Proteste gegen den Klimagipfel Blaue Regenponchos und schwarze SchafeSeite 2/2

Vorsorglich hat die dänische Polizei die europäischen Nachbarländer um Amtshilfe gebeten. So schickt die deutsche Polizei Beamte, Sprengstoff-Spürhunde und gepanzerte Mannschaftswagen der Bundespolizei. Auch die Grenzkontrollen werden verstärkt. Die deutschen und dänischen Behörden haben sich verständigt, mögliche Gewalttäter zurückzuweisen und ihnen die Ausreise nach Dänemark nicht zu gestatten.

Mithilfe der '"Lümmelparagrafen" wird die Polizei zudem versuchen, einige der geplanten Aktionen zu verhindern. So will eine Initiative am 11.Dezember Wirtschaftsvertretern den Zugang zum Klimagipfel versperren. Das autonome Netzwerk hat für den 13. Dezember eine Blockade des Kopenhagener Hafens angekündigt.

Das Anti-Krawallgesetz und die erhöhten Strafen scheinen jedoch bislang nicht abschreckend zu wirken. Am 16.Dezember – wenn die Regierungschefs in Kopenhagen eintreffen – will die Kampagne Reclaim Power dennoch versuchen, in das Konferenzzentrum Bella Center einzudringen, um die offiziellen Gespräche zu unterbrechen und den Gipfel in eine Volksversammlung zu verwandeln. Organisatorin Tannye Nyboe geht trotz der enormen Sicherheitsvorkehrungen davon aus, dass das gelingen kann: "Wir haben genug Manpower." Geplant ist unter anderem ein "Bike Bloc", der sich in Form eines Trojanischen Pferdes aus zusammengeschweißten Fahrrädern dem Kongresszentrum nähern soll. "Wir werden alle physischen Hindernisse überwinden, aber wir sind gewaltfrei", sagt Nyboe.

Die dänischen Sicherheitsverantwortlichen sehen das naturgemäß anders. Laut Justizminister Brian Mikkelsen können solche Aktionen durch das neue Gesetz gestoppt werden: "Wenn ein Bus mit Randalierern Richtung Bella Center fährt, kann ihn die Polizei zur nächsten Wache umdirigieren und die Lümmel darin zwölf Stunden außer Gefecht setzen." Bleibt zu hoffen, dass sich die Regierungschefs genauso ambitioniert um das Klima kümmern, wie die Polizei um schwarze Schafe unter den Protestlern.

(Eine Übersicht zu den geplanten Aktionen, Protesten und Gegenveranstaltungen zum Klimagipfel in Kopenhagen und deutschlandweit finden Sie hier.)
 

 
Leser-Kommentare
    • T810
    • 02.12.2009 um 22:30 Uhr

    Wie soll man sich auf etwas einigen, wenn der fruchtbare Boden der Beschlüsse in Kopenhagen aus Manipulationen der Rohdaten der repräsentativen Wetterstationen besteht? Auch wenn es sehr, sehr schwer fällt sowas zuzugeben: Es gibt leider keinen Klimawandel. Global befinden wir uns nun mal in einer Phase der globalen Abkühlung. Randerscheinungen wie schmelzende Gletscher sind keine Anzeichen für Erwärmung, sondern fehlender Niederschlag. Schmelzende Polkappen haben etwas mit dem verändertem Strömungsverhalten auf der Nordhalbkugel zu tun.
    Aber mit Fehlinterpretationen lassen sich eben besser Geschäfte machen. "Die Münze in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt..."

  1. ich finde auch der schwindel ist aufgeflogen...
    das wird nix mehr
    ich haette jetzt lieber gerne meine schweinegrippe_panik_artikel wieder
    so ala taeglich 10.000de neuer infektionen
    man hatte sich schon richtig dran gewoehnt
    oder ist der schwindel auch schon durch
    aber dann kommt bestimmt was neues/altes
    wie waers dann wieder mit nen paar neuen osama videos...
    terror_panik macht sich doch immer gut
    mein vertrauen in die sogenannten "qualitaetsmedien"
    tendiert mittlerweile gegen null

  2. ##So ist eine zwölfstündige Präventivhaft für potenzielle Randalierer vorgesehen##
    Na das ist doch mal ein praktisches Gesetz. Wer unterscheidet denn Demonstranten und potentielle Krawallmacher? Das kennt man ja von Heiligendamm und Co. Die Demonstrationsfreiheit gibt es schon lange nicht mehr...weder in Deutschland, noch in Dänemark. Sobald mehr als 5 Menschen zusammenkommen und Ihrer Unzufriedenheit öffentlich Ausdruck geben, sind diese schon per Gesetz zum Zusammenknüppeln freigegeben.

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