Jahresrückblick 2009 Zwölf Monate Krieg und Konflikt
Was hat das Jahr den Brennpunkten dieser Welt gebracht? Hat sich in Afghanistan, Iran, Irak und anderen Ländern etwas verändert? Ein Rückblick auf die vergangenen Monate.
© John Moore/Getty Images

Gefechte sind auch im achten Jahr in Afghanistan an der Tagesordnung. An der Sicherheitslage hat sich dennoch kaum etwas geändert. (Das Foto zeigt die Sprengung einer Mine durch US-Soldaten.)
Afghanistan – mehr Soldaten, weniger Sicherheit und eine manipulierte Wahl
Seit nun acht Jahren ist die internationale Gemeinschaft mit Zehntausenden Soldaten, Aufbauhelfern und Ausbildern in Afghanistan im Einsatz, doch verbessert hat sich am Hindukusch auch 2009 wenig. Im Gegenteil, vieles ist schlimmer geworden in diesem Jahr, das doch nach dem Willen des neuen US-Präsidenten ein Jahr des Aufbruchs werden sollte. Denn für Barack Obama war Afghanistan der "richtige" Krieg – im Gegensatz zu dem im Irak – der unbedingt zu einem guten Ende geführt werden müsse.
Zwei Monate nach seiner Amtseinführung verkündete er seine neue Strategie. Zusammengefasst lautete sie: mehr Soldaten, eine verstärkte Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte, mehr ziviler Wiederaufbau und eine Aufstandsbekämpfung wie 2007 im Irak. Doch am Ende des Jahres steht die ernüchternde Bilanz, dass auch mit fast 100.000 westlichen Soldaten keine Verbesserung der Situation im Land eingetreten ist. In vielen Regionen haben Taliban die Kontrolle übernommen, nach wie vor kommen 90 Prozent des weltweiten Rohopiums aus Afghanistan, die Sicherheitslage ist vielerorts schlimmer denn je. Allein bis August starben mehr als 1500 Zivilisten, die Wochen vor und nach den Präsidentschaftswahlen waren die blutigsten seit der Invasion 2001.
Überhaupt, die Wahlen: Sie waren der politische Tiefpunkt dieses Jahres, die internationale Gemeinschaft versagte hier komplett. Lud sie den Urnengang im Vorfeld mit unerfüllbaren Erwartungen auf, sah sie im Nachhinein generös über die eklatanten Wahlfälschungen hinweg. Am Ende musste sie Hamid Karsai zur Wiederwahl gratulieren, obwohl ihm bestenfalls 18 Prozent der Wahlberechtigten die Stimme gegeben hatten. Ein angeschlagener, nicht legitimierter Präsident aber, ist das, was Afghanistan auf seinem Weg zur Stabilisierung am wenigsten hilft.
Auch ist fraglich, ob die zusätzlichen 30.000 US-Soldaten, die Obama bald an den Hindukusch schicken will (plus 5000 weitere von anderen Nato-Ländern) den zentralen Wunsch der Afghanen werden erfüllen können: endlich in Sicherheit zu leben. Die Zeit dafür wird knapp, in anderthalb Jahren schon will der US-Präsident seine Soldaten aus Afghanistan nach und nach abziehen.
- Datum 17.12.2009 - 17:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Beim Lesen dieses Artikels beschlich mich das Gefühl, dass wir uns in einem weltkriegsähnlichen Zustand befinden.
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
...um zu der Erkenntnis zu gelangen, daß die
Zeichen auf KRIEG stehen. Das Jahr 2010 wird
wohl als ein sehr tragisches Jahr in die Ge-
schichte eingehen.
Neben einem provozierten Bürgerkrieg in Iran
oder gar einem israelischen Angriff wird es
nicht nur eine Ausweitung des Afghanistan-
Krieges auf Pakistan geben sondern auch noch
an vielen anderen brennpunkten zu Unruhen kommen.
Die Hoffnung bleibt, daß sich diese gezielt
angelegte Flächenglut nicht zu einem großen
Brand ausweitet - die Folgen wären unabsehbar.
Doch wenn man bedenkt, daß die ehemalige Welt-
macht USA pleite ist und der Dollar wohl bald
in die Knie gehen wird, dann bleibt wohl der
Welt ein größerer Krieg nicht erspart.
Wei schön, daß wir Deutschen da einen Trans-
atlantiker als Verteidigunsminister haben, der
alles tun wird, damit auch Deutschland in diesem
dunklen Kapitel mitspielt.
Wie schön, daß Obama seinen Nobelpreis schon hat.
Nach 2010 wird man ihn mit dem Wort FRIEDEN nicht
mehr in Verbindung bringen.
Traurig ist das alles...
In jedem Artikel steht die Haltung Obamas und wie machtlos er ist. Die Frage kann doch nicht sein "Was macht Obama?", sondern "Was kann Deutschland tun?"
Politisch kann auch Deutschland Druck ausüben. Das Wirtschaften mit dem Iran unterbinden, politische Stabilität unterstützen anstatt Militärschiffe vor Somalia.
Schön an die eigene Nase fassen!
Man sollte es nun einfach einmal sein lassen und Frieden ausrufen!
Ich habe mal irgendwo dies gelesen: "Die Welt ist nicht schlechter geworden; aber die Nachrichtendienste sind besser geworden."
Wir erfahren heute von allen Konflikten, Katastrophen, Unfällen, Überfällen, Geiselnahmen etc. auf der ganzen Welt. Da kann leicht ein apokalyptischer Eindruck entstehen. Früher erfuhr man nur, was in der eigenen Stadt passierte, allenfals im Land. Selbst wenn man nur die letzten 20 Jahre berücksichtigt, hat sich die Nachrichtenverbreitung stark globalisiert.
Außerdem werden immer die Ereignisse gemeldet, und das sind meistens die "schlechten" Dinge. Alles gute, ruhige, normale wird natürlich gar nicht erwähnt. Aber es ist genauso vorhanden, zu 95% (Zahl natürlich aus der Luft gegriffen).
Auch in Afghanistan, wo die Entwicklung generell nicht gut verläuft, gibt es hie und da positive Aspekte. Z.B. Mazar-e-Sharif ist ruhig und "blüht". Es gibt selbst in Deutschland Städte, die elender aussehen als Mazar-e-Sharif, geschweige denn in Osteuropa.
Hier ein Video der Bundeswehr, das auch jenseits der Propaganda einen Eindruck bietet:
http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd443CvP1AMmB2MYBIfqRcMGglFR9X4_83FR9b_0A_YLciHJHR0VFAJMo5cM!/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfQ18yVk1I?yw_contentURL=/C1256EF4002AED30/W27X7E2V577INFODE/content.jsp
(furchtbare URL...)
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
Die Lage in den meisten krisengebieten ist ernst und nicht zu unterschaetzen.
Was dabei am meisten schmerzt ist, dass alle Massnahmen, sowohl die diplomatische des herrn obamas als auch die eher druckbetonte seines Vorgaengers keinen Erfolg zu zeigen scheinen. Die internationale Gemeinschat ist gelaehmt und kann sich nur erpressen lassen. Wandel kann nur aus dem Inneren kommen, aber das dauert sehr lange (s. iran und Nordkorea). Der Westen kann - so schlimm es auch ist - oftmals gar nichts machen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
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