Kongo – Überforderte Blauhelm-Soldaten
© Lionel Healing/AFP/Getty Images
Flüchtlingslager im Osten Kongos
Kongo – Überforderte Blauhelm-Soldaten
Wenigstens zwei gute Nachrichten gab es dieses Jahr für die Demokratische Republik Kongo, in der seit Jahren mehrere Bürgerkriege parallel wüten. Zum einen wurde im Frühjahr der Führer der Tutsi-Rebellenbewegung CNDP durch die Regierung des Nachbarlandes Ruandas festgenommen. Zum anderen wurden im November die beiden in Deutschland lebenden Führer der Hutu-Miliz FDLR verhaftet, Ignace Murwanashyaka und Straton Musoni. Die Bundesanwaltschaft will beide wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen.
Eine dritte gute Nachricht hätte sein können, dass die beiden so lange verfeindeten Regierungen Kongos und Ruandas vereinbarten, gemeinsam gegen die FDLR-Rebellen im Ost-Kongo vorzugehen. Der Deal leitete zwar ein erstaunliches politisch-ökonomisches Tauwetter zwischen den beiden Ländern ein, militärisch aber war er ein Desaster. Weder konnte die Führungsstruktur der FDLR zerschlagen werden, noch gelang es, eine nennenswerte Zahl der rund 6000 Kämpfer zu entwaffnen. Und kaum waren
die ruandischen Truppen wieder abgezogen, nahmen Hutu-Milizen verlorene Stellungen in Nord-Kivu wieder ein und rächten sich an der kongolesischen Tutsi-Minderheit dort.
Auch die Eingliederung der führungslosen CNDP in die kongolesische Armee gelang keineswegs reibungslos. Teile der Tutsi-Miliz haben sich in die Berge Richtung Ruanda zurückgezogen, weil sie sich der Integration verweigern. Gleichzeitig kämpft die Rebellentruppe LRA aus Uganda im Nord-Kongo gegen die kongolesische Armee.
Innerhalb der letzten zwölf Jahre sind im Kongo rund sechs Millionen Menschen an den Folgen von Krieg und Gewalt gestorben. Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Blauhelme sind mit der Situation überfordert. Zwar sind mehrere Tausend UN-Soldaten dort stationiert, doch sie kommen aus Uruguay, Nepal, Marokko, dem Senegal und anderen armen Staaten, sind viel zu schlecht ausgerüstet und zu unerfahren, um in einem fremden Land gegen Rebellen vorzugehen, Zivilisten zu retten, Kindersoldaten zu demobilisieren und auch noch die kongolesische Armee zur Räson zu bringen. Die "Erste Welt" schaut derweil tatenlos zu. Auch im Kongo zeigt sich, dass Afrika unter Peacekeeping zweiter Klasse leidet, wie es manch ein Beobachter ausdrückt. Dreieinhalb Jahre nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen ist der Kongo nach wie vor ein failed state.
- Datum 17.12.2009 - 17:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Beim Lesen dieses Artikels beschlich mich das Gefühl, dass wir uns in einem weltkriegsähnlichen Zustand befinden.
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
...um zu der Erkenntnis zu gelangen, daß die
Zeichen auf KRIEG stehen. Das Jahr 2010 wird
wohl als ein sehr tragisches Jahr in die Ge-
schichte eingehen.
Neben einem provozierten Bürgerkrieg in Iran
oder gar einem israelischen Angriff wird es
nicht nur eine Ausweitung des Afghanistan-
Krieges auf Pakistan geben sondern auch noch
an vielen anderen brennpunkten zu Unruhen kommen.
Die Hoffnung bleibt, daß sich diese gezielt
angelegte Flächenglut nicht zu einem großen
Brand ausweitet - die Folgen wären unabsehbar.
Doch wenn man bedenkt, daß die ehemalige Welt-
macht USA pleite ist und der Dollar wohl bald
in die Knie gehen wird, dann bleibt wohl der
Welt ein größerer Krieg nicht erspart.
Wei schön, daß wir Deutschen da einen Trans-
atlantiker als Verteidigunsminister haben, der
alles tun wird, damit auch Deutschland in diesem
dunklen Kapitel mitspielt.
Wie schön, daß Obama seinen Nobelpreis schon hat.
Nach 2010 wird man ihn mit dem Wort FRIEDEN nicht
mehr in Verbindung bringen.
Traurig ist das alles...
In jedem Artikel steht die Haltung Obamas und wie machtlos er ist. Die Frage kann doch nicht sein "Was macht Obama?", sondern "Was kann Deutschland tun?"
Politisch kann auch Deutschland Druck ausüben. Das Wirtschaften mit dem Iran unterbinden, politische Stabilität unterstützen anstatt Militärschiffe vor Somalia.
Schön an die eigene Nase fassen!
Man sollte es nun einfach einmal sein lassen und Frieden ausrufen!
Ich habe mal irgendwo dies gelesen: "Die Welt ist nicht schlechter geworden; aber die Nachrichtendienste sind besser geworden."
Wir erfahren heute von allen Konflikten, Katastrophen, Unfällen, Überfällen, Geiselnahmen etc. auf der ganzen Welt. Da kann leicht ein apokalyptischer Eindruck entstehen. Früher erfuhr man nur, was in der eigenen Stadt passierte, allenfals im Land. Selbst wenn man nur die letzten 20 Jahre berücksichtigt, hat sich die Nachrichtenverbreitung stark globalisiert.
Außerdem werden immer die Ereignisse gemeldet, und das sind meistens die "schlechten" Dinge. Alles gute, ruhige, normale wird natürlich gar nicht erwähnt. Aber es ist genauso vorhanden, zu 95% (Zahl natürlich aus der Luft gegriffen).
Auch in Afghanistan, wo die Entwicklung generell nicht gut verläuft, gibt es hie und da positive Aspekte. Z.B. Mazar-e-Sharif ist ruhig und "blüht". Es gibt selbst in Deutschland Städte, die elender aussehen als Mazar-e-Sharif, geschweige denn in Osteuropa.
Hier ein Video der Bundeswehr, das auch jenseits der Propaganda einen Eindruck bietet:
http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd443CvP1AMmB2MYBIfqRcMGglFR9X4_83FR9b_0A_YLciHJHR0VFAJMo5cM!/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfQ18yVk1I?yw_contentURL=/C1256EF4002AED30/W27X7E2V577INFODE/content.jsp
(furchtbare URL...)
Krieg, Kriegspresse, Kriegsprofiteure, Kriegspropaganda (auch bei der seit 2001 überwiegend bellizistischen ZEIT, leider) und schließlich die Kriegsmentalität: Der Grundsatz der friedlichen Konfliktannahme wird verletzt, so auch das Völkerrecht (Interview mit Helmut Schmidt), insbesondere durch die Regierungen des so genannten "Westens" in Gestalt der NATO - die einst ein Verteidigunsbündnis war.
Krieg schafft Krieg.
Die alten Geister, die nach Gewalt und Härte rufen, finden sich als biedere Bürger auch hier im Forum, immer wieder.
Es begann am 11.09.2001 mit einem Verbrechen, das hätte ganz einfach polizeilich-gerichtlich geklärt werden müssen.
"Others call it the beginnings of the Third World War."
Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, aber durch das Leid des 2. Weltkriegs waren wir gewarnt, uns nicht an Geld und Macht zu verkaufen. (Auch die Journalisten!)
"I crawled the Earth,
but now I'm higer,
2010 watch it go to fire.", sangen Pearl Jam im Jahr 1998. Umkehr und Innehalten wünsche ich mir für das Jahr 2010.
Das Militärische wurde lang genug "enttabuisiert". Zeit für ECHTEN Wandel!
Die Lage in den meisten krisengebieten ist ernst und nicht zu unterschaetzen.
Was dabei am meisten schmerzt ist, dass alle Massnahmen, sowohl die diplomatische des herrn obamas als auch die eher druckbetonte seines Vorgaengers keinen Erfolg zu zeigen scheinen. Die internationale Gemeinschat ist gelaehmt und kann sich nur erpressen lassen. Wandel kann nur aus dem Inneren kommen, aber das dauert sehr lange (s. iran und Nordkorea). Der Westen kann - so schlimm es auch ist - oftmals gar nichts machen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
Entschuldigung viele der genannten Konflikte wäre gar nicht erst entstanden wenn "der Westen" von Anfang an die Finger raus gehalten hätte. Das geht zurück bis in die Kolonialzeit.
Ist noch gar nicht so lange her, das sich die Leute auch im "Westen" gegeseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Es scheint es ist die menschliche Natur sich gegenseitig umzubringen. Zivilisation beteutet nur bessere Mittel zu haben sich gegenseitig umzubringen.
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