Iran und Saudi-Arabien Stellvertreterkrieg im Jemen
Die Regierung in Sanaa kämpft gegen schiitische Rebellen. Beide Kriegsparteien werden aus dem Ausland unterstützt, von Saudi-Arabien und Iran.
© AFP/Getty Images

Saudische Soldaten rücken zur jemenitischen Grenze vor
Die Kampfjets ließen den Rebellen keine Chance. Sie bombardierten die Stellungen der schiitischen Aufständischen im Jemen und töteten zahlreiche Kämpfer und Anhänger der Huthi-Miliz. Die Flugzeuge kämpfen für die jemenitische Regierung, das Kriegsgerät gehört aber der saudischen Armee. Das mächtige Nachbarland des Jemen unterstützt das sunnitische Regime in der Hauptstadt. Die schiitischen Rebellen sollen dagegen Waffen und Geld aus Iran erhalten.
Der Bürgerkrieg in der Provinz Saada im Jemen hat sich längst zu einem Stellvertreterkrieg der beiden Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien entwickelt. Die Rivalen werfen sich gegenseitig vor, die jemenitischen Konfliktparteien aufzurüsten und sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen. Riad beschuldigt Teheran, im Jemen eine zweite Hisbollah aufzubauen und den Terrorismus zu fördern. Iran warnt Saudi-Arabien, sich nicht weiter in den Bürgerkrieg einzumischen.
Seit August dreht sich die Gewaltspirale im Norden des Jemen immer schneller. Der Krieg eskaliere dort, urteilt die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung an der Universität Hamburg. Eine vereinbarte Feuerpause hielt nur wenige Stunden.
In der Grenzregion zu Saudi-Arabien führt der Huthi-Stamm einen Guerillakrieg gegen die Zentralregierung. Der überwiegend schlecht gerüsteten jemenitischen Armee gelingt es bisher nicht, die Stammeskämpfer entscheidend zurückzuschlagen. Die Huthi-Rebellen haben Tunnelanlagen und unterirdische Bunker sowie Depots gegraben, um die Luftüberlegenheit der Armee auszugleichen. Anrückende Bodentruppen lockten die Aufständischen häufig in Hinterhalte oder wichen solange zurück, bis die Soldaten abzogen. Das amerikanische Magazin Time bezeichnet die Region als "gesetzloses Grenzgebiet".
Stellungen der Huthi-Milizen werden auch von Saudi-Arabien aus mit Helikoptern, Flugzeugen und Artillerie bekämpft. Die saudischen Behörden werfen den Huthi-Rebellen vor, Sicherheitskräfte getötet zu haben und die Grenze auf der Flucht vor jemenitischen Soldaten überschritten zu haben. Die Huthis drohen der Regierung in Riad indes mit einer Ausweitung des Kampfgebiets über die Grenze hinweg, wenn die saudische Armee die Bombardierung der Aufständischen nicht einstelle. Die Luftangriffe seien eine "schamlose Aggression und gefährliche Einmischung". Experten sprechen davon, dass der Krieg längst auf Saudi-Arabien übergreift.
Vergeblich versucht die Arabische Liga seit Oktober, zwischen den Aufständischen und der Zentralregierung zu vermitteln. Auch der Ton zwischen Saudi-Arabien und Iran wurde nicht milder. Zwischen den sunnitischen Wahabiten in Saudi-Arabien und dem schiitischen Gottesstaat bestehen seit Langem politische Konflikte, zumal Saudi-Arabien als wichtigster Verbündeter der USA in der Region gilt.
Wie weit Teherans Unterstützung für die Huthi-Rebellen geht, ist noch unklar. Dass die iranische Regierung direkt Waffen an die Rebellen liefert, wurde bislang nicht zweifelsfrei bewiesen. Das Regime von Ahmadineschad bestreitet, Kriegsmaterial an die Aufständischen geliefert zu haben, zeigt aber offen Sympathie für die Huthi-Milizen: In Teheran wurde jüngst eine Straße nach deren Anführer benannt.
Die Rebellen bestreiten, Kontakte nach Iran zu pflegen. Nach Informationen des saudi-arabischen Nachrichtensenders Al Arabya besteht aber seit mehr als zehn Jahren ein enger Austausch zwischen den Huthi-Anführern und Teheran.
Die Huthi behaupteten, nur defensiv zu agieren, schreibt Joost R. Hiltermann von der International Crisis Group im Magazin Foreign Affairs, "doch ihr Slogan, ‚Gott ist groß! Tod für Amerika! Tod für Israel! Fluch über die Juden! Und Sieg dem Islam’" widerspreche dieser Haltung."
- Datum 07.01.2010 - 12:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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2010 nach Chr, und noch noch immer werden Menschen Opfer von Kriegen, die nicht mal ihre sind. Schämen sollten sich alle Mächte, die Stellvertreterkriege führen. Das tragische bei Stellvertreterkriegen: Nur Verlierer, keine Gewinner.
Kann man jetzt den Iran als Kriegstreiber bezeichnen?
Nur weil sie Oppositonelle mit Waffen ausstatten, damit es zum Bürgerkrieg wird? Das sehen die Mullahs bestimmt anders.
Lustig in diesem und im weiteren Zusammenhang ist der Satz: "Iran warnt Saudi-Arabien, sich nicht weiter in den Bürgerkrieg einzumischen." Auf den man nur begegenen kann: Noch haben sie keine Atomwaffen.
Nur weil sie Oppositonelle mit Waffen ausstatten, damit es zum Bürgerkrieg wird? Das sehen die Mullahs bestimmt anders.
Lustig in diesem und im weiteren Zusammenhang ist der Satz: "Iran warnt Saudi-Arabien, sich nicht weiter in den Bürgerkrieg einzumischen." Auf den man nur begegenen kann: Noch haben sie keine Atomwaffen.
Die Regierung in Sanaa kämpft gegen schiitische Rebellen. Beide Kriegsparteien werden aus dem Ausland unterstützt, von Saudi-Arabien und Iran.
die USA unterstützen nicht?
Ein Lob an Hauke Friederichs für den Versuch, die Ursachen dieses Konfliktes zu erklären.
Insbesondere erfreulich ist, dass er nicht der plumpen Islamisten- Propaganda aufsitzt, und den Westen zum Universalschuldigen erklärt.
Hoffentlich liest man auf Zeit.de zukünftig häufiger Artikel, die wenigstens den Versuch starten, die ethnischen kulturellen religiösen und machtpolitischen Ursachen vieler vorder- und zentralasiatischer Konflikte zu erklären.
Vielleicht sollte die Redaktionsleitung wenigsten einigen Mitarbeitern die notwendige Zeit und Ressource zugestehen, die Konfliktursachen zu durchdringen. Artikel derartiger Fachreporter könnten dann mal wieder Journalismus sein, statt heute weit verbreitetem dummen Geschreibsels.
Wissen Sie nicht, dass alles von der CIA von langer Hand geplant war? Mich würde nicht wundern, wenn auch Achmadinedschad von der CIA oder vom Mossad ferngesteuert wäre.
An was ist denn da jetzt schon wieder der Westen schuld? Weder Saudi Arabien noch der Iran sind "der Westen".
Oder handelt es sich dabei um eine universale Floskel ohne die die Leserkommentare bei einer Meldung auf zeit.de nicht vollständig sind? So eine Art Übersprungshandlung von selbsterklärten Gutmenschen.
Wissen Sie nicht, dass alles von der CIA von langer Hand geplant war? Mich würde nicht wundern, wenn auch Achmadinedschad von der CIA oder vom Mossad ferngesteuert wäre.
An was ist denn da jetzt schon wieder der Westen schuld? Weder Saudi Arabien noch der Iran sind "der Westen".
Oder handelt es sich dabei um eine universale Floskel ohne die die Leserkommentare bei einer Meldung auf zeit.de nicht vollständig sind? So eine Art Übersprungshandlung von selbsterklärten Gutmenschen.
Wissen Sie nicht, dass alles von der CIA von langer Hand geplant war? Mich würde nicht wundern, wenn auch Achmadinedschad von der CIA oder vom Mossad ferngesteuert wäre.
hab eben bei der cia angerufen. die sagten mir das sie ferngesteuert sind.
beweisen sie doch mal das gegenteil.
hab eben bei der cia angerufen. die sagten mir das sie ferngesteuert sind.
beweisen sie doch mal das gegenteil.
ohne iran, wuerde es diesen konflikt so nicht geben. waffen gibt es nur dort, wo es geld gibt. die huthi rebellen haben ueberhaupt keine einnahmequellen. al-qaeda&co dagegen bekommen geld von reichen meist anonimen sunitischen spender. da die zahl der rebellen relativ klein ist, kann jede eigenfinanzierung ausgeschlossen werden.
als einziger sponsor kommt nur iran in frage. er hat geld und hilft offen mit geld und waffen der hisbollah und dem hamas. der grund dafuer ist, was von iran immer wider offen ausgesprochen wird - die verbreitung der islamischen revolution. dazu kommt noch das offene streben der islamischen republik nach grossmacht in der region. die shiiten in jemen sind wie geschaffen fuer irans vorhaben.
ueberhaupt kann nicht abgestritten werder, dass iran waffen an huthi liefert, da schon mehrere schiffe mit iranischer lieferungen von jemen und usa aufgebracht wurden.
saudis haben sich erst dann eingemischt, als im oktober die huthi rebellen mehrere doerfer in saudi-arabien ueberfallen haben. das ging eindeutig zu weit. es ist kein stellvertretter krieg zwischen saudis und iran, sondern iran kaempft durch huthi rebellen gegen jemen und saudi arabien. saudis verteidigen nicht die eigene machstellung, sondern die souverentaet des staatsgebietes.
wie gesagt, ohne iran, haetten wir nicht nur in libanon und in gaza ruhe, sondern auch in jemen. hier sieht man noch mal wie gefaehrlich die durchgeknallte spitze des allahstaates ist.
Sie meinen also, ohne den Iran wäre dort alles besser.
Stellen Sie sich einmal vor, wie viele Konflikte es ohne die USA nicht geben würde oder wie der Nahe Osten ohne Israel aussähe oder wie das letzte Jahrhundert ohne Deutschland verlaufen wäre.
Am Besten für den Weltfrieden wäre natürlich ein Zustand ganz ohne Menschen - aber daran wird gearbeitet.
Ansonsten sind dem Text bezüglich der iranischen Waffenlieferungen nach Jemen nur Vermutungen zu entnehmen, während das bewaffnete Eingreifen der Saudis und Amerikaner ganz manifest ist und die Ergebnisse auf vielen Friedhöfen zu sehen sind.
Sie meinen also, ohne den Iran wäre dort alles besser.
Stellen Sie sich einmal vor, wie viele Konflikte es ohne die USA nicht geben würde oder wie der Nahe Osten ohne Israel aussähe oder wie das letzte Jahrhundert ohne Deutschland verlaufen wäre.
Am Besten für den Weltfrieden wäre natürlich ein Zustand ganz ohne Menschen - aber daran wird gearbeitet.
Ansonsten sind dem Text bezüglich der iranischen Waffenlieferungen nach Jemen nur Vermutungen zu entnehmen, während das bewaffnete Eingreifen der Saudis und Amerikaner ganz manifest ist und die Ergebnisse auf vielen Friedhöfen zu sehen sind.
......Kriegstreiber. Man erinnere sich an die Zeit des Hochkommens der Hamas. Als zu erkennen war, dass sie die paletinänsische und die iraelische Seite sich vorsichtig annähern, erstarkte die Hamas. So auch die "Partei Gottes" im Libanon. Beide Parteien sehen zu, dass die Reibereien immer weitergehen. Sie werden beide vom Iran unterstützt und gefördert.
Sie meinen also, ohne den Iran wäre dort alles besser.
Stellen Sie sich einmal vor, wie viele Konflikte es ohne die USA nicht geben würde oder wie der Nahe Osten ohne Israel aussähe oder wie das letzte Jahrhundert ohne Deutschland verlaufen wäre.
Am Besten für den Weltfrieden wäre natürlich ein Zustand ganz ohne Menschen - aber daran wird gearbeitet.
Ansonsten sind dem Text bezüglich der iranischen Waffenlieferungen nach Jemen nur Vermutungen zu entnehmen, während das bewaffnete Eingreifen der Saudis und Amerikaner ganz manifest ist und die Ergebnisse auf vielen Friedhöfen zu sehen sind.
Ich würde die These aufstellen, dass wir ohne Islamismus und den Iran in Frieden leben würden und uns auf wichtige Aufgaben wie den Umweltschutz und Hungerbekämpfung konzentrieren könnten.[Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine konstruktive Diskussion. Danke, die Redaktion/vv]
Ich würde die These aufstellen, dass wir ohne Islamismus und den Iran in Frieden leben würden und uns auf wichtige Aufgaben wie den Umweltschutz und Hungerbekämpfung konzentrieren könnten.[Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine konstruktive Diskussion. Danke, die Redaktion/vv]
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