Kommunikationsverbot Irans Geheimdienst verbietet Kontakt zu westlichen Organisationen
Iran will 60 Organisationen isolieren, die Oppositionelle mit Informationen versorgen. Auf der schwarzen Liste stehen unter anderen die BBC und Human Rights Watch.
© Aamir Qureshi/AFP/Getty Images

Demonstranten fordern Freiheit in Iran, die Regierung reagiert mit Repressionen
Angesichts der andauernden Proteste gegen die Regierung versucht der iranische Geheimdienst, 60 nationale und internationale Organisationen zu isolieren. Iranern ist ab sofort der Kontakt dahin verboten. Dazu gehören unter anderen der persischsprachige Dienst des britischen Senders BBC sowie der US-Sender Voice of America, wie das staatliche iranische Fernsehen berichtete.
Auch die Internetseite Dscharas des iranischen Oppositionsführers Mir Hussein Mussawi steht auf der schwarzen Liste. Wegen der staatlichen Beschränkungen einer freien Berichterstattung in Iran ist diese Webseite derzeit eine der Hauptinformationsquellen der Oppositionsanhänger.
Dem Fernsehbericht zufolge erklärte das für den Geheimdienst zuständige Ministerium, die 60 Organisationen seien in einen "Kalten Krieg" mit dem Ziel eines Umsturzes des islamischen Systems in Iran verwickelt. Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch steht ebenso auf der Liste wie die iranische Widerstandsgruppe Volksmudschaheddin. Iraner sollten außerdem keinerlei "irregulären" Kontakt zu ausländischen Botschaften pflegen, hieß es.
Ende Dezember war es in Iran am schiitischen Feiertag Aschura zu den schwersten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften seit der umstrittenen Präsidentenwahl im Juni gekommen. Der Geheimdienstminister Heydar Moslehi hatte am Montag eingeräumt, dass auch mehrere Ausländer unter den offiziell 500 Festgenommenen sind. Einzelheiten zu deren Nationalität wurden nicht bekannt. Nach Oppositionsangaben ist die Zahl der Festnahmen rund doppelt so hoch.
Der iranische Innenminister Mostafa Mohammed Nadschar drohte Teilnehmern an weiteren Oppositionsprotesten mit der Todesstrafe. "Nach Aschura wird jeder, der sich an Krawallen beteiligt, als Mohareb (Feind Gottes) und als Gegner der nationalen Sicherheit gelten", sagte Nadschar der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Zuvor hatten konservative Parlamentsabgeordnete sowie ein Berater des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei die Anführer der Oppositionsbewegung als Feinde Gottes und damit nach islamischem Recht als todeswürdig bezeichnet. Ein enger Vertrauter von Präsident Mahmud Ahmadineschad, Gholamhossein Elham, forderte laut Irna einen öffentlichen Prozess, um historische Schande über die Protestführer zu bringen.
Seit der Wahl sind in Iran Tausende Demonstranten verhaftet worden, von denen die meisten inzwischen wieder frei sind. Mehr als 80 Vertreter des Reformlagers sind zu Haftstrafen bis zu 15 Jahren verurteilt worden, fünf zu Todesstrafen, die aber bislang nicht vollstreckt wurden. Gegen den unterlegenen Präsidentenkandidaten Mirhossein Mussawi und andere Anführer der Opposition sind die Behörden bislang nicht direkt vorgegangen. Am Freitag hatte Mussawi erklärt, er sei bereit, als Märtyrer für sein zu Volk sterben.
- Datum 05.01.2010 - 16:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 136
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Ohne Todesstrafe und dem begleitenden andauerndem Ruf einiger schlicht denkender iranischer Politiker und Theologen würden sich die zweifelsohne reichlich vorhandene intellektuelle, politische und religiöse Kompetenz diverser (auch recht einflussreicher) iranischer Staatsbürger durchsetzen können und eine kurz-/mittel-/lang-fristige Beruhigung der Situation in jeder Hinsicht erreichen.
Die (genannten strafrechtlichen und atmosphärischen) Dinge (im Iran) stehen leider anders.
Ergo: Wer hier in Europa oder dort im Iran dürfte und wollte auch mit welchem Recht ein Heldentum (sprich: Bereitschaft zum Sterben hic et nun) von wem auch immer verlangen ?
Man ist darob ratlos und traurig. That's it.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der "Endkampf" des Regimes der Ayathollas begonnen hat.Es wird aber elendig lang dauern.
Meinen Sie bis zum/nach Mahdi`s Revolution? Gruß
Meinen Sie bis zum/nach Mahdi`s Revolution? Gruß
Das muß Deutschen bekannt kommen : Abhören von Feindsendern
war im Nazi-Reich bei Strafe verboten ! Die Geschichte wiederholt sich doch - damals Nazis, heute Islam-Republik !
kann sich ein "nicht prowestlicher" Staat gegen die Weltmachtgelüste einiger Länder (USA, Israel, Grossbrittanien) zur Wehr setzen. Sonst ist das Schicksal wie in Irak, Afghanistan, Jemen zu erwarten.
kann sich ein "nicht prowestlicher" Staat gegen die Weltmachtgelüste einiger Länder (USA, Israel, Grossbrittanien) zur Wehr setzen. Sonst ist das Schicksal wie in Irak, Afghanistan, Jemen zu erwarten.
Zensur und Repression auf ganzer Linie. Der Terror des Regimes geht weiter. Auch das wird diesen Widerstand nicht stoppen können. Letztendlich ist dies ein Zeichen dafür wie unsicher und wackelig das Regime geworden ist. Es versucht mit lachhaften Aktionen die Menschen, die ein Recht auf unabhängige Informationen haben, zu diskriminieren. Das iranische Volk ist aber klug genug sich zu informieren und zu organisieren. Die Diktatur ist verloren.
zumal allein unsere einst mächtigster Freund, die Vereinigten Staaten von Amerika 500 Millionen §per annum für die systemveränderung dort unten in 70-Millionen-köpfigen Mullah-Staat bereitgestellt hat. Gruß
also?
und wo wäre dieser Rätsel? Im Gegenteil. alles ist Sonnenklar. Wir sehnen uns doch nach den satanischen Zeiten dort unten im Mullah-Staat als ich als student noch in jedem Semesterferien einen wrack vom Autofriedhof nach Iran brachte und jeweils meine Studiumskosten aus dem verkauf dort verdiente. Die zeiten des Schahinschah König der Könige ariamehr das Licht der Aria kommt niemehr her. zwar schade aber kein Rätsel. daher die diffamierungen, Selbstlächerlichmachung und uns der Wahrheit Hinterlichthaltung. Alles kein Rätsel. Gruß
zumal allein unsere einst mächtigster Freund, die Vereinigten Staaten von Amerika 500 Millionen §per annum für die systemveränderung dort unten in 70-Millionen-köpfigen Mullah-Staat bereitgestellt hat. Gruß
also?
und wo wäre dieser Rätsel? Im Gegenteil. alles ist Sonnenklar. Wir sehnen uns doch nach den satanischen Zeiten dort unten im Mullah-Staat als ich als student noch in jedem Semesterferien einen wrack vom Autofriedhof nach Iran brachte und jeweils meine Studiumskosten aus dem verkauf dort verdiente. Die zeiten des Schahinschah König der Könige ariamehr das Licht der Aria kommt niemehr her. zwar schade aber kein Rätsel. daher die diffamierungen, Selbstlächerlichmachung und uns der Wahrheit Hinterlichthaltung. Alles kein Rätsel. Gruß
man sollte keine angst von menschen haben, die an die macht wollen, sondern von denen, die an der macht bleiben wollen.
dies sag ich euch:
s'ist alles heilig jetzt!
und wer im blühen einen baum verletzt,
der schneidet ein, wie in ein menschenherz,
und wer sich eine blume pflückt
zum scherz
und sie dann von sich schleudert
sorgenlos
der reißt ein kind von seiner mutter schoß;
UND WER DEM VOGEL
JETZT DIE FREIHEIT RAUBT
der sündiget
an eines sängers haupt
und wer im frühling bitter ist
und hart
vergeht sich wider gott
DER SICHTBAR WIRD
jean paul
Es ist nicht nur ein Freiheitskampf der iranischen Bevölkerung. Jeder, der nicht damit rechnet, dass westliche Geheimdienste ihre Finger im Spiel haben, hat nichts aus der Geschichte gelernt.
Jeder, der aber auch denkt, die iranische Regierung wird nicht von alten, machthungrigen Männern geführt und das Regime ist das eigentliche Opfer, unterliegt der selben Idiotie.
Hier stecken soviele Interessenkonflikte, dass Urteile wie, endlich gehen die radikalen zu Grunde oder das ganze wäre vom Westen inszeniert, einfach nur noch falsch sind.
Warum man gerade ein Bild ( junge Iranerin im T-Shirt , ohne Kopfbedeckung etc. ), welches definitiv nicht im Iran aufgenommen wurde abbildet , bleibt ein Raetsel . An genuegend Fotos uber den Iran sollte es ja bei der jetzigen Iran-o-Manie nicht fehelen , warum dann ein Bild , dass im Ausland geschossen wurde ?
Es faellt mir ferner auf , dass in diesem Bericht von " der iranische Widerstandsgruppe Volksmudschaheddin " , gesprochen wird . Diese Terror - Organisation ist schon seit Jahren in den meisten Laendern der Welt verboten , man kennt sie auch unter MKO.
Warum Frau Clinton gerade heute ein neues Gespraechsangebot an die iranische Regierung unterbreitet , bleibt ein noch groesseres Raetsel , werden wir da Alle an der Nase herumgefuehrt , wozu soll das gut sein ??
Fuer diejenigen , die das Detail lieben , in dem bekanntlich der Teufel steckt.
Felix qui potuit rerum cognoscere causas
Glücklich, wem es gelang, den Grund der Dinge zu erkennen
http://www.arbeiterfotogr...
speziell den Bericht ueber Neda's Tod
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