Terrorismus "Ich durchlief eine Gehirnwäsche"
Tawfik Hamid war früher Mitglied einer radikalen Terrororganisation. Heute bekämpft der Wissenschaftler den Extremismus. Seine wichtigste Waffe: der Koran.
ZEIT ONLINE: Muss ich Angst vor Ihnen haben, Dr. Hamid?
Tawfik Hamid: Nein, ich habe den Pfad der Gewalt mittlerweile verlassen. Aber vor 25 Jahren hätten Sie Angst haben müssen.
ZEIT ONLINE: Warum?
Hamid: Ich hätte Sie gehasst. Damals war ich Mitglied der Terrororganisation Islamischer Dschihad. Ich war radikal, jung und kurz davor, im Namen Allahs zu töten.
ZEIT ONLINE: Sie stammen aus einer angesehenen, säkularen Familie in Kairo, Ihr Vater war Chirurg, Ihre Mutter Französisch-Lehrerin, Ihr Onkel Filmstar. Wie lange hat es gedauert, Sie zu radikalisieren?
Hamid: Sechs bis acht Monate. Ich studierte Medizin in Kairo, bei der Erforschung der DNA erwachte meine Faszination für einen Schöpfer. Ich begann mich für Religion zu interessieren, ein Freund nahm mich mit in die nächste Moschee. Pech für mich, dass es gerade die Moschee war, in der Aiman al-Zawahiri verkehrte, später der zweite Mann an der Spitze al-Qaidas. Ich durchlief eine regelrechte Gehirnwäsche.
ZEIT ONLINE: Wie kann man sich die vorstellen?
Hamid: Als einen mehrstufigen, multidimensionalen Prozess. Stufe eins: Alle kritischen Gedanken unterdrücken. Bevor ich die Moschee betrat, sagte man mir: „Dein Gehirn ist wie ein Affe. Der kann dich zwar zum Palast des Königs bringen, aber sobald du drin bist, solltest du ihn draußen lassen.“ Also: Glauben, nicht denken. Das erste Gebet war wie die Aufstellung vor einer Schlacht: Schulter an Schulter und Fuß an Fuß. Ich fühlte mich sofort als Teil von etwas Größerem, Heiligem.
Später nahmen sie mich beiseite, boten mir eine Führungsposition an – ich fühlte mich geschmeichelt. In den Monaten, die folgten, erklärte man mir, was richtig und was falsch ist. Das gab ein süßes, fast friedliches Gefühl von Macht. Auch ich konnte jetzt anderen Leuten sagen, was richtig und falsch ist, alles war klar und geordnet, ich musste mir keine Sorgen machen, solange ich allen Befehlen folgte.
- Datum 03.12.2009 - 16:48 Uhr
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Na, und wo sind nun die ganzen islamophoben Hass-Schreiber, die sich sonst unter den Artikeln über den Islam tummeln? Schon dumm, dass man Muslime eben NICHT als gewalttätig und radikal abstempeln kann, in Stein gehauen, rückschrittig und entwicklungsunfähig. Dieselben menschen vergessen irgendwie auch immer die Zustände in Deutschland vor '45, und zwar auch vor '33, da war das mit den Menschenrechten usw. usf. nämlich auch nicht so weit her. Aber das Christentum darf das ja...
Ich finde den Mann gut, und das, was er macht, auch. Und wenn die ganzen leute nicht imemr so mit Hasschreiben beschäftigt wären, könnten sie auch mal mit dem netten, arabischen Nachbarn essen gehen und ihn mal kennen lernen und ihm vor allem auf gleicher ugenhöhe begegnen. Warum sollten sich Muslime auch in eine Gesellschaft integrieren, die auf sie herabschaut?
Arabisches Essen schmeckt übrigens vorzüglich und die meisten Araberinnen sind sehr gute Gastgeberinnen, die ihren Männern auch gerne Contra geben.
Ich weiß nicht, ob Sie einen anderen Artikel gelesen haben ... Der Mann braucht Personenschutz vor seinen eigenen Leuten ...
Außerdem war es kein "Hassschreiber" im Kommentarbereich der Zeit, der ihm die gewalttätigen Suren aus dem Koran vorgehalten hat, sondern offenbar ein gläubiger Moslem. Für die entwaffnende Antwort musste Herr Hamid dann auch den "mythischen Islam" heranziehen, denn im Koran steht eben bei "jeden lieben" und "verzeihen" im zweiten Satz immer die Einschränkung, dass das nur für Muslime gilt.
Das Problem ist der Islam - nicht Muslime, die sich entscheiden, die Regeln nicht zu befolgen.
Nur, dass "moderate Muslime" eben keine besonders gute Argumentationsgrundlagen haben: denn man kann bei Gottes Wort natürlich nicht sagen: naja, man muss die Zeit betrachten ... Der Koran hat sich Hieb und stichfest gegen solche Relativierungen abgesichert ... Es ist aller ehrenwert, dass Herr Hamid sich der Zivilgesellschaft zugewandt hat und man wünscht sich natürlich Tausende wie ihn - nur hat er das Dilemma, dass er einerseits den Koran heranziehen will, um überhaupt Gehör zu bekommen, anderseits aber weltliche Dinge wie die Befindlichkeit von Mohammed in einer bestimmten Zeit anführt ... was für einen gläubigen Moslem ein Unding ist: schließlich hat nicht Mohammed den Koran nach Gutdünken geschrieben, sondern die Worte Allahs wurde ihm in tranceartigem Zustand diktiert.
Und was hat leckeres arabisches Essen mit dem Thema zu tun?
Nicht vergessen:
"Hamid: Mein Haus ist gesichert, ich ziehe oft um, werde bei Veranstaltungen von Sicherheitskräften begleitet. Ich lebe so seit 20 Jahren, ich habe mich daran gewöhnt."
Auch das ist Islam. ICH habe nicht vor, mich daran zu gewöhnen.
Ich weiß nicht, ob Sie einen anderen Artikel gelesen haben ... Der Mann braucht Personenschutz vor seinen eigenen Leuten ...
Außerdem war es kein "Hassschreiber" im Kommentarbereich der Zeit, der ihm die gewalttätigen Suren aus dem Koran vorgehalten hat, sondern offenbar ein gläubiger Moslem. Für die entwaffnende Antwort musste Herr Hamid dann auch den "mythischen Islam" heranziehen, denn im Koran steht eben bei "jeden lieben" und "verzeihen" im zweiten Satz immer die Einschränkung, dass das nur für Muslime gilt.
Das Problem ist der Islam - nicht Muslime, die sich entscheiden, die Regeln nicht zu befolgen.
Nur, dass "moderate Muslime" eben keine besonders gute Argumentationsgrundlagen haben: denn man kann bei Gottes Wort natürlich nicht sagen: naja, man muss die Zeit betrachten ... Der Koran hat sich Hieb und stichfest gegen solche Relativierungen abgesichert ... Es ist aller ehrenwert, dass Herr Hamid sich der Zivilgesellschaft zugewandt hat und man wünscht sich natürlich Tausende wie ihn - nur hat er das Dilemma, dass er einerseits den Koran heranziehen will, um überhaupt Gehör zu bekommen, anderseits aber weltliche Dinge wie die Befindlichkeit von Mohammed in einer bestimmten Zeit anführt ... was für einen gläubigen Moslem ein Unding ist: schließlich hat nicht Mohammed den Koran nach Gutdünken geschrieben, sondern die Worte Allahs wurde ihm in tranceartigem Zustand diktiert.
Und was hat leckeres arabisches Essen mit dem Thema zu tun?
Nicht vergessen:
"Hamid: Mein Haus ist gesichert, ich ziehe oft um, werde bei Veranstaltungen von Sicherheitskräften begleitet. Ich lebe so seit 20 Jahren, ich habe mich daran gewöhnt."
Auch das ist Islam. ICH habe nicht vor, mich daran zu gewöhnen.
Ich weiß nicht, ob Sie einen anderen Artikel gelesen haben ... Der Mann braucht Personenschutz vor seinen eigenen Leuten ...
Außerdem war es kein "Hassschreiber" im Kommentarbereich der Zeit, der ihm die gewalttätigen Suren aus dem Koran vorgehalten hat, sondern offenbar ein gläubiger Moslem. Für die entwaffnende Antwort musste Herr Hamid dann auch den "mythischen Islam" heranziehen, denn im Koran steht eben bei "jeden lieben" und "verzeihen" im zweiten Satz immer die Einschränkung, dass das nur für Muslime gilt.
Das Problem ist der Islam - nicht Muslime, die sich entscheiden, die Regeln nicht zu befolgen.
Nur, dass "moderate Muslime" eben keine besonders gute Argumentationsgrundlagen haben: denn man kann bei Gottes Wort natürlich nicht sagen: naja, man muss die Zeit betrachten ... Der Koran hat sich Hieb und stichfest gegen solche Relativierungen abgesichert ... Es ist aller ehrenwert, dass Herr Hamid sich der Zivilgesellschaft zugewandt hat und man wünscht sich natürlich Tausende wie ihn - nur hat er das Dilemma, dass er einerseits den Koran heranziehen will, um überhaupt Gehör zu bekommen, anderseits aber weltliche Dinge wie die Befindlichkeit von Mohammed in einer bestimmten Zeit anführt ... was für einen gläubigen Moslem ein Unding ist: schließlich hat nicht Mohammed den Koran nach Gutdünken geschrieben, sondern die Worte Allahs wurde ihm in tranceartigem Zustand diktiert.
Und was hat leckeres arabisches Essen mit dem Thema zu tun?
Der Artikel ist gut der erste Beitrag ist einfach blödsinn. Klar schmeckt arabisches Essen, so wie auch chinesisches und anderes. Dabei belasse ich es den Sie Herr/Frau kiskil-lilla fangen mit dem Niveulosen diskutieren wieder an.
ERM
Religion ist immer etwas geistig /psychisch Grenzwertiges. Wäre sie das nicht, würde sie für den Einzelnen nichts bewirken, wäre sie nutzlos und überflüssig.
Daher ist es immer gefährlich für das friedliche Zusammenleben der Menschen, wenn Sätze, die jemand anderes zu einer ganz anderen Zeit gesagt haben soll, zu Wahrheiten stilisiert werden, aus denen gesellschaftliche Konsequenzen wie Moral etc. abgeleitet werden.
Deshalb haben wir immer dort große Konflikte, wo verschiedene Religionen aufeinander stoßen, von Kreuzzügen bis zum Kosovo. Das läßt sich nur dadurch auflösen, daß man Religion zu echter Spiritualität werden läßt, und diese gibt es nur im Privaten. Öffentlich zur Schau gestellte Religion oder Spiritualität ist, mit anderen Worten, nichts anderes als Massenhypnose, wie man an der gegenwärtigen Auseinandersetzung trefflich erkennen kann.
In den Krieg ziehen, um die "westlichen Werte" zu verteidigen, in den Krieg ziehen, um die Russen aus Afghanistan zu vertreiben, um Allah zu verteidigen. Wo ist der grosse Unterschied? Ich persönlich lehne beides als widerwärtige Kriegspropaganda ab, die immer pseudoreligiös daher kommt und natürlich stets "Verteidigung" heisst.
Nicht vergessen:
"Hamid: Mein Haus ist gesichert, ich ziehe oft um, werde bei Veranstaltungen von Sicherheitskräften begleitet. Ich lebe so seit 20 Jahren, ich habe mich daran gewöhnt."
Auch das ist Islam. ICH habe nicht vor, mich daran zu gewöhnen.
Trau keinem, der nicht ueber sich selbst lachen kann - Die Passage mit dem Laecheln enthaelt mehr Wahrheit, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Ansonsten ein interessantes Interview, das durchaus laenger haette sein koennen, immerhin hat Tawfik Hamid Interessantes zu sagen, das man in der Form nicht ueberall zu lesen findet.
... der bis jetzt geäußert wurde, war die Tatsache, dass Herr Hamid als Moslem von seinen eigenen Brüdern verfolgt wird. Er ist nicht der Erste. Mark A. Gabriel musste sogar seinen Namen ändern, nun er hat auch zum Christentum konvertiert und sozusagen seine Religion verraten, dennoch führt er auch kein ruhiges Leben - wird verfolgt und kann nirgends länger als zwei Wochen bleiben. Ist das der Preis?
Araber sind tolle Menschen. Keiner kritisiert DAS. In jedem Volk gibt es "gute und schlechte" Menschen. Das ist eine Tatsache, auf die keiner einen Einfluss hat und sie wird sich nicht ändern, weil sie so banal ist. Der Punkt ist, was jedes Individuum daraus macht. Unzählige Jihadi Forums im Internet werben sehr jünge Männer dazu an, beizutreten. Im Grunde läuft es dann ganz einfach, man meldet sich an und ist in der Welt des Terrorismus. Dort passiert aber noch nichts. Wird man nämlich genug inspiriert, will man höher hinauf - in die Welt des Hardcore oder radikalen Terrorismus. Dafür wird man erst geprüft und bekommt den Zugang zum Forum. Doch diverse Banner auf den Sites machen die Entscheidung sehr einfach. DAS sollte bekämpft werden und dadurch, dass man Muslime oder den Koran angreift, wird es nicht geändert. Das Internet wächst von Tag zu Tag und immer mehr junge Muslime werden dafür begeistert ein Terrorist zu werden, so wie Hamid es auch ausführt, nicht nur Sex spielt dort eine Rolle. Das ist der Punkt, wo eine Änderung angesetzt werden sollte und nicht anderswo.
Der unter dem Namen Mark A. Gabriel auftretende Autor ist ein evangelikaler Christ, dessen Ziel die Missionierung der islamischen Welt ist. Darüber hinaus würden ihm wohlmeinende Menschen wohl das Etikett "Märchenerzähler" aufdrücken (weniger wohlmeinende würden ihn einen Lügner nennen).
Schon wenn man die angebliche Lebensgeschichte auch nur halbwegs kritisch beäugt, wird ziemlich schnell klar, dass er nicht die Wahrheit sagt. So benutzt er ein Pseudonym, um angeblich seine Familie zu schützen, weil die ja noch in Ägypten lebe. Gleichzeitig berichtet er aber auch, dass sein Vater ihn töten wollte, weil er den Glauben gewechselt habe. Aus radikalislamischer Sicht hat der Vater sich damit fehlerfrei verhalten. Warum also der angebliche Schutz. Hinzu kommen hahnebüchende Wundergeschichten, der angebliche Abschluss eines Al-Azar Studiums (manchmal ist es auch ein Doktortitel oder sogar eine Professur), der mit einer beeindruckenden Unkenntnis der islamischen Geschichte einhergeht.
Sie werden nicht einen Religions- bzw. Islamwissenschaftler finden, der dieses Buch als etwas anderes als fundamentalistisch-christliche Propaganda betrachtet.
Der unter dem Namen Mark A. Gabriel auftretende Autor ist ein evangelikaler Christ, dessen Ziel die Missionierung der islamischen Welt ist. Darüber hinaus würden ihm wohlmeinende Menschen wohl das Etikett "Märchenerzähler" aufdrücken (weniger wohlmeinende würden ihn einen Lügner nennen).
Schon wenn man die angebliche Lebensgeschichte auch nur halbwegs kritisch beäugt, wird ziemlich schnell klar, dass er nicht die Wahrheit sagt. So benutzt er ein Pseudonym, um angeblich seine Familie zu schützen, weil die ja noch in Ägypten lebe. Gleichzeitig berichtet er aber auch, dass sein Vater ihn töten wollte, weil er den Glauben gewechselt habe. Aus radikalislamischer Sicht hat der Vater sich damit fehlerfrei verhalten. Warum also der angebliche Schutz. Hinzu kommen hahnebüchende Wundergeschichten, der angebliche Abschluss eines Al-Azar Studiums (manchmal ist es auch ein Doktortitel oder sogar eine Professur), der mit einer beeindruckenden Unkenntnis der islamischen Geschichte einhergeht.
Sie werden nicht einen Religions- bzw. Islamwissenschaftler finden, der dieses Buch als etwas anderes als fundamentalistisch-christliche Propaganda betrachtet.
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