Iran Mussawi ist bereit für den Märtyrer-Tod

Erzkonservative Geistliche haben die Hinrichtung des iranischen Oppositionsführers gefordert. Doch längst haben die Proteste eine gewaltige Eigendynamik entwickelt

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat in einer ersten Reaktion auf die jüngsten Unruhen gesagt, er sei bereit, für die Rechte des iranischen Volkes zu sterben. Zugleich warnte er vor einer weiteren Verschärfung der Lage. Die Festnahme oder Tötung von ihm oder Oppositionspolitiker Mehdi Karubi werde die Lage nicht beruhigen. "Drohungen ... werden interne Unruhen auslösen."

In einer am Freitag auf seiner Homepage Kaleme veröffentlichten Botschaft forderte Mussawi außerdem die Freilassung der politischen Gefangenen. Der Leiter der Grünen Bewegung verurteilte die Gewalt von Polizei- und Sicherheitskräften, die zum Tod von acht Demonstranten geführt hatten. Das Geheimdienstministerium hatte am Donnerstag weiter mit einem unnachgiebigen Vorgehen gegen die Anführer der Protestbewegung gedroht. Während der Demonstrationen am vergangenen Sonntag waren hunderte Menschen festgenommen worden, darunter auch die Schwester von Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und mehrere Berater Mussawis.

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Mussawi sagte, er zögere nicht, für die Umsetzung der religiösen und nationalen Rechte des Volkes zum Märtyrer zu werden. Nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten hatten Unterstützer des umstrittenen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad die Verhaftung Mussawis und des oppositionellen Geistlichen Mehdi Karrubi gefordert. Einige verlangten sogar ihre Hinrichtung.

„Mein Blut ist von derselben Farbe wie das meiner (getöteten) Unterstützer. Aber es wird keine Probleme lösen, wenn man alle Mussawis und Karrubis umbringt, denn der Protest des Volkes hat mittlerweile eine Eigendynamik entwickelt“, sagte Mussawi. Es habe immer geheißen, wenn weder er noch Karrubi zum Widerstand aufrufen würden, bleibe es ruhig auf den Straßen. „Aber weder Herr Karrubi noch ich haben irgendwelche Stellungnahmen veröffentlicht, und trotzdem gehen die (protestierenden) Menschen auf die Straße“, sagte Mussawi.

Der Oppositionsführer kritisierte auch das staatliche Fernsehen scharf. Statt die Lage zu beruhigen, provoziere es mit seinen Berichten die Menschen und schüre die Spannungen. Die Grüne Bewegung sei eine islamische und nationale Bewegung und nicht von ausländischen Kräften gesteuert. Mussawi unterstrich, dass die Opposition noch immer zu Verhandlungen mit der Regierung bereit sei. „Es ist noch nicht zu spät“, sagte der Politiker, die Krise könne noch überwunden werden. Wichtig sei es vor allem, ein neues Wahlrecht zu verabschieden. Mussawi forderte auch eine Amnestie für alle politischen Gefangenen und die Durchsetzung von Pressefreiheit.

Leser-Kommentare
    • LJA
    • 01.01.2010 um 11:50 Uhr

    genau wie die Deutschen Medien, sollte sich nicht täuschen. Die jetzt im Iran auf die Strasse gehen, gehören überwiegend zur Mittelschicht. Zumeist überdurchschnittlich gut verdienend, gut ausgebildet und vergleichsweise tolerant gegenüber dem Westen. Sie sind aber in einer, wenn auch beachtlichen, Minderheit und von den übrigen Menschen weitgehend isoliert. Ähnlich wie die Studentenproteste in Europa, Ende der 60er Jahre, kein Volksaufstand waren, auch wenn man gelegentlich den Eindruck bekommen konnte.

    Die Masse der Bevölkerung, in den ländlichen Gebieten wie auch den ärmeren Vierteln der Großstädte, steht nach wie vor hinter der Regierung und der geistlichen Führung.
    Nur zu gerne lässt man sich dort von den Haßparolen gegenüber allen Andersdenkenden und den Träumen von einer Weltmacht Groß-Persien begeistern.

    Die einzige wirkliche Gefahr, die Ahmadineschad drohen könnte wäre, wenn durch eine Kombination aus stagnierenden Öleinahmen und Bevölkerungsexplosion die ökonomischen Grundlagen des Iran nachhaltig geschädigt würden. Dieses Szenario ist im Moment gar nicht so unwahrscheinlich.

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    Irgendjemand scheint vergessen zu haben, dass Revolutionen Vor-denker brauchen: Oder waere die Franzoesische ohne Voltaire und Rousseau moeglich gewesen?

    • TDU
    • 01.01.2010 um 13:54 Uhr

    Aber in Deutschland hat irgendwie kein Offizieller dazu aufgerufen die Protestierenden der Mittelschicht hinzurichten. Nicht mal in den ärmeren ländlichen Gebieten.

    Und wer da wann was gemacht hat, ob Mussawi nun genauso ist wie Ahaminedschad, die Herrschaften sollten langsam lernen, ihre Machtkämpfe ohne Hasstiraden, Hinrichtungen und den Mißbrauch der Straße zu lösen.

    Anderenfalls behaupte ich, dass sie aus der Weisheit ihrer heiligen Schrift bis jetzt entweder nichts gelernt haben, oder diese nichts dazu hergibt.

    • delsa
    • 01.01.2010 um 14:45 Uhr

    Wer hat Sie zum Iran-Analytiker bestellt ?
    Denn Sie haben keine Ahnung - Sie eher ein verkappter Linke und per Dogma USA-Feind = Freund der Mullahs !
    Die Iraner leben mehrheitlich in den Städten , weil die Bauern aus Not in die Städte geflohen sind, weil dort ihnen vielleicht besser ginge (Landflucht) !
    Die Demonstranten sind keine Gutverdiener, sondern jung, aufgeklärt, ohne Job und Perspektive !
    Die Gutverdiener, darunter die Lakaien der Mullahs , wären dumm wenn sie gegen dieses Regime demonstrieren sollten !

    Irgendjemand scheint vergessen zu haben, dass Revolutionen Vor-denker brauchen: Oder waere die Franzoesische ohne Voltaire und Rousseau moeglich gewesen?

    • TDU
    • 01.01.2010 um 13:54 Uhr

    Aber in Deutschland hat irgendwie kein Offizieller dazu aufgerufen die Protestierenden der Mittelschicht hinzurichten. Nicht mal in den ärmeren ländlichen Gebieten.

    Und wer da wann was gemacht hat, ob Mussawi nun genauso ist wie Ahaminedschad, die Herrschaften sollten langsam lernen, ihre Machtkämpfe ohne Hasstiraden, Hinrichtungen und den Mißbrauch der Straße zu lösen.

    Anderenfalls behaupte ich, dass sie aus der Weisheit ihrer heiligen Schrift bis jetzt entweder nichts gelernt haben, oder diese nichts dazu hergibt.

    • delsa
    • 01.01.2010 um 14:45 Uhr

    Wer hat Sie zum Iran-Analytiker bestellt ?
    Denn Sie haben keine Ahnung - Sie eher ein verkappter Linke und per Dogma USA-Feind = Freund der Mullahs !
    Die Iraner leben mehrheitlich in den Städten , weil die Bauern aus Not in die Städte geflohen sind, weil dort ihnen vielleicht besser ginge (Landflucht) !
    Die Demonstranten sind keine Gutverdiener, sondern jung, aufgeklärt, ohne Job und Perspektive !
    Die Gutverdiener, darunter die Lakaien der Mullahs , wären dumm wenn sie gegen dieses Regime demonstrieren sollten !

    • helgam
    • 01.01.2010 um 12:11 Uhr

    Wieso wird disem Land hier soviel Platz angeboten?
    Ein Mann, der alt geworden ist darf sich zum Märtyrer ankündigen?
    Vielleicht hat er gesundheitliche Problem?Vielleicht will er unbedingt noch einmal berühmt werden?
    Vielleicht sagt er nicht die ganze Wahrheit?
    Und Ihre Zeitung hofiert einen potentiellen Märtyrer ?
    Vielleicht will er sich auch selber in die Luft sprengen?
    Warum bietet Ihre Zeitung diesm Ansinnen ein Plattform?
    Wartet der Westen auf Selbstmörder aus den eigenen Reihen?
    Das ist ein Offenbahrungseid unserer sogenannten demokratischen Presse.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Jeder einzelne Nationalstaat wie der Iran oder die Bundesrepublik Deutschland steht internationalen Gruppen gegenüber, die ihren Machtanspruch der einheimischen Bevölkerung aufzwingen wollen. Der Umgang mit solchen internationalen Gruppen ist in den einzelnen Nationalstaaten unterschiedlich geregelt, wenn die Kräfte, welche auch den Iran an den Rand des Bürgerkrieges bringen, in Deutschland nur mit dem Finger drohen, dann schreiben alle Zeitungen, dass im Iran "Freiheitskämpfer" die "schlimme" Regierung beseitigen wollen - und dies wird geschrieben, weil es sonst wieder Demonstrationen hierzulande gibt. So stellt es einfach das Resultat eines Machtgefüges dar, dass Politiker, die "Volksaufstand" und "Bürgerkrieg" wollen gelobt und geehrt werden, während Staatschefs, die sich dem ferngelenkten Mob entgegen stellen, um auch für ärmere Bevölkerungsschichten ein menschenwürdiges Dasein zu schaffen, dann als Tyrannen bezeichnet werden. Die deutsche Bevölkerung hat keinen Einfluss auf Politik und Medien, das wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt und dann als geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker verbreitet. Am besten ist es, dass alle Verlautbarungen in Deutschland, die sich gegen die dortige Ordnung und den Staat richten gesammelt werden und ständig der Bundeskanzlerin vorgelegt werden, so dass klar wird, dass solche angezettelten "Revolutionen" auch ihren Ursprung in westlichen Staaten haben, d.h. wie es der Staatschef des Irans sagt, ferngelenkt sind.

    Mancher Unsinn ist einfach unertraeglich!

    Geehrte Helgam , die meisten Ihrer Antworten finden Sie in dem brillianten Kommentar von Herrn Klemme
    "
    Die deutsche Bevölkerung hat keinen Einfluss auf Politik und Medien, das wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt und dann als geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker verbreitet
    "
    Ich wuerde noch hinzufuegen >> ...die deutsche , britische , amerikanische , franzoesische Bevoelkerung..... etc , weil das Schema ueberall zur Anwendung kommt.
    Auf die Person von Herrn Mussavi an diese Stelle einzugehen waere zu muehselig ; man muss die uebergeordneten Zwaenge sehen und vor allem versthen. Mussavi ist und war zu keinem Zeitpunkt irgendjemandem aus internationonaler Sicht auch nur einen Deut wert.
    Das Jahr 2010 und meiner Ansicht auch die kommenden Jahre stehen unter besonders schlechten Vorzeichen : Weltwirschaftskrise , endlose Hegemonialkriege und Auseiandersetzungen wohin man sieht , hoffnunglose und irrsinnige Staatsverschuldungen , die zwangslaeufig zu sozialen Unruhen fuehren werden mit unabsehbaren Folgen.
    Der Iran ist ein gutes Thema , um teilweise von o.e. Themen abzulenken , deshalb die immense Iran-Hysterie uberall in den westlichen Mainstream Medien.
    Wir muessen uns wohl daran gewoehnen.

    @helgam
    Märtyrer zu sein heißt erstmal nich mehr, als für seine Überzeugung zu sterben und nicht mit einem Sprengstoffgürtel loszulaufen. Sie sollten sich besser informieren bevor Sie der ZEIT vorwerfen, Selbstmordattentäter zu unterstützen.

    >>Und Ihre Zeitung hofiert einen potentiellen Märtyrer ?
    Vielleicht will er sich auch selber in die Luft sprengen?
    Warum bietet Ihre Zeitung diesm Ansinnen ein Plattform?
    Wartet der Westen auf Selbstmörder aus den eigenen Reihen?
    Das ist ein Offenbahrungseid unserer sogenannten demokratischen Presse.<<

    Großer Gott, ist das schlecht. Mit dem Wort "Märtyrer" assoziieren Sie also einen Menschen, der mit einer Bombe, die er um seinen Leib trägt - sodass er nicht mehr festgenommen und somit auch seine Hintermänner nicht mehr verraten kann - ein Blutbad unter irgendwelchen Menschen anrichtet? Ein Märtyrer ist nicht jemand, der sich selbst tötet, und schon gar nicht jemand, der andere, womöglich unbeteiligte Menschen tötet, sondern jemand, der getötet und ggf. auch gefoltert WIRD, ohne sich dadurch von seinen Überzeugungen abbringen zu lassen. Und genau das ist hier gemeint - und zwar so offensichtlich, dass diese Polemik wie ein reichlich plumper Diffamierungsversuch aussieht.

    Jeder einzelne Nationalstaat wie der Iran oder die Bundesrepublik Deutschland steht internationalen Gruppen gegenüber, die ihren Machtanspruch der einheimischen Bevölkerung aufzwingen wollen. Der Umgang mit solchen internationalen Gruppen ist in den einzelnen Nationalstaaten unterschiedlich geregelt, wenn die Kräfte, welche auch den Iran an den Rand des Bürgerkrieges bringen, in Deutschland nur mit dem Finger drohen, dann schreiben alle Zeitungen, dass im Iran "Freiheitskämpfer" die "schlimme" Regierung beseitigen wollen - und dies wird geschrieben, weil es sonst wieder Demonstrationen hierzulande gibt. So stellt es einfach das Resultat eines Machtgefüges dar, dass Politiker, die "Volksaufstand" und "Bürgerkrieg" wollen gelobt und geehrt werden, während Staatschefs, die sich dem ferngelenkten Mob entgegen stellen, um auch für ärmere Bevölkerungsschichten ein menschenwürdiges Dasein zu schaffen, dann als Tyrannen bezeichnet werden. Die deutsche Bevölkerung hat keinen Einfluss auf Politik und Medien, das wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt und dann als geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker verbreitet. Am besten ist es, dass alle Verlautbarungen in Deutschland, die sich gegen die dortige Ordnung und den Staat richten gesammelt werden und ständig der Bundeskanzlerin vorgelegt werden, so dass klar wird, dass solche angezettelten "Revolutionen" auch ihren Ursprung in westlichen Staaten haben, d.h. wie es der Staatschef des Irans sagt, ferngelenkt sind.

    Mancher Unsinn ist einfach unertraeglich!

    Geehrte Helgam , die meisten Ihrer Antworten finden Sie in dem brillianten Kommentar von Herrn Klemme
    "
    Die deutsche Bevölkerung hat keinen Einfluss auf Politik und Medien, das wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt und dann als geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker verbreitet
    "
    Ich wuerde noch hinzufuegen >> ...die deutsche , britische , amerikanische , franzoesische Bevoelkerung..... etc , weil das Schema ueberall zur Anwendung kommt.
    Auf die Person von Herrn Mussavi an diese Stelle einzugehen waere zu muehselig ; man muss die uebergeordneten Zwaenge sehen und vor allem versthen. Mussavi ist und war zu keinem Zeitpunkt irgendjemandem aus internationonaler Sicht auch nur einen Deut wert.
    Das Jahr 2010 und meiner Ansicht auch die kommenden Jahre stehen unter besonders schlechten Vorzeichen : Weltwirschaftskrise , endlose Hegemonialkriege und Auseiandersetzungen wohin man sieht , hoffnunglose und irrsinnige Staatsverschuldungen , die zwangslaeufig zu sozialen Unruhen fuehren werden mit unabsehbaren Folgen.
    Der Iran ist ein gutes Thema , um teilweise von o.e. Themen abzulenken , deshalb die immense Iran-Hysterie uberall in den westlichen Mainstream Medien.
    Wir muessen uns wohl daran gewoehnen.

    @helgam
    Märtyrer zu sein heißt erstmal nich mehr, als für seine Überzeugung zu sterben und nicht mit einem Sprengstoffgürtel loszulaufen. Sie sollten sich besser informieren bevor Sie der ZEIT vorwerfen, Selbstmordattentäter zu unterstützen.

    >>Und Ihre Zeitung hofiert einen potentiellen Märtyrer ?
    Vielleicht will er sich auch selber in die Luft sprengen?
    Warum bietet Ihre Zeitung diesm Ansinnen ein Plattform?
    Wartet der Westen auf Selbstmörder aus den eigenen Reihen?
    Das ist ein Offenbahrungseid unserer sogenannten demokratischen Presse.<<

    Großer Gott, ist das schlecht. Mit dem Wort "Märtyrer" assoziieren Sie also einen Menschen, der mit einer Bombe, die er um seinen Leib trägt - sodass er nicht mehr festgenommen und somit auch seine Hintermänner nicht mehr verraten kann - ein Blutbad unter irgendwelchen Menschen anrichtet? Ein Märtyrer ist nicht jemand, der sich selbst tötet, und schon gar nicht jemand, der andere, womöglich unbeteiligte Menschen tötet, sondern jemand, der getötet und ggf. auch gefoltert WIRD, ohne sich dadurch von seinen Überzeugungen abbringen zu lassen. Und genau das ist hier gemeint - und zwar so offensichtlich, dass diese Polemik wie ein reichlich plumper Diffamierungsversuch aussieht.

  1. Jeder einzelne Nationalstaat wie der Iran oder die Bundesrepublik Deutschland steht internationalen Gruppen gegenüber, die ihren Machtanspruch der einheimischen Bevölkerung aufzwingen wollen. Der Umgang mit solchen internationalen Gruppen ist in den einzelnen Nationalstaaten unterschiedlich geregelt, wenn die Kräfte, welche auch den Iran an den Rand des Bürgerkrieges bringen, in Deutschland nur mit dem Finger drohen, dann schreiben alle Zeitungen, dass im Iran "Freiheitskämpfer" die "schlimme" Regierung beseitigen wollen - und dies wird geschrieben, weil es sonst wieder Demonstrationen hierzulande gibt. So stellt es einfach das Resultat eines Machtgefüges dar, dass Politiker, die "Volksaufstand" und "Bürgerkrieg" wollen gelobt und geehrt werden, während Staatschefs, die sich dem ferngelenkten Mob entgegen stellen, um auch für ärmere Bevölkerungsschichten ein menschenwürdiges Dasein zu schaffen, dann als Tyrannen bezeichnet werden. Die deutsche Bevölkerung hat keinen Einfluss auf Politik und Medien, das wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt und dann als geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker verbreitet. Am besten ist es, dass alle Verlautbarungen in Deutschland, die sich gegen die dortige Ordnung und den Staat richten gesammelt werden und ständig der Bundeskanzlerin vorgelegt werden, so dass klar wird, dass solche angezettelten "Revolutionen" auch ihren Ursprung in westlichen Staaten haben, d.h. wie es der Staatschef des Irans sagt, ferngelenkt sind.

    Antwort auf "Ein falsches Spiel"
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    Einer der schlimmsten, blödesten und, Verzeihung, dümmsten Kommentare, die ich hier je gelesen habe. Es sei denn, dass mir der Ironiegehalt Ihres Beitrages entgangen sein sollte. Frohes Neujahr.

    [Anm.: Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. /Die Redaktion pt.]

    aus Verschwörungstheorien und offensichtlicher Anteilnahme für die paranoiden Aspekte einiger Verlautbarungen der iranischen Regierung machen noch keine fundierte Analyse aus.

    Haben die "internationalen Gruppen, .... die ihren Machtanspruch der einheimischen Bevölkerung aufzwingen wollen.." auch einen Namen, oder handelt es sich um den, dessen Name nicht genannt werden darf? Der Hinweis, das alle Nationalstaaten vor diesem Problem stehen lässt doch den Schluss zu, dass z.B. Kommentare in Onlineforen von Zeitungen ebenso ferngesteuert ablaufen wie eine "geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker". Alle Völker, oder nur besondere?

    Das extrem aggressive Auftreten des iranischen Präsidenten nebst verbaler Entgleisungen anderer Regierungsvertreter sind doch auch ein Grund der besonders kritischen Berichterstattung westlicher Medien. Hat das iranische Propagandaministerium dies nicht bedacht?

    ...Ahmadinedschad"?
    Das Sie für ihn sind, ist ihrem Beitrag leicht zu entnehmen, sofern er nciht ironisch gemeint ist.
    Wer nicht für den ist, ist "ferngesteuerter Mob" und gehört für Jahre ins Gefängnis oder gleich auf's Schaffott (Forderungen, die man von Regierungsanhängern immer wieder hört) oder einfach erschossen? Ein solches Staatsverständnis passt besser in die frühere DDR (oder ein noch früheres Deutschland) als in einen demokratischen Staat. Und Sie wollen allen Ernstes der europäischen bzw. nordamerikanischen Presse Einseitigkeit vorwerfen?

    Eine legitime Regierung schießt definitionsgemäß nicht auf friedliche Demonstranten, geschweige denn lässt diese in Gefängnissen foltern und vergewaltigen und schließlich teilweise zum Tode verurteilen. Wie dreckig muss es denen gehen, wenn sie solche Mittel nötig haben!

    Einer der schlimmsten, blödesten und, Verzeihung, dümmsten Kommentare, die ich hier je gelesen habe. Es sei denn, dass mir der Ironiegehalt Ihres Beitrages entgangen sein sollte. Frohes Neujahr.

    [Anm.: Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. /Die Redaktion pt.]

    aus Verschwörungstheorien und offensichtlicher Anteilnahme für die paranoiden Aspekte einiger Verlautbarungen der iranischen Regierung machen noch keine fundierte Analyse aus.

    Haben die "internationalen Gruppen, .... die ihren Machtanspruch der einheimischen Bevölkerung aufzwingen wollen.." auch einen Namen, oder handelt es sich um den, dessen Name nicht genannt werden darf? Der Hinweis, das alle Nationalstaaten vor diesem Problem stehen lässt doch den Schluss zu, dass z.B. Kommentare in Onlineforen von Zeitungen ebenso ferngesteuert ablaufen wie eine "geschlossene Propagandaoffensive gegen die Völker". Alle Völker, oder nur besondere?

    Das extrem aggressive Auftreten des iranischen Präsidenten nebst verbaler Entgleisungen anderer Regierungsvertreter sind doch auch ein Grund der besonders kritischen Berichterstattung westlicher Medien. Hat das iranische Propagandaministerium dies nicht bedacht?

    ...Ahmadinedschad"?
    Das Sie für ihn sind, ist ihrem Beitrag leicht zu entnehmen, sofern er nciht ironisch gemeint ist.
    Wer nicht für den ist, ist "ferngesteuerter Mob" und gehört für Jahre ins Gefängnis oder gleich auf's Schaffott (Forderungen, die man von Regierungsanhängern immer wieder hört) oder einfach erschossen? Ein solches Staatsverständnis passt besser in die frühere DDR (oder ein noch früheres Deutschland) als in einen demokratischen Staat. Und Sie wollen allen Ernstes der europäischen bzw. nordamerikanischen Presse Einseitigkeit vorwerfen?

    Eine legitime Regierung schießt definitionsgemäß nicht auf friedliche Demonstranten, geschweige denn lässt diese in Gefängnissen foltern und vergewaltigen und schließlich teilweise zum Tode verurteilen. Wie dreckig muss es denen gehen, wenn sie solche Mittel nötig haben!

  2. bei den Machthabern und alle Register der faschistischen Unterdrückung, gepaart mit blutrünstigem Islamismus. Ekelhafte Mischung. http://kallewestrich.blog...

  3. Mancher Unsinn ist einfach unertraeglich!

    Antwort auf "Ein falsches Spiel"
  4. egal auf welcher Seite. Muss er wie in den Geschichtsbüchern gefeiert sich opfern? Die Opposition wird in diesen Ländern zu einem Himmelfahrtskommando, während sie nur für Gleichberechtigung und andere demokratische Werte kämpft. Wie uns das zuwider ist... http://viereggtext.blogsp...

  5. Irgendjemand scheint vergessen zu haben, dass Revolutionen Vor-denker brauchen: Oder waere die Franzoesische ohne Voltaire und Rousseau moeglich gewesen?

    Antwort auf "Herr Mussawi"
    • Josh_
    • 01.01.2010 um 13:26 Uhr

    Überall wird Mussawi hochgelobt, ich frage mich, warum?
    In seine Zeit als Premier im Iran fiel die bislang größte
    Hinrichtungswelle ebenso wie der Iran-Irak Krieg.
    Er steht wie Ahmadinedschad ebenso für die Urananreicherung
    im Iran öffentlich ein und ist erklärter Fan des
    ultraradikalen verflossenen Chomeini.
    Er tritt für einen Gottesstaat ein, und während der
    Hinrichtungswelle wurden gar Frauen, die sich weigerten
    täglich zu beten, durch Peitschenhiebe zu Tode gebracht.

    Hofieren wir jetzt schon jeden, der einen unliebsamen
    Präsidenten ablösen könnte? Haben wir nicht gelernt aus
    der Studie Saddam Hussein, das der Zweck nicht alle
    Mittel heiligt?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    @josh
    Die Opposition weiß, welche Rolle Moussavi gespielt hat. Die Tatsache, dass er eine prominente Persönlichkeit ist, hat ihn bisher vor Verhaftung geschützt. Seine scheinbare Linientreue hat überhaupt erst seine Kandidierung zur Wahl ermöglicht. Er macht weiter und setzte sich für Demokratie und Meschenrechte ein obwohl letzte Woche sein Neffe umgebracht wurde und die Hälfte seiner Berater und Mitsrteiter im Gefängniss sitzen. Das ist ihm hoch anzurechnen. Auch die Demonstranten bekunden Ihre scheinbare Sympathie mit Khomeni: Indem dem Regime vorgeworfen wird, die Ideale Khomenies verraten zu haben. Man kann sich innerhalb dieses totalitären Staates eben nur in engen Kreisen bewegen um überhaupt etwas zu bewegen.

    @josh
    Die Opposition weiß, welche Rolle Moussavi gespielt hat. Die Tatsache, dass er eine prominente Persönlichkeit ist, hat ihn bisher vor Verhaftung geschützt. Seine scheinbare Linientreue hat überhaupt erst seine Kandidierung zur Wahl ermöglicht. Er macht weiter und setzte sich für Demokratie und Meschenrechte ein obwohl letzte Woche sein Neffe umgebracht wurde und die Hälfte seiner Berater und Mitsrteiter im Gefängniss sitzen. Das ist ihm hoch anzurechnen. Auch die Demonstranten bekunden Ihre scheinbare Sympathie mit Khomeni: Indem dem Regime vorgeworfen wird, die Ideale Khomenies verraten zu haben. Man kann sich innerhalb dieses totalitären Staates eben nur in engen Kreisen bewegen um überhaupt etwas zu bewegen.

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