Ukraine Die Wahl der EnttäuschtenSeite 2/2

Der Politiker, der bei der Wahl 2004 offen vom russischen Präsidenten Putin unterstützt wurde, will in Zukunft die Beziehungen zu Russland wieder verbessern und vor allem wirtschaftlich mit dem großen Nachbarn zusammenarbeiten. Trotz seiner prorussischen Haltung hat  Janukowitsch zuletzt auch eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union nicht ausgeschlossen. In diesem Punkt hat er sich an seine Mitbewerberin Timoschenko angenähert, von der man eine ausbalancierte Politik zwischen Russland und EU erwartet. Unter dem eindeutig prowestlichen Juschtschenko hatte sich das Verhältnis zu Russland dramatisch verschlechtert. Der russische Präsident Dmitri Medwedjew hatte im Sommer in einer Videobotschaft auf seiner Internetseite angeprangert, dass die ukrainische Führung eine offen feindliche Politik gegenüber Russland führe. Wiktor Juschtschenko hatte seinen georgischen Kollegen Michail Saakaschwili im Blitzkrieg gegen Russland im August 2008 unterstützt.

Im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf haben sich die Kandidaten auf vollmundige soziale und wirtschaftliche Versprechungen konzentriert, obwohl sie diese nur mit Unterstützung des Parlaments und des Premierministers werden realisieren können. Insgesamt war eine bunte Schar von 18 Präsidentschaftskandidaten angetreten. 

Neben den drei großen Figuren der ukrainischen Politik wurde allerdings nur zwei anderen Kandidaten ein Überraschungserfolg zugetraut. Arseni Jatseniuk, der ehemalige Wirtschafts- und Außenministerminister und Sergej Tigipko, ein mächtiger Geschäftsmann und ehemaliger Chef der ukrainischen Nationalbank, hatten sich als pragmatische und unverbrauchte Kandidaten empfohlen. Während der prowestliche Jatsenuik sich durch eine katastrophal schlecht geführte Kampagne von ursprünglich 15 Prozent Zustimmung ins Aus manövrierte, könnte Tigipko, dessen gigantische Plakate überall im Land aushingen, es auf einen dritten Platz hinter Janukowitsch und Timoschenko schaffen.

 
Leser-Kommentare
  1. Merkwuerdig ruhig zu den Wahlen in der Ukraine. Wo sind auf einmal die Medien , die uns noch vor 5 Jahren wochenlang vollgedroehnt haben , von wegen Freiheit und Gerechtigkeit , Revolution mit Orange Geschmack ganz nach dem Szenario der ' Eventmanager '.
    Farbrevolutionen haben nun einmal nicht das Zeugs , um wirkliche Veraenderungen und Reformen zu bewirken , vor allem wenn sie ferngesteuert sind ; sie sind sozusagen nicht ' genuin '.
    Bald wird auch Georgien dasselbe Schicksal ereilen . Beide Laender sollten in die Nato / EU , die Russen sollten umzingelt werden , damit sie nicht aufmuepfig werden und andere ' Schweinereien '. Laeuft jetzt ziemlich dumm fuer einige Farbrevolutionsplaner , dabei war alles so schoen geplant und sollte als Exportschlager in alle Welt exportiert werden ,
    shit happens.......

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    • Midway
    • 17.01.2010 um 19:44 Uhr

    shit happens
    Ja dass könnte stimmen. Allerdings nur für die Freiheit und Demokratie. Sie ziehen über Demonstranten her, die dafür gesorgt habem, dass kein Betrüger an die Macht kommt. Dies hat sich gelohnt.

    Ahja, da Sie ja über den möglichen Wahlsieger Wiktor Janukowitsch so frohlocken, möchte ich mal daraufhinweisen, dass bereits schonwieder über 1000 Beschwerden über manipulierte Stimmzettel eingingen.

    • Midway
    • 17.01.2010 um 19:44 Uhr

    shit happens
    Ja dass könnte stimmen. Allerdings nur für die Freiheit und Demokratie. Sie ziehen über Demonstranten her, die dafür gesorgt habem, dass kein Betrüger an die Macht kommt. Dies hat sich gelohnt.

    Ahja, da Sie ja über den möglichen Wahlsieger Wiktor Janukowitsch so frohlocken, möchte ich mal daraufhinweisen, dass bereits schonwieder über 1000 Beschwerden über manipulierte Stimmzettel eingingen.

    • Midway
    • 17.01.2010 um 19:44 Uhr
    2. ^^

    shit happens
    Ja dass könnte stimmen. Allerdings nur für die Freiheit und Demokratie. Sie ziehen über Demonstranten her, die dafür gesorgt habem, dass kein Betrüger an die Macht kommt. Dies hat sich gelohnt.

    Ahja, da Sie ja über den möglichen Wahlsieger Wiktor Janukowitsch so frohlocken, möchte ich mal daraufhinweisen, dass bereits schonwieder über 1000 Beschwerden über manipulierte Stimmzettel eingingen.

    Antwort auf "Farbrevolutionen"
  2. Und woher haben Sie die Informationen über die Beschwerden her? Doch nicht etwa aus Waschington oder?...

    Die Ukrainer wurden betrogen, dafür wird Juschenko und seine Nato-Freunde die Rechnung bekommen. Niemand in der Ukraine will sich von Russland trennen, niemand will in die Nato.

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    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:17 Uhr

    Niemand will in die NATO? Nunja, da sagen aber 27 % der Stimmen was anderes ,)
    Washington hat mit den Wahlen in der Ukraine nichts zu tun.
    Naja typisch wiedermal wenn Leute wieder gegen den Westen wettern.

    Zehn Prozent der Stimmen wurden womöglich gefälscht. In diesem Umfang rechneten schon die ukrainischen Stellen.

    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:18 Uhr

    Mal abgesehen davon, will der womöglich neue Präsident ebenfalls einen Dialog mit der EU beginnen ,)

    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:17 Uhr

    Niemand will in die NATO? Nunja, da sagen aber 27 % der Stimmen was anderes ,)
    Washington hat mit den Wahlen in der Ukraine nichts zu tun.
    Naja typisch wiedermal wenn Leute wieder gegen den Westen wettern.

    Zehn Prozent der Stimmen wurden womöglich gefälscht. In diesem Umfang rechneten schon die ukrainischen Stellen.

    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:18 Uhr

    Mal abgesehen davon, will der womöglich neue Präsident ebenfalls einen Dialog mit der EU beginnen ,)

    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:17 Uhr
    4. ^^

    Niemand will in die NATO? Nunja, da sagen aber 27 % der Stimmen was anderes ,)
    Washington hat mit den Wahlen in der Ukraine nichts zu tun.
    Naja typisch wiedermal wenn Leute wieder gegen den Westen wettern.

    Zehn Prozent der Stimmen wurden womöglich gefälscht. In diesem Umfang rechneten schon die ukrainischen Stellen.

    Antwort auf "@ Midway"
    • Midway
    • 17.01.2010 um 21:18 Uhr
    5. ^^

    Mal abgesehen davon, will der womöglich neue Präsident ebenfalls einen Dialog mit der EU beginnen ,)

    Antwort auf "@ Midway"
  3. Kutschma war wirklich kein Lichtblick.Die Medienfreiheit
    war fürchterlich.Gonadse,den Chefredakteur einer Zeitung
    hat er kaltblütig ermorden lassen.
    Natürlich gab es Milliardäre im Westen die ,die Ukraine
    durch die orange Revolution ändern wollten.
    (Das war übrigens auch bei der kommunistischen
    Revolution so)
    Wenn wirtschaftlich-strategische Interessen leider diese
    Revolution so kläglich dahin glimmen ließen,so waren
    die Triebfedern und Ideen dieser Revolution eben nur auf sehr kurze Zeit geplant.Obama hat das vor nicht allzu langer
    Zeit so ähnlich ausgedrückt: Wenn wir unser Militär nur
    nach den Plänen der Rüstungslobby strukturieren und
    eben auf einen Kampf gegen Rußland richten.......
    Ja wenn eben nicht nur die Wirtschaft die Haupttriebfeder
    dieser Revolution gewesen wäre,dann wären jetzt nicht
    so viele enttäuscht.
    Es gab eine Revolution in Frankreich,da waren die
    Ideale Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit
    Freiheit für die Wirtschaft??? Den Untergang dieser
    Idee erleben wir gerade.
    Die Ukraine hat auch die Idee sehr schmerzhaft erleben
    müssen,dass die Gleichheit im Kommunismus alles andere
    erdrückt hat.
    Wie wäre es mit Freiheit in Religion,Wissenschaft,Kunst
    Bildung ?
    Gleichheit vor dem Gesetz.Dass die Oligarchen eben auch
    Steuer zahlen müssen z.B .......
    Und Brüderlichkeit in der Wirtschaft ?
    Wenn die Werte stimmen,so werden Veränderungen
    Erfolg haben können !

  4. Sie haben mir nicht auf meine Frage geantwortet. Wo haben Sie nun ihre Informationen her?

  5. Hören Sie bitte auf, Ihre antiamerikanistischen 68er-Zuckungen an Sachverhalten auszulassen, von denen Sie keine Ahnung haben. Oder gehören Sie zu der Gruppe Mensch, die meinen intellektuell zu sein, wenn sie immer gegen den mainstream sind?
    Für Sie steht jedenfalls die NATO offensichtlich für Imperialismus - weil Sie aus einem reichen Land stammen, das lange Zeit unter der Kontrolle einer Besatzungsmacht stand. Für die Ukrainer steht sie für westliche Unabhängigkeit. Wieso? Weil z.B. Russland sich erlaubt, vor meiner Heimatstadt einen Kriegskreuzer vor Anker zu lassen. Oder weil es die Ukrainer mit den Gaslieferungen politisch erpresst. Oder weil es geschichtlich von vielen als eine den Nazis ebenbürtige, wenn nicht schlimmere (so Bandera-Anhänger) Imperialmacht erscheint.
    Juschteschenko hat -wie im Artikel richtig dargestellt- nicht verloren, weil das Volk ihn, wie Sie meinen, als eine Marionette der USA erkannt hat, sondern weil er seine Versprechen nicht durchsetzen konnte, das Volk unnötig gespalten hat (durch Beleidigungen russischstämmiger Ukrainer wie mich) und in seine Amtszeit obendrein die Finanzkrise fiel.

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