Debatte um den Klimawandel E-Mails und der Gipfel

Das Fehlverhalten Einzelner und der Öko-Alarmismus vieler Medien haben die Ziele des Klimagipfels in Kopenhagen gefährdet. Ein Kommentar von Jürgen Krönig, London

Das mit Kohle betriebene Kraftwerk "Cottam" versorgt viele Engländer mit Strom. Der Preis dafür ist eine nicht unerhebliche Emission an Kohlendioxid

Das mit Kohle betriebene Kraftwerk "Cottam" versorgt viele Engländer mit Strom. Der Preis dafür ist eine nicht unerhebliche Emission an Kohlendioxid

Der Weltklimagipfel hat begonnen – und mit seinem Start erreicht auch der mediale Overkill einen neuen Höhepunkt. Schon im Vorfeld des Gipfels hatten Klimawissenschaftler immer dräuendere Szenarien ausgemalt. Beseelt von hehren Absichten, erfüllt vom Glauben, dass alle an einem Strang ziehen müssten, um den Planeten doch noch zu retten, wurde nach Kräften emotionalisiert.

Stimmen, die zu Nüchternheit mahnten, wurden als Ärgernis abgetan, Zweifler an manchen Aspekten der Wissenschaft als "Klimaleugner" abgestempelt. Ihre Gegner nehmen sich das Recht heraus, abweichende Stimmen auszumanövrieren oder gar zu unterdrücken.

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Die gehackten und daraufhin veröffentlichten E-Mails aus der Klimaabteilung der Universität East Anglia lassen das Muster erkennen: Selbstgerechtigkeit, Unduldsamkeit gegenüber Widerspruch und die Bereitschaft, Daten zu manipulieren und gegebenenfalls gar zu vernichten – selbst von renommierten Kollegen innerhalb der Prozesse des Weltklimarates IPCC.

Der Skandal hat die Integrität der Disziplin infrage gestellt. Der Eindruck drängt sich auf, dass in der Klimawissenschaft zunehmend Dogmatiker dominieren, die absolut überzeugt sind von der Richtigkeit ihrer Position und hart gegen Zweifel und Skepsis vorgehen.

Damit aber verstoßen sie gegen die Essenz der Wissenschaft schlechthin. Wir hätten gewarnt sein können: Als vor einigen Jahren Klimawissenschaftler gebieterisch feststellten, die wissenschaftliche Debatte über globale Erwärmung und Klimawandel sei nun vorüber, wurde dieser Verstoß gegen wissenschaftliches Prinzip mehr oder minder widerspruchslos hingenommen.

Dabei handelte es sich damals schon um ein untrügliches Indiz dafür, dass Wissenschaftler in Aktivisten und Betreiber von Kampagnen mutierten. Der Klimaforscher Hans von Storch spricht von einem "Kartell der Alarmisten", das unerfreulicher Weise für eine "Einengung" der wissenschaftlichen Diskussion gesorgt habe. 

Klimaspezialisten haben inzwischen große Macht, die manchen von ihnen zu Kopf gestiegen zu sein scheint. Sie glauben offenbar, ihre vorrangige Aufgabe sei nicht zu forschen, sondern für ihre Botschaft zu werben, mit Politik und Wirtschaft Einvernehmen herzustellen und die Öffentlichkeit zu überzeugen.

Es war unumgänglich, Phil Jones, den Direktor des Institutes für Klimaforschung, zunächst bis zur Vorlage des Untersuchungsberichtes im nächsten Frühjahr zu suspendieren. Die Universität von East Anglia hat eine unabhängige Untersuchung aller Aspekte der peinlichen Affäre angeordnet, inklusive der Absicht, Daten lieber zu vernichten als anderen Forschern auszuhändigen.

Das Meteorologische Amt Großbritanniens aber geht noch sehr viel weiter, zum Entsetzen der Londoner Regierung. Es wird alle Temperaturdaten der vergangenen 160 Jahre überprüfen, weil das Vertrauen der Öffentlichkeit "in die Wissenschaft des anthropogenen Treibhauseffektes" durch die herausgeleckten E-Mails erschüttert worden sei. Die Analyse der Daten wird drei Jahre dauern.

Das hat Folgen: Das "Met Office" kann ausgerechnet in einer kritischen Phase der internationalen Klimadebatte nicht mit absoluter Sicherheit das Ausmaß der globalen Erwärmung feststellen. Mehr noch: Die Datei des britischen Amtes ist eine der drei Säulen, auf denen die Aussagen des IPCC beruhen. Kein Wunder, dass Ed Miliband, Minister für Klimawandel, alles andere als erfreut ist.

Die Rekonstruktion des Temperaturverlaufes der vergangenen 1000 Jahre ist von großer Bedeutung, weil daraus hervorgeht, ob der Temperaturanstieg seit Ende des 19. Jahrhunderts von bislang 0,8 Grad Celsius ein außergewöhnlicher Vorgang ist, der nur durch den Anstieg von CO2-Emissionen unserer Industriezivilisation zu erklären ist, oder ob es in dieser Zeitspanne schon einmal ähnlich oder höhere Temperaturen gegeben hat.

Dass im internationalen Wissenschaftsbetrieb Manipulationen möglich sind und auch der IPCC nicht über jeden Zweifel erhaben, beweisen Beispiele aus den vergangenen Jahren. Das Team des Amerikaners Michael Mann erstellte Ende der neunziger Jahre eine Temperaturkurve, die über beinahe 1000 Jahre flach verläuft, um dann plötzlich, zu Beginn des letzten Jahrhunderts, steil anzusteigen – in Form eines Hockeyschlägers (hockey stick curve). Diese Kurve wurde ohne nochmalige Überprüfung der verwendeten Baumringdaten in die Berichte des IPCC übernommen; anderen Forschern wurde jahrelang der Zugang zu den Daten verweigert.

Am Ende stellte sich der Hockeyschläger als Resultat einer selektiven Verwendung von Baumringdaten heraus.

Wer immer diesmal für "Climategate" verantwortlich war – die britische  Zeitung Mail on Sunday behauptet, der Geheimdienst des Petro-Staates Russland stecke dahinter – die Folgen werden in Kopenhagen zu spüren sein. Denn jetzt wird die wissenschaftliche Basis des Klimagipfels, die globale Erwärmung selbst, infrage gestellt. Außerdem haben die düsteren Prognosen einiger Wissenschaftler und der Öko-Alarmismus mancher Medien die Skepsis der Menschen noch gesteigert, anstatt ein Umdenken zu bewirken.

Der Fallout der Affäre ist beträchtlich: Saudi Arabien erklärte, nun gelte es, das gesamte Klimaszenario neu zu erarbeiten – ein frommer Wunsch, der dem Interesse der Saudis an der Fortsetzung der Ölökonomie entspringt. Die Aussichten, dass der US-Senat dem Klimapaket von Präsident Barack Obama zustimmen und Cap and Trade – also eine Regelung, die einen festgelegten CO2-Ausstoß für die USA und den Handel mit Emissionsrechten vorsieht – billigen wird, dürften noch geringer geworden sein. Und Kevin Rudds australische Regierung, die gerade mit ihrem Gesetzentwurf für ein Cap and Trade am Widerstand von Konservativen und Grünen gescheitert ist, hat in Kopenhagen nichts mehr anzubieten.

Trotz allem wollen die Großen der Welt, an der Spitze die Lichtfigur Obama, von der Mammutkonferenz in Kopenhagen nicht mit leeren Händen nach Hause zurückkehren. Und niemand möchte sich den Schwarzen Peter für das Scheitern einer globalen Veranstaltung zuschieben lassen, die vom wissenschaftlich-medialen Komplex zu einem Jahrhundertereignis stilisiert worden ist. Deshalb wird es sicherlich viele grüne Predigten, wohlklingende Erklärungen und auch einige nützliche Beschlüsse geben. 

Doch Kopenhagen sollte zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme genutzt werden. Eine drastische Dekarboniserung ist kaum durchsetzbar. Selbst Europa, das sich gerne als Avantgarde der grünen Klimapolitik geriert, produziert mehr CO2 als zuvor. Noch gibt es keinen Ersatz für Öl und Kohle – und die viel beschworenen "erneuerbaren" Energieträger, wenn sie dieses Prädikat überhaupt verdienen, können die benötigte Menge Energie nicht annähernd liefern.

So lange es also nicht gelingt, neue Technologien zu etablieren, könnte nur der Ausbau der umstrittenen Atomkraft kohlendioxidfreie Energie liefern. Weshalb die CO2-Emissionen wohl weiter wachsen und die derzeit stabilen Temperaturen vielleicht bald wieder steigen werden.

Falls eine rapide Erwärmung eintritt, wird wohl kein Weg an Geo-Engineering vorbeiführen, um die Erde abzukühlen. Selbst IPCC-Chef Rajendra Pachauri erklärte vergangene Woche, dass es notwendig sei, dem Klimawandel mit technischen Lösungen entgegen zu wirken.

Am Ende werden also wieder der wissenschaftliche und technologische Fortschritt über das Schicksal der Zivilisation entscheiden. Wenn Kopenhagen vorüber ist, wird weiter verhandelt werden müssen. Hoffentlich mit mehr Realitätssinn und begleitet von einer Wissenschaft, die ruhig und ergebnisoffen betrieben wird.

 
Leser-Kommentare
    • sch1lf
    • 07.12.2009 um 18:03 Uhr

    ich möchte mal die leser auf das zdf heute journal vom 06.12.2009 verlinken

    http://wstreaming.zdf.de/...

    dort wird nach jahren des klimahypes das erste mal erwähnt, dass die weltklima temperatur seit 10 jahren nicht mehr gestiegen ist

    mfg sch1lf

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    • joG
    • 08.12.2009 um 12:46 Uhr

    ...noch sehr viele Fragen offen. Der Zusammenhang der Sonnenaktivität und Kosmische Strahlung auf die Temperatur ist kaum verstanden noch ihr quantitativer Einfluß bekannt. Das alles bedeutet aber nicht, dass wir nicht wissen, dass vielleicht sehr hohe Risiken in der CO2 Verpuffung stecken. So ist die die Frage nach Schutzmaßnahmen und deren sinnvolle Grösse ähnlich der Entscheidung eine Brand Versicherung abzuschließen. Wieviel will ich ausgeben, um welche Absicherung zu erhalten?

    Es werden viele Zahlen in die Diskussion geworfen. Die Schätzungen, die ich gelesen habe, der Kosten liegen zwischen 1% und 5% der Welt BIP. Das sind zwischen ca Euro 700 Mrd und Euro 3,5 Billionen.

    Das ist eine bedeutende Grössenordnung, die nicht meines Wissens die Kosten des Allokationsprozesses vollständig erfassen. So wird es notwendig zum Beispeil den Tourismus fast völlig zu verlegen, um Fernreisen zu vermeiden. Das erfordert den Abbau der Infrastruktur an Flugzeugen, Hotels, Restaurants usw in den jetzigen Zielgebieten nach Oberbayern und Mecklinburg. Jeder Hauseigentümer muss erheblich investieren. Ein Freund renovierte ein Haus, das Euro 1 Million wert war auf den heutigen Stand. Das kostete Euro 200.000. Das braucht man nur hochzurechnen, um die Grösse der Mittelbindung im Verlauf der CO2 Umstellung zu erahnen.

    • joG
    • 08.12.2009 um 12:46 Uhr

    ...noch sehr viele Fragen offen. Der Zusammenhang der Sonnenaktivität und Kosmische Strahlung auf die Temperatur ist kaum verstanden noch ihr quantitativer Einfluß bekannt. Das alles bedeutet aber nicht, dass wir nicht wissen, dass vielleicht sehr hohe Risiken in der CO2 Verpuffung stecken. So ist die die Frage nach Schutzmaßnahmen und deren sinnvolle Grösse ähnlich der Entscheidung eine Brand Versicherung abzuschließen. Wieviel will ich ausgeben, um welche Absicherung zu erhalten?

    Es werden viele Zahlen in die Diskussion geworfen. Die Schätzungen, die ich gelesen habe, der Kosten liegen zwischen 1% und 5% der Welt BIP. Das sind zwischen ca Euro 700 Mrd und Euro 3,5 Billionen.

    Das ist eine bedeutende Grössenordnung, die nicht meines Wissens die Kosten des Allokationsprozesses vollständig erfassen. So wird es notwendig zum Beispeil den Tourismus fast völlig zu verlegen, um Fernreisen zu vermeiden. Das erfordert den Abbau der Infrastruktur an Flugzeugen, Hotels, Restaurants usw in den jetzigen Zielgebieten nach Oberbayern und Mecklinburg. Jeder Hauseigentümer muss erheblich investieren. Ein Freund renovierte ein Haus, das Euro 1 Million wert war auf den heutigen Stand. Das kostete Euro 200.000. Das braucht man nur hochzurechnen, um die Grösse der Mittelbindung im Verlauf der CO2 Umstellung zu erahnen.

  1. Vielen Dank Herr Krönig,
    vielen Dank ZEIT-REDAKTION.

    Seit langem der erste ausgewogene Artikel in der CO2-Klimwandel-Debatte. Ich freue mich, dass Herr Krönig und auch die Zeit-Redaktion ihre journalistische Verantwortung nachkommen.

    Von allen Medien die ich parallel besuche - einer der besten Artikel - die den gesamten Sachverhalt darstellen.

  2. Ich traue meinen Augen ja kaum.

    Zeit.de schreibt einen weitgehend vernünftigen Kommentar zum Klimaapokalypsen – Hype.

    Geht die Welt jetzt doch nicht unter?

    Können wir jetzt wieder sinnvoll Ressourcen sparen und Umweltschutz und Entwicklungshilfe betreiben, statt einer Chimäre Klimaschutz fast religiös hinter zu hecheln?

  3. Habe gleich mal das Fenster aufgerissen und die Heizung aufgedreht. :-)

  4. Will mir der Autor der ZEIT mitteilen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel gar nicht stattfindet? Will man mir klar machen, dass wir ruhig weitermachen sollen wie bisher? Oder ist die ZEIT einfach gewieften PR-Strategen aus der "Klimakiller-Mach-Weiter-So-Ecke" auf den Leim gegangen und hat sich von ein paar "Fakten" in die gewünschte Richtung des Denkens bugsieren lassen wie Weiland im Film "Wag the Dog" dargestellt(Inszeniere in den Medien einen Krieg, den es gar nicht gibt, um die Menschen vom eigentlichen Problem abzulenken)? Mit diesem PR-Clou wurden ein paar Dinge genial erreicht: Einer der Klima-Gurus ist erst mal kaltgestellt; die nächsten 3 Jahre werden nochmals nachgemessen: Fahrenheit mal Celsius mal Entwarnungs-Meinungsmache. Was ist eigentlich mit all den Lügen-Baronen der Klima-Killer-Fraktion: wurden die auch alle auf Eis gelegt? Oder können die auf der Tagung weitere Nebelkerzen-Studien für die Weltbevölkerungsverdummung abbrennen? Man muß kein Verschwörungstheoriefanatiker sein, um festzustellen, dass hier von Medien wie der ZEIT wirklich "gute" Arbeit geleistet wird.

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    "Will mir der Autor der ZEIT mitteilen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel gar nicht stattfindet?"

    Nein er möchte Ihnen sagen, daß man das Gehirn und nicht den Bauch einschalten soll. Dass nicht Meinungen, Vermutungen, Ängste, sondern Fakten und saubere wissenschaftliche Arbeit die Grundlage für Entscheidungen sein sollten, daß wir nach Wissen nicht nach Glauben streben sollen.

    Leute mit Ihrer Denkweise behaupten auch, die Welt sei vor ein paar tausend Jahren von einem Designer erschaffen worden und die Erde wäre noch immer der Mittelpunkt des Universums.

    Dass die Temparaturen in den letzten 10 Jahren nicht weiter gestiegen sind ist eine Tatsache. Daß die Gletscher Schmelzen auch. Im Gegensatz zu Ihnen möchte ich gerne sicher WISSEN woran das liegt und nicht VERMUTEN oder GLAUBEN. Schon mal darüber nachgedacht, daß es garnicht am Co2 liegen könnte und wir alle in die falsche Richtung retten? Die "Wissenschaftler" denen sie GLAUBEN scheinen sich von der neuen eigenen Bedeutung umnebelt nicht mehr ganz so genau an die korrekt Vorgehensweise gehalten zu haben. Deshalb muss das noch einmal überprüft werden. Beschweren Sie sich bei denen nicht bei der ZEIT, die hier endlich mal einen durch Vernunft und nicht durch Panik und Sensationsgier getriebenen Artikel geschrieben hat. Bravo!

    "Will mir der Autor der ZEIT mitteilen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel gar nicht stattfindet?"

    Nein er möchte Ihnen sagen, daß man das Gehirn und nicht den Bauch einschalten soll. Dass nicht Meinungen, Vermutungen, Ängste, sondern Fakten und saubere wissenschaftliche Arbeit die Grundlage für Entscheidungen sein sollten, daß wir nach Wissen nicht nach Glauben streben sollen.

    Leute mit Ihrer Denkweise behaupten auch, die Welt sei vor ein paar tausend Jahren von einem Designer erschaffen worden und die Erde wäre noch immer der Mittelpunkt des Universums.

    Dass die Temparaturen in den letzten 10 Jahren nicht weiter gestiegen sind ist eine Tatsache. Daß die Gletscher Schmelzen auch. Im Gegensatz zu Ihnen möchte ich gerne sicher WISSEN woran das liegt und nicht VERMUTEN oder GLAUBEN. Schon mal darüber nachgedacht, daß es garnicht am Co2 liegen könnte und wir alle in die falsche Richtung retten? Die "Wissenschaftler" denen sie GLAUBEN scheinen sich von der neuen eigenen Bedeutung umnebelt nicht mehr ganz so genau an die korrekt Vorgehensweise gehalten zu haben. Deshalb muss das noch einmal überprüft werden. Beschweren Sie sich bei denen nicht bei der ZEIT, die hier endlich mal einen durch Vernunft und nicht durch Panik und Sensationsgier getriebenen Artikel geschrieben hat. Bravo!

  5. Na, das ist ja eine Wendung bei der Zeit-Redaktion! habt ihr Euch von den fleissigen Klima-Skeptikern hier überzeugen lassen?
    Leider ignoriert der Artikel, dass die Zeitgeschichte in Sachen Klimaforschung weithaus detailreichert ist, als dass eine Verkürzung auf die mannsche Hockey-Stick-Kurve und die East Anglia mails eine ausgewogene Betrachtung der wissenschaftlichen Grundlagen erlauben würden.
    Mann und sein Team sowie auch die Mannschaft der East Anglia Universität haben die wissenschaftliche Ethik mit Füßen getreten. Keine Frage!
    Aber die Forschungsgeschichte reicht zurück bis zu Swantje Arhennius, der 1894 bereits mutmaßte, dass es einen Zusammenhang zwischen anthropogener CO2-Anreicherung in der Atmosphäre und globaler Temperaturentwicklung geben könne. Auch das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gibt es bereits seit 1988.
    Daher sollte man die üngsten Ereignisse etwas relativieren. Damit will ich nicht gesagt haben, dass eine Untersuchung der Vorgänge 8und der Forschungsergebnisse) unterbleiben sollte. Aber die wissenschaftliche Theorie zum anthropogenen Klimawandel sofort komplett in Zweifel zu ziehen führt doch etwas weit!

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    Was ist aber, wenn Svante Arrhenius tatsächlich 1894 nur mutmaßte, und daneben lag? Es deutet einiges darauf hin, dass es sich bei dem von ihm berechnete "natürlich Treibhauseffekt" lediglich um einen Rechenfehler handelt. Die Erde hält nicht eine für das Leben verträgliche Temperatur auf Grund des minimalen CO2-Gehaltes der Luft sondern auf Grund der vergleichsweise schnellen Rotation in Verbindung mit der Wärmespeicherfähigkeit der Ozeane!

    Was ist aber, wenn Svante Arrhenius tatsächlich 1894 nur mutmaßte, und daneben lag? Es deutet einiges darauf hin, dass es sich bei dem von ihm berechnete "natürlich Treibhauseffekt" lediglich um einen Rechenfehler handelt. Die Erde hält nicht eine für das Leben verträgliche Temperatur auf Grund des minimalen CO2-Gehaltes der Luft sondern auf Grund der vergleichsweise schnellen Rotation in Verbindung mit der Wärmespeicherfähigkeit der Ozeane!

  6. 7.

    als wenn es nur das umweltproblem co2 auf dieser welt geben würde

    man sind politiker eindimensional

    • Amreix
    • 07.12.2009 um 19:00 Uhr

    ich war so fassungslos über den Artikel, besonders in der ZEIT, und über die Kommentare, dass es mir erstmal die Sprache verschlagen hat. Was bewegt Menschen mit so viel Energie zu leugnen, was zumindest für mich "offenspürlich" ist. Die Luft wird immer übler, die Jahreszeiten verändern sich massiv. Da brauche ich keine Messungen, ich sehe und spüre es und auch mir wäre es lieber, wenn es nicht so wäre. Aber ich glaube kaum, dass Verdrängung die Lösung ist. Und ich kann verstehen, wenn einige Menschen zu dem jetzigen Zeitpunkt vielleicht übertreiben, es geht immerhin um eine ganze Menge und wie Nr 6 sagt, sollte man das etwas relativieren. Mich würde ja mal interessieren, was für Informationen zutage kämen, wenn die e-mails der Wirtschaftsunternehmen gehackt würden....

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