen nicht ohne die Opposition gefällt werden können, und wo man letztlich eben nicht "am Volk vorbei" regieren kann - genau das zeichnet eine Demokratie ja aus.

    ... ach die schon wieder... Sie meinen doch auch diese leitenden Angestellten, die sich für die Meister des Universums halten und am Ende als Heißluftgebläse entlarvt werden?

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