Russland Russische Polizei geht gegen Kremlgegner vor

Polizisten haben zahlreiche Regierungsgegner bei einer Kundgebung in Moskau festgenommen. Die Demonstranten fordern den Präsidenten auf, für mehr Demokratie in Russland zu sorgen.

Die russische Menschenrechtlerin Ludmilla Aleksejewa und verkleidete Mitstreiter bei den Protesten in Moskau (31. Dezember 2009)

Die russische Menschenrechtlerin Ludmilla Aleksejewa und verkleidete Mitstreiter bei den Protesten in Moskau (31. Dezember 2009)

Die Moskauer Polizei hat in der Neujahrsnacht eine nicht genehmigte Protestveranstaltung von Regierungsgegnern rüde beendet und rund 70 Menschen festgenommen. Darunter war auch die "Grande Dame" der russischen Menschenrechtsbewegung, die 82-jährige Ljudmila Alexejewa von der Moskauer Helsinki-Gruppe. Die Sicherheitskräfte seien äußerst grob mit ihr umgegangen, sagte Alexejewa nach Angaben der Agentur Interfax. Sie war erst vor kurzem für ihre Zivilcourage von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz geehrt und vom EU-Parlament mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet worden. Für den 31. Januar kündigten die Regierungsgegner eine neue Demonstration an.

Nach Angaben der Polizei seien alle Demonstranten noch in der Nacht freigelassen worden. Es sei unklar, ob Alexejewa tatsächlich festgenommen worden sei oder "aus Solidarität" mit anderen Regierungsgegnern zur Polizeistation mitgefahren sei, sagte ein Sprecher der russischen Sicherheitskräfte. Die Demonstranten hatten am Vorabend in der Nähe des Moskauer Stadtzentrums mehr Freiheit und die Einhaltung der Verfassung gefordert, als die Sondereinheiten der Polizei zugriffen.

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Die außerparlamentarische Opposition in Russland sowie westliche Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass trotz der Versprechen von Kremlchef Dmitrij Medwedjew eine Demokratisierung des Landes nicht in Sicht sei und Kundgebungen weiter kompromisslos unterbunden würden.

 
Leser-Kommentare
    • TDU
    • 01.01.2010 um 15:10 Uhr

    Der Fortschritt liegt bereits darin, dass alle so schnell frei gelassen wirden.

    • grazvi
    • 01.01.2010 um 16:04 Uhr

    Unsere beste Freunde Putins Rusland... Hauptsache es ist alles NOCH gut hier... Ach wenn wird auch in westen begrifen das Putin und seine Regierung ist Verbrecher... Und Northstream pipeline fruhe oder speater wird gegen Deutschland ausgenuzt.

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    "Die Moskauer Polizei hat in der Neujahrsnacht eine nicht genehmigte Protestveranstaltung von Regierungsgegnern rüde beendet und rund 70 Menschen festgenommen."

    Es steht doch schon schwarz auf weiß im Artikel: Diese Demonstration war nicht genehmigt. Wie würde sich denn die hiesige Polizei verhalten? Das Wort "rüde" ist eine Meinung und keine objektive Darstellung.

    "Ach wenn wird auch in westen begrifen das Putin und seine Regierung ist Verbrecher..."

    Wann wäre den Putin und seine Regierung kein Verbrecher gewesen? Wenn die Leute nicht festgenommen worden wären? Auch wenn es viele schon verdrängt haben oder nicht mehr wahrhaben wollen: In sowjetischen Zeiten wäre man für viel geringere Sachen ohne viel Federlesens verhaftet und nicht mehr um Mitternacht freigelassen worden, so wie die Demonstranten, sondern für viele Jahre hinter Gitter gewandert.

    "Und Northstream pipeline fruhe oder speater wird gegen Deutschland ausgenuzt."

    Alles klar. Daher weht der Wind. Rußland muß auf Biegen und Brechen als böse und gefährlich dargestellt werden, um engere Beziehungen Europas mit dem Land in fremden Interesse zu verhindern. Daneben soll Northstream ebenfalls verhindert werden, um anderen Mächten ein Druckmittel auf Deutschland und Europa bewahren zu können. Etwas zu durchsichtig, das Ganze.

    "Die Moskauer Polizei hat in der Neujahrsnacht eine nicht genehmigte Protestveranstaltung von Regierungsgegnern rüde beendet und rund 70 Menschen festgenommen."

    Es steht doch schon schwarz auf weiß im Artikel: Diese Demonstration war nicht genehmigt. Wie würde sich denn die hiesige Polizei verhalten? Das Wort "rüde" ist eine Meinung und keine objektive Darstellung.

    "Ach wenn wird auch in westen begrifen das Putin und seine Regierung ist Verbrecher..."

    Wann wäre den Putin und seine Regierung kein Verbrecher gewesen? Wenn die Leute nicht festgenommen worden wären? Auch wenn es viele schon verdrängt haben oder nicht mehr wahrhaben wollen: In sowjetischen Zeiten wäre man für viel geringere Sachen ohne viel Federlesens verhaftet und nicht mehr um Mitternacht freigelassen worden, so wie die Demonstranten, sondern für viele Jahre hinter Gitter gewandert.

    "Und Northstream pipeline fruhe oder speater wird gegen Deutschland ausgenuzt."

    Alles klar. Daher weht der Wind. Rußland muß auf Biegen und Brechen als böse und gefährlich dargestellt werden, um engere Beziehungen Europas mit dem Land in fremden Interesse zu verhindern. Daneben soll Northstream ebenfalls verhindert werden, um anderen Mächten ein Druckmittel auf Deutschland und Europa bewahren zu können. Etwas zu durchsichtig, das Ganze.

  1. Was aber nicht von ähnlichen Ereignissen erst kürzlich in Kopenhagen ablenken sollte... Oder? Ich fühle mich erst dann wirklich gut mit der aktuellen Massen-Medienlandschaft wenn ich solcher Art Berichte auch mal über die eigenen Regierungsapparate lesen darf...

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    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:43 Uhr

    Die Maßnahmen in Kopenhagen waren auch der öffentlichen Sicherheit geschuldet. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschaften von der autonomen Szene sich friedliche Demonstrationen zu nutze machen und zerstören und plündern.

    Wenn diese Gefahr von den 70 Demonstranten in Russland ausgegangen wäre, hätte die Ordnungsmacht ganz anders reagiert, da können sie sicher sein.

    Ausserdem frage ich mich, ob man hier friedliche 70 Demonstranten überhaupt zur Kenntnis genommen geschweige denn verhaftet hätte.

    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:43 Uhr

    Die Maßnahmen in Kopenhagen waren auch der öffentlichen Sicherheit geschuldet. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschaften von der autonomen Szene sich friedliche Demonstrationen zu nutze machen und zerstören und plündern.

    Wenn diese Gefahr von den 70 Demonstranten in Russland ausgegangen wäre, hätte die Ordnungsmacht ganz anders reagiert, da können sie sicher sein.

    Ausserdem frage ich mich, ob man hier friedliche 70 Demonstranten überhaupt zur Kenntnis genommen geschweige denn verhaftet hätte.

  2. "Die Moskauer Polizei hat in der Neujahrsnacht eine nicht genehmigte Protestveranstaltung von Regierungsgegnern rüde beendet und rund 70 Menschen festgenommen."

    Es steht doch schon schwarz auf weiß im Artikel: Diese Demonstration war nicht genehmigt. Wie würde sich denn die hiesige Polizei verhalten? Das Wort "rüde" ist eine Meinung und keine objektive Darstellung.

    "Ach wenn wird auch in westen begrifen das Putin und seine Regierung ist Verbrecher..."

    Wann wäre den Putin und seine Regierung kein Verbrecher gewesen? Wenn die Leute nicht festgenommen worden wären? Auch wenn es viele schon verdrängt haben oder nicht mehr wahrhaben wollen: In sowjetischen Zeiten wäre man für viel geringere Sachen ohne viel Federlesens verhaftet und nicht mehr um Mitternacht freigelassen worden, so wie die Demonstranten, sondern für viele Jahre hinter Gitter gewandert.

    "Und Northstream pipeline fruhe oder speater wird gegen Deutschland ausgenuzt."

    Alles klar. Daher weht der Wind. Rußland muß auf Biegen und Brechen als böse und gefährlich dargestellt werden, um engere Beziehungen Europas mit dem Land in fremden Interesse zu verhindern. Daneben soll Northstream ebenfalls verhindert werden, um anderen Mächten ein Druckmittel auf Deutschland und Europa bewahren zu können. Etwas zu durchsichtig, das Ganze.

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    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:48 Uhr

    Das kann ich überhaupt nicht teilen. Aber manche Hoffnung darauf, dass sich nach den "Winds of Change" die russische Kultur mehr verbreiten würde, wurde durch Putin und das anschließende neureiche, mit Goldkettchen rumprotzende Gefolge, schon ein wenig enttäuscht.

    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:48 Uhr

    Das kann ich überhaupt nicht teilen. Aber manche Hoffnung darauf, dass sich nach den "Winds of Change" die russische Kultur mehr verbreiten würde, wurde durch Putin und das anschließende neureiche, mit Goldkettchen rumprotzende Gefolge, schon ein wenig enttäuscht.

    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:43 Uhr

    Die Maßnahmen in Kopenhagen waren auch der öffentlichen Sicherheit geschuldet. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass die Herrschaften von der autonomen Szene sich friedliche Demonstrationen zu nutze machen und zerstören und plündern.

    Wenn diese Gefahr von den 70 Demonstranten in Russland ausgegangen wäre, hätte die Ordnungsmacht ganz anders reagiert, da können sie sicher sein.

    Ausserdem frage ich mich, ob man hier friedliche 70 Demonstranten überhaupt zur Kenntnis genommen geschweige denn verhaftet hätte.

    Antwort auf "Der eigene Teppich..."
    • TDU
    • 01.01.2010 um 23:48 Uhr

    Das kann ich überhaupt nicht teilen. Aber manche Hoffnung darauf, dass sich nach den "Winds of Change" die russische Kultur mehr verbreiten würde, wurde durch Putin und das anschließende neureiche, mit Goldkettchen rumprotzende Gefolge, schon ein wenig enttäuscht.

    Antwort auf "@2 gravzi:"

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