Anti-Terrorkampf Jemen rückt ins Visier der USA
Die USA und Großbritannien haben ihre Botschaften in Sanaa nach Anschlagsdrohungen geschlossen. Experten erwarten einen Angriff auf Al-Qaida-Terrorgruppen im Jemen.
Die Zeichen einer verhaltenen Nervosität sind in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa nicht zu übersehen. General David Petraeus, der US-Militärkommandeur für den Raum zwischen Mogadischu und dem Hindukusch, tauchte am Wochenende wie aus heiterem Himmel bei Präsident Ali Abdullah Salih auf.
Nach dem nur knapp vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug rücken der Jemen und Somalia immer stärker ins Visier des Anti-Terror-Kampfes. Großbritannien und die USA kündigten am Wochenende ein stärkeres Vorgehen gegen die terroristische Bedrohung aus beiden Ländern an.
Die Botschaft zwischen den Zeilen: Washington verschärft die Gangart gegen den Terror. Außenminister Abu Bakr al-Kirbi beteuerte vergeblich, dass der Jemen das Geschäft der Terrorbekämpfung "selbst" betreibe.
Die USA und Großbritannien schlossen ihre Landesvertretungen in Sanaa am Sonntag. Grund war eine Terrordrohung der jemenitischen al-Qaida. Seitdem US-Präsident Barack Obama tags zuvor die al-Qaida im Jemen erstmals öffentlich der Urheberschaft des vereitelten Flugzeuganschlags von Detroit beschuldigte, ist klar: über den Berghöhlen der südöstlichen Provinzen, wo die neue al-Qaida-Generation vermutet wird, braut sich ein amerikanisches Strafgewitter zusammen.
Es gebe Hinweise dafür, dass al-Qaida einen Anschlag in der Hauptstadt Sanaa plane, sagte der Berater von US-Präsident Barack Obama für Heimatschutz und Terroristenabwehr, John Brennan, im Fernsehsender CNN. "Wir wissen, dass die al-Qaida da draußen ist." Obama will sich am Dienstag mit den Chefs der US-Geheimdienste treffen, um Konsequenzen aus dem Detroiter Anschlagsversuch zu ziehen.
Die US-Botschaft teilte mit, die Maßnahme gelte zunächst nur für einen Tag. Spanien schränkte den Zugang zu seiner Botschaft ebenfalls ein. Die deutsche Vertretung blieb weiter geöffnet. "Die deutsche Botschaft hat bislang keine Drohungen erhalten", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die Sicherheitsvorkehrungen würden jedoch verstärkt.
Die Extremisten sollen den verhinderten Flugzeugattentäter Umar Farouk Abdulmutallab im jemenitischen Hinterland im Umgang mit seiner "Unterhosen-Bombe" geschult und angeleitet haben. Ihre Organisation nennt sich al-Qaida auf der arabischen Halbinsel. Vor einem Jahr ging sie aus der Verschmelzung der jemenitischen mit der saudischen al-Qaida hervor. Ihr Anführer ist der Jemenit Nasser al-Wahischi. Er war Osama bin Ladens Sekretär im Afghanistan-Krieg. Experten zufolge soll er noch heute mit Bin Laden in Kontakt stehen. Sein saudischer Stellvertreter Said Ali al-Schihri überstand sechs Jahre Guantánamo und ein saudisches Wiedereingliederungsprogramm für reuige Ex-Terroristen.
- Datum 03.01.2010 - 18:55 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 31
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Mannomann, jetzt wird schon wieder eine neue Spielwiese aufgemacht, reicht der IRAK und Afghanistan noch nicht.
Wie wäre es, wenn erst einmal eine Sache zu Ende gebracht wird?
Was wollen die USA und GB machen, wenn demnächst andere strukturschwache Länder als Basen dienen? Dort auch noch einmarschieren?
Warum nicht gleich alle Länder besetzen?
... Vorgehensweisen bieten sich im Jemen nicht an.
Statt Truppen zu senden eine Absprache mit der jemenitischen Regierung und dann ein paar grosse Bomben.
Der Jemen legt keinen Wert auf bewaffnete Haufen auf ihrem Staatsgebiet, es gibt diesbezüglich gemeinsame Interessen.
... Vorgehensweisen bieten sich im Jemen nicht an.
Statt Truppen zu senden eine Absprache mit der jemenitischen Regierung und dann ein paar grosse Bomben.
Der Jemen legt keinen Wert auf bewaffnete Haufen auf ihrem Staatsgebiet, es gibt diesbezüglich gemeinsame Interessen.
"Präsident Barak Obama wird wahrscheinlich schon in den kommenden Tagen einen Militärschlag anordnen"
Wird da nun nicht einmal mehr der Schein des Respektes vor dem Völkerrecht gewahrt? Wie läuft es ab, wenn die USA beschließen, bestimmte Gebiete eines Landes zu bombardieren?
Was ich einigen Usern auf Zeit zurecht vorwerfe, ist die mangelnde Selbstinformierung.
Jemen und die USA wollen zukünftig noch stärker miteinander zusammenarbeiten, um den Terroristen Einhalt zu gebieten.
Deshalb werden auch die Angriffe miteinander koordiniert.
Wo findet hier also die Verletzung der Selbstständigkeit eines Staates statt?!
Was ich einigen Usern auf Zeit zurecht vorwerfe, ist die mangelnde Selbstinformierung.
Jemen und die USA wollen zukünftig noch stärker miteinander zusammenarbeiten, um den Terroristen Einhalt zu gebieten.
Deshalb werden auch die Angriffe miteinander koordiniert.
Wo findet hier also die Verletzung der Selbstständigkeit eines Staates statt?!
Die USA geben ein Schauspiel und die Welt schaut zu?
Es darf nicht vergessen werden, dass es schon der zweite Krieg und dritte Krieg dieser Art wäre. US-Präsident Barack Obama schwor sein Land derweil auf einen langen Kampf gegen Taliban und andere Rebellen in Afghanistan ein. »Wir werden sie nicht über Nacht besiegen«, sagte Obama vor Kriegsveteranen im US-Staat Arizona. Zugleich verteidigte er den Einsatz am Hindukusch als »grundlegend für den Schutz des amerikanischen Volkes«. Die Logik dieses Kriegs war: Vernichtung der Al Quaida. Es folgte, weil Al Quaida mit den Taliban verbandelt waren, der Krieg gegen die Taliban. Es folgte unweigerlich der Krieg gegen die Zivilbevölkerung, weil diese von den Taliban nicht zu unterscheiden war. Diese Logik war für die US-Truppen immer selbstverständlich. Von der Bundesregierung und der von ihr eingesetzten Bundeswehr wurde sie verleugnet. Dies ging so lange, bis sie von der Wirklichkeit eingeholt wurde. Das Problem ist doch das die Taliban keine äußere Gefahr darstellen. Das ist ein Problem für Afghanistan, ein höchst unangenehmes Problem.
"Dies ging so lange, bis sie von der Wirklichkeit eingeholt wurde. Das Problem ist doch das die Taliban keine äußere Gefahr darstellen. Das ist ein Problem für Afghanistan, ein höchst unangenehmes Problem."
Dass die Taliban sich nicht nur mit Afghanistan zufrieden geben, zeigt auch die Situation in Paktistan.
Das Problem mit den Talibanen geht nicht nur den Afghanen was an^^
"Dies ging so lange, bis sie von der Wirklichkeit eingeholt wurde. Das Problem ist doch das die Taliban keine äußere Gefahr darstellen. Das ist ein Problem für Afghanistan, ein höchst unangenehmes Problem."
Dass die Taliban sich nicht nur mit Afghanistan zufrieden geben, zeigt auch die Situation in Paktistan.
Das Problem mit den Talibanen geht nicht nur den Afghanen was an^^
... Vorgehensweisen bieten sich im Jemen nicht an.
Statt Truppen zu senden eine Absprache mit der jemenitischen Regierung und dann ein paar grosse Bomben.
Der Jemen legt keinen Wert auf bewaffnete Haufen auf ihrem Staatsgebiet, es gibt diesbezüglich gemeinsame Interessen.
Ingo Inländer schrieb:
"Warum nicht gleich alle Länder besetzen?"
Weil nicht alle Länder Terroristen Unterschlupf gewähren.
"Dies ging so lange, bis sie von der Wirklichkeit eingeholt wurde. Das Problem ist doch das die Taliban keine äußere Gefahr darstellen. Das ist ein Problem für Afghanistan, ein höchst unangenehmes Problem."
Dass die Taliban sich nicht nur mit Afghanistan zufrieden geben, zeigt auch die Situation in Paktistan.
Das Problem mit den Talibanen geht nicht nur den Afghanen was an^^
Afghanistan, Pakistan: geopolitische Positionen sichern, sowie eine Gaspipeline für mehr Unabhängigkeit gegenüber Russlands zu erreichen.
Honduras, Kolumbien: den schwindenden Einfluss in Südamerika wieder erhöhen: dort gibt es viel böse linke Regierungen, den Menschen geht es immer besser: dagegen muss etwas getan werden
Jemen, Somalia/Afrika: China ist in Afrika engagiert. Dort gibt es viele Ressourcen. Die will man haben. Also auf, auf, mit viel Geschrei nach Afrika.
Überall derselbe fadenscheinige Grund: Antiterrorkampf und Kampf gegen die selbstgeschaffene Al Kaida. Die breitet sich immer mehr aus, je mehr sie die USA jagen. Parodox?
Sehr leicht durchschaubar, vor geraumer Zeit vorhergesagt, nun trifft es ein.
Ach und sie wollen einem Staat beim Zerfall zuschauen?
Na dann^^
Ach und sie wollen einem Staat beim Zerfall zuschauen?
Na dann^^
Was ich einigen Usern auf Zeit zurecht vorwerfe, ist die mangelnde Selbstinformierung.
Jemen und die USA wollen zukünftig noch stärker miteinander zusammenarbeiten, um den Terroristen Einhalt zu gebieten.
Deshalb werden auch die Angriffe miteinander koordiniert.
Wo findet hier also die Verletzung der Selbstständigkeit eines Staates statt?!
Weil, sowohl im Jemen als auch in anderen muslimischen Ländern nur noch westliche Marionettenregierungen sitzen. Mit denen machen die USA wie auch viele Europäische Regierungen korrumptive Geschäfte. Deswegen gibt es manchmal auch hier was auf die Fre... . Verstanden Herr Schlau?
Weil, sowohl im Jemen als auch in anderen muslimischen Ländern nur noch westliche Marionettenregierungen sitzen. Mit denen machen die USA wie auch viele Europäische Regierungen korrumptive Geschäfte. Deswegen gibt es manchmal auch hier was auf die Fre... . Verstanden Herr Schlau?
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