Uganda und USA Allianz der christlichen Schwulengegner

Uganda droht Schwulen und Lesben mit der Todesstrafe. Die Spuren des Skandals führen bis nach Washington – und bringen dort religiöse Netzwerke und hochrangige US-Politiker in Erklärungsnot.

Proteste gegen das geplante "Anti-Homosexualitäts-Gesetz" am 10. Dezember vor der ugandischen Botschaft in London

Proteste gegen das geplante "Anti-Homosexualitäts-Gesetz" am 10. Dezember vor der ugandischen Botschaft in London

Kampala ist ein gefährliches Pflaster für Homosexuelle. In der Hauptstadt Ugandas gibt es keine Straßenzüge, in denen wehende Regenbogenfahnen vor den Kneipen hängen. Schwule und Lesben leben in dem ostafrikanischen Land als verfolgte Minderheit. Auf das Vergehen, einen Menschen des gleichen Geschlechts zu lieben, steht Gefängnis.

Nun droht der Staat den Schwulen und Lesben sogar mit dem Tod. Die Regierung soll Homosexuelle unter bestimmten Umständen hinrichten dürfen – das  sieht das zurzeit im Parlament diskutierte "Anti-Homosexualitäts-Gesetz 2009" vor, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden könnte. Der ugandische Minister für Ethik, James Nsabo Butoro, begründete die Pläne in Interviews unter anderem so: "Die Makler der Unmoral verstoßen gegen Gottes Willen und schaden mit Lügen und Täuschungen unserer Gesellschaft." Homosexualität sei gegen die ugandische Kultur gerichtet. Wer Schwule oder Lesben aus Familie und Freundeskreis nicht an die Polizei verrät, soll deshalb ebenfalls für Jahre hinter Gitter – ein Aufruf zur Hexenjagd.

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Zum Skandal mit internationalem Ausmaß wird das geplante Gesetz durch die Verwicklung religiöser Gruppen aus den USA. Evangelikale Organisationen üben seit Jahren Einfluss auf die ugandische Staatsführung aus.

Das ugandische Family Life Network etwa hat erst im März eine Anti-Schwulen-Konferenz organisiert, bei der mehrere Amerikaner als Vertreter von homophoben US-Organisationen stundenlang gegen Homosexuelle wetterten. Vieles von dem, was sich in dem Gesetzentwurf wiederfindet, wurde auf dieser Veranstaltung ausgesprochen. "Schwule rekrutieren Nachwuchs in Schulen" ist eine der Botschaften, die das Family Life Network verbreitet. Eine andere lautet: "Die Homo-Maschinerie übernimmt ein Land nach dem anderen. Das fängt an mit der Legalisierung von homosexuellen Praktiken und Ehen". Nach der Konferenz wurden erfolgreich Tausende Unterschriften für das Anti-Homosexualitäts-Gesetz gesammelt, berichtet der Guardian.

Das Family Life Network ist nur eine von zahlreichen evangelikalen Gruppen, die in Uganda ihr Weltbild verbreiten und dafür Hilfe aus den USA erhalten. Als besonders einflussreich gilt das evangelikale US-Netzwerk The Fellowship, genannt die Family, die zahlreiche einflussreiche Politiker aus Washington zu ihren Mitgliedern zählt. In den USA ist die Family vor allem für einen religiösen Kongress in Washington bekannt, bei dem alljährlich auch der jeweils amtierende US-Präsident spricht.

International agiert die Family aber lieber jenseits des Scheinwerferlichts. Mit stiller Diplomatie wollen die Mitglieder ihre Variante des Christentums weltweit stärken. Jeff Sharlet bezeichnet diese Variante als "Fundamentalismus". Sharlet hat das Standardwerk zur "Family" geschrieben und zusammen mit US-Medien wie dem Nachrichtensender MSNBC und dem Time-Magazin in den vergangenen Tagen die Verbindungen der ugandischen Schwulenhasser nach Washington aufgedeckt.

Die Family pumpt demnach Millionen von Dollar nach Uganda, unter anderem in das Africa Leadership Forum, dessen Chef ein gewisser David Bahati ist. Bahati ist zugleich Abgeordneter der Regierungspartei – und hat in dieser Funktion das Anti-Homosexualitäts-Gesetz im ugandischen Parlament eingebracht. Bahati weiß einflussreiche Mitglieder der evangelikalen Kirchen in Uganda hinter sich. Viele dieser Pastoren erhalten Förderung aus den USA. Bahati soll laut MSNBC im Februar beim Religionskongress der Family in Washington zu Gast sein. Zur Erinnerung: Das ist die Veranstaltung, bei der traditionell der US-Präsident spricht. Barack Obama könnte also demnächst vor einem religiösen Fanatiker reden, der in seinem Heimatland die Todesstrafe für Minderheiten durchsetzen will.

Bahati ist laut Buchautor Sharlet zugleich ein Schützling von US-Senator James Inhofe, der ebenfalls Family-Mitglied ist. Senator Inhofe ist nach eigenen Angaben mindestens zwanzig Mal zu Konsultationen nach Uganda geflogen. Der Politiker aus Oklahoma macht keinen Hehl aus seiner Motivation. Die Reisen seien "a Jesus thing", sagt Inhofe, der öffentlich mit seiner eigenen Bedeutung in Uganda prahlt. Inhofe hat erst nach wochenlangem Schweigen und wachsendem öffentlichen Druck deutliche Kritik an dem ugandischen Gesetzentwurf geübt. Ob und in welcher Weise er seinen Einfluss auf die ugandische Staatsführung nutzen will, um das Gesetz zu kippen, ließ der Senator offen.

Die Liste der prominenten Mitglieder des ugandischen Zweigs der Family ist aber noch länger. "Zur Family gehören sowohl Ethik-Minister Butoro als auch Ugandas Staatspräsident Yoweri Museveni", sagt Buchautor Sharlet.

Präsident Museveni, der seit Jahren gegen die homosexuelle Minderheit wettert und Verhaftungswellen angeordnet hat, übernachte bei Besuchen in Washington im Gästehaus der Family. Der ugandische Präsident pflege beste Kontakte zu führenden Family-Mitgliedern wie dem evangelikalen US-Senator Sam Brownback, heißt es.

In Erklärungsnot bringen die Pläne der ugandischen Regierung auch Rick Warren, einen der bekanntesten Pastoren der USA. Warren hat das Gebet bei der Amtseinführung von Barack Obama gesprochen. Sein Bestseller A Purpose Driven Life gilt vielen Geistlichen in Uganda als Leitfaden.

Warren hat mit dem ugandischen Pastor Martin Ssempa einen der wichtigsten Wortführer für das Anti-Homo-Gesetz wiederholt in seine Kirche nach Kalifornien eingeladen. Auch Warren brauchte mehreren Wochen, um nach wachsendem medialem Druck klar Position gegen die ugandischen Gesetzespläne zu ziehen.

Der Gesetzentwurf stößt die Staaten, die mit Hilfsgeldern Ugandas Haushalt mitfinanzieren, vor den Kopf. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown protestierte bereits öffentlich und sprach Präsident Museveni beim Commonwealth-Gipfel auf das Thema an. Länder wie Schweden drohen mit der Kürzung von Entwicklungshilfe. Außenminister Guido Westerwelle hatte schon vor Monaten Staaten, die Männer und Frauen hinrichten, weil sie homosexuell sind, mit dem Entzug von Entwicklungshilfe gedroht.

Ethik-Minister Butoro ruderte daraufhin in Interviews mit der internationalen Presse zunächst etwas zurück. Die überarbeitete Gesetzesfassung werde weniger drastisch als geplant ausfallen, sagte der Minister der Nachrichtenagentur Bloomberg. Gleichzeitig macht Butoro klar, dass ihn die internationalen Gemeinschaft nicht einschüchtern könne und er das "unnatürliche, abnormale und illegale Verhalten" mit allen Mitteln bekämpfen werde. Uganda lasse sich die gleichgeschlechtliche Liebe auch nicht von den Vereinten Nationen aufzwingen, so der Minister. Dafür sei er bereit, die Entwicklungshilfe zu riskieren. Gegenüber dem Guardian sagte Butoro: "Wir glauben, dass es für Menschenrechte Grenzen gibt."

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Pfui

    Diese US Amerikanische Bigotterie ist sowas von ekelhaft!

    Und in den Hinterstübchen brummt die US Pornoindustrie und überschwemmt die Welt mit Hardcore Pornowebseiten, Filmen usw..

    Geht es denn noch verlogener?

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    Es dürften kaum dieselben Kreise sein, die in Amerika die Pornoindustrie dulden und Gottes Willen durchsetzen wollen.
    Wenn es nach den strengen Christen ginge, gäbe es keine amerikanischen Pornos -- und wenn doch, dann nur mit strengstem "Jugendschutz", wie in Deutschland (haben wir ja auch den Christen zu verdanken).

    In Uganda werden die Christen es leichter haben, ihre Vorstellungen durchzusetzen, da ihnen dort keine sturen Richter, die auf der Achtung der verfassungsmäßigen Bürgerrechte bestehen, im Wege stehen.

    die deutschen Pornos werden mit armen Ostblockfrauen gedreht. Die verdienen mal gar nichts. Aber was hat die Pornoindustrie mit den Evangelikanern zu tun ? ^^

    Es dürften kaum dieselben Kreise sein, die in Amerika die Pornoindustrie dulden und Gottes Willen durchsetzen wollen.
    Wenn es nach den strengen Christen ginge, gäbe es keine amerikanischen Pornos -- und wenn doch, dann nur mit strengstem "Jugendschutz", wie in Deutschland (haben wir ja auch den Christen zu verdanken).

    In Uganda werden die Christen es leichter haben, ihre Vorstellungen durchzusetzen, da ihnen dort keine sturen Richter, die auf der Achtung der verfassungsmäßigen Bürgerrechte bestehen, im Wege stehen.

    die deutschen Pornos werden mit armen Ostblockfrauen gedreht. Die verdienen mal gar nichts. Aber was hat die Pornoindustrie mit den Evangelikanern zu tun ? ^^

  2. auch hier in D-Land gibt es noch "Geistliche" auf einem solchen Niveau, die "schulsein" mit teil fadenscheinigen Begründungen verdammen.

    So zu lesen unter :http://www.mt-online.de/lokales/hille/3282386_Gott_stiftet_Ehe_zwischen_Mann_und_Frau.html?em_index_page=1

    Na heben sich einem die Fussnägel hoch, wenn man das denn liest. Peinlicg genug, dass ich auch noch in so einem Dorf leben darf.

  3. Ich habe nie verstanden warum es manche Leute stören kann wenn andere Leute das gleiche Geschlecht lieben.

    Ich vermisse an dieser Stelle ein Machtwort von "unserem" Papst: Das Christentum ist doch die tolle Religion die ach so aufgeklärt ist und nicht wie der "böse" Islam im "Mittelalter" verharrt.
    Das wäre doch jetzt mal schön wenn unser aller Benedikt16 jetzt mal eine päbstliche Bulle oder eine Enzyklika zu diesem Thema herausbringen würde und den Fundamentalisten ganz klar ansagt:" Schwulsein ist OKAY, Jesus' Liebe ist für alle da" ... oder so ähnlich.

    Aber ich glaube darauf warten wir vergeblich...

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    Das wäre natürlich schön, wird aber nicht kommen; denn vom Papst wird dies im immer noch maßgebenden Westen einfach nicht erwartet: Lediglich bei Moslems fordert man beständig und vehement ein, dass diese sich von geistlich kranken Glaubensbrüdern distanzieren mögen, und wirft sie andernfalls in den gleichen Topf wie diese perversen Fundamentalisten. Beim ach so friedlichen Christentum dagegen wird automatisch der Maßstab "die Ausnahme bestätigt die Regel" angelegt.

    Ich frag mich, was der Papst damit zu tun haben soll. Im Text werden evangelikale US-Sekten erwähnt, für die der Papst der Vertreter Satans auf Erden ist, eben auch wegen der vergleichsweise gemässigten Sexualmoral der katholischen Kirche. Ein "Machtwort" des Papstes würde also bestimmt keinen Adressaten finden.
    In der katholischen Kirche wird Schwulsein als solches akzeptiert, Sex mit Gleichgeschlechtlichen aber nicht. Hier gibt es ein grundsätzliches Problem mit der katholischen Sexualmoral, Schwulen bleibt nur das Zwangszölibat, was vorsichtig ausgedrückt unrealistisch ist und viele schwule Gläubige in Gewissenskonflikte bringt. Bis Jesus für alle da ist dauert es also noch ein bischen, aber die katholische Kirche mit diesen geplanten Hinrichtungen in Uganda in Verbindung zu bringen ist nicht fair.
    Ebenso vermute ich, dass hier nicht ausschliesslich christliche Moral verantwortlich ist, sondern die Aktion sich mit eh schon vorhandenen Meinungen deckt.

    • outis
    • 14.12.2009 um 14:48 Uhr

    Nein, NICHT der Papst. Der kann nichts dafür. Was die katholische Kirche von der Todesstrafe hält:
    http://www.kath.net/detai...
    In Sachen Sexualmoral muss da vielleicht noch einiges passieren:
    " Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.
    Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern."
    Von Hetze kann keine Rede sein, von wirklicher Anerkennung auch noch nicht.

    das habe ich leider übersehen, dass das evangelikale kreise waren. bei christentum denke ich irgendwie immer an den papst, das ist so ein atheistischer beissreflex von mir - sorry.

    Aber trotz allem wäre es mal ne gute gelegenheit für jemanden der in afrika schließlich noch viel gehör findet, eine lanze zu brechen wider den hass.

    manchmal vergesse ich, dass wir in D zumindest was gewisse dinge angeht auf einer insel der seligen leben: weibliche regierungschefin, offen homosexueller vizekanzler und die möglichkeit seinen atheismus offen vom balkon zu schreien ohne dass mehr als ein "wissen wir schon" zurückgähnt.

    Das wäre natürlich schön, wird aber nicht kommen; denn vom Papst wird dies im immer noch maßgebenden Westen einfach nicht erwartet: Lediglich bei Moslems fordert man beständig und vehement ein, dass diese sich von geistlich kranken Glaubensbrüdern distanzieren mögen, und wirft sie andernfalls in den gleichen Topf wie diese perversen Fundamentalisten. Beim ach so friedlichen Christentum dagegen wird automatisch der Maßstab "die Ausnahme bestätigt die Regel" angelegt.

    Ich frag mich, was der Papst damit zu tun haben soll. Im Text werden evangelikale US-Sekten erwähnt, für die der Papst der Vertreter Satans auf Erden ist, eben auch wegen der vergleichsweise gemässigten Sexualmoral der katholischen Kirche. Ein "Machtwort" des Papstes würde also bestimmt keinen Adressaten finden.
    In der katholischen Kirche wird Schwulsein als solches akzeptiert, Sex mit Gleichgeschlechtlichen aber nicht. Hier gibt es ein grundsätzliches Problem mit der katholischen Sexualmoral, Schwulen bleibt nur das Zwangszölibat, was vorsichtig ausgedrückt unrealistisch ist und viele schwule Gläubige in Gewissenskonflikte bringt. Bis Jesus für alle da ist dauert es also noch ein bischen, aber die katholische Kirche mit diesen geplanten Hinrichtungen in Uganda in Verbindung zu bringen ist nicht fair.
    Ebenso vermute ich, dass hier nicht ausschliesslich christliche Moral verantwortlich ist, sondern die Aktion sich mit eh schon vorhandenen Meinungen deckt.

    • outis
    • 14.12.2009 um 14:48 Uhr

    Nein, NICHT der Papst. Der kann nichts dafür. Was die katholische Kirche von der Todesstrafe hält:
    http://www.kath.net/detai...
    In Sachen Sexualmoral muss da vielleicht noch einiges passieren:
    " Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.
    Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern."
    Von Hetze kann keine Rede sein, von wirklicher Anerkennung auch noch nicht.

    das habe ich leider übersehen, dass das evangelikale kreise waren. bei christentum denke ich irgendwie immer an den papst, das ist so ein atheistischer beissreflex von mir - sorry.

    Aber trotz allem wäre es mal ne gute gelegenheit für jemanden der in afrika schließlich noch viel gehör findet, eine lanze zu brechen wider den hass.

    manchmal vergesse ich, dass wir in D zumindest was gewisse dinge angeht auf einer insel der seligen leben: weibliche regierungschefin, offen homosexueller vizekanzler und die möglichkeit seinen atheismus offen vom balkon zu schreien ohne dass mehr als ein "wissen wir schon" zurückgähnt.

  4. a la USA.

  5. Es dürften kaum dieselben Kreise sein, die in Amerika die Pornoindustrie dulden und Gottes Willen durchsetzen wollen.
    Wenn es nach den strengen Christen ginge, gäbe es keine amerikanischen Pornos -- und wenn doch, dann nur mit strengstem "Jugendschutz", wie in Deutschland (haben wir ja auch den Christen zu verdanken).

    In Uganda werden die Christen es leichter haben, ihre Vorstellungen durchzusetzen, da ihnen dort keine sturen Richter, die auf der Achtung der verfassungsmäßigen Bürgerrechte bestehen, im Wege stehen.

    Antwort auf "Pfui"
  6. Das wäre natürlich schön, wird aber nicht kommen; denn vom Papst wird dies im immer noch maßgebenden Westen einfach nicht erwartet: Lediglich bei Moslems fordert man beständig und vehement ein, dass diese sich von geistlich kranken Glaubensbrüdern distanzieren mögen, und wirft sie andernfalls in den gleichen Topf wie diese perversen Fundamentalisten. Beim ach so friedlichen Christentum dagegen wird automatisch der Maßstab "die Ausnahme bestätigt die Regel" angelegt.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "unverständnis"
  7. Schwulenhetze ist in Uganda gute Tradition. Während eines Aufenthalts im letzten Jahr lief eine entsprechende Welle. Ugandische Schwule hatte damals in einer Pressekonferenz die Verfolgung durch den ugandischen Staat beklagt und elementare Rechte eingefordert. Wirklich ungeheuerlich im achso christlichen Uganda in der die amerikanischen Jesus-Freak-Fundi-Sendungen im TV rauf und runterdudeln! Da darf man auf den Meinungsseiten und Leserbriefen der medialen Regierungsorgane gleich mal ungestraft Lynchjustiz gegen Homos fordern und wird darin noch von einem der in Uganda seeeeeeeeehr zahlreichen Minister unterstützt. Die Skandinavier haben wenigstens mit dem Abzug gedroht. Reaktion der deutschen Entwicklungshilfe damals: unhörbar bis 0. Wäre ja auch blöde. Wie sollen deutsche Politikwissenschaftler und Ethnologen sonst ihr wohliges Auskommen in Berlin, dem Frankfurter Umland oder im sonnigen Süden bestreiten?
    Die lange fällige Diskussion zum Kulturrelativismus wird wohl wieder ausbleiben. Qui bono?

  8. Man liesst oft in deutschen Medien ueber Auswuechse im Islam. Die Biggoterie hat seinen Ursprung nicht in in eine spezifischen Relegion oder Volksgruppe, sondern in fehlende Bildung, Toleranz und starke relegioesitat. Was in Ugande die Schwulen sind, sind es in Deutschland die Mosleme. Hier werden die Mosleme diskriminiert, abgesehen von einzel- faellen wie in Dresden Solingen und Moeln, aber zumglueck nicht staatlich verfolgt.

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