EU-Beitritt Erdogan schimpft über Merkel und Sarkozy
Im Streit um den EU-Beitritt der Türkei fühlt sich Premier Erdogan hintergangen: Nicht sein Land, sondern Deutschland und Frankreich würden die Regeln missachten.
© Andreas Rentz/Getty Images

Empörung auf der einen, Maßregelung auf der anderen Seite? Die Kommunikation zwischen Erdogan und Merkel ist jedenfalls schwierig derzeit
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Haltung Deutschlands und Frankreichs im Streit um einen EU-Beitritt seines Landes kritisiert. "Was Frankreich und Deutschland mit uns machen, ist nicht korrekt. Mitten in der Partie ändern sie die Spielregeln", sagte er der Madrider Zeitung El País. Paris und Berlin warf er vor, den EU-Beitritt der Türkei mit Bedingungen verhindern zu wollen, die nicht im EU-Regelwerk stünden.
Bei seinen Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gebe es oft Übereinstimmungen. "Das ändert sich aber, wenn wir uns den Rücken zukehren", beklagte Erdogan, der derzeit in Spanien weilt. Das positive Bild Deutschlands und Frankreichs in der türkischen Bevölkerung werde durch den Streit negativ. "Die EU hat keinem anderen Land so hohe Auflagen gemacht wie uns", ergänzte er.
Die Türkei sei mit ihren fünf Millionen in der EU lebenden Auswanderern bereits auf inoffizielle Weise in Europa integriert. Sein Land könne einen großen Beitrag für die EU leisten, weil es als einziger Staat in der Lage sei, eine Brücke zwischen der islamischen Welt und dem Westen zu bilden.
Erdogan äußerte sich zuversichtlich, dass es während der spanischen EU-Ratspräsidentschaft in dieser Frage Fortschritte geben könnte. Madrid macht sich für eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU stark. Deutschland und Frankreich befürworten dagegen lediglich eine "privilegierte Partnerschaft" der EU mit der Türkei.
- Datum 22.02.2010 - 15:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 68
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er hat schlicht und einfach recht.
bin mal gespannt, was sich sarkozy und mme merkel noch so alles einfallen lassen wollen. wobei..merkel überlässt es sarkozy.
und dass sie link ist, überrascht nicht wirklich.
Merkel tritt in einen umgangsförmlichen Fetteimer, indem sie mit einem Finger auf Erdogan zeigt. Mutti halt hat keine Manieren oder, wie es das Bild besser vermittelt, sie spielt sich als Oberlehrerin auf.
Frau Kanzlerin, zum Mitschreiben:
Wenn man aus einem Anlass auf eine andere Person zeigen muss, dann mit der ganzen Hand. Diese Gestik wirkt weniger anklagend, als vielmehr einladend.
"Sein Land könne einen großen Beitrag für die EU leisten, weil es als einziger Staat in der Lage sei, eine Brücke zwischen der islamischen Welt und dem Westen zu bilden."
Das ist doch nicht gewollt, denn der Westen braucht den Islam doch als "Arschloch im Wandschrank"(Pispers), den man bei Bedarf rausholen und prügeln kann, wenn es daheim nicht so gut läuft.
MfG
AoM
aber häufig zeigen dann ja bekanntlich vier Finger auf eien selber!
@2 Angel_of_ Mercy
na, na, na …!!!
ansonsten würde ich schon sagen, die betonung liegt auf KÖNNTE … (die türkei könnte eine brücke sein)
islam ist schön, islamisMUS(S) (siehe iran ...) na ja!
immerhin sollte man vielleicht (aber ich mag mich täuschen) nicht UNBEDINGT vergessen, dass Erdogan noch 2007 ganz offiziell folgende – nicht gerade vertrauenerweckende worte ( als teil einer rezitation eines gedichtes des türkischen ideologen Ziya Gökalp) öffentlich zitierend von gab:
«Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unser Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten.»".
(„Weltwoche“, Ausgabe 19/07, Artikel: „Eine Art Siegessäule“).
Zwar soll er diese Worte später offiziell bereut haben, aber ob er sie auch wirklich „inoffiziell“ (=innerlich) bereut hat oder nur aus diplomatischen gründen sich entschuldigte – nun, wer kann da schon seine hand für ins feuer legen?? insofern denke ich, dass eine gewisse VORSICHT (in form von z.b. bestimten auflagen) und nicht unbedingt eine vollmitgliedschaft eventuell nicht ganz an den haaren herbeigezogen sind. wenn sich das ganze bewährt und gut anlässt, kann ja später die vollmitgliedschaft JEDERZEIT folgen, oder nicht??
aber häufig zeigen dann ja bekanntlich vier Finger auf eien selber!
@2 Angel_of_ Mercy
na, na, na …!!!
ansonsten würde ich schon sagen, die betonung liegt auf KÖNNTE … (die türkei könnte eine brücke sein)
islam ist schön, islamisMUS(S) (siehe iran ...) na ja!
immerhin sollte man vielleicht (aber ich mag mich täuschen) nicht UNBEDINGT vergessen, dass Erdogan noch 2007 ganz offiziell folgende – nicht gerade vertrauenerweckende worte ( als teil einer rezitation eines gedichtes des türkischen ideologen Ziya Gökalp) öffentlich zitierend von gab:
«Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unser Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten.»".
(„Weltwoche“, Ausgabe 19/07, Artikel: „Eine Art Siegessäule“).
Zwar soll er diese Worte später offiziell bereut haben, aber ob er sie auch wirklich „inoffiziell“ (=innerlich) bereut hat oder nur aus diplomatischen gründen sich entschuldigte – nun, wer kann da schon seine hand für ins feuer legen?? insofern denke ich, dass eine gewisse VORSICHT (in form von z.b. bestimten auflagen) und nicht unbedingt eine vollmitgliedschaft eventuell nicht ganz an den haaren herbeigezogen sind. wenn sich das ganze bewährt und gut anlässt, kann ja später die vollmitgliedschaft JEDERZEIT folgen, oder nicht??
Eine Brücke, hört sich romantisch an. Tatsächlich ist eine Brücke ein Machtinstrument und eine Geldquelle (Maut).
Und mit Erdogan? Lieber nicht.
Können die Europäer nicht selber ihre Politik gegenüber dem Islam regeln?
Herr Erdogan sie und die türkische Bevölkerung sollten der Wahrheit ins Auge sehen. Die Mächtigen in der EU wollen die Türkei nicht in der EU. Ziehen sie daraus ihre politischen & wirtschaftlichen Schlüsse. Bauen sie ihre wirtschaftliche potzenz in allen Gebieten weiter aus, nehmen sie den Öl- und Gashahn unter ihre Kontrolle, machen sie jeden Versuch der EU im Nahen Osten Politik zu machen zunichte bzw. vonj ihren eigenenh intentionen abhängig, zeigen sie der EU ihre Grenzen, bauenj sie ihre Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter aus, knüpfen sie bindungen zu den Nachbarn imk Osten, tun sie was fürs eigene Volk ohne auf die EU zu schauen, glauben sie an die KRaft der modernen Türkei. Merkel hat keine visionen und Sarkozy ist ein türkeihasser wie er im Buche steht. Die wirtschaftskrise macht die EU bürger nicht türkeifreundlicher, lassen sie die Bürger links liegen und versuchen sie soviele Investoren und Arbeitsplätze in die Türkei zu ziehen, achten sie aber darauf, dass die Industrie nicht in ausländische Hände fällt. wenn sie das alles bissl hinkriegen, werden sie die Punkte einer priviligierten Partnerschaft diktieren, wenn sie die dann überhaupt für nötig erhalten. Noch was, kaufen sie keine Waffen mehr aus D./F. und bauen sie bitte selber welche, um auch hier mehr und mehr autark zu sein. der nächste Schritt wäre ein austritt aus der NATO. Die TR hat lang genug den Osten der EU Flanke beschützt ohne dafür honoriert worden zu sein. Die Griechen machens.
aber häufig zeigen dann ja bekanntlich vier Finger auf eien selber!
22.02.2010 um 16:44 Uhr
Parallelgesellschaftler
"... machen sie jeden Versuch der EU im Nahen Osten Politik zu machen zunichte bzw. vonj ihren eigenenh intentionen abhängig, zeigen sie der EU ihre Grenzen..."
Da weiß man doch gleich, in welchem Boot ein "Paralleltgesellschaftler" sitzt....
Sowohl Sarkozy als auch Merkel haben sich offen gegen eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU ausgesprochen. Wen also wundert es, daß sie dieses kundtun ?
Die Politiker und religiösen Führer in der Türkei möchten doch bitte erst dafür sorgen, dass die mittelalterlichen Ehrencodexe und Morde
von jungen Frauen aufhören, die Versklavung der Frauen allgemein.
Wenn die Frauen hier aufwachsen leben sie in dieser Kulturszene
und wollen so leben wie Deutsche,wer kontrolliert denn die türkischen
Männer wie sie leben ? - die dürfen alles - nur die Frauen werden
unterdrückt. Mit einigen Ländern in der EU gibt es schon reichlich
Probleme - will man noch mehr ? Dann soll man alle aufnehmen - wie der kluge Herr Verheugen möchte, tut mir leid diesen Unverstand
kann ich nicht nachvollziehen. Nichts gelernt - Ist die EU jetzt schon
am Anfang des Zusammenbruchs? Irgendwo hört Europa auf !!!
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