USA-China Obama empfängt Dalai Lama
Gegen alle Warnungen aus Peking will Barack Obama das geistige Oberhaupt Tibets treffen. Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen hält er für "gefestigt genug".
© Mandel Ngan/AFP/Getty Images

Mit seiner Entscheidung, den Dalai Lama im Weißen Haus zu empfangen, pflegt US-Präsident Obama eine Tradition. Auch sein Amtsvorgänger hatte das geistige Oberhaupt Tibets zuletzt 2007 in Washington begrüßt
Test für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen: Ungeachtet harscher Kritik aus Peking will US-Präsident Barack den Dalai Lama treffen. Die Begegnung mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter soll am 18. Februar im Weißen Haus stattfinden.
Das kündigte Obamas Sprecher Robert Gibbs an. Die kommunistische Regierung Chinas betrachtet den im Exil lebenden Dalai Lama als Separatisten. Seine Heimat Tibet ist immer wieder Schauplatz anti-chinesischer Proteste. Peking hatte Obama daher seit Längerem gedrängt, von dem geplanten Treffen abzusehen.
Die Beziehung zwischen beiden Ländern sei "gefestigt" genug, um Meinungsverschiedenheiten auf manchen Gebieten auszuhalten, sagte ein Sprecher Obamas dagegen. "Wir wissen, dass beide Staaten sich nicht in jedem Punkt einig sind." Präsident Obama habe sich schließlich auch nicht gescheut, seine Sorge in Bezug auf die weiche chinesische Währung oder wegen der Attacken auf den amerikanischen Internetkonzern Google anzusprechen.
Das ist nicht der einzige Konfiikt zwischen den Weltregionen: Europäer und Amerikaner fordern seit Langem, den chinesischen Yuan aufzuwerten, um zu verhindern, dass ihre Exportgüter nicht künstlich teuer gemacht werden. Sie werfen China vor, die chinesischen Güter durch den staatlich festgelegten und künstlich niedrig gehaltenen Yuan zu verbilligen.
Eine weitere Belastung der Beziehungen gibt es wegen Waffenlieferungen der USA an Taiwan. Aus Protest gegen geplante milliardenteure Waffenverkäufe an die Inselrepublik, die China als abtrünnig betrachtet, hat die Regierung Anfang des Monats die militärischen Kontakte zu den USA abgebrochen.
- Datum 12.02.2010 - 16:11 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 3
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im vergleich zu ...
http://www.zeit.de/politi...
ein kühner sprung nach vorne, oder wie darf "man" das jetzt werten??
dann mannnn thau!
...auf dass, der Erleuchtete den Gastgeber, auf den rechten Weg bringe- oder hat es etwas mit Strategie zu tun?
Der Kommunistische Regierung Chinas hat natürlich grosse Angst, weil sie genau wißen das Chinas teritoriale Teilung wird nicht von drausen aber von innere durchgeführt. Das wird schneller kommen als die noch Maoisten sich vorstellen können. Hier wird der alte Spruch perfekt funktioniern: "Von was du Angst hast, wird 100% passiern". Das wird sehr gut für die verschidene Völkers die heute in der noch große China leben, und auch für die Welt in allgemein. Der Tat das heute China mehr Geld für Ausrustung gibt es ist genau so nötig wie man vulgär sagt "wie ein Loch im Kopf"...und ich habe schon erklärt das USA keine Schulden mehr an China hat, vielleicht auch die Journalisten könnten etwas besser recherchiern, bevor ein Kommentar schreiben und die Leser desinformiern!
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