Nach Nobelpreis-Rede Protest in Oslo gegen Obamas Krieg
Zwiespältiges Echo auf Obamas Rede in Oslo: Während ihn seine Fans feierten, gingen Tausende Menschen gegen den Afghanistan-Einsatz der USA auf die Straße.
© Mario Tama/Getty Images

Proteste in der Heimat: Wie in Oslo demonstrierten Kriegsgegner auch in New York gegen Obamas Afghanistan-Politik
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama hat Jubel, aber auch Protest hervorgerufen: Nach der Zeremonie im Osloer Rathaus haben mehrere Tausend Menschen in der Innenstadt gegen den Krieg in Afghanistan demonstriert. Einige Demonstranten forderten auf Transparenten: "Yes we can - stop the war in Afghanistan." Andere verlangten ein Verbot von Atomwaffen, den Stopp der Blockade des Gazastreifens und ein Ende des israelischen Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten.
Die Auszeichnung des US-Präsidenten, der gerade zusätzlich 30.000 Soldaten an den Hindukusch schickt, hatte in den USA und international zum Teil heftige Kritik hervorgerufen. Obama hatte während der Preisverleihung den Krieg in Afghanistan verteidigt und den Einsatz von Gewalt für zeitweise unumgänglich erklärt. "Krieg ist manchmal notwendig", sagte er.
Wie es am Tag der Nobelpreis-Zeremonie Tradition ist, zeigte sich Obama am Abend zusammen mit seiner Frau Michelle kurz auf dem Balkon seines Hotels. Mehrere Tausend Menschen hatten auf dem Vorplatz unzählige Fackeln entzündet und spendeten dem Präsidentenpaar Beifall, in den sich jedoch auch Pfiffe mischten. Nach drei Minuten schlossen sich die Fenster wieder – Michelle und Barack Obama waren bereits in Abendgarderobe und auf dem Weg zu einem festlichen Bankett mit dem König.
- Datum 11.12.2009 - 09:44 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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wenn draussen Tausende demonstrieren. Drinnen spielt die Musik und werden die Köfferchen verschoben, was draussen läuft ist noch nie wichtig gewesen.
Ich wünsche den Demonstranten viel Aufmerksamkeit!
Obamas Rede in Oslo war für mich ein richtiger Ohren- und Augenöffner. Das er diesen Anlass (Friedensnobelpreis- Verleihung) dazu nutzt den Menschen zu erklären, das Krieg unvermeidlich sei und das mit der historischen Tatsache begründet, das es ja schon immer Kriege gegeben hat, hat mich echt umgehauen. Ich bin sogar davon ausgegangen, dass der Applaus ausbleiben würde. Und noch ein paar Anmerkungen. "Seine" neue Afghanistan Stategie hat er am Natorat vorbei, ohne sein vielzitierten Bündnispartner, angekündigt.
Weiter halte ich es für einen Fehler, dass ihm dieser Preis angeboten wurde, weil die Hoffnung ihm gerecht zu werden, eigentlich von der Gewissheit begleitet wird, dass sich erstmal nichts ändern wird. Man könnte jetzt auch sagen...im Gegenteil. Das hat Obama ganz unverblümt vorgetragen und Sinngemäß zu dem Preis gesagt, kein Preis der Welt wird verschleiern können, ob er ihn am Ende verdient.
Für mich heisst das, er hat schon mal einen Blick in de Zukunft geworfen, damit wir Blödis bitteschön nicht allzu endtäuscht sind, wenn wir feststellen müssen, immer mehr Krieg. Wird Obama dann den Preis freiwillig zurückgeben?
Und das Böse hat keine Seite für sich gepachtet.
Das, was böse für die eine Seite ist, ist von der anderen Seite her gerechtfertigt: jede Seite führt dafür die Begründung "Notwehr" an: die Amerikaner meinen, sie wurden ungerechtfertigt angegriffen: die andere Seite sieht das als Racheakt für viele ermordete Zivilisten, die in der Region Naher/Mittlerer Osten umkamen,einer Region, die so strategisch wichtig für Amerika ist und deswegen über lange Zeit nicht zur Ruhe hat kommen können.
Es starben unsäglich viele Menschen im irakisch-iranischen Krieg, unsäglich viele im Irak.
Die vielen Opfer, die durch Terrorakte starben in dieser Region, sind aber zahlenmäßig nicht vergleichbar mit den Opfern des Imperialismus. Diese Terrorakte sind auch eine Reaktion darauf, weil diese Nationen nicht selbst Herr im eigenen Hause sind, aus diesem Gefühl der Unterdrückung läßt man das eigene Volk leiden: man könnte es auch Selbstzerfleischung nennen.
Da hilft kein Krieg - da hilft nur Unterstützung der positiven Kräfte in diesen Ländern.
Es hätte viel besser gepaßt, darüber zu reden, was es für Alternativen zum Krieg gibt.
Präsident Obama nennt sich selber Oberbefehlshaber des Heeres: was ist in Amerika passiert?
Es ist nicht gut - jedoch alte amerikanische Tradition, Kriege mit Gott zu begründen: "With God on our Side we will win the next war" ---
In der der Bibel wie im Koran ist Gott ein Kriegsherr.
Es macht keinen Sinn, sich diese Sichtweise zu eigen zu machen.
Ich glaube ich könnte auch mal so nen Preis vertragen. OBAMA hat sicherlich mehr getan als Bush. Aber ein Nobelpreis? Die USA haben so ne Tradition von anderen Ländern über die Rübe zu hauen. Den Japanern haben sie ne Öffnung (18irgendetwas) bescherrt, dann sie mit Atombomben beschenkt, weil dachten, die Japaner hätten sich nun doch zu viel geöffnet und vieles in ihre Arme genommen. Ihr versteht, was ich meine. Taliban/Al-Kaida etc wurden einst von Russland und den USA aufgebaut um sich gegenseitig zu ärgern, heute jagen sich denen, die sie einst erst entstehen liessen. Darunter leidet aber nur jemand, das unschuldige Volk. Russland und die USA spielen mit der Welt, sei es ein Speilzeug. Der Kalte krieg diente ebenfalls um mit der Welt zu spielen, USA und Russland haben nicht verloren, aber viel Geweinn gemacht. Man hat anderen Ländern Waffen verkauft, deren Wirtschaft ruiniert. Dabei konnte man doch wissen, zumindest kann man es heute wissen, dass ein Krieg zwischen USA und Russland nie gegebn hätte. Die taktik dient nur dazu, andere Länder mit Waffen zu beliefern, ihnen Angst zu machen und dabei selber Kohle zu machen, viel Kohle.
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