Kampf gegen Terror Geheimdienste fassen Taliban-Vize
Mullah Baradar gilt als Nummer zwei in der Taliban-Hierarchie. Offenbar ermöglichte eine neue Kooperationsbereitschaft des pakistanischen Geheimdienstes seine Festnahme.
© AFP/Getty Images

Taliban in Afghanistan (Archivbild)
Den pakistanischen und US-Geheimdiensten scheint ein bedeutender Schlag gegen die radikalislamischen Taliban gelungen zu sein. Mullah Abdul Ghani Baradar, einer ihrer Spitzen-Militärführer, ist nach Angaben von US-Regierungsbeamten in Pakistan gefasst worden. Wie die New York Times in ihrer Onlineausgabe berichtete, nahmen die Sicherheitsbeamten Mullah Baradar bei einer gemeinsamen Operation in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi fest. Pakistanische Sicherheitskreise bestätigten die Festnahme.
Ein Taliban-Vertreter sagte hingegen laut Medienberichten, Baradar sei frei. Der Kommandeur halte sich weiterhin in Afghanistan auf und organisiere hier die militärischen Einsätze der Aufständischen, sagte Taliban-Sprecher Sabihulla Mudschahid.
Und auch Pakistans Innenminister wies die Berichte zurück. Die New York Times schreibe "keine göttliche Wahrheit" und könne mit ihrem Bericht auch falsch liegen, sagte Rehman Malik, ohne die Festnahme zu bestätigen oder zu dementieren. "Wir überprüfen alle, die wir festnehmen. Wenn ein dickes Zielobjekt dabei ist, werde ich das der Nation mitteilen", sagte er. Die USA und Pakistan teilten zwar Geheimdienstinformationen miteinander, gemeinsame Ermittlungen oder Razzien gebe es jedoch nicht. "Wir sind ein souveräner Staat und werden deshalb niemandem erlauben, hierher zu kommen und einen Einsatz durchzuführen." Der Bericht sei deshalb "Propaganda".
Mullah Baradar war Teil des Führungsrates der Taliban, der sogenannten Quetta-Schura. Die Amerikaner beschreiben ihn als den wichtigsten Taliban, den sie seit dem US-Einmarsch in Afghanistan vor mehr als acht Jahren fassten. Er gilt als fast so einflussreich wie Taliban-Gründer Mullah Mohammed Omar und als enger Vertrauter des Al-Qaida-Führers Osama bin Laden.
- Überblick
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Im Kalten Krieg war Afghanistan ein wichtiger Stellvertreterkonflikt, der sich in den 1990er Jahren zu einem brutalen Bürgerkrieg entwickelte. Ab 1996 gewannen die paschtunisch-islamistischen Taliban die Überhand und errichteten eine fundamentalistische Diktatur. Besonders Frauen wurden unterdrückt.
Die Taliban gewährten der Terror-Organisation al-Qaida Unterschlupf, auch nach deren Anschlag auf das World Trade Center im September 2001. Damit lösten sie eine Invasion der USA und ihrer Verbündeten aus. Nach wenigen Wochen war das Regime der Taliban beseitigt.
Auf der Petersberg-Konferenz einigten sich Vertreter aus Afghanistan und internationale Politiker auf einen Fahrplan zum Wiederaufbau und zur Demokratisierung des Landes, das durch mehr als 25 Jahre Krieg zerstörten Landes. Die Unterstützung dieses Prozesses durch die internationale Gemeinschaft erfolgt zwar durch zahlreichen Organisationen, ist aber zu gering und folgt keiner gemeinsamen Strategie.
Obwohl einige Fortschritte erzielt werden konnten, hält der Widerstand gegen die neue Regierung und die internationalen Truppen an. Seit 2006 hat sich die Sicherheitslage erheblich verschlechtert. In Mai 2008 starben erstmals mehr US-Soldaten in Afghanistan als im Irak.
- Aktuelles
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Bis 2004 galt Afghanistan als Beispiel für erfolgreiches "Nation-Building". Doch die Taliban wurden weder ganz besiegt noch in das neue Afghanistan integriert. Der Wiederaufbau ging nur langsam voran, auch weil die verschiedenen internationalen Akteure sich blockieren. Die soziale Situation vieler Afghanen verbesserte sich nicht so wie erhofft. Der Kampf gegen die Taliban brachte zudem nicht deren Niederlage, sondern zahlreiche zivile Opfer (sogenannte "Kollateralschäden").
Ende 2008 kontrollieren die Taliban ungefähr 70 Prozent des Landes (Ende 2007: ca. 50%), vor allem im Süden und Osten des Landes. Dort liegen auch die wichtigsten Mohn-Anbauflächen, aus denen Opium und Heroin gewonnen wird. Mehr als 90 Prozent dieser Drogen stammte 2008 aus Afghanistan.
Kurz nach Amtsantritt Obamas wurden die US-Truppen im März 2009 von 33.000 auf 68.000 aufgestockt. Im November plante Obama eine Truppenverstärkung um weitere 30.000 Soldaten.
Zunehmend gerät auch die afghanische Regierung in die Kritik: Sie sei ineffizient und tue zu wenig gegen Korruption und Drogenhandel. In Afghanistan steigt hingegen der Unmut über das erfolglose Handeln der internationalen Akteure.
- OEF (USA+Alliierte)
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Die militärische Antwort der USA auf die Anschläge vom 11. September 2001 wurde Operation Enduring Freedom (OEF) getauft. Das Ziel der Operation ist, die verantwortlichen Terroristen zu fassen und zu verhindern, dass terroristische Organisationen von Afghanistan aus Anschläge planen können. Am 7. Oktober 2001 begann der Angriff auf die Taliban. Nach der Eroberung Kandahars im Dezember 2001 kontrollierten die Taliban keine größere Stadt mehr. Sie zogen sich in ländliche Bergregionen zurück und konnten von OEF-Einheiten nicht entscheidend besiegt werden.
Die OEF wird von den USA kommandiert. Die Strategie der USA war, lokale Verbündete die Hauptlast der Kämpfe tragen zu lassen und möglichst wenig eigene Truppen einzusetzen. Man verbündete sich mit der afghanischen Nord-Allianz, einer losen Sammelbewegung zumeist nicht-paschtunischer Milizen. So konnte das Taliban-Regime ohne den Einsatz von vielen Bodentruppen gestürzt werden. Über Menschenrechtsverletzungen und Korruption der Verbündeten wurde hinweggesehen.
Die in Afghanistan stationierten Nato-Truppen haben nach und nach die OEF-Einheiten abgelöst. Seit Ende 2006 ist nominell nur noch die Nato für Afghanistan verantwortlich. Ungefähr 8.000 US-Soldaten operieren aber weiterhin im Rahmen der OEF in der Terrorismusbekämpfung.
- Unama (UN-Mission)
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Zur Koordination der wirtschaftichen und politischen Wiederaufbaumaßnahmen wurde Anfang 2002 eine UN-Mission für Afghanistan eingerichtet. Sie soll die afghanische Regierung dabei unterstützten, den afghanischen Staatsapparat aufzubauen. Die Unama (United Nations Assistance Mission to Afghanistan) ist eine zivile Mission: Es sind keine UN-Soldaten im Land, auch die Isaf untersteht nicht der UN.
Zusätzlich zu der Beratung der afghanischen Regierung soll die Unama die verschiedenen uni- und bilateralen Wiederaufbaumaßnahmen der internationalen Gemeinschaft und der verschiedenen UN-Organisationen koordinieren. Zurzeit leitet der Norwege Kai Eide die Unama.
Es ist schwer abzuschätzen, wie einflussreich die Unama ist. Ihre Vertreter sitzen in fast allen Gremien, verfügen aber über wenig Druckmittel. Zudem ist die Personaldecke zu dünn, um den breiten Auftrag der Unama effektiv auszufüllen.
- Isaf (Nato)
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Am 20. Dezember 2001 rief der UN-Sicherheitsrat die International Security Assistance Force (Isaf) ins Leben. Ihre Aufgabe war zunächst, für die Sicherheit in Kabul zu sorgen und so der afghanischen Übergangsregierung zu helfen. Im August 2003 übernahm die Nato das Kommando der Isaf. Das Operationsgebiet der Isaf vergrößerte sich anschließend phasenweise auf ganz Afghanistan (Ende 2006). Zurzeit sind mehr als 55.000 Soldaten unter Isaf-Befehl in Afghanistan stationiert.
Die Isaf soll Zivilisten und Wiederaufbauprojekte beschützen. Sie bekämpft mitunter aber auch direkt Aufständische. Viele truppenstellende Länder haben eingeschränkt, wie ihre Truppen verwendet werden dürfen. Deutsche Soldaten dürfen z.B. nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen. Solche Einschränkungen lassen keine einheitliche Strategie im Kampf gegen die Aufständischen zu.
Wie den OEF-Einheiten wird auch der Isaf vorgeworfen, zu wenig Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Annähernd 100 Zivilisten sind 2008 von Isaf-Soldaten getötet worden.
- Taliban
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Die Taliban sind radikale Fundamentalisten, deren Milizen 1996 die Kontrolle über Afghanistan errungen hatten. Nach ihrer Niederlage gegen OEF-Einheiten und die afghanische Nord-Allianz Ende 2001 zogen sich die Taliban aufs Land und nach Pakistan zurück. Direkten Gefechten weichen sie aus und destabilisieren das Land durch Anschläge und Guerilla-Aktivitäten. Die Taliban sind vor allem in den Gebieten mit paschtunischer Bevölkerung aktiv. In den letzten Jahren haben die Taliban ihre Einflusssphäre ausgeweitet.
Sie präsentieren sich zunehmend als afghanische Alternative zur Regierung in Kabul, die sie als Marionette des Westens darstellen. Die restriktiven Normen der Taliban werden nicht von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt. Doch verglichen mit der als korrupt und inkompetent wahrgenommenen Politikergeneration, in der viele ehemalige Warlords vertreten sind, gelten die Taliban vielen Afghanen im Süden und Osten des Landes als das kleinere Übel.
Viele Basen und Trainingslager der Taliban befinden sich in Pakistan. Es gilt als sicher, dass die Taliban den blühenden Drogenhandel wenigstens zum Teil kontrollieren und sich so finanzieren.
- PRTs
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Um schnell den Wiederaufbau beginnen zu können, hat das US-Militär sogenannte Provincial Reconstruction Teams (PRTs) nach dem Ende der konkreten Kampfhandlungen gebildet. PRTs bestehen aus mehreren hundert Soldaten und einigen zivilen Technikern und Helfern. Sie sollen weniger kämpfen, als Wiederaufbauprojekte vor Ort beschützen und eigene Projekte durchführen. Zudem sollen sie Kontakt zur lokalen Bevölkerung herstellen und Aufklärung betreiben.
PRTs waren ursprünglich im Rahmen der OEF aktiv, wurden aber bis Oktober 2006 nach und nach in die Isaf eingegliedert. Es gibt zurzeit 26 PRTs in Afghanistan. Jedes PRTs ist einer Lead-Nation zugeordnet. Deutschland unterhält drei PRTs im Norden Afghanistans: in Mazar-i-Sharif, Fayzabad und Kunduz.
Aufgrund dieser nationalen Kommandostruktur gibt es keine einheitliche PRT-Strategie. Fast jeder Staat verfolgt mit seinen PRTs andere Ansätze. Grundsätzlich gelten PRTs aber als erfolgreiches Instrument, das deswegen auch im Irak eingesetzt wird.
- Pakistan
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Pakistan ist der östliche Nachbar Afghanistans. Die mehr als 2600 Kilometer lange Grenze verläuft im nördlichen Teil durch die paschtunischen Stammesgebiete. Weil dort weder der afghanische noch der pakistanische Staat die Grenze überwachen kann, hat sie im täglichen Leben der Bevölkerung wenig Bedeutung.
Pakistans politische und militärische Elite sieht ein stabiles Afghanistan als potentielle Bedrohung und hat deswegen an einem erfolgreichen Wiederaufbauprozess wenig Interesse.
Pakistans Geheimdienst ISI hat die Taliban seit je her unterstützt und wahrscheinlich auch mit al-Qaida zusammengearbeitet. Obwohl Pakistan zu den Verbündeten der USA im Kampf gegen der Terror zählt, können die Taliban im Nord-Westen Pakistans recht ungestört operieren. Die US-Armee hat mehrfach Taliban-Stellungen in Pakistan ohne Zustimmung der Regierung angegriffen.
Erst im Winter 2008 hat Pakistan eine Militäroffensive gegen Taliban in den Gebieten entlang der Durand-Linie gegonnen. Allein in der Provinz Swat kämpfen 15.000 Soldaten gegen mindestens 5.000 Taliban, bislang ohne Erfolg.
- Opiumanbau
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Nach UN-Angaben stammten 2008 ungefähr 95 Prozent des weltweit produzierten Opiums aus Afghanistan. Ungefähr jeder Zehnte Afghane ist am Opiumanbau beteiligt. Die Anbauflächen befinden sich vor allem im Süden und Westen des Landes. Taliban und andere Aufständische kontrollieren den Drogenhandel und erwirtschaften so mindestens 500 Millionen Dollar pro Jahr.
Zwar verurteilt die Mehrheit der Afghanen den Anbau von Opium, doch sowohl aus klimatischen als auch infrastrukturellen Gründen bietet sich die Mohn-Pflanze als Anbaupflanze an. Zudem ist der Gewinn aus Opium-Anbau pro Hektar fast dreimal so hoch wie der Gewinn aus Weizen.
- Ethnizität
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Als Afghanistan im 18. Jahrhundert Gestalt annahm, war es vor allem das Königreich der Paschtunen, einer indo-europäischen Bevölkerungsgruppe. Die Paschtunen, die vor allem im Süden und Osten des Landes wohnen, stellten sowohl den König als auch die militärische Elite. Die paschtunische Dominanz in Afghanistan endete erst mit dem Einmarsch der sowjetischen Armee 1979. Heute gibt es ungefähr 40 Millionen Paschtunen, die sich auf Afghanistan und Pakistan verteilen.
Es gibt noch zahlreiche andere ethnische Gruppen in Afghanistan, wie Hazara, Tadschiken, Turkmenen oder Nuristanis. Aus der Perspektive des an westliche Nationalstaaten gewöhnten Beobachters ist häufig überraschend, dass es kaum ethnisch motivierten Separatismus in Afghanistan gibt. Die Afghanen sind sich über alle ethnische Grenzen hinweg einig, dass die Unabhängigkeit und Souveränität Afghanistans unbedingt erhaltenswert ist.
Die Sicherheitsleute ergriffen Baradar bereits vor einigen Tagen. Seitdem verhören ihn amerikanische und pakistanische Geheimdienstbeamte. Es sei unklar, ob er aussage. Die Geheimdienste hoffen, dass er möglicherweise etwas über den Verbleib von Mullah Omar und anderer Top-Terroristen sagen könne. Einzelheiten über seine Festnahme bleiben im Verborgenen.
In den vergangenen Monaten sollen immer mehr Taliban-Führer nach Karatschi gekommen sein. Nach Einschätzung eines Diplomaten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sollen auch Mullah Omar und andere wichtige Taliban in der Stadt sein.
Ein früherer ranghoher Taliban sagte der New York Times, Baradar sei in der Taliban-Hierarchie der zweitwichtigste Mann nach Omar gewesen. "Er und Omar können sich aus Sicherheitsgründen nicht sehr häufig treffen, jedoch haben sie ein sehr gutes Verhältnis zueinander." Kurz nach den Anschlägen vom 11. September wurde Mullah Baradar von Mullah Omar mit dem Oberkommando über die Taliban-Kämpfer im Norden Afghanistans betraut. In dieser Rolle war er Chef einer Gruppe von arabischen und ausländischen Aufständischen, die in den nordafghanischen Städten Kundus und Masar-i-Sharif operierten.
Der CIA-Beamte Bruce O. Riedel sagte dem Blatt zufolge, die Festnahme Baradar könne zumindest kurzfristig die Militäroperationen der Taliban erschweren. Riedel leitete im vergangenen Jahr die Neueinschätzung der Situation in Pakistan und Afghanistan für die US-Regierung.
Im November 2001, als das Taliban-Regime nach der amerikanischen Invasion zusammenbrach, fassten mit den USA verbündete, afghanische Milizen Mullah Baradar und mehrere andere Taliban-Führer. Auf die Intervention von pakistanischen Geheimdienstagenten kamen Mullah Baradar und andere Taliban-Führer wieder frei, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen ranghohen Vertreter der Nordallianz, ein gegen die Taliban gerichtetes Bündnis afghanischer Milizen.
Offizielle der US-Armee sagten, die Hilfe des pakistanischen Geheimdienstes ISI bei der Gefangennahme Baradars deute auf ein neues Niveau der Zusammenarbeit mit pakistanischen Behörden hin. Offenbar sei man in den dortigen Sicherheitskreisen zu der Einsicht gelangt, dass man die Taliban nicht länger stillschweigend unterstützen könne, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Taliban hatten in den letzten Jahren zunehmend in Pakistan Fuß gefasst. Im vergangenen Jahr hatte die pakistanische Armee in einer groß angelegten Operation die Taliban aus dem Swat-Tal an der Grenze zu Afghanistan vertrieben.
Währenddessen setzen internationale und afghanische Verbände die radikalislamischen Rebellen mit ihrer Großoffensive im Süden Afghanistans unter Druck. Etwa 15.000 Soldaten sind an dem in der Nacht zum Samstag begonnenen Einsatz "Muschtarak" (Gemeinsam) in der Unruheprovinz Helmand beteiligt. Ziel der größten Offensive seit dem Sturz des Taliban-Regimes ist es, die Rebellen aus der Region Mardscha zu vertreiben.
© Asif Hassan/AFP/Getty Images

Mullah Baradar wurde in der pakistanischen Stadt Karatschi festgenommen. Dort sollen sich zurzeit auch Mullah Omar und andere hochrangige Taliban aufhalten
- Datum 16.02.2010 - 13:53 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, dpa
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»Seitdem verhören ihn amerikanische und pakistanische Geheimdienstbeamte. Es sei unklar, ob er aussage.«
Wer von amerikanischen und pakistanischen Geheimdienstleuten verhört wird, der wird früher später ganz sicher aussagen — und zwar genau das, was amerikanische und pakistanische Geheimdienstbeamte hören wollen.
Wie ist es doch praktisch, daß uns immer zur rechten Zeit Erfolgsmeldungen von der Terroristenfront erreichen, wenn gerade an der Heimatfront wieder Dolchstoß angesagt ist.
Die "Geheimdiensthelden" werden alles aus ihrem Gefangenen rausfoltern, aber mit Sicherheit nicht das Versteck des Osama. Hier scheint alle Folterpraktik, die sich garantiert nicht auf das Waterboarding beschränkt, kläglich zu versagen. Ich schließe, dass der Osama von den westlichen "Befreiern" als eine probate Legitimation für ihren Kolonialkrieg betrachtet wird. So einen sucht man nicht wirklich.
Ansonsten, im Osten nichts Neues, nur Erfolge an der Front. Eine Offensive schöner als die andere. Gut, ein paar tote Zivilisten. Die Afghanen werden schon unseren westlichen Wertekanon von Toleranz und Brüderlichkeit und Freiheit übernehmen. Wir leben das ja schließlich mit großer Geduld jeden Tag vor.
ist ungesetzlich. Beweis :
i) ICPO:Keine Mutation
BARADAR ABDUL GHANI
Interpol official site - International Criminal Police Organization - ICPO - Rapid access to official, controlled information.
www.interpol.int/public/d...
ii ) http://www.sindhpolice.go...
Polizei Karachi negiert.
iii) U.S. Folterbefragung von Taliban geht
mit Genfer Konventionen nicht konform : Rang und Namen ist
als Frage erlaubt.
"Rang und Namen ist
als Frage erlaubt."
Ist dieser Taliban vllt. ein regulärer Soldat? Die Genfer Konventionen haben sich niemals mit Frauen-verprügelnden, "Verräter"-auspeitschenden, Leuten-den-Kopf-Abschneidenen und Selbstmordattentate-Verübenden beschäftigt.
" Ich schließe, dass der Osama von den westlichen "Befreiern" als eine probate Legitimation für ihren Kolonialkrieg betrachtet wird."
Als ob nicht auch ein anderer Quida-Führer dafür herhalten könnte. Klingt für mich wieder mal nach bewährter "Die wollen ihn gar nicht finden, weil sie sonst abziehen müssten". Der Verbleib der Truppen wird wohl kaum von Herrn bin Laden abhängen...
"Rang und Namen ist
als Frage erlaubt."
Ist dieser Taliban vllt. ein regulärer Soldat? Die Genfer Konventionen haben sich niemals mit Frauen-verprügelnden, "Verräter"-auspeitschenden, Leuten-den-Kopf-Abschneidenen und Selbstmordattentate-Verübenden beschäftigt.
" Ich schließe, dass der Osama von den westlichen "Befreiern" als eine probate Legitimation für ihren Kolonialkrieg betrachtet wird."
Als ob nicht auch ein anderer Quida-Führer dafür herhalten könnte. Klingt für mich wieder mal nach bewährter "Die wollen ihn gar nicht finden, weil sie sonst abziehen müssten". Der Verbleib der Truppen wird wohl kaum von Herrn bin Laden abhängen...
"Rang und Namen ist
als Frage erlaubt."
Ist dieser Taliban vllt. ein regulärer Soldat? Die Genfer Konventionen haben sich niemals mit Frauen-verprügelnden, "Verräter"-auspeitschenden, Leuten-den-Kopf-Abschneidenen und Selbstmordattentate-Verübenden beschäftigt.
" Ich schließe, dass der Osama von den westlichen "Befreiern" als eine probate Legitimation für ihren Kolonialkrieg betrachtet wird."
Als ob nicht auch ein anderer Quida-Führer dafür herhalten könnte. Klingt für mich wieder mal nach bewährter "Die wollen ihn gar nicht finden, weil sie sonst abziehen müssten". Der Verbleib der Truppen wird wohl kaum von Herrn bin Laden abhängen...
Ehrlich, wer glaubt eigentlich noch solche Meldungen. Rechtzeitig zur alles entscheidenden Offensive geht also die Nr. 2 der Taliban ins Netz.
Läßt man die letzten Jahre Revue passieren, müssen einem Zweifel kommen ob dieser Erfolgsmeldungen. Denn wenn diese immer gestimmt hätten, wäre Afghanistan schon längst befriedet. Aber dem ist nicht so!
Wie kommt das? Vielleicht wäre es an der Zeit erst einmal die Nr. 1003 der Talibans zu fassen und dann - euphemistisch - zu verhören.
wenn ich die Kommentare hier so lese, dann muss ich sagen, wäre ich ein Taliban oder ein Taliban Unterstützer, würde ich mich in diesem Forum sehr wohl fühlen. Die Kommentare strotzen ja nur so von Verständnis und Verteidigungen der Taliban. Der Eindruck ensteht, nicht die Taliban sind die Bösen, die Schulen abbrennen, Mädchen jedwede Bildung versagen, die Rechte der Frauen mit Füssen treten, Dorfälteste, die es wagen, sie nicht zu unterstützen töten, Terroristen eine Heimsattt bieten und einen faschistoiden Steinzeit Islam ausüben. Das alles zählt für die Verständnismenschen wenig. Für sie sind die Amerikaner schlicht und einfach böse und was sie auch tun, ist falsch.
Damit liegen sie punktgenau auf der Linie der Taliban und betreiben direkt oder indirekt deren Geschäfte in den westlichen Medienforen. Mir fehlen die Worte zu beschreiben, was ich dabei empfinde! Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen und sterben dort für UNS und unsere Sicherheit!
Dieses Verständnisgerede ist ein Schlag und Affront ins Gesicht unserer Soldaten und unserer Gesellschaft. Ich denke, diese 'Verständnismenschen' sollten sich schämen!
»Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen und sterben dort für UNS und unsere Sicherheit!«
... wie naiv kann man eigentlich sein?
Wenn ich das schon lese:“ Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen ..!“
„Unsere Jungs“, das sind nicht meine Jungs und vermutlich auch nicht Ihre Jungs. Dieser Sprachduktus soll lediglich eine hirnlos heroisierende Identifikation zwischen Truppe und Bevölkerung mit unreflektiert „pseudopatriotischen“ Zügen herstellen. Das erinnert an die Propaganda des 1. Weltkrieges.
Weiterhin, wenn ich an diese KSK – Einheiten denke, dreht sich mir der Magen um. Diese versoffene „Spezialeinheit“ als meine „Jungs“ zu bezeichnen geht gar nicht. Das sind vielleicht Ihre Jungs. Die sind an Verschleppung und Folter sicher und an Mord und Massenerschießungen vermutlich beteiligt.
Weiterhin, meine Sicherheit wird durch diesen mehr als blödsinnigen Krieg nicht verteidigt, nein sie wird gefährdet. Aber das scheint ja irgendwie auch ein politisches Ziel zu sein. Eine Bedrohung künstlich erzeugen, dann Freihetsrechte abbauen.
Weiterhin, was soll das, man bringt Frauen und Kinder mit Bomben um, damit sie keinen Schleier tragen müssen etc..
Glauben sie im Ernst man kann eine Kultur, mag sie uns auch noch so fremd sein, einfach wegbomben ohne fast die gesamte Bevölkerung auszulöschen, wie es z. B. bei den Nordamerikanischen Indianern der Fall war.
Weiterhin, was waren denn die deklarierten Kriegsziele, Abschaffung des Kopftuches oder die Bekämpfung des Terrors?
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
»Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen und sterben dort für UNS und unsere Sicherheit!«
... wie naiv kann man eigentlich sein?
Wenn ich das schon lese:“ Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen ..!“
„Unsere Jungs“, das sind nicht meine Jungs und vermutlich auch nicht Ihre Jungs. Dieser Sprachduktus soll lediglich eine hirnlos heroisierende Identifikation zwischen Truppe und Bevölkerung mit unreflektiert „pseudopatriotischen“ Zügen herstellen. Das erinnert an die Propaganda des 1. Weltkrieges.
Weiterhin, wenn ich an diese KSK – Einheiten denke, dreht sich mir der Magen um. Diese versoffene „Spezialeinheit“ als meine „Jungs“ zu bezeichnen geht gar nicht. Das sind vielleicht Ihre Jungs. Die sind an Verschleppung und Folter sicher und an Mord und Massenerschießungen vermutlich beteiligt.
Weiterhin, meine Sicherheit wird durch diesen mehr als blödsinnigen Krieg nicht verteidigt, nein sie wird gefährdet. Aber das scheint ja irgendwie auch ein politisches Ziel zu sein. Eine Bedrohung künstlich erzeugen, dann Freihetsrechte abbauen.
Weiterhin, was soll das, man bringt Frauen und Kinder mit Bomben um, damit sie keinen Schleier tragen müssen etc..
Glauben sie im Ernst man kann eine Kultur, mag sie uns auch noch so fremd sein, einfach wegbomben ohne fast die gesamte Bevölkerung auszulöschen, wie es z. B. bei den Nordamerikanischen Indianern der Fall war.
Weiterhin, was waren denn die deklarierten Kriegsziele, Abschaffung des Kopftuches oder die Bekämpfung des Terrors?
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
»Unsere Jungs,unsere Soldaten der Bundeswehr kämpfen in Afganistan gegen diese Terroristen, damit wir hier sicherer leben können. Sie kämpfen und sterben dort für UNS und unsere Sicherheit!«
... wie naiv kann man eigentlich sein?
Schämen?
Vielleicht sollten sich erst einmal die schämen, die andere Länder und andere Völker mit Krieg überziehen, aus eigenen geostrategischen, geopolitischen Interessen, aus Vasallentreue und dieses unter dem Deckmantel hier humanitäre, kriegerische Hilfe zu leisten.
Erbärmlich sind allerdings die, die sich solcher Begriffe wie Verständnismenschen bedienen, um den anderen zu diffamieren und ihr eigenes verwerfliches Denken und Handeln zu kaschieren.
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