Südatlantik Der neue FalklandkonfliktSeite 2/2

"Über die Souveränität der Falklandinseln gibt es keine Zweifel", betont man dagegen im Londoner Außenministerium. Immerhin weht – mit der kurzen Unterbrechung des Krieges – die britische Flagge seit 1833 auf der Inselgruppe. Die Regierung der Falklands habe das Recht, die Ölindustrie auf ihrem Territorium zu entwickeln und Großbritannien unterstütze sie dabei.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass noch niemand Öl gefunden hat. In sechs, sieben Monaten könnten die Ölsucher wieder gehen und nie mehr wiederkommen", beschwichtigt Phyl Rendell. Wenn die Ölblase platzt, könnten wohl auch die Kriegsschiffe wieder abziehen. Die Falklandbewohner müssten wieder von Schafzucht, Fischfang und Antarktistourismus leben.

Und wenn das Öl sprudelt? "Wir suchen die Kooperation mit Argentinien", so London. Eigentlich seien die Beziehungen gut. Die Aufforderung der UN, mit Argentinien über die Souveränität der Falklands zu verhandeln, wird in London allerdings ignoriert.

(Erschienen im Tagesspiegel)

 
Leser-Kommentare
  1. und die Bodenschätze Namibas gehören den Deutschen

  2. Erstaunlich wie viel noch übrig ist von dem Kolonialdenken des "British Empire's".

  3. und GB ist so pleite wie Argentinien.

  4. ...warum schützt die Britische Marine die Interessen eines multinantionalen Konzern auf Kosten britscher Steuerzahler?

    • joG
    • 19.02.2010 um 14:36 Uhr

    ...nach internationaler Interpretation ein Akt des Krieges. Die Falkland Inseln sind ein Überseegebiet der UK. Die UK ist Mitglied der Nato. Natomitglieder sind verpflichtet anderen Natomitgliedern militärisch beizustehen, wenn diese angegriffen werden. Deutschland ist Natomitglied.....

    Eine Leser-Empfehlung
    • joG
    • 19.02.2010 um 14:39 Uhr

    ....international als Akt des Krieges interpretiert. Die Falkland Inseln sind ein Überseegebiet der UK. Die UK ist Mitglied der Nato, deren Mitglieder verpflichtet sind einem anderen Mitglied militärisch beizustehen, wenn er angegriffen wird. Deutschland ist Mitglied der Nato....

  5. "Nur weil die Inseln vor Argentinien liegen sind sie nicht argentinisch." Wenn das so ist, ist dann das Baskenland auch nicht spanisch, nur weil es vor oder bei oder in Spanien liegt? Ist dann Indien noch englisch ...? Das ist ja alles mal sehr interessant.

  6. Eigentlich müsste es doch um das Wohl der Menschen gehen. Wollen sie britisch oder argentinisch sein, wäre meine eigentliche Einstellung.
    Das British Empire hat damals die Inseln wie viele weitere Teile dieser Welt kolonialisiert und herrschte eine ganze Weile über die Inselgruppe. Im Falklandkrieg ließen dann viele Menschen ihr Leben und es wurde viel Leid und Elend über die Menschen gebracht, sowohl bei den britischen und argentinischen Militärs, als auch der Menschen auf den Falklandinseln. Gab es nach dem Krieg nicht eine Einigung? Würde mich interessieren.

    Meiner Meinung nach liegt das plötzlich wieder erstarkte Interesse Argentiniens genauso wenig an den Menschen dort begründet, wie es das chinesische nach den ebenfalls rohstoffreichen Spratleyinseln ist. Traurig, wenn Profitgier und Rohstoffverlangen über die Interessen der Menschen und auch der Natur gestellt werden und deswegen Frieden und Völkerfreundschaft riskiert werden.

    Wieder mal ein machtkampf einiger politiker und Konzernmanager. Soviel zum Thema "Internationale Staatengemeinschaft, Menschenrechte, Umweltschutz und Demokratie. denn: Hat irgendjemand die Einheimischen gefragt, ob sie Ihr Leben, Ihre Freiheit und eigene Sicherheit für ein paar Barrel Öl aufs Spiel setzen wollen?

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