Wahl in Virginia und New Jersey Erster Stimmungstest für Obama fällt schlecht aus
Genau ein Jahr nach der Wahl Obamas zum US-Präsidenten haben die Demokraten zwei Niederlagen erlitten. In New Jersey und Virginia setzten sich die Republikaner durch.
© Olivier Douliery-Pool/Getty Images

Musste gleich zwei Wahlschlappen in Virginia und New Jersey einstecken: US-Präsident Barack Obama
Der erste Stimmungstest für die demokratische Partei in den USA seit der Wahl von Barack Obama ist negativ ausgefallen. Bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey setzten sich jeweils die Kandidaten der Republikaner durch. In Virginia hängte Robert McDonnell den Demokraten Creigh Deeds mit rund 20 Prozentpunkten Vorsprung deutlich ab. Im Ostküstenstaat New Jersey war die Entscheidung knapper: Dort erhielt Chris Christie eine knappe Mehrheit vor dem demokratischen Amtsinhaber Jon Corzine.
Obama hatte den traditionell eher konservativen Staat Virginia bei der Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 als erster demokratischer Kandidat seit 1964 gewonnen. Zuletzt hatte es dort mit Tim Kaine, der nicht wieder antreten durfte, auch einen demokratischen Gouverneur gegeben.
Die Abstimmungen, die genau ein Jahr nach der Wahl Obamas erfolgten, gelten als Stimmungsbarometer für den Präsidenten vor den Kongresswahlen im nächsten Jahr. Sowohl Obama als auch andere Spitzenpolitiker der Parteien hatten sich im Wahlkampf in Virginia und New Jersey stark engagiert und damit die Signalwirkung der Wahl verdeutlicht.
Auch in New York mussten die Demokraten eine Niederlage hinnehmen: Der parteilose Michael Bloomberg gewann gegen den demokratischen Herausforderer William Thompson und wurde als Bürgermeister der Stadt New York bestätigt.
- Datum 04.11.2009 - 09:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Diese Wahlen sollte man nicht ueberschaetzen. Dass Obama damals Virginia gewinnen konnte, war eine UEbrraschung, kann sich aber bei den naechsten Wahlen schnell wieder aendern. Und New Jersey waehlt ja traditionell demokratisch.
Dass sich zwei Republikander durchsetzen, hat zuallererst innenpolitische Gruende. Im kleinen Staat New Jersey ist der Gouvernor ja nur ein besserer Buergermeister. Also mal abwarten, zumal sich das Ergebnis ja nicht auf die Mehrheiten in Senat und Repraesentantenhaus auswirken kann.
Der im Artikel geschilderte Vorgang gehört meiner Ansicht nach zu einem normalen Phänomen der Demokratie.
Der Souverän ist zumeist um Balance zwischen zwei großen Kräften bemüht. Wir haben es in Deutschland oft genug erlebt, dass sich ein ehemals rot-(grüner) Bundesrat in einen schwarz-(gelben) verfärbte (siehe 1998-2005), während eine rot-grüne Bundesregierung im Amt war.
Auch in den USA läuft es nicht anders, wie zuletzt unter Clinton und Bush erlebt.
Viele bezeichnen Obama als denselben.
Natürlich werden die Obamisten und ihre Demokraten-Fans den persönlichen Teil Obamas Niederlage kleinzureden- und soviel es geht den „Rassisten“ zuzuschieben versuchen. Doch einst ist klar: Obamas angeblich so charismatischer Glanzgeflunker ist stark eingetrübt. Nur noch alles Widerspenstige erschlagende, Atem/Verstand beraubende Freveltaten können eine dramatische Demokraten-Verdünnung im US-Senat im nächsten Jahr verhindern, und davor fürchte ich mich sehr.
Wenn die Obamisten mit den Hitleristen einen linkisch-linken Tschardasch tanzen, oh ist das schön, so wunderschön, erschaudernd schön!
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