US-Armee Spezialkommandos weiten Afghanistan-Einsätze aus

Der Auftrag lautet: Die Taliban sind vernichtend zu schlagen. Elitetruppen der US-Streitkräfte gehen forciert gegen die radikalislamischen Gotteskrieger in Afghanistan vor.

Ein amerikanischer Soldat in Afghanistan

Ein amerikanischer Soldat in Afghanistan

Weil die Offensiven bislang erfolgreich verliefen, sei nächstes Jahr eine weitere Verstärkung geplant, berichtete die New York Times unter Berufung auf Kommandeure der US-Armee. Die Spezialeinheiten hätten das Netzwerk eines berüchtigten Taliban-Kriegsherren im Osten des Landes durch verdeckte Operationen bereits erheblich geschwächt. Zudem seien verschiedene Schlüsselfiguren der radikalen Islamisten in der Taliban-Hochburg Marja im Süden getötet worden.

Der verstärkte Einsatz von Spezialkommandos über die vergangenen drei bis vier Monate sei Teil der neuen Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama, schreibt die Zeitung. Um die Taliban vernichtend zu schlagen, will Washington im nächsten Jahr 30.000 zusätzliche Soldaten an den Hindukusch schicken. Daneben planen die Nato-Alliierten die Entsendung von mehr als 5000 zusätzliche Soldaten.

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Nach den Worten von US-Kommandeuren in Afghanistan spielen die Eliteeinheiten inzwischen eine entscheidende Rolle im Kampf vor allem gegen die radikalen Aufständischen. "Sie sind extrem effektiv", zitiert die New York Times einen Befehlshaber.

Anfang des Monats hatte die Zeitung berichtet, dass Obama als Teil seiner neuen Afghanistan-Strategie eine Ausweitung der geheimen Drohnen-Einsätze auf pakistanischen Gebiet angeordnet hat. Washington will durch verstärkten Druck aus der Luft auf Extremisten in Pakistan und zusätzliche Bodentruppen in Afghanistan die Taliban-und al-Qaida-Kämpfer aus ihren Rückzugsgebieten treiben. Rund 80 Angriffe der ferngesteuerten und mit Raketen bewaffneten Flugroboter des US-Geheimdienstes CIA hätten in knapp zwei Jahren mehr als 400 feindliche Kämpfer getötet. Die Zahl der zivilen Opfer wurde auf etwas über 20 beziffert.

 
Leser-Kommentare
    • xpol
    • 27.12.2009 um 19:03 Uhr

    ... ist meinerseits eine Entschuldigung fällig.
    Seine Festlegung auf ein Abzugsdatum habe ich einmal sehr kritisch bewertet.

    Er will aber offensichtlich ERST die Talban vernichten lassen und DANACH die Truppen abziehen.

    Dazu geht er nach der von Bush in seinem letzten Amtsjahr im Irak eingeführten Methode vor, ohne den Einsatz schwerer Waffen mit massiv verstärkten Truppen den Gegner direkt anzugreifen. Und das so, dass keine zusätzlichen Haftplätze z.B. auf Kuba gebraucht werden.

    So kann man sich den Friedensnobelpreis auch verdienen.

  1. .
    schlägt man einen Kopf ab, ist das zunächst mal ein Erfolg für die Auseinandersetzung in Afghanistan.

    Aber es wachsen 3 neue nach, und wenn es im Jemen, in Saudi-Arabien oder im Sudan ist.

    Diese Strategie wird weder Obama noch den US-Amerikaner Sympathien zutragen.

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    • joG
    • 31.12.2009 um 10:42 Uhr

    ...funktioniert in gewisser Weise nach dem von Ihnen genannten Prinzip der "Hydra". Das ist daher, weil die Umstände, die kriminelles Handeln für den potentiellen Kriminellen wertvoll machen nach dem Ausschalten des Kriminellen für andere Verbrecher noch existieren. Das bedeutet nicht, dass man auf die Mittel der Gewaltanwendung verzichten darf. Tut man dies, so wird die kriminelle Handlung wertvoller, da keine Sanktion dieses Handeln mehr teuer macht. Im Falle des Terrors ist dies besonders wichtig, da der Terror das Ziel der Destabilisierung hat. Läßt man die Terroristen machen, so kann man die Basis persönlicher Sicherheit nicht herstellen durch andere Methoden. Aufbau wird unmöglich.

    doch wer den terror auslöst. schon mal über diese Möglichkeit nachgedacht:
    Die CIA und der 11. September, Andreas von Bülow (im Buchhandel).

    • joG
    • 31.12.2009 um 10:42 Uhr

    ...funktioniert in gewisser Weise nach dem von Ihnen genannten Prinzip der "Hydra". Das ist daher, weil die Umstände, die kriminelles Handeln für den potentiellen Kriminellen wertvoll machen nach dem Ausschalten des Kriminellen für andere Verbrecher noch existieren. Das bedeutet nicht, dass man auf die Mittel der Gewaltanwendung verzichten darf. Tut man dies, so wird die kriminelle Handlung wertvoller, da keine Sanktion dieses Handeln mehr teuer macht. Im Falle des Terrors ist dies besonders wichtig, da der Terror das Ziel der Destabilisierung hat. Läßt man die Terroristen machen, so kann man die Basis persönlicher Sicherheit nicht herstellen durch andere Methoden. Aufbau wird unmöglich.

    doch wer den terror auslöst. schon mal über diese Möglichkeit nachgedacht:
    Die CIA und der 11. September, Andreas von Bülow (im Buchhandel).

    • Donar
    • 27.12.2009 um 22:04 Uhr

    .........jeder weis doch : nirgendwo wird so dermaßen unverschämt gelogen und getäuscht wie im Krieg !!! Gerade die US-amerikanische Kriegspropaganda ist ein Vorreiter der Täuschung der internationalen Öffentlichkeit! ""Sie(die Eliteeinheiten) sind extrem effektiv", zitiert die New York Times einen Befehlshaber." Solche Zeilen zeugen von diesen ekelhaften, unausrottbaren Täuschungsmanövern der Army-Spindoktoren und anderer [...] in Washington DC.
    [entfernt. Bitte bedienen Sie sich einer gemäßigteren Sprache. Danke, die Redaktion/vv]
    Warum druckt DIE ZEIT solchen Quatsch ab? Völlig unkritisch ?
    Gescheitert an Afghanistan - mit noch sehr viel mehr militärischem Einsatz als die USA - sind die Weltreiche : British Empire und Sowjetunion - und den USA wird es ebenso ergehen!!! Natürlich erst dann, wenn Hundertausende Menschen für die Dividenden der US-Rüstunsgindustrie verheizt worden sind - für nichts und wieder nichts!

    • Fokko
    • 27.12.2009 um 22:15 Uhr

    ... wenn dann Taliban und AlQuaida weg sind, dann werden die ganzen Überwachungsgesetze und all der Kram wieder abgeschafft, weil der War Against Terror dann vorbei ist?

    Fokko vom Selbstversorger-Blog/Fantasy-Blog
    -------------------------------------------
    http://selbstversorger-bl...
    http://fokko.wordpress.com/

  2. Wenn die Amerikaner nicht so stupide wie die Sowjets nach Planquadrat bomben werden, oder Augenzu-Haudrauf nach Germanart vorgehen, dafuer aber mit ueberlegener Ausruestung und Taktik den von ihnen diktierten Verlauf eines Nahkampfes suchen und auch finden, werden die Taliban mit ihren bisherigen Kampfverhalten nur wenig Erfolg haben. Doch haben sie sich bisher gegen die Ueberlegenheit ihrer Feinde noch immer etwas Wirkungsvolles einfallen lassen!

  3. Man muss nicht wie in der Stadt mit dem höchsten Kirchtum seit nunmehr fünfundsechzig Jahren am 17. Dezember sich in tiefe Trauer stürzen und darob musikalische Werke öffentlich zur Aufführung bringen, hatten sehr viele zugleich einmal in ihrem Leben eine Bombennacht: Schläft man stets durch und steht auch Sonn- und Feiertags zeitig auf, wirken alle Nächte über kurz oder lang erholsam und das Tagwerk geht weniger erschöpfend von der Hand.

  4. Wie passt dieses Kriegskonzept zu dem Aufschrei, den die Bomben des Hrn. Klein erzeugt haben?

  5. Kriegsgefangene werden also nicht gemacht. Zivilbevölkerung wird rüchsichtslos bombadiert. Das ist die Botschaft zwischen den Zeilen. Westlicher Terror. Die westlichen Regierungen gehören vor das Serbentribunal in Den Haag.

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