Burkas in Frankreich Symboldebatte um den Ganzkörperschleier
In Frankreich wird ein Verbot von Burkas diskutiert. Weder verhindert ein solches Verbot islamistische Positionen, noch nützt es den Frauen, kommentiert Gero von Randow
- Datum 02.02.2010 - 13:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 42
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Das Standbild zeigt übrigens einen Niqab und keine Burqa, nur mal so am Rand bemerkt...
Gero von Randow spricht in seinem Kommentar allerdings alle Vollverhüllungen an und erwähnt sowohl Niqab als auch Burqa. Wenn Sie sich so gut auskennen könnten Sie ja auch mal für die ganzen ahnungslosen den Unterschied erklären, also nicht nur optisch sondern vielleicht auch, was die Trägerinnen der unterschiedlichen Vollverhüllungen damit ausdrücken wollen.
Die Debatte um das Verbot zeigt die tiefe Verunsicherung in unserer Gesellschaft, was den Umgang mit dem Islam anbelangt. Mehr Gelassenheit!
Herr von Randow relativiert die Burka und ihre Bedeutung für die Trägerinnen.
Keine Frau( - es sei denn, eine gravierende psychische Störung liegt vor oder eine harte Strafe droht) trägt freiwillig diesess "religiöse Kleidungsstück".
Es ist die Aufgabe der westlichen Kultur zu zeigen, dass es mit den Menschenrechten unvereinbar ist, eine Person unsichtbar zu machen.Für die religiöse Strömung, die die Burka vorschreibt, ist eine Frau ohne diese unrein etc.
Zu argumentieren, in den Banlieus geschehe Schlimmers als der Burka-Zwang ist zynisch.
Keine Frau( - es sei denn, eine gravierende psychische Störung liegt vor oder eine harte Strafe droht) trägt freiwillig diesess "religiöse Kleidungsstück".
-ganz schön mutig von ihnen, DAS zu behaupten. gehen sie mal auf die straße, fragen sie die frauen doch. sollte es nur EINE geben, die sich tatsächlich aus freiem willen verschleiert- wie gesagt, ganz schön mutig , menschen aufgrund ihrer kleidung derart zu beleidigen.
Wir in Europa haben das Recht, unsere Kultur, unsere Bräuche, unser Verhältnis zwischen den Geschlechtern zu verteidigen und alle Familien, die gerne ihre Frauen anders gekleidet sehen, auf Alternativen zum Aufenthalt in Europa aufmerksam zu machen.
Wir verteidigen doch nicht unsere Bräuche und Kultur indem wir anderen unsere Kleiderordnung aufzwingen. Frauen mit Kopftuch oder Burka, Männer mit Lederhosen, Bürger mit Kreuzen um den Hals.... hierdurch wird doch nicht unsere Gesellschaft gefährdet. Nochmal: Mehr Gelassenheit!
Wir verteidigen doch nicht unsere Bräuche und Kultur indem wir anderen unsere Kleiderordnung aufzwingen. Frauen mit Kopftuch oder Burka, Männer mit Lederhosen, Bürger mit Kreuzen um den Hals.... hierdurch wird doch nicht unsere Gesellschaft gefährdet. Nochmal: Mehr Gelassenheit!
"Man kann niemanden gegen seinen Willen befreien", dieser Satz des Herrn von Randow liegt mir schwer im Magen, denn er ist relativ falsch. Nicht jeder in Nazideutschland war froh darüber von den Alliierten befreit zu werden. Nicht jede Burka-Trägerin wird über die Befreiung von diesem Kleidungsstück glücklich sein, das nix mit Religion zu tun hat, nicht einmal mit dem Koran. Noch trägt die Mehrheit der Koran-Gläubiginnen keine Niqab. Versteht diese Mehrheit Koran (und von mir aus auch Sunna falsch?). Der französische Philosophieprofessor Abdennour Bidar, der selbst zum Islam konvertiert ist, vergleicht die Burkaträgrinnen mit Punks, denn sie wollen wie diese provozieren. Die Burka als Auflehnung gegen die Gesellschaft, aber nicht die islamische, sondern die westliche des Gastlandes Frankreich. Das muss sich kein Land gefallen lassen. Die Kultur des Gastlandes ist ebenso zu achten, wie die Kultur des Heimatlandes. In Saudia Arabien können diese Damen ihre Niqab tragen, nur da kommen sie nicht nicht, aus zwei Gründen: 1. Diese Islam-Punks sind überwiegend Konvertitinnen, die die Freiheit Frankreichs nicht missen wollen. 2. Saudi Arabien will diese Freaks nicht.
Antwort: gar nichts, sie will nicht provozieren, sie will damit nichts aussagen, sie will schlicht und einfach ihren Koerper bedecken. Dies offenbar in einem Mass, das ueber das in Europa uebliche hinausgeht. Ist das Grund genug, es zu verbieten?
Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum frau sich Dinge wie Brustvergroesserungen antut und habe heftige Bedenken, ob dies wirklich aus "freiem" Willen heraus geschieht, aber es laege mir fern, ein Gesetz zu fordern, das dergleichen Unsinn verbietet.
Wer wirklich Gleichberchtigung foerdern will, muss Voraussetzungen schaffen, die Frauen die Moeglichkeit zu einem (von ihnen) selbstbestimmten Leben geben, nicht Gesetze, die sie dazu zwingen so zu leben, wie manch anderer sich ein selbstbestimmtes Leben vorstellt.
Antwort: gar nichts, sie will nicht provozieren, sie will damit nichts aussagen, sie will schlicht und einfach ihren Koerper bedecken. Dies offenbar in einem Mass, das ueber das in Europa uebliche hinausgeht. Ist das Grund genug, es zu verbieten?
Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum frau sich Dinge wie Brustvergroesserungen antut und habe heftige Bedenken, ob dies wirklich aus "freiem" Willen heraus geschieht, aber es laege mir fern, ein Gesetz zu fordern, das dergleichen Unsinn verbietet.
Wer wirklich Gleichberchtigung foerdern will, muss Voraussetzungen schaffen, die Frauen die Moeglichkeit zu einem (von ihnen) selbstbestimmten Leben geben, nicht Gesetze, die sie dazu zwingen so zu leben, wie manch anderer sich ein selbstbestimmtes Leben vorstellt.
In vielen islamischen Ländern ist es verpönt, daß Frauen,
insbesondere Touristinnen, zu viel Fleisch zeigen. Umge-
kehrt kann wohl eine Anpassung an die hiesigen Kleidersit-
ten erwartet werden.
Ich vermisse bei vielen "Migranten", die hier Zuflucht gefunden haben, eine gewisse Dankbarkeit und Rücksicht-
nahme.
Es galt hier schon früher für alle Bürger das sog. Vermum-
mungsverbot. Insbesondere in Zeiten des (Selbstmord-)Ter
rors ist daran zu denken, daß sich unter einem Ganzkörper-
schleier auch Männer verbergen können.
Für gänzlich unannehmbar halte ich es, daß auch Lehrerinnen,
Polizistinnen oder Richterinnen, wie vereinzelt schon ver-
langt, ihren Dienst in der Burka verrichten wollen.
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