Afghanistan Taliban führen gefangenen US-Soldaten auf Video vor

Seit sechs Monaten ist der US-Gefreite Bowe Bergdahl in der Hand der Taliban. Diese stellten nun eine "Videobotschaft" des Soldaten ans amerikanische Volk ins Internet.

Videobotschaft zu Weihnachten: Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben einen Film veröffentlicht, das den Ende Juni in der südöstlichen Provinz Paktika entführten US-Soldaten Bowe Bergdahl zeigt. In dem insgesamt 36 Minuten langen Video erscheint der 23-jährige Gefreite in Uniform und nennt zunächst seinen Namen, Geburtstag, Geburtsort sowie Blutgruppe.

Weiterhin fordert der Soldat die Amerikaner auf, gegen den Afghanistankrieg zu protestieren. "Afghanistan wird das nächste Vietnam, wenn das amerikanische Volk nicht aufsteht, um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen." Zugleich gab der 23-Jährige an, er werde in seiner Gefangenschaft menschlich behandelt.

Die Internationale Schutztruppe Isaf verurteilte das am ersten Weihnachtsfeiertag veröffentlichte Video scharf. "Dieser abscheuliche Akt (...) zeigt das gewalttätige und hinterlistige Gesicht der Aufständischen."

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Gleichzeitig bestätigte die von der Nato geführte Schutztruppe, dass es sich bei dem Soldaten im Film um Bergdahl handelt. Er ist der erste Soldat, der seit dem Einmarsch der USA in Afghanistan in die Hände der Taliban fiel. Die Islamisten haben mehrfach damit gedroht, ihn zu ermorden.

 
Leser-Kommentare
  1. Wir sollen nicht doch einen Soldat verlieren. Wir sollen nicht doch einen unserer Söhne verlieren. Wir alle sollen uns selbst auf unseren Knien herunten werfen und beten, daß er gerettet werde.

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