Der US-Senat hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, Sanktionen gegen Handelspartner Irans zu verhängen. Betroffen wären Firmen, die Iran mit Benzin oder Produkten zur Öl-Raffinierung beliefern oder dies unterstützen. Der Hintergrund: Die USA werfen der Regierung in Teheran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich am Bau von Nuklearwaffen zu arbeiten. Iran bestreitet das.

Das US-Repräsentantenhaus hatte ein ähnliches Gesetz bereits gebilligt. Die Entwürfe der Kongresskammern müssen nun noch miteinander in Einklang gebracht werden, bevor das Gesetz von Präsident Barack Obama unterzeichnet werden kann.

Iran ist zwar einer der größten Ölproduzenten der Welt. Das Land ist jedoch aufgrund geringer eigener Raffinerie-Kapazitäten von Kraftstoffimporten abhängig und muss 40 Prozent seines Bedarfs an Benzin importieren.

Im Atomstreit mit Iran wollen viele Kongressabgeordnete Obama mehr Druckmittel in die Hand geben. Erst vor wenigen Tagen hatten die USA und die EU im Atomstreit mit Teheran Härte demonstriert: Beim Antrittsbesuch der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Washington bekräftigte Außenministerin Hillary Clinton die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft. "Das wird nicht ausgesessen. Wir werden nicht zurückweichen", sagte sie. Ashton deutete darüber hinaus die Bereitschaft zu neuen Sanktionen gegen Teheran an.