Minarett-Verbot Boykott-Aufrufe gegen die Schweiz nehmen zu
In Syrien, Ägypten, Libyen und der Türkei sind Muslime aufgerufen worden, keine Produkte aus der Schweiz zu kaufen. Außerdem sollen sie ihr Geld aus dem Land abziehen.
Libysche Medien veröffentlichten am Donnerstag eine Erklärung der Vereinigung für islamische Mission mit Sitz in Tripolis, in der die arabischen und islamischen Länder aufgerufen wurden, Schweizer Waren und Dienstleistungen zu boykottieren. Zuvor hatte bereits das libysche Nationale Komitee für Menschenrechte eine ähnliche Erklärung veröffentlicht, in der es hieß: "Wir wundern uns nicht über diese Entwicklungen in einem Land, dessen Politik heuchlerisch ist."
Am vergangenen Sonntag hatten die Schweizer über den Bau von Minaretten abgestimmt. Insgesamt 57,5 Prozent sprachen sich bei dem Referendum für ein Verbot aus. Das Ergebnis war für die meisten Parteien überraschend, da im Vorfeld Umfragen ein Scheitern des Antrags prognostizierten. Die Initiative Gegen den Bau von Minaretten wurde von den Anhängern der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der rechtsnationalen Kleinpartei Eidgenössische Demokratische Union (EDU) lanciert.
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen sind seit mehr als einem Jahr äußerst angespannt, weil Gaddafi über eine vorübergehende Festnahme seines Sohnes Hannibal und seiner Schwiegertochter am 15. Juli 2008 in Genf verärgert ist. Diese sollen damals Hausangestellte misshandelt haben, was sie bestreiten. Nach dem Zwischenfall in Genf waren in Libyen zwei Schweizer Geschäftsleute festgesetzt worden, die diese Woche wegen Visavergehen in Abwesenheit zu jeweils 16 Monaten Haft verurteilt worden waren. Die beiden Männer befinden sich in der Schweizer Botschaft in Tripolis.
Ich bin sicher, dass unsere muslimischen Brüder, die Geld auf Schweizer Banken haben, ihre Entscheidung überdenken werden.
Europaminister Egemen Bagis
Kritik an dem Schweizer Referendum kommt auch aus der Türkei und von anderen arabischen Politikern und Organisationen. Die Türkei und Syrien hatten Muslime in aller Welt bereits Mittwoch aufgerufen, ihr Geld aus der Schweiz abzuziehen. Der türkische Bankensektor sei für Geldanlagen offen und zudem von der weltweiten Finanzkrise nicht stark betroffen, zitierten türkische Zeitungen am Mittwoch Europaminister Egemen Bagis: "Ich bin sicher, dass unsere muslimischen Brüder, die Geld auf Schweizer Banken haben, ihre Entscheidung überdenken werden."
Auch die Führung der syrischen Republik, die ebenso wie die Türkei ein säkularer Staat ist, rief zu einer Kampagne gegen die Schweiz auf. Samira al-Masalme, die Chefredakteurin der regierungsnahen syrischen Tageszeitung Teshreen, forderte einen arabischen Boykott Schweizer Waren. Die Schweizer Industrie exportiere viel in islamische und arabische Länder, "ein Boykott hätte daher spürbare Auswirkungen", erklärte sie.
Die ägyptische Menschenrechtsvereinigung hatte das Bauverbot am Dienstag mit "großer Besorgnis" zur Kenntnis genommen. Aus dem islamischen Königreich Saudi-Arabien, das keine Religionsfreiheit kennt und Ausländern den Bau von Kirchen auf seinem Staatsgebiet verbietet, kam dagegen keine Kritik.
Die Türkei hatte das Bauverbot bereits zuvor scharf kritisiert. Staatspräsident Abdullah Gül sprach von einer Schande für die Schweiz und Beispiel für Feindseligkeit gegenüber Muslimen in der westlichen Welt. Die arabischen Staaten reagierten wegen der mehrtägigen Ferien zum islamischen Opferfest erst etwas später auf die Abstimmung.
Die Schweizer Rechtspopulisten zeigen sich nach dem gewonnen Referendum motiviert und wollen nun eine neue Abstimmung initiieren. Dabei wollen sie gegen die Ganzkörperverschleierung von Frauen vorgehen.
- Datum 03.12.2009 - 12:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 342
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Versuch mal einer in den arabischen Ländern, nur eine Hütte zum christlichen Gemeinschaftsraum umgestallten zu dürfen. Vom bau einer Kirche mal ganz abgesehen. Und sowieso, warum wird Glaubensfreiheit gefärdet, wenn man keine Türme bauen darf?
Also, Goldfisch, dieses Argument wird nicht besser je öfter man es benutzt. Zustände in arabischen Ländern können wohl kaum für einen Vergleich mit Zuständen im aufgeklärten, religionsfreien Europa herhalten.
Die meisten arabischen Länder propagieren aber auch keine freie Ausübung der Religion, die Schweiz allerdings schon. Es ist schon ein Unterschied ob ich etwas verspreche und dann nicht einhalte oder ob ich mich weigere ein Versprechen zu geben.
Nicht das ich die Behinderung der freien Religionsausübung in arabischen Ländern gut heisen würde, auch wenn ich nicht gläubig bin, aber ich kann sie doch nicht einerseits dafür anprangern und anderseits die Religionsfreiheit einschränken und diese Einschränkung eben damit begründen.
Das Kirchenverbot darf man nicht auf alle islamischen ausdehnen und verallgemeinern. zB gibt es in der Türkei Staedte und/oder Viertel, wo die Kirchen zahlreicher sind als die Moscheen.
Ausserdem: Stellen Sie sich vor, man darf zwar Kirchen bauen, aber keine Türme dazu.
Schon dadurch allein wird die Ausübung des Glaubens -und dazu eigentlich auch des Rituals- eingeschraenkt.
Also ist Minarett-Verbot eine Sache, die gerade in der Schweiz nicht haette passieren dürfen.
Der Vegleich mit Laendern, die keine Kichen dulden, ist denkbar schlecht.
Die Schweiz ist keine Repressalien-Gesellschaft....oder?
Ja, in anderen Laendern, darf man kein Kreuz um den Hals tragen, bringt man moeglicherweise sogar sein Leben in Gefahr, wenn man der 'falschen' Religion angehoert.
In anderen Laendern wird auch gefoltert, herrschen Diktaturen, werden Homosexuelle ins Gefaengnis gesteckt und wo weiter.
In Mitteleuropa hingegen ist man meist recht stolz auf seine liberalen Gesetze, und auf den Prozess der Aufklaerung der vor einigen Jahren mal stattgefunden hat. Oft fuehlt man sich gewissen Laendern ueberlegen.
Allerdings dann und wann, wenns passt, stellt man auf einmal Vergleiche an mit Laendern denen man sich oft ueberlegen fuehlt, denen man in seiner Ueberlegenheit oft ein eher westeuropaeisches System wuenscht und die in vielen Angelegenheiten noch als entwicklungfaehig gelten.
Das ist nicht anderes als scheinheilig und peinlich. Etwas mehr Konsistenz in der Einstellung und den Ansichten wuerde da manchmal nicht schaden.
Es gibt schon einige Pionierstaaten in der arabischen Welt, die sich dem Kirchenbau geoeffnet haben. Nicht nur das, die STaaten haben meistens sogar mitfinanziert. Ich rede von Kuwait, Bahrain und Katar.
Man sollte auch anmerken, dass diese die wohlhabendsten Staaten sind. Deswegen glauben ich je wohlhabender Araber werden, desto liberaler ihre Position zu anderen Religionen.
Hier in Europa hat die Religionsfeindlichkeit selbst nach Tausenden von Jahren nicht stopp gemacht. In der Vergangenheit war es der Hass gegen Christen. Dann der Hass gegen Juden und Muslime. Heute der Hass gegen Religionen.
Also, Goldfisch, dieses Argument wird nicht besser je öfter man es benutzt. Zustände in arabischen Ländern können wohl kaum für einen Vergleich mit Zuständen im aufgeklärten, religionsfreien Europa herhalten.
Die meisten arabischen Länder propagieren aber auch keine freie Ausübung der Religion, die Schweiz allerdings schon. Es ist schon ein Unterschied ob ich etwas verspreche und dann nicht einhalte oder ob ich mich weigere ein Versprechen zu geben.
Nicht das ich die Behinderung der freien Religionsausübung in arabischen Ländern gut heisen würde, auch wenn ich nicht gläubig bin, aber ich kann sie doch nicht einerseits dafür anprangern und anderseits die Religionsfreiheit einschränken und diese Einschränkung eben damit begründen.
Das Kirchenverbot darf man nicht auf alle islamischen ausdehnen und verallgemeinern. zB gibt es in der Türkei Staedte und/oder Viertel, wo die Kirchen zahlreicher sind als die Moscheen.
Ausserdem: Stellen Sie sich vor, man darf zwar Kirchen bauen, aber keine Türme dazu.
Schon dadurch allein wird die Ausübung des Glaubens -und dazu eigentlich auch des Rituals- eingeschraenkt.
Also ist Minarett-Verbot eine Sache, die gerade in der Schweiz nicht haette passieren dürfen.
Der Vegleich mit Laendern, die keine Kichen dulden, ist denkbar schlecht.
Die Schweiz ist keine Repressalien-Gesellschaft....oder?
Ja, in anderen Laendern, darf man kein Kreuz um den Hals tragen, bringt man moeglicherweise sogar sein Leben in Gefahr, wenn man der 'falschen' Religion angehoert.
In anderen Laendern wird auch gefoltert, herrschen Diktaturen, werden Homosexuelle ins Gefaengnis gesteckt und wo weiter.
In Mitteleuropa hingegen ist man meist recht stolz auf seine liberalen Gesetze, und auf den Prozess der Aufklaerung der vor einigen Jahren mal stattgefunden hat. Oft fuehlt man sich gewissen Laendern ueberlegen.
Allerdings dann und wann, wenns passt, stellt man auf einmal Vergleiche an mit Laendern denen man sich oft ueberlegen fuehlt, denen man in seiner Ueberlegenheit oft ein eher westeuropaeisches System wuenscht und die in vielen Angelegenheiten noch als entwicklungfaehig gelten.
Das ist nicht anderes als scheinheilig und peinlich. Etwas mehr Konsistenz in der Einstellung und den Ansichten wuerde da manchmal nicht schaden.
Es gibt schon einige Pionierstaaten in der arabischen Welt, die sich dem Kirchenbau geoeffnet haben. Nicht nur das, die STaaten haben meistens sogar mitfinanziert. Ich rede von Kuwait, Bahrain und Katar.
Man sollte auch anmerken, dass diese die wohlhabendsten Staaten sind. Deswegen glauben ich je wohlhabender Araber werden, desto liberaler ihre Position zu anderen Religionen.
Hier in Europa hat die Religionsfeindlichkeit selbst nach Tausenden von Jahren nicht stopp gemacht. In der Vergangenheit war es der Hass gegen Christen. Dann der Hass gegen Juden und Muslime. Heute der Hass gegen Religionen.
[Entfernt. Bitte tragen Sie zu einer sachlichen Diskussion bei und verzichten Sie auf Provokationen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
wird doch allseits gefordert. Ob eine solche Maßname zu Deeskalation und Dialog führt, ist fraglich. Dennoch sollte man entsprechende Initiativen (die ja eine Reaktion auf auf eine die menschenrechte verletzende Abstimmung sind) nicht leichtfertig in den Dunstkreis des Nationalsozialismus stellen. Argumente werden durch Nazi-Vergleiche nicht unbedingt aufgewertet...
Offenbar in einer Welt, in der man ungestraft solche Kommentare absondern kann.
Kommt Ihnen also bekannt vor, soso.
Dasjenige, an das Sie da glauben erinnert worden zu sein, kann ich jedenfalls zweifelsfrei in Ihrem Kommentar erkennen.
Soll man hier wirklich eine ernsthafte Deeskalationspolitik arabischer Länder erwarten? Meiner Meinung nach kommt das für viele konservativreligiöse Muslime gerade recht, dass eine Bevölkerung eines europäischen Staates auf direkt-demokratischen Wege sich zu einem solchen Verbot bekennt hat.
Mavraki sie haben allerdings den letzten Satz ihres Vorredners vernachlässigt.
Es ist keine Notwendigkeit der Glaubensfreiheit, Minarette zu errichten.
über einen Boykott einem Rechtsstaat von Außen seinen Willen aufzuoktroieren.
Zumal eine Religion hier einem Staat 'befiehlt'.
Da sie mich nicht kennen, nehme ich ihren Hinweis auf die Nazi-Ideologie sehr ernst. Es war nicht meine Absicht, die Agitatoren in die Reihe der Nazi-Schergen zu stellen. Ich kritisiere die Form und die Mittel.
Für mich hat das Ganze einen sehr negativen Beigeschmack. Die Aufschreie habe ich bei Schauprozessen, Hinrichtungen, Terroranschlägen usw. nicht vernommen...
wird doch allseits gefordert. Ob eine solche Maßname zu Deeskalation und Dialog führt, ist fraglich. Dennoch sollte man entsprechende Initiativen (die ja eine Reaktion auf auf eine die menschenrechte verletzende Abstimmung sind) nicht leichtfertig in den Dunstkreis des Nationalsozialismus stellen. Argumente werden durch Nazi-Vergleiche nicht unbedingt aufgewertet...
Offenbar in einer Welt, in der man ungestraft solche Kommentare absondern kann.
Kommt Ihnen also bekannt vor, soso.
Dasjenige, an das Sie da glauben erinnert worden zu sein, kann ich jedenfalls zweifelsfrei in Ihrem Kommentar erkennen.
Soll man hier wirklich eine ernsthafte Deeskalationspolitik arabischer Länder erwarten? Meiner Meinung nach kommt das für viele konservativreligiöse Muslime gerade recht, dass eine Bevölkerung eines europäischen Staates auf direkt-demokratischen Wege sich zu einem solchen Verbot bekennt hat.
Mavraki sie haben allerdings den letzten Satz ihres Vorredners vernachlässigt.
Es ist keine Notwendigkeit der Glaubensfreiheit, Minarette zu errichten.
über einen Boykott einem Rechtsstaat von Außen seinen Willen aufzuoktroieren.
Zumal eine Religion hier einem Staat 'befiehlt'.
Da sie mich nicht kennen, nehme ich ihren Hinweis auf die Nazi-Ideologie sehr ernst. Es war nicht meine Absicht, die Agitatoren in die Reihe der Nazi-Schergen zu stellen. Ich kritisiere die Form und die Mittel.
Für mich hat das Ganze einen sehr negativen Beigeschmack. Die Aufschreie habe ich bei Schauprozessen, Hinrichtungen, Terroranschlägen usw. nicht vernommen...
"Diese Frauen wollten ein Zeichen setzen gegen eine Kultur, die sie als autoritär, machohaft und aggressiv empfinden", erklärt Hermann. Sie verbänden mit dem Islam vor allem Burka, Scharia, "Ehrenmorde" und andere Formen der Unterdrückung von Frauen."
http://www.taz.de/1/polit...
te/
Wie gut, dass wir da sofort eines Besseren belehrt werden!
Toleranz ist die Freiheit der Andersdenkenden.
Erinnern wir uns doch einmal an eine christliche Nonne in Afganistan, die wegen einer Bibel im Gepaeck zum Tode verutreilt werden sollte. Oder die Religionspolizei in Saudi Arabien, die "einschreitet" wenn Frauen in der Oeffentlichkeit kurzaermelige Kleidung tragen. Wie viele isalmische Fuehrer haben aufgeschrienen, als Ajatolah Khomeini den Auftrag (und 20 Mio USD Kopfgeld) gab um Salman Rushdie zu toeten? Wo war humanitaere Entruestung als in Nigeria eine Frau wegen Untreue (zu Tode) gesteinigt werden sollte?
All das und die Ehrenmorde in Deutschland haben nie hunderttausende islamische Glaeubige weltweit auf die Strassen zum Protest getrieben. Eine unbedachte satirische Zeichung allerdings!
Der Dialog der Religionen ist seit Jahrhunderten ueberfaellig. Und Christen muessen lernen, aufrecht ihre christliche Position zu verteidigen!
Ich finde es schon sehr interessant, dass sich ausgerechnet die Länder über das Votum empören, die am meisten das eigene Volk unterdrücken und nicht für Toleranz stehen.
Aber das ist nunmal das Problem mit dem Islam, Mittelalterdenken!!!
Glaubt ihr,dass in Iran oder in Suudi Arabien wahre Islam praktiziert?Absolut nicht,Dort herrschen nur Diktatoren.Der Islam empfehlt keine Diktatorenregime.Viele Christen konnten in osmanischer Reich weiter ihre Religion üben.Eindeutig steht im Koran"Mach keinem unter Euch zur Gott"also davon wird verstanden ,dass man keinem Person zu hochhebig halten dürfte).Dort sollte aber kein Herscher entstehen? Die Bildung muss in Islamischen Ländern verstärken.Wenn die Menchen nicht wissen,was sie machen sollen und für welche Rechte haben,dann werden sie leicht bevormundet und von Herschern geleitet...Einfach ... so ist es bei einer Frau,die nichts weiss von der Welt,dann wird er leicht von einem Mann geleitet.Egal ob die Kopftuch trägt oder nicht. ist eigentlich egal...
Grüße,
Ich finde es schon sehr interessant, dass sich ausgerechnet die Länder über das Votum empören, die am meisten das eigene Volk unterdrücken und nicht für Toleranz stehen.
Aber das ist nunmal das Problem mit dem Islam, Mittelalterdenken!!!
Glaubt ihr,dass in Iran oder in Suudi Arabien wahre Islam praktiziert?Absolut nicht,Dort herrschen nur Diktatoren.Der Islam empfehlt keine Diktatorenregime.Viele Christen konnten in osmanischer Reich weiter ihre Religion üben.Eindeutig steht im Koran"Mach keinem unter Euch zur Gott"also davon wird verstanden ,dass man keinem Person zu hochhebig halten dürfte).Dort sollte aber kein Herscher entstehen? Die Bildung muss in Islamischen Ländern verstärken.Wenn die Menchen nicht wissen,was sie machen sollen und für welche Rechte haben,dann werden sie leicht bevormundet und von Herschern geleitet...Einfach ... so ist es bei einer Frau,die nichts weiss von der Welt,dann wird er leicht von einem Mann geleitet.Egal ob die Kopftuch trägt oder nicht. ist eigentlich egal...
Grüße,
Also, Goldfisch, dieses Argument wird nicht besser je öfter man es benutzt. Zustände in arabischen Ländern können wohl kaum für einen Vergleich mit Zuständen im aufgeklärten, religionsfreien Europa herhalten.
Also gut! Nehmen wir ein anderes Beispiel, welches aber das gleiche Problem zum Grunde hat.
Was wird wohl passieren, wenn ein Familienmitglied einer muslimischen Familie die im Herzen Europas wohnt (sagen wir Berlin oder Paris), sich entscheidet zum Christentum zu konventieren. Im besten Fall wird dieser arme Mensch von der Familie ausgeschlossen. Schlimmere Ausgänge liest man alle Näse lang in den Zeitungen. Wo ist dort die Religionsfreiheit? Und das geschieht halt nicht irgendwo in einer Wüste am Ende der Welt sondern hier in unserer "aufgeklärten Gesellschaft"!
Also gut! Nehmen wir ein anderes Beispiel, welches aber das gleiche Problem zum Grunde hat.
Was wird wohl passieren, wenn ein Familienmitglied einer muslimischen Familie die im Herzen Europas wohnt (sagen wir Berlin oder Paris), sich entscheidet zum Christentum zu konventieren. Im besten Fall wird dieser arme Mensch von der Familie ausgeschlossen. Schlimmere Ausgänge liest man alle Näse lang in den Zeitungen. Wo ist dort die Religionsfreiheit? Und das geschieht halt nicht irgendwo in einer Wüste am Ende der Welt sondern hier in unserer "aufgeklärten Gesellschaft"!
Sowas kommt, wenn Fragen des Baurechts zu Menschenrechtsfragen stilisiert werden.
Doch auch die Boykottdrohungen bergen einen positiven Aspekt:
Unabhängigkeit von Geldern aus islamischen Ländern kann einmal notwendig werden, um überhaupt noch demokratische Entscheidungen treffen zu können.
Wenn z.B. alle wichtigen Firmen arabische Teilhaber haben, könnten sie Elemente ihrer Gesellschaftsordnung innerhalb der Firmen verbindlich machen. So ähnlich läuft es ja schon mit US-amerikanischen Beteiligungen.
Wer A sagt, muss auch zu B stehen. Und so zeigen islamische Länder, dass sie sehr wohl mit einer Regel christlichen Glaubens konform gehen, die da lautet: "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
Ein Weiteres: die Austrocknung einer Steueroase ist natürlich auch so wie jetzt angeregt zu bewerkstelligen; insofern gilt mein Dank den 57% der Schweizer, die hintergründig wahrscheinlich genau dies im Sinne hatten, auch wenn es den ein oder anderen heimischen Arbeitsplatz kosten sollte.
ist aber NICHT christlich, oder?
Das ist doch alt-testamentarisch, nicht? Die Erlaubnis von Herrn Broder vorausgesetzt: Jüdisch?
... niedergeschriebene Talionsprinzip aus der Rechtssprechung des Hammurapi, ca. 2000 v. Chr..
Dies eine Mal helfe ich Ihnen, die restlichen Bildungslücken müssen Sie selber schließen.
der vergeltungs- oder ausgleichsgedanke ıst in seinen wurzeln sogar noch älter als hamurapi und gilt zweifellos als jüdisches strafmaßprinzip, fixiert in de tora.
das neutestamentarische christentum hat sich von diesem prinzip verabschiedet und auch ich habe lange zeit als christlich geprägter mensch einfach angenommen, dass dieses prinzip roh und vergebensarm sei. selbstverständlich bleibt bei einem rechtsbruch immer auch die frage nach einer materiellen wiedergutmachung zu lösen, aber diese kann ganz andere gesichtspunkte oder prinzien in betracht ziehen.
Wichtig scheint mir zu sein, dass das alte "auge um auge..."-prinzip aus historischer sicht gar nicht die unerbittliche und oft unmenschliche intention einer vergeltung von gleichem durch gleiches besessen hat, sondern vielmehr den schadensausgleich früherer sitten zu mäßigen ("siebenfache rache").
So gesehen können wir einen geschichtlichen fortschritt in der neuzeitlichen strafzumessnung durchaus feststellen, einen fortschritt, dessen erster schritt das "auge um auge"-prinzip seinerzeit gewesen ist.
für mich jedenfalls ist es immer eine freude, wissenslücken schließen zu helfen - und auch geholfen zu werden, und außer wissensbrocken auch ein wenig kontext zu liefern und nachdenklichkeit anzuregen.
meine gedanken drängen jetzt zu israelischen politik-prinzpien ... doch das wäre jetzt und hier zu viel... :)
ist aber NICHT christlich, oder?
Das ist doch alt-testamentarisch, nicht? Die Erlaubnis von Herrn Broder vorausgesetzt: Jüdisch?
... niedergeschriebene Talionsprinzip aus der Rechtssprechung des Hammurapi, ca. 2000 v. Chr..
Dies eine Mal helfe ich Ihnen, die restlichen Bildungslücken müssen Sie selber schließen.
der vergeltungs- oder ausgleichsgedanke ıst in seinen wurzeln sogar noch älter als hamurapi und gilt zweifellos als jüdisches strafmaßprinzip, fixiert in de tora.
das neutestamentarische christentum hat sich von diesem prinzip verabschiedet und auch ich habe lange zeit als christlich geprägter mensch einfach angenommen, dass dieses prinzip roh und vergebensarm sei. selbstverständlich bleibt bei einem rechtsbruch immer auch die frage nach einer materiellen wiedergutmachung zu lösen, aber diese kann ganz andere gesichtspunkte oder prinzien in betracht ziehen.
Wichtig scheint mir zu sein, dass das alte "auge um auge..."-prinzip aus historischer sicht gar nicht die unerbittliche und oft unmenschliche intention einer vergeltung von gleichem durch gleiches besessen hat, sondern vielmehr den schadensausgleich früherer sitten zu mäßigen ("siebenfache rache").
So gesehen können wir einen geschichtlichen fortschritt in der neuzeitlichen strafzumessnung durchaus feststellen, einen fortschritt, dessen erster schritt das "auge um auge"-prinzip seinerzeit gewesen ist.
für mich jedenfalls ist es immer eine freude, wissenslücken schließen zu helfen - und auch geholfen zu werden, und außer wissensbrocken auch ein wenig kontext zu liefern und nachdenklichkeit anzuregen.
meine gedanken drängen jetzt zu israelischen politik-prinzpien ... doch das wäre jetzt und hier zu viel... :)
In Ihrem Artikel steht u.a. "Kritik an dem Schweizer Referendum kommt auch aus der Türkei und von anderen arabischen Politikern und Organisationen."
Das Wort "anderen" dürfte wohl ein Versehen sein.
Selbstverstaendlich hat die Türkei beste Beziehungen zu arabischen und muslimischen Laendern dennoch ist sie kein arabischer Staat, eigentlich auch kein muslimischer -trotz des mehr als 90-prozentigen Anteils der muslimischen Bevölkerung- weil sie ein laizistisch-saekulares Land ist.
Wenn in der Türkei Stimmen laut werden gegen diese denkwürdige Volksabstimmung, so eben deshalb, weil man daraus den Eindruck gewinnt dass man Muslime in ihren grundlegenden Rechten beschneiden will. Das mag aus Angst bzw. Islamophobie geschehen sein, doch sinddie Auswirkungen massgebend. Wenn sich zB die EU gegen den Beitrittskandidaten Türkei mit Visumszwang abschirmt, derweil Nichtkandidaten Serbien, Montenegro...freien Zugang zur EU haben, dann taucht unwillkürlich die Frage auf, ob die EU kein muslimisches bzw. muslimisch gepraegtes Land als Vollmitgled aufnehmen will. Ein Club der Christen?
In anderen Worten fühlen sich Muslime arg diskriminiert, ausgegrenzt, abgelehnt.
Eine harmlose Entwicklung ist das nicht, Europa taete gut, Konsequenzen aus diesem Fall zu ziehen. Wenn man sich ausgesperrt fühlt, profitieren extreme Kreise.Warum soll man diesen einen Trumpf in die Hand geben?
nur per gesetz und in den grossen staedten. da auch nur vor den tueren!
auf dem land wird die sharia angewandt!!!
ein "Club der Christen" wäre - was sie nicht ist - dann wäre daran nichts verwerfliches.
Im übrigen scheint es in der Türkei auch nicht so einfach zu sein, neue Kirchen einschliesslich Kirchtürmen zu errichten.
Byokottdrohungen aus Ländern, in welchen keineswegs alle Religionen gleich behandelt werden, sollte man sehr gelassen nehmen, gegebenfalls zurückboykottieren.
Doch, die Türkei versucht durchaus laizistisch zu sein. Dass sie das nicht schafft ist eine andere Sache. Das hat auch was mit den leuten zu tun die dort leben, insbesondere der recht breiten, bildungsfernen Schicht.
NIchts desto Trotz, wäre es eine SChweinerei, wenn Europa weiterhin,w ie bisher., sich als chrsitlich versteht. Zwar nicht so direkt, wie die Türkei sich zum Laizismus bekennt, aber dennoch wird immer von europäischen Werten gesprochen, die zb unsere christliche Partei, als chrsitliche Werte aufstellt. Die Menschen, die die INitiative verantworten, schreiben ebenso, dass andere Religionen keine den christlichen Gotteshäusern ebenbürdigen Sakralbautern errichten dürfen. Die Schweizer haben dieser Sicht zugestimmt.
Der Grund, dass Europa innerhalb von Europa recht menschlich ist, hat NICHTS mit dem Chrsitentum zu tun. Sondenr im Gegenteil, mit der Abkehr vom Chrsitentum, mit dem Glücksfall einer humantisierenden Renaissance. Wenn nun aufeinmal das friedliche Christentum(welches noch vor ein paar Jahrhunderten der Meiung war, alle anderen Reliigonen durch Kreie auszurotten, und alle Menschen ihren glauben aufzwingen zu müssen) gegen den bösen, schwarzen Islam aufzubauen, dann wischen wir mit einem Handgriff den Humanismus aus unseren Verfassungen und erstellen Gesetze, die bestimmte Religionen aus unklaren Gründen, vornehmlich durch Medien und konservative Politiker geschaffene Ängste, verbieten.
Gegen einen Kirchenstaat! Gegen religiöse Parteiel! Gegen CDU!
nur per gesetz und in den grossen staedten. da auch nur vor den tueren!
auf dem land wird die sharia angewandt!!!
ein "Club der Christen" wäre - was sie nicht ist - dann wäre daran nichts verwerfliches.
Im übrigen scheint es in der Türkei auch nicht so einfach zu sein, neue Kirchen einschliesslich Kirchtürmen zu errichten.
Byokottdrohungen aus Ländern, in welchen keineswegs alle Religionen gleich behandelt werden, sollte man sehr gelassen nehmen, gegebenfalls zurückboykottieren.
Doch, die Türkei versucht durchaus laizistisch zu sein. Dass sie das nicht schafft ist eine andere Sache. Das hat auch was mit den leuten zu tun die dort leben, insbesondere der recht breiten, bildungsfernen Schicht.
NIchts desto Trotz, wäre es eine SChweinerei, wenn Europa weiterhin,w ie bisher., sich als chrsitlich versteht. Zwar nicht so direkt, wie die Türkei sich zum Laizismus bekennt, aber dennoch wird immer von europäischen Werten gesprochen, die zb unsere christliche Partei, als chrsitliche Werte aufstellt. Die Menschen, die die INitiative verantworten, schreiben ebenso, dass andere Religionen keine den christlichen Gotteshäusern ebenbürdigen Sakralbautern errichten dürfen. Die Schweizer haben dieser Sicht zugestimmt.
Der Grund, dass Europa innerhalb von Europa recht menschlich ist, hat NICHTS mit dem Chrsitentum zu tun. Sondenr im Gegenteil, mit der Abkehr vom Chrsitentum, mit dem Glücksfall einer humantisierenden Renaissance. Wenn nun aufeinmal das friedliche Christentum(welches noch vor ein paar Jahrhunderten der Meiung war, alle anderen Reliigonen durch Kreie auszurotten, und alle Menschen ihren glauben aufzwingen zu müssen) gegen den bösen, schwarzen Islam aufzubauen, dann wischen wir mit einem Handgriff den Humanismus aus unseren Verfassungen und erstellen Gesetze, die bestimmte Religionen aus unklaren Gründen, vornehmlich durch Medien und konservative Politiker geschaffene Ängste, verbieten.
Gegen einen Kirchenstaat! Gegen religiöse Parteiel! Gegen CDU!
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