Bürgerkrieg in Kolumbien Töten für einen UrlaubstagSeite 2/2

Die Angehörigen der Opfer waren entsetzt: "Ich bin sehr überrascht", sagte Luz Edilia Palacio der Tageszeitung El Espectador nach Bekanntwerden der richterlichen Anordnung. Die Mutter eines der ermordeten jungen Männer kündigte an, den Kampf für Gerechtigkeit nicht aufzugeben: "Wir sind traurig, aber noch nicht besiegt."

Es habe bereits in der Vergangenheit zahlreiche Versuche gegeben, die Angehörigen der Opfer daran zu hindern, an der Aufarbeitung das Skandals teilzuhaben. Bei einer Anhörung der beschuldigten Soldaten seien die Mütter abgewiesen worden. Das Vertrauen in die staatlichen Institutionen und in die Armee habe sie inzwischen verloren: "Ich vertraue dem Präsidenten nicht und ich vertraue der Armee nicht, weil ich bislang nicht den Willen gesehen habe, das Verbrechen zu bestrafen."

Versprechungen der staatlichen Hilfsorganisation "Acción Social", den betroffenen Familien zu helfen, seien bislang nur leere Ankündigungen geblieben. Die Familien der Opfer hätten bis heute weder finanzielle noch psychologische Hilfen seitens staatlicher Stellen erhalten, zudem seien ihre Anwälte den Juristen des staatlichen Apparats unterlegen. Trotzdem wollen die Mütter von Soacha nicht aufgeben: "Eines Tages wird die ganze Wahrheit ans Licht kommen."

 
Leser-Kommentare
  1. Selten hat mich eine Nachricht so schockiert. Dass Kolumbien kein friedliches Land ist, wusste ich schon sehr lange. Aber 17 gegen 3, wegen kleiner Vergünstigungen, im vollen Bewusstsein und in der vollen Verantwortung dessen, was sie taten? Es macht mich fassungslos!
    Ich wünsche den Angehörigen der Opfer alles Gute. Und ich hoffe sehr, dass noch ein Gericht Recht spricht. Warum geht so etwas nicht automatisch an den internationalen Gerichtshof für Menschenrechte, wenn es kein nationales Gericht schafft? Aber das ist sicherlich von mir zu naiv gedacht...

  2. ein Freihandelsabkommen mit diesen netten Leuten und vorallem mit solchen Regierungen.
    Das ist traurig Geld ist wichtiger als Menschenrechte. Nur weil ein Präsident so tut als hätte er irgend etwas mit Demokratie am Hut hofieren wir ihn. Weil die USA ihn aus geopolitischen Gründen 100% Unterstütz bleibt trotzdem Drogenhandel, Paramiltärs, Menschenrechtsverletzungen überall. Das Problem keine will eine Lösung dort im Artikel wieder so ein Beispiel, warum weil alle profitieren. Die Regierung hat die Unterstützung der USA und bekommt viel viel Geld, die Wirtschaft hat das Drogengeld das ja irgendwie irgendwo hin muss. FARC und die Paramilitärs verdienen am Drogenhandel und den Schutzgeldern. Fazit alle profitieren warum also was ändern. Ach ja da gibt es ja noch das Volk vorallem das Arme. OK die haben nicht soviel davon aber wen stört das schon.
    EU und vorallem Deutschland viel Spass beim Freihandelsabkommen. Profit vor Menschlichkeit und Menschenrechte. Warum auch nicht weitermachen wie bisher. Gratulation

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