Anschlagversuch von Detroit Bin Laden bekennt sich – und droht

Der Führer des Terrornetzwerks al-Qaida hat sich als Hintermann des Anschlagversuchs auf ein US-Passagierflugzeug bezeichnet. Zugleich kündigte er neue Gewalt an.

Osama bin Laden ist offenbar mitverantwortlich für den gescheiterten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug nach Detroit Verantwortung. Wie aus einer über Al Dschasira verbreiteten Audiobotschaft weiter hervorgeht, drohte bin Laden außerdem mit weiteren Anschlägen gegen die USA.

Das Zeichen, das der verhinderte nigerianische Attentäter Umar Farouk Abdulmutallab verbreitet habe, bekräftige die Mission "der Attentäter vom 11. September" und nachfolgender Terroristen, sagte der Anführer des Terrornetzwerks in der kurzen Tonbandaufnahme an die Adresse der USA. Al-Qaida werde die Angriffe gegen die USA fortsetzen, "solange ihr eure Unterstützung für Israel fortsetzt", sagte bin Laden. Es werde in den USA solange keine Sicherheit geben, "bis diese in Palästina realisiert ist".

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Es war die erste Nachricht bin Ladens seit Monaten. Ihre Echtheit konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Seit den Anschlägen auf die USA vom 11. September 2001 verbreiteten sich mehr als 60 Botschaften von Bin Laden, seinem Stellvertreter Aiman al-Sawahiri und ihren engsten Verbündeten.

Abdulmutallab hatte am 25. Dezember an Bord eines in Amsterdam gestarteten Flugzeugs mit 290 Menschen an Bord versucht, einen Sprengsatz zu zünden.

Die Zündung im Landeanflug auf Detroit misslang aber und der Nigerianer wurde von Passagieren und Besatzungsmitgliedern überwältigt. Zu dem Anschlag hatte sich zunächst der regionale Al-Qaida-Ableger aus dem Jemen bekannt.

Nach dem verhinderten und im Jemen geplanten Anschlag findet in London am Mittwoch eine Konferenz zum Kampf gegen das Terrornetzwerk al Qaida statt. 

Das Leben im Jemen ist von Clans geprägt, die die Zentralregierung nicht anerkennen. Stammesfürsten, aber auch islamische Fundamentalisten, ließen immer wieder Ausländer entführen, um Forderungen an die Behörden durchzusetzen. Auch der bis 1990 unabhängige Südjemen fühlt sich von der Zentralregierung benachteiligt, immer wieder kommt es dort zu gewalttätigen Protesten.

Zudem haben wiederholt militante Islamisten zum Sturz des "korrupten Systems" aufgerufen. Für mehre Anschläge im Jemen in den vergangenen Monaten wird Al Qaida verantwortlich gemacht. Hinzu kommt der teils politisch, teils religiös motivierte Aufstand der sogenannten Houthi-Rebellen im Nordwesten des Landes, der 2004 begann und zum Bürgerkrieg eskalierte.

Einen Tag nach der Jemen-Tagung beginnt die Afghanistan-Konferenz, zu der unter anderem US-Außenministerin Hillary Clinton, der afghanische Präsident Hamid Karsai und der deutsche Außenminister Guido Westerwelle anreisen sollen.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. CIA

    Könnte die ZEIT evtl. nochmal die Kommentare hervorholen, in denen kurz nach Bekanntwerden des Attentats CIA-Leute als die Hintermänner hingestellt wurden?

  2. Es ist immer wieder erstaunlich, was ein Mann
    * der seit Jahren auf der Flucht ist
    * der bei jedem Bekenner-/Drohvideo anders aussieht
    * dessen Nachrichten von unabhängigen Übersetzern oft ganz anders übersetzt werden als von den etablierten Medien verbreitet wird
    * von dem es keinen glaubwürdigen Beweis gibt, dass er überhaupt noch lebt

    für Angst verbreitet...

    Wenns bin Laden nicht geben würde, müssten ihn die Geheimdienste wohl erfinden...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Midway
    • 24.01.2010 um 13:15 Uhr

    Leider widerspricht sich Punkt 3 Ihrer Theorie ,)

    • Midway
    • 24.01.2010 um 13:15 Uhr

    Leider widerspricht sich Punkt 3 Ihrer Theorie ,)

    • Midway
    • 24.01.2010 um 13:15 Uhr
    3. ^^

    Leider widerspricht sich Punkt 3 Ihrer Theorie ,)

    Antwort auf "erstaunlich"
    • xpol
    • 24.01.2010 um 13:24 Uhr

    ... sieht wohl selbst sein Problem, dass er z.Zt. in der islamischen Welt mehr Schrecken verbreitet als im Westen.

    Das Bekenntnis zu der lächerlichen Veranstaltung dieses durchgeknallten Nigerianers bestätigt das.

    Wenn der Druck aufrecht erhalten wird, ist der Herr bald Geschichte.

  3. Wenns bin Laden nicht geben würde, müssten ihn die Geheimdienste wohl erfinden...
    ---> sehr gut , ich behaupte er ist erfunden . damit wir fein artig weiter unsere Feindbilder hegen kónnen .
    uns kontrolieren lassen wie als wäre es selbstverständlich
    es ist zum aus der Haut fahren , merkt Ihr denn all nichts ???

  4. gehört ja zum Repertoire der Geheimdienste. Für meine Begriffe arbeiten sie auf dem Gebiet aber sehr dilettantisch.
    Die Bin Laden Nummer ist so lächerlich geworden.

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    • fanta4
    • 24.01.2010 um 14:43 Uhr

    Natürlich ist die Osama-Nummer einfach nur noch lächerlich – eigentlich.

    Denn wenn die Medien bereitwillig diese Posse unterstützen, ist das nicht mehr lächerlich.
    Es sei denn, sie begreifen sich nur noch als Sprachrohr der Staatsorgane (Geschwüre?) und Anzeigenverkäufer.

    • fanta4
    • 24.01.2010 um 14:43 Uhr

    Natürlich ist die Osama-Nummer einfach nur noch lächerlich – eigentlich.

    Denn wenn die Medien bereitwillig diese Posse unterstützen, ist das nicht mehr lächerlich.
    Es sei denn, sie begreifen sich nur noch als Sprachrohr der Staatsorgane (Geschwüre?) und Anzeigenverkäufer.

    • lispm
    • 24.01.2010 um 14:38 Uhr

    Zeigt sich in der Nachprüfung von Fakten.

    Das war übrigens nicht die einzige wichtige Nachricht vom Wochenende. Desweiteren:

    Jürgen Möllemann hat sich in die BND-Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern eingeschaltet. Er hat die israelische Seite für ihren kompromislosen Kurs getadelt.

    Dann wurde ein langes Telefoninterview mit Elvis gesendet. Er ist ganz erschüttert von Haiti und plant eine Benefizplatte. Ausserdem hat er die aktuelle Pop-Musik kritisiert. Schön mal wieder von ihm gehört zu haben.

    Allerdings, noch wichtiger: Emmanual Goldstein soll hinter dem Börsen-Crash stecken.

  5. Es gibt Anschläge, die gelingen, oder misslingen. Anschlagsversuche gibt es nicht. Jedenfalls nicht, wenn man sich einer Denkweise befleissigt, deren Grundlage Logik ist. Aber bitte, das Beherrschen der Sprache, das Handwerkszeug des Journalisten, wie ich es einst lernen durfte, ist offenbar nebensächlich geworden. Man kann gar nicht soviel... na ja, Sie wissen schon. Vielleicht.

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