Anschlag auf US-Passagiermaschine Vater warnte die USA vor seinem radikalen Sohn

Der Vater des Terrorverdächtigen von Detroit hatte im Vorfeld die Behörden vor seinem Sohn gewarnt. Inzwischen wurde Anklage gegen den 23-Jährigen erhoben.

Ein Archivbild zeigt den mutmaßlichen 23-jährigen Attentäter Umar Faruk Abdulmutallab

Ein Archivbild zeigt den mutmaßlichen 23-jährigen Attentäter Umar Faruk Abdulmutallab

Nach Informationen der Sender BBC und CNN hatte der Vater des Terrorverdächtigen von Detroit die US-Botschaft in seiner Heimat Nigeria bereits vor "einigen Wochen" gewarnt, dass sein Sohn radikalisiert und gefährlich sei. Aus US-Sicherheitskreisen verlautete, dass daraufhin auch eine Akte angelegt worden sei und der junge Nigerianer auf eine Beobachtungsliste, die so genannte Terrorist Identities Datamart Environment-Tide, gesetzt wurde, in der etwa 500.000 Verdächtige stehen. Sein Name sei jedoch nicht auf eine engere Liste, die Terrorist Screening Data Base, gesetzt worden. Dies hätte für ein Flugverbot für ihn bedeutet, berichtete die BBC.

Der 23-jährigen Nigerianers Umar Faruk Abdulmutallab wollte eine Maschine der US-Fluggesellschaft Delta mit fast 300 Menschen an Bord am Freitag kurz vor der Landung in Detroit zum Absturz zu bringen. Der kleine Sprengsatz, den er zu zünden versucht hatte, enthielt nach ersten Ermittlungen PETN, ein hochexplosiver Sprengstoff. Der Nigerianer war von Crew und Passagieren noch rechtzeitig überwältigt worden.

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Hätte dieser Plan, das Flugzeug zu zerstören, Erfolg gehabt, wären Dutzende von unschuldigen Menschen getötet oder verletzt worden.

US-Justizminister Eric Holder über den vereitelten Anschlag

Die US-Justiz hat Abdulmutallab mittlerweile angeklagt, er habe die Maschine zerstören wollen. "Hätte dieser Plan, das Flugzeug zu zerstören, Erfolg gehabt, wären Dutzende von unschuldigen Menschen getötet oder verletzt worden", sagte US-Justizminister Eric Holder. Der Vorfall werde weiterhin mit Hochdruck untersucht. Abdulmutallab sollte noch im Laufe des Samstags vor Gericht erscheinen.

Ein US-Regierungsbeamter sagte dem Fernsehsender CNN, es gebe keine Hinweise, dass Abdulmutallab eine feste Verbindung zu Osama bin Ladens Terrornetz al-Qaida habe. Er selbst behauptete nach seiner Festnahme, Kontakte zu islamischen Extremisten zu unterhalten und den Sprengsatz "im Jemen erhalten zu haben, zusammen mit Anweisungen, wie er zu benutzen ist". Nach ersten Verhören sehe es aber nach einem Einzeltäter aus, so offizielle Quellen

Sicherheitskontrollen verschärft

Nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Passagiermaschine wurden auch in Deutschland die Kontrollen im Luftverkehr verschärft. Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mitteilte, werde der Vorfall in Detroit zum Anlass genommen, die bestehenden hohen Sicherheitsstandards durch zusätzliche Kontrollmaßnahmen zu ergänzen. Die deutschen Sicherheitsbehörden stünden im engen Kontakt mit den Experten der amerikanischen Luftsicherheitsbehörde TSA. Zudem wurden Reisende in die USA gebeten, sich gegebenenfalls auf längere Wartezeiten einzustellen.

In den USA wurden die Kontrollen für alle Flüge umgehend durch das Heimatschutzministerium verschärft. Zugleich arbeiteten die USA eng mit anderen Regierungen zusammen, um die Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen und in Maschinen zu verstärken, teilte die Heimatschutzministerin Janet Napolitano mit. Wer aus dem Ausland in die Staaten fliege, müsse sich auf zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen einstellen.

Auf EU-Ebene wird der Vorfall genauestens aufgerollt. Die EU-Kommission untersucht, ob alle Sicherheitsregeln in Europa eingehalten wurden. "Ich bin entsetzt über die versuchte Terrorattacke auf einem Flug von Amsterdam nach Detroit am Weihnachtstag", erklärte EU-Innen- und Justizkommissar Jacques Barrot. Niederländische Parlamentarier forderten eine lückenlose Aufklärung der Umstände. Das Justizministerium müsse erklären, wie der Nigerianer am Airport Schiphol explosionsfähiges Material mit an Bord der Maschine der Delta Airlines bringen konnte.

Täter studierte in London

Der junge Täter ist allem Anschein nach Sohn des früheren nigerianischen Ministers und Bankenchef Alhaji Umaru Mutallab. Der Terrorverdächtige hatte britischen Medienberichten zufolge zwischen 2005 und 2008 Maschinenbau am University College in London studiert. Am Samstag durchsuchte die britische Polizei seine Wohnung im Londoner West End in der Nähe von Oxford Circus.

Vor dem Anschlag hatte sich Abdulmutallab 20 Minuten auf der Bordtoilette aufgehalten, teilte das US-Justizministerium unter Berufung auf Zeugen mit. Nach der Rückkehr zu seinem Sitzplatz habe er eine Decke über sich ausgebreitet, daraufhin hätten Mitreisende Knallgeräusche wie von Feuerwerkskrachern gehört. Die Hosenbeine des Mannes und die Innenwand des Flugzeuges hätten Feuer gefangen. Als eine Stewardess ihn fragte, was er da habe, sagte der Nigerianer den Angaben zufolge: "einen Sprengsatz". Ermittler fanden in der Nähe seines Sitzes eine Spritze, die vermutlich Teil der Bombe war.

Der Mann war den Angaben zufolge von der nigerianischen Metropole Lagos aus zunächst nach Amsterdam geflogen. Dort wurde er Medienberichten zufolge abermals kontrolliert, bevor er den Flug 253 der zu Delta gehörenden Northwest Airlines nach Detroit bestieg. Abdulmutallabs Name habe allem Anschein nach nicht auf der Flugverbots-Liste des US-Heimatschutzministeriums gestanden. Allerdings soll Großbritannien dem Nigerianer wegen Sicherheitsbedenken die Einreise verweigert haben: Britische Behörden lehnten nach Regierungsangaben seinen Antrag auf ein neues Visum ab, das er nach seinem Studium in London erneut beantragt hatte.

 
Leser-Kommentare
  1. Wie aus der sprichwörtlichen Pistole geschossen erfolgen die Rufe nach mehr Kontrollen und natürlich auch die "klare" Einordnung in die Kategorie "Terrorismus". Es gesellen sich die schon bewährten Bekundungen zur "lückenlosen Aufklärung" dazu und fertig ist der Mix, der uns noch nie ein Mehr an Sicherheit, aber ein großes Plus an Überwachung brachte. Wer sich von der alsbald erfolgenden Kontrolle auf "pulvrige Substanzen" und der "engeren Verknüpfung der Sicherheitsorgane" mehr Sicherheit erhofft, der glaubt sicher auch, dass der Krieg in Afghanistan den Menschen dort hilft, weil man in den dortigen "Erdlöchern" sonst Anschläge planen würde.
    Auch muss man im "Kampf gegen den Terrorismus" ja schon ketzerisch die Frage stellen, ob der Verursacher dieses "Anschlages" denn nur verurteilt wurde, oder ob die "erweiterten Verhörmethoden" alsbald auch auf ihn angewandt werden, natürlich unter dem Mäntelchen der Rechtsstaatlichkeit, denn man will ja schließlich auch die Namen der Hintermänner erfahren ...
    Merke: In der Symptombekämpfung gleichen sich die ach so vorbildlichen westlichen Staaten ungemein ... leider aber auch darin, die Ursachen weiträumig zu umschiffen.

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    • Midway
    • 27.12.2009 um 10:46 Uhr

    "der glaubt sicher auch, dass der Krieg in Afghanistan den Menschen dort hilft, weil man in den dortigen "Erdlöchern" sonst Anschläge planen würde."

    Ach wie interessant. Sie sind also der Meinung, dass die Taliban, auch wenn sie ein komplettes Land kontrollieren, weiterhin in Erdlöchern ihre Trainingslager haben?!

    Die Taliban kontrollieren selbst heute noch Dörfer und sogar Städte.

    • clubby
    • 27.12.2009 um 10:53 Uhr

    Besser und treffender kann man es nicht kommentieren. Leider ist die Masse so einfach manipulierbar....leider....und leider kommen mir diese "Beinaheanschläge" in viel zu häufiger Regelmäßigkeit, gerade dann wenn dass allgemeine Bewusstsein und die Angst um den Terror wieder auf Normalmaß abzusinken schien. Wie schön für die Überwachungsfans im Staate , wenn sich dann immer wieder jemand findet, die Sache wieder anzuheizen. Ich warte als Krönung jetzt eigentlich nur auf die Debatte zu Ganzkörperscannern. Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs.

    • Midway
    • 27.12.2009 um 10:46 Uhr

    "der glaubt sicher auch, dass der Krieg in Afghanistan den Menschen dort hilft, weil man in den dortigen "Erdlöchern" sonst Anschläge planen würde."

    Ach wie interessant. Sie sind also der Meinung, dass die Taliban, auch wenn sie ein komplettes Land kontrollieren, weiterhin in Erdlöchern ihre Trainingslager haben?!

    Die Taliban kontrollieren selbst heute noch Dörfer und sogar Städte.

    • clubby
    • 27.12.2009 um 10:53 Uhr

    Besser und treffender kann man es nicht kommentieren. Leider ist die Masse so einfach manipulierbar....leider....und leider kommen mir diese "Beinaheanschläge" in viel zu häufiger Regelmäßigkeit, gerade dann wenn dass allgemeine Bewusstsein und die Angst um den Terror wieder auf Normalmaß abzusinken schien. Wie schön für die Überwachungsfans im Staate , wenn sich dann immer wieder jemand findet, die Sache wieder anzuheizen. Ich warte als Krönung jetzt eigentlich nur auf die Debatte zu Ganzkörperscannern. Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs.

    • Midway
    • 27.12.2009 um 10:46 Uhr

    "der glaubt sicher auch, dass der Krieg in Afghanistan den Menschen dort hilft, weil man in den dortigen "Erdlöchern" sonst Anschläge planen würde."

    Ach wie interessant. Sie sind also der Meinung, dass die Taliban, auch wenn sie ein komplettes Land kontrollieren, weiterhin in Erdlöchern ihre Trainingslager haben?!

    Die Taliban kontrollieren selbst heute noch Dörfer und sogar Städte.

    Antwort auf "Automatismus"
    • clubby
    • 27.12.2009 um 10:53 Uhr

    Besser und treffender kann man es nicht kommentieren. Leider ist die Masse so einfach manipulierbar....leider....und leider kommen mir diese "Beinaheanschläge" in viel zu häufiger Regelmäßigkeit, gerade dann wenn dass allgemeine Bewusstsein und die Angst um den Terror wieder auf Normalmaß abzusinken schien. Wie schön für die Überwachungsfans im Staate , wenn sich dann immer wieder jemand findet, die Sache wieder anzuheizen. Ich warte als Krönung jetzt eigentlich nur auf die Debatte zu Ganzkörperscannern. Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs.

    Antwort auf "Automatismus"
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    • Midway
    • 27.12.2009 um 11:15 Uhr

    Vorurteile über Vorurteile^^

    "Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs."

    1. Gibt es "Überwachungstechniken", bei denen Sie vor Staunen nicht mehr rauskommen. Militärische bzw. einige Forschungseinrichtungen verwenden diese Technologien, die man im Alltag kaum bis gar nicht verwendet. Deswegen ist es auch kein Wunder, dasss man Anschlägen etc. "neue" Technologien vorzuweisen hat.

    2. Ist mir komplett neu, dass die Masse alle plötzlich diese Technologien toll finden. Im Gegenteil. Wie wäre es mit dem Körperscangeräten an Flughäfen, die auf breite Ablehnung trafen? Oder die Sicherheitsordnung, dass nur eine kleine Menge an Flüssigkeit mit an Bord genommen werden darf.
    Dies alles gefiehl der Öffentlichkeit überhaupt nicht.

    • Midway
    • 27.12.2009 um 11:15 Uhr

    Vorurteile über Vorurteile^^

    "Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs."

    1. Gibt es "Überwachungstechniken", bei denen Sie vor Staunen nicht mehr rauskommen. Militärische bzw. einige Forschungseinrichtungen verwenden diese Technologien, die man im Alltag kaum bis gar nicht verwendet. Deswegen ist es auch kein Wunder, dasss man Anschlägen etc. "neue" Technologien vorzuweisen hat.

    2. Ist mir komplett neu, dass die Masse alle plötzlich diese Technologien toll finden. Im Gegenteil. Wie wäre es mit dem Körperscangeräten an Flughäfen, die auf breite Ablehnung trafen? Oder die Sicherheitsordnung, dass nur eine kleine Menge an Flüssigkeit mit an Bord genommen werden darf.
    Dies alles gefiehl der Öffentlichkeit überhaupt nicht.

  2. Und zuvor war er 20 Minuten auf dem Klo?

    Hätte er dort den "Sprengsatz" nicht viel effektiv zum Einsatz bringen können?

    Stattdessen wirft er sich eine Decke über, zündet sich die Hosenbeine an, die dann auch die Flugzeugwand entzünden (was für Materialien werden denn im Flugzeugbau verwendet?)

    Mir klingt das nicht sehr nach einem ernst gemeinten Terroranschlag. Es scheint mir möglich, dass der "Terrorist" eine Chance erkannt hat, an weltweite Aufmerksamkeit zu gelangen, ohne sich das Leben nehmen zu müssen. Was so nur in einem allgemeinen Klima der Terrorangst erreichbar ist.

    Ohne die Terrorangst wäre er vielleicht leicht erkennbar nur ein religöser Fanatiker, der etwas neben der Spur ist.

    Dazu passt, dass - was im Artikel etwas anders dargestellt ist - die Engländer ein neuerliches Visa nicht wegen Sicherheitsbedenken verwerten, sonder weil die Schule, an der er einen Lehrgang machen wollte, nicht auf einer Liste der anerkannten Schulen stand.

    • Midway
    • 27.12.2009 um 11:15 Uhr
    5.

    Vorurteile über Vorurteile^^

    "Wie schön nämlich auch, dass die Techniken bei den Beinaheanschlägen, immer zu der gerade in der Schublade liegenden neuen Überwachungstechnik passen, mit der GENAU das natürlich hätte verhindert werden können. Und die Masse brüllt sogleich jaaaa jetzt brauchen wirs."

    1. Gibt es "Überwachungstechniken", bei denen Sie vor Staunen nicht mehr rauskommen. Militärische bzw. einige Forschungseinrichtungen verwenden diese Technologien, die man im Alltag kaum bis gar nicht verwendet. Deswegen ist es auch kein Wunder, dasss man Anschlägen etc. "neue" Technologien vorzuweisen hat.

    2. Ist mir komplett neu, dass die Masse alle plötzlich diese Technologien toll finden. Im Gegenteil. Wie wäre es mit dem Körperscangeräten an Flughäfen, die auf breite Ablehnung trafen? Oder die Sicherheitsordnung, dass nur eine kleine Menge an Flüssigkeit mit an Bord genommen werden darf.
    Dies alles gefiehl der Öffentlichkeit überhaupt nicht.

    Antwort auf "100% Zustimmung"
  3. Also man sollte die Seite mal von der Seite betrachten das, das offenbar ein gebildeter Mensch war, den der Hass zu solch einer Tat brachte. Woher kommt der Hass? Wenn man sich selbst kennen würde wüsste man: Hass entsteht IMMER aus UNGERECHTIGKEIT! Das ist eine absolut leicht erkennbare Lebensweisheit, -die "großen" Philosophen dachten bloß zu kompliziert um das zu erkennen- (das lag wohl an ihrer intellektuellen Eitelkeit)und deswegen ist diese einfache Weisheit leider nie bekannt geworden.

    Also wenn ein junger Mann aus gutem Hause, soviel Hass aufbringt, für solch einen Anschlag gegen Unschuldige! Dann sollte man sich mal fragen ob dieser Hass nicht evtl. berechtigt ist!

    Die Geschichte mit dem Hass und der Ungerechtigkeit, ist eine kabbalistische Betrachtungsweise der Dinge, ein einfaches göttliches Gesetz sozusagen. Das Unrecht dieser Welt beschwört diese dunklen Geister (den Hass) herauf, die einzige Alternative die da gegenüber dem Hass bliebe, wäre dann noch die Verhältnisse in Dummheit zu ertragen. Wobei nicht jeder Hass zu solch einem Anschlag und neuem Unrecht führen müßte.

    Da niemand unschuldiges gestorben ist, und der junge Mann sich nur selbst opferte, sollte man ihn als Freiheitskämpfer sehen, der uns ein Zeichen setzte und uns Aufmerksam machte, auf das Unrecht das die Kolonialwarenhändler* in dieser Welt anrichten um uns aus der Dummheit zu führen.

    *Begriff aus dem Film Apocalypse Now (der passt!)

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    "Also wenn ein junger Mann aus gutem Hause, soviel Hass aufbringt, für solch einen Anschlag gegen Unschuldige! Dann sollte man sich mal fragen ob dieser Hass nicht evtl. berechtigt ist!"

    Ist das ernst gemeint? Mit solchen Sprüchen kann man ja so ziemlich alles rechtfertigen, beispielsweise auch den Amoklauf von Winnenden.

    Vielleicht wäre es ja mal eine Überlegung wert, die Freiheiten einiger weniger stärker einzuschränken, anstatt den Rest der Welt stärker zu überwachen. Der Mann war den Geheimdiensten also bekannt, aber es gab anscheinend keinen Grund ihm die Einreise nach Großbritannien zu verweigern? Klingt eher danach, als wolle man sich im ach so toleranten Königreich nicht der political uncorrectness schuldig machen und stattdessen lieber einige Menschenleben riskieren. Da es sich ja auch noch um einen finanzkräftigen Studenten gehandelt hat, der ordentlich Geld an die Uni bringt, ohne das an britischen Hochschulen überhaupt nichts funktioniert, hat man ihm sicherlich seine fanatische Gesinnung nachgesehen. Hoffentlich ist man da auf der anderen Seite des Atlantiks weniger zimperlich und sperrt ihn für den Rest seine Lebens hinter Gitter.

    "Also wenn ein junger Mann aus gutem Hause, soviel Hass aufbringt, für solch einen Anschlag gegen Unschuldige! Dann sollte man sich mal fragen ob dieser Hass nicht evtl. berechtigt ist!"

    Ist das ernst gemeint? Mit solchen Sprüchen kann man ja so ziemlich alles rechtfertigen, beispielsweise auch den Amoklauf von Winnenden.

    Vielleicht wäre es ja mal eine Überlegung wert, die Freiheiten einiger weniger stärker einzuschränken, anstatt den Rest der Welt stärker zu überwachen. Der Mann war den Geheimdiensten also bekannt, aber es gab anscheinend keinen Grund ihm die Einreise nach Großbritannien zu verweigern? Klingt eher danach, als wolle man sich im ach so toleranten Königreich nicht der political uncorrectness schuldig machen und stattdessen lieber einige Menschenleben riskieren. Da es sich ja auch noch um einen finanzkräftigen Studenten gehandelt hat, der ordentlich Geld an die Uni bringt, ohne das an britischen Hochschulen überhaupt nichts funktioniert, hat man ihm sicherlich seine fanatische Gesinnung nachgesehen. Hoffentlich ist man da auf der anderen Seite des Atlantiks weniger zimperlich und sperrt ihn für den Rest seine Lebens hinter Gitter.

  4. 7. clubby

    gut, dass sie zu einer elite gehören, die sich von der masse, die dümmlich alles sofort glaubt, abhebt.

    die einfachsten dinge passen, o wunder, sofort zusammen.

    so hatte die feuerwehr von überlingen feuerwehrautos und konnten sofort helfen, als über dem bodensee zwei flugzeuge zusammen stiessen. die haben davon gewusst! wie kann man sich sonst erklären, dass innerhalb von 30 minuten über hundert helfer von mehr als 10 hilfsorganisationen unterwegs waren?

    wie gut, dass alles so zusammen passt, wie es einem gerade passt.

  5. 8. Hass

    "Also wenn ein junger Mann aus gutem Hause, soviel Hass aufbringt, für solch einen Anschlag gegen Unschuldige! Dann sollte man sich mal fragen ob dieser Hass nicht evtl. berechtigt ist!"

    Ist das ernst gemeint? Mit solchen Sprüchen kann man ja so ziemlich alles rechtfertigen, beispielsweise auch den Amoklauf von Winnenden.

    Antwort auf "Freiheitskämpfer"
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    • maks
    • 27.12.2009 um 13:45 Uhr

    Ich denke schon das war ernst gemeint. Ob die Umsetzung des Hasses dann in Gewalt gerechtfertig ist; ich glaube darüber muss man nicht diskutieren. Man muss sich doch aber darüber Gedanken machen, woher dieser Hass kommt. Es muss ja einen Auslöser geben.
    Könnte man da nicht beim Auslöser anfangen, anstatt bei den "Symtomen".
    Z.B Winnenden; was muss dort vorgefallen sein, damit ein so junger Mensch solche Gedanken und Schlüsse fasst?
    Das ist doch das Schreckliche. Was muss in diesen Schulstunden die letzten Jahre passiert sein?

    Sollte man nicht bei der Gesellschaft anfangen und sollte sich nicht dort etwas ändern?
    Ich denke schon.

    Da hilft die ganze Überwachung nichts

    • maks
    • 27.12.2009 um 13:45 Uhr

    Ich denke schon das war ernst gemeint. Ob die Umsetzung des Hasses dann in Gewalt gerechtfertig ist; ich glaube darüber muss man nicht diskutieren. Man muss sich doch aber darüber Gedanken machen, woher dieser Hass kommt. Es muss ja einen Auslöser geben.
    Könnte man da nicht beim Auslöser anfangen, anstatt bei den "Symtomen".
    Z.B Winnenden; was muss dort vorgefallen sein, damit ein so junger Mensch solche Gedanken und Schlüsse fasst?
    Das ist doch das Schreckliche. Was muss in diesen Schulstunden die letzten Jahre passiert sein?

    Sollte man nicht bei der Gesellschaft anfangen und sollte sich nicht dort etwas ändern?
    Ich denke schon.

    Da hilft die ganze Überwachung nichts

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