Rassismus Österreich gewöhnt sich an das Prinzip NegerwitzSeite 3/3

"Saugoschn" und "Schmarotzergesindel"

Eine Wertestudie, die im vergangenen Jahr unter dem Titel Die Österreicher innen veröffentlicht wurde, offenbarte: Jeder fünfte Österreicher wünscht sich einen starken Führer, der weder Parlament noch Wahlen verpflichtet ist, Fremdenhass, ohnehin weit verbreitet, nimmt zu. Geschürt wird das Klima der Ausgrenzung von der Kronen-Zeitung, dem mächtigsten Medium im Alpenstaat, das in der Vergangenheit ebenfalls vor rassistischen und antisemitischen Übergriffen nicht zurückschreckte.

Wie sehr die fortgesetzte Agitation der Rechten gegen Fremde nachwirkt, zeigte sich in jüngster Zeit, als die Debatte um das Ausländerrecht gefährlich eskalierte. Das Nachrichtenmagazin Profil veröffentlichte E-Mails die belegen, dass rechtsradikale Überzeugungen längst in die Mitte der Gesellschaft eingesickert sind. Einer der Absender, ein Versicherungsmakler aus Wien, verunglimpfte die Tochter einer Asylfamilie als "Saugoschn", er wetterte gegen das "Schmarotzergesindel", das "nichtsnutzige Islamgesindel". Der renommierte österreichische Politologe Anton Pelinka macht angesichts solcher Entgleisungen eine "neue Schamlosigkeit" aus, er beobachte, so der Wissenschaftler, eine "Verschluderung" der Sitten.

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Demokraten müsste es angesichts dieser Entwicklungen Angst und Bange werden. Nicht so in Österreich. Da wird weiter taktiert, weiter gekungelt. Selbst die Wahl des Bundespräsidenten im April bleibt davon nicht verschont. Gegen den als untadelig geltenden Heinz Fischer (SPÖ) tritt als Herausforderin lediglich FPÖ-Hardlinerin Barbara Rosenkranz an. Ihre zweifelhafte Gesinnung dokumentierte die zehnfache Mutter schon mal, indem sie die Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes forderte oder das Zweifeln an der Existenz des Holocausts als "freie Meinungsäußerung" bezeichnete. Die ÖVP mochte bislang weder einen eigenen Kandidaten aufstellen noch eine Wahlempfehlung für den Demokraten Fischer abgeben.

Rosenkranz for president: Das Prinzip Negerwitz bricht sich weiter Bahn.

Die Autorin Marion Kraske studierte Politikwissenschaft und arbeitet als Buchautorin und freie Korrespondentin. Unlängst erschien ihre politische Analyse "Ach Austria! Verrücktes Alpenland" (Molden-Verlag,Wien 2009)


* Der Begriff des Rechtsextremismus bezieht sich nicht auf den amtlich verwendeten Begriff, sondern auf den in der politischen Wissenschaft definierten Ausdruck des geistigen Rechtsextremismus. Siehe Decker, Oliver/Brähler, Elmar: Vom Rand zur Mitte, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin 2006
 

 
Leser-Kommentare
  1. Mir schwant, dass der Nazi-Begeisterung Österreichs während des zweiten Weltkrieges keine Entnazifizierungs- und Schuldfragen-Debatte wie in Deutschladn folgte...die kleinen Hilterfreunde konnten sich - anders als Deutschland - als Opfer aufführen, nachdem alles vorbei war...und so lebt er denn "heimlich" fort, der ungenierte Nazi,...schon Freud fand sene Österreicher eigentlich ekelhaft.

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    • ilouis
    • 03.03.2010 um 19:08 Uhr

    ihren kommentar zufolge sind sie links, oder können wenigstens keine nazis leiden.
    am ende outen sie sich (nach heutiger vorstellung) selbst als ein nazi:
    schon Freud fand sene Österreicher eigentlich ekelhaft.
    sie schliessen sich wohl freuds meinung an, sonst hátten sie das hier nicht geschrieben. sie können also auch keine zumindest österreichischen auslánder leiden.
    es ist echt krass was in europa zurzeit abgeht. weil österreich (aus dem artikel zu schliessen) bei diesem multi-kulti misch-masch nicht unbedingt einsteigen will, und dem leider, durch nicht wenige österreicher, zu lautstark ausdruck gegeben wird, sind alle "ösis" nazis, oder was? es ist gar nicht gut, wenn man als weisser meint etwas besonderes zu sein und rassistische witze macht usw.
    aber ich glaube wenn überdurschnittlich viele europáer sagen wir mal in die östlichen lánder zögen, mit familie und allen drum und dran, wáren wir dort auch nicht besser willkommen. ich rede hier nicht vom tourismus.
    wahrscheinlich gábe es dort genau so etwas wie rassismus. es ist eine allgemeine erscheinung, ich will mich hier keiner politischen orientierung unterordnen, der kommentar sei nicht falsch zu verstehen.

    wurde nie entnazifiziert, denn nach dem zusammenbruch des dritten reiches waren nach kurzer zeit ganau die leute wieder an den schalthebeln, die auch vorher an den schalthebeln saßen

    flick, krupp, quandt, und einige, die erst mit dem naziregime reich wurden wie neckermann (joel kaufhaus) oder horten oder viele juristen, die im krieg nazigesetze vollstreckten, waren nach dem krieg wieder auf dem richterstuhl oder ankläger

    • Nuggs
    • 04.03.2010 um 14:50 Uhr

    Es lässt sich nicht leugnen, dass in Österreich bedenkliche Entwicklungen stattfinden. In Deutschland ist es aber hübsch das Selbe! Was hier FPÖ dort NPD. Wer selbst im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

    Aussagen wie "die kleinen Hittlerfreunde" oder "der nicht-entnazifizierte Ösi" sehe ich als beleidigend und unsachlich an. Es mag hier (genauso wie auch in Deutschland) begeisterte Anhänger gegeben haben und leider immer noch geben aber mit derart engstirnigen Pauschalisierungen sollte man sich zurückhalten! (Achtung Glashaus!)

    Ich bin Österreicherin und man stelle sich vor, ich finde die Nazis gar nicht cool, genausowenig wie ich FPÖ oder BZÖ wähle, oder mir Strache-Poster (wegen der schönen blauen Augen) and die Wand hänge.

    • ilouis
    • 03.03.2010 um 19:08 Uhr

    ihren kommentar zufolge sind sie links, oder können wenigstens keine nazis leiden.
    am ende outen sie sich (nach heutiger vorstellung) selbst als ein nazi:
    schon Freud fand sene Österreicher eigentlich ekelhaft.
    sie schliessen sich wohl freuds meinung an, sonst hátten sie das hier nicht geschrieben. sie können also auch keine zumindest österreichischen auslánder leiden.
    es ist echt krass was in europa zurzeit abgeht. weil österreich (aus dem artikel zu schliessen) bei diesem multi-kulti misch-masch nicht unbedingt einsteigen will, und dem leider, durch nicht wenige österreicher, zu lautstark ausdruck gegeben wird, sind alle "ösis" nazis, oder was? es ist gar nicht gut, wenn man als weisser meint etwas besonderes zu sein und rassistische witze macht usw.
    aber ich glaube wenn überdurschnittlich viele europáer sagen wir mal in die östlichen lánder zögen, mit familie und allen drum und dran, wáren wir dort auch nicht besser willkommen. ich rede hier nicht vom tourismus.
    wahrscheinlich gábe es dort genau so etwas wie rassismus. es ist eine allgemeine erscheinung, ich will mich hier keiner politischen orientierung unterordnen, der kommentar sei nicht falsch zu verstehen.

    wurde nie entnazifiziert, denn nach dem zusammenbruch des dritten reiches waren nach kurzer zeit ganau die leute wieder an den schalthebeln, die auch vorher an den schalthebeln saßen

    flick, krupp, quandt, und einige, die erst mit dem naziregime reich wurden wie neckermann (joel kaufhaus) oder horten oder viele juristen, die im krieg nazigesetze vollstreckten, waren nach dem krieg wieder auf dem richterstuhl oder ankläger

    • Nuggs
    • 04.03.2010 um 14:50 Uhr

    Es lässt sich nicht leugnen, dass in Österreich bedenkliche Entwicklungen stattfinden. In Deutschland ist es aber hübsch das Selbe! Was hier FPÖ dort NPD. Wer selbst im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

    Aussagen wie "die kleinen Hittlerfreunde" oder "der nicht-entnazifizierte Ösi" sehe ich als beleidigend und unsachlich an. Es mag hier (genauso wie auch in Deutschland) begeisterte Anhänger gegeben haben und leider immer noch geben aber mit derart engstirnigen Pauschalisierungen sollte man sich zurückhalten! (Achtung Glashaus!)

    Ich bin Österreicherin und man stelle sich vor, ich finde die Nazis gar nicht cool, genausowenig wie ich FPÖ oder BZÖ wähle, oder mir Strache-Poster (wegen der schönen blauen Augen) and die Wand hänge.

  2. "Ein Klima der Ausgrenzung macht sich breit."
    Ein Klima des "anything goes"

    Also der Artikel hat "ein Klima" des Unkonkreten - wahrscheinlich ist das gewünscht, um Denk und Redeverbote mit Assoziationen in Richtung "Rechtsextrem" zu rechtfertigen.

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    Nur wer völlig verblendet ist, kann die Gefahr eines "Terrorismus von Links" jedesmal heraufbeschwören, wenn wieder mal eine Gewalttat ruchbar wird, die von Rechts ausgeht.

    Die Vorspiegelung linker Gewalt im Interesse der Bayrischen Staatskanzlei hat schon nach dem Oktoberfestattentat 1980 nicht funktioniert.

    Nur wer völlig verblendet ist, kann die Gefahr eines "Terrorismus von Links" jedesmal heraufbeschwören, wenn wieder mal eine Gewalttat ruchbar wird, die von Rechts ausgeht.

    Die Vorspiegelung linker Gewalt im Interesse der Bayrischen Staatskanzlei hat schon nach dem Oktoberfestattentat 1980 nicht funktioniert.

  3. Ich bin Deutscher und lebe in Wien - die politische Zustandsbeschreibung mag korrekt sein. Die gelebte Wirklichkeit ist jedoch anders:

    Die Leute sind hier nicht mehr oder weniger fremdenfeindlich als in Deutschland - man hat eine anderen Sprachgebrauch, spricht Dinge direkter an und auch aus. Aber rassistisch ist diese Gesellschaft deshalb nicht. Im Gegenteil, ich finde diesen latenten, unterschwelligen Rassismus in D viel bedrueckender.

    Letztendlich stimmt es allerdings schon FPOE und BZOE sind gefaehrlich und sind eigentlich in einem Rechtsstaat nicht hinnehmbar.

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    für alle diese rechten Psychopathen, um die es im Artikel geht.

    Es ist ja auch in Österreich absurderweise so, dass dort wo der Ausländeranteil tatsächlich hoch ist, die Fremdenfeindlichkeit niedriger ist. So finden rechte Parteien in den entlegenen Dörfern mit nahezu 0% Ausländeranteil die größte Zustimmung.
    In Wien neckt der Österreicher mal den Deutschen wenn er nen "Apfelschorle" bestellen möchte, aber ansonsten hat mich hier nichts dergleichen getroffen. Dadurch aber auf ganz Österreich zu schließen wäre ein fataler Fehler.
    Rechte Ressentiments sind verbreitet, verankert und werden offen ausgesprochen. "Zum Skifahren kann man gern kommen -und ein bisschen Geld mitbringen- [ein Zwinkern], aber dann dürf'n se auch wieder nach Haus. Gehört sich halt auch einfach so." hört man dann doch regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbst in Wien.

    in einer Breite der Gesellschaft und in der alltäglichen Öffentlichkeit - auch ungenierten Antisemitismus - wie ich sie in Deutschland kaum erlebe.
    Das nimmt man wahr wenn man nicht die Augen verschließt.

    für alle diese rechten Psychopathen, um die es im Artikel geht.

    Es ist ja auch in Österreich absurderweise so, dass dort wo der Ausländeranteil tatsächlich hoch ist, die Fremdenfeindlichkeit niedriger ist. So finden rechte Parteien in den entlegenen Dörfern mit nahezu 0% Ausländeranteil die größte Zustimmung.
    In Wien neckt der Österreicher mal den Deutschen wenn er nen "Apfelschorle" bestellen möchte, aber ansonsten hat mich hier nichts dergleichen getroffen. Dadurch aber auf ganz Österreich zu schließen wäre ein fataler Fehler.
    Rechte Ressentiments sind verbreitet, verankert und werden offen ausgesprochen. "Zum Skifahren kann man gern kommen -und ein bisschen Geld mitbringen- [ein Zwinkern], aber dann dürf'n se auch wieder nach Haus. Gehört sich halt auch einfach so." hört man dann doch regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbst in Wien.

    in einer Breite der Gesellschaft und in der alltäglichen Öffentlichkeit - auch ungenierten Antisemitismus - wie ich sie in Deutschland kaum erlebe.
    Das nimmt man wahr wenn man nicht die Augen verschließt.

  4. In einem Land, in dem ein Alkoholiker, der sich stockbesoffen zu Tode fährt, wobei man eigentlich froh sein muss, dass er nicht noch ein paar Unschuldige auf seiner Trunkenheitsfahrt mit sich gerissen hat, zum Nationalheiligen hochstilisiert wird, wundert mich nichts mehr. Leider.
    Ich fürchte die Österreicher haben sich einfach noch nie ernsthaft mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt und sich damit getröstet, dass Hitler von Deutschland aus bei ihnen "eingefallen" wäre. Obwohl sie ihm mindestens genauso zugejubelt haben wie wir Deutschen und obwohl Hitler gebürtiger Österreicher war und die von der Mehrheit der Österreicher begeistert gefeierte Annexion Österreichs als "Rückkehr seiner Heimat ins Deutsche Reich proklamiert" hatte.
    Und wer seine eigene Geschichte nicht kennt ist bekanntlich dazu verdammt sie zu wiederholen.
    Wir tun gut daran, den Irrsinn der Nazis nicht zu vergessen.

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    Das ist bestimmt alles richtig, aber vergessen Sie nicht, dass Hitler in Deutschland Karriere machte, vor dem Anschluss.

    • Nuggs
    • 04.03.2010 um 15:02 Uhr

    Ich möchte nur anmerken, dass Österreich nicht nur aus Haider-Fans besteht. Es gibt genügen Leute denen derartige "Politiker" äußerst peinlich sind.

    Übrigens bei der Versteigerung des Unfallwagens ist der Anbieter darauf sitzen geblieben und auch eine Haider-Ausstellung in einem Bergbaumuseum war ein Flopp (viel zu wenig Besucher).

    So weit her ist es also nicht mit seinem Götzenstatus.

    Das ist bestimmt alles richtig, aber vergessen Sie nicht, dass Hitler in Deutschland Karriere machte, vor dem Anschluss.

    • Nuggs
    • 04.03.2010 um 15:02 Uhr

    Ich möchte nur anmerken, dass Österreich nicht nur aus Haider-Fans besteht. Es gibt genügen Leute denen derartige "Politiker" äußerst peinlich sind.

    Übrigens bei der Versteigerung des Unfallwagens ist der Anbieter darauf sitzen geblieben und auch eine Haider-Ausstellung in einem Bergbaumuseum war ein Flopp (viel zu wenig Besucher).

    So weit her ist es also nicht mit seinem Götzenstatus.

    • lepkeb
    • 03.03.2010 um 16:13 Uhr

    rechtsgerichteten aka weißen Rassismus? In Europa wird dieser anscheinend gerne nur mit der Gutmenschenbrille gesehen.
    Islamischer oder schwarzer Rassimus ist per se nicht existent.
    Empfehle dem Autor mal einen Besuch in Kulturzentren oder besser noch er kommt mal hier nach Nordamerika und berichtet über die National Society of Black Engineers oder die diversen islamischen Einrichtungen und Ausrichtungen oder meinen Favoriten den Black Entertainment Television. Möchte nicht den Aufschrei hören wenn es eine White Engineers Society oder White Entertainment Television geben würden. Da würde die Rassistenkeule rausgeholt werden.
    Die Politik sollte sich mal überlegen, woher diese Probleme kommen und das sie die Hauptschuld daran tragen, allen voran die Grünen mit ihren weltfremden Multi-Kulti Fantasien.
    Ich hoffe nur, das sich die wirtschaftliche Situation in Europa nicht so sehr verschlechtert, das sich das dann entstehende Potential entlädt. Wie meine libanesische Kollegin zu sagen pflegt;"Ihr Dt. habt eine hohe Schmerz- und Leidensgrenze, aber wenn diese überschritten, geht ihr erbarmungslos vor, da seid ihr euch mit unseren südliche Nachbarn ähnlicher als beiden vielleicht lieb ist."

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    Denn so schaut es aus! Anstelle der "Black Music Awards" sollten mal "White Music Awards" im TV laufen! Undenkbar! Doppelmoral? Ja!

    • Afsoen
    • 03.03.2010 um 17:36 Uhr

    Zusammenschluesse schwarzer Ingenieure, schwuler Rechtsanwaelte oder weiblicher Aezte sind in aller Regel nicht Auswuchs rassistischen Gedankenguts, sondern Reaktionen auf eine Diskriminierung seitens der Mehrheitsgesellschaft. Menschen in gleicher Lebenslage schliessen sich zusammen, um gemeinsam ihr Ziel zu erreichen, wie jede andere Interessengruppe auch. Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen.

    Dass Rassismus jenseits deutscher Grenzen existiert, ist unbestreitbar, kann aber nicht als Rechtfertigung fuer deutschen Rassismus dienen.

    Multi-kulti ist keine Phantasie sondern schon lange Lebensrealitaet und wohl auch Zukunft, die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Nordamerika hat hier einiges an Erfahrung vorzuweisen, das uns in Europa teilweise als Beispiel dienen kann, auch wenn die Ausgangssituation eine andere ist.

    • as26
    • 03.03.2010 um 17:54 Uhr

    Natürlich, so was musste ja wieder kommen. Aber "White Entertainment Television" braucht man nicht extra erst erfinden. Das tut das Fernsehen schon allein. Oder wann haben Sie das letzte Mal eine Minderheiten-Familie als zentrale Charaktere in einer Fernsehserie gesehen? Sämtliche Lebensbereiche der westlichen Welt sind dominant weiß. Vielleicht sollten Sie sich das mal überlegen, bevor Sie wieder "weiße" Verbände fordern. Eine Mehrheit muss sich keine Recht erkämpfen.

    • ilouis
    • 03.03.2010 um 18:31 Uhr

    am besten: "weltfremde multi kulti fantasien". ein volk braucht schon zeitweise mal "frisches blut",sonst gehts unter oder verblödet, aber was heute hier passiert ist doch echt zu krass.

    Es gibt sicherlich "schwarzen" und "muslimischen" Rassimus. Bloß spielen diese hier in Europa trotz der oft verbreiteten Verschwörungstheorie von der schleichenden Islamisierung Europas keine Rolle.
    Rassismus ist ein ausschließender Prozess, der Bedeutung gewinnt, wenn eine Mehrheit ein Minderheit mit negativen (oder positiven) Urteilen belegt und deswegen von gesellschaftlichen Prozessen ausschließt. Das Problem sind nicht die Minderheiten, die dann versuchen, sich eine Nebenkultur zu schaffen, sondern Rassisten auf der anderen Seite.
    Sie stimmen mir wahrscheinlich zu, wenn ich sage, dass es in Ägypten ein Problem mit muslimischem Rassismus gegen Christen und Juden gibt. Aber in Westeuropa sind der wieder salonfähig werdende Antisemitismus und der neu aufkeimende Antiislamismus die eigentlichen Probleme. Das hat dann auch nichts mit "Gutmenschentum" zu tun, sondern diese Erkenntnis spiegelt einfach die gegebenen Kräfteverhältnisse in der Gesellschaft wieder.

    Sehr geehrter Herr Rätsel,

    mitunter ist gerade Ihre Wortwahl ein Indiz dessen, über was die Autorin resümiert.
    Seit ich dieses Wort (Gutmensch) zum ersten Mal aus dem Munde eines rechten Propagandisten gehört habe, beginnt die sogenannte Verluderung der deutschen Sprache bedenkliche Ausmaße anzunehmen.
    Ein Gutmensch also ?
    Keiner dieser lauthals, Dummheiten in eine leicht angeheiterte Menge brüllenden Freunde des Volkes, hat jemals erklären können, was dieser Ausdruck bedeuten soll.
    War Jesus ein Gutmensch, Gandhi, Steven Biko, Pater Kolbe, war ein M.L: King oder einFranz von Assisi ein Gutmensch ?
    Wahrscheinlich würden alle diese Menschen in diese Kategorie der dummdreisten rechten Populisten fallen.
    Armer deutscher Sprachraum, der die beiden wertvollen Begriffe wie "Mensch" und "gut" in eine Phrase voller Hass und Dummheit packen muß.
    Teil 1

    Ach ja, dies hat definitiv nichts damit zu tun, wo und wann Rassismus in anderen Teilen der Welt auftritt.
    Ein Übel m it einem anderen Übel zu entschuldigen, man nehme es mir nicht übel, erregt bei mir nur eine massive Übelkeit.
    Wie heist es noch so schön:
    Auge um Auge, Zahn um Zahn.....hinterläßt nur eine Welt voller BLinder.
    Und zur Erklärung:
    Ich bin sogenannter ÖSI ( ein dummes Wort a la Piefke ), und habe seit ich die Aufnahmen der Befreiung des KZ Mauthausen als Schüler sah, wo immer ich die Verwender von "Gutmenschen" traf, diesen oft jungen Leuten erklärt, dass ein Herr Haider, eher mit einem schwarzafrikanischen Diplomaten verkehrt als mit Ihnen ( österreichische Arbeiter ).
    Wenn man hinter die Fassaden der Straches et al sieht, erkennt man einen ganz anderen "Rassismus", der genau die ausschließt, die am lautesten für ihn gröhlen.
    Auch dies ist nicht neu !
    Der Bruder meines Großvaters, 1937 als illegaler Nazi in Haft ( in Österreich ), zog 1938 nach Polen in den Krieg.
    Als letzte sah ihn meine Mutter, der er sagte, er verstehe nicht, was dieser Krieg soll, er wollte Arbeit und eine gesicherte Zukunft, keinen Krieg in einem land in das er nie wollte.
    4 Wochen später war er tot, eines der ersten Opfer der Agitatoren und falschen Propheten, die mit klug gewählten Worten Hass in die Welt sähten.

    So bleibt mir als Resumee nur eines zu sagen:
    "Gutmensch" ist der erste neurliche Schritt nach Polen.
    Angst und Bang könnte einem guten Menschen werden !

    Herzlichst
    waldensee

    Denn so schaut es aus! Anstelle der "Black Music Awards" sollten mal "White Music Awards" im TV laufen! Undenkbar! Doppelmoral? Ja!

    • Afsoen
    • 03.03.2010 um 17:36 Uhr

    Zusammenschluesse schwarzer Ingenieure, schwuler Rechtsanwaelte oder weiblicher Aezte sind in aller Regel nicht Auswuchs rassistischen Gedankenguts, sondern Reaktionen auf eine Diskriminierung seitens der Mehrheitsgesellschaft. Menschen in gleicher Lebenslage schliessen sich zusammen, um gemeinsam ihr Ziel zu erreichen, wie jede andere Interessengruppe auch. Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen.

    Dass Rassismus jenseits deutscher Grenzen existiert, ist unbestreitbar, kann aber nicht als Rechtfertigung fuer deutschen Rassismus dienen.

    Multi-kulti ist keine Phantasie sondern schon lange Lebensrealitaet und wohl auch Zukunft, die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Nordamerika hat hier einiges an Erfahrung vorzuweisen, das uns in Europa teilweise als Beispiel dienen kann, auch wenn die Ausgangssituation eine andere ist.

    • as26
    • 03.03.2010 um 17:54 Uhr

    Natürlich, so was musste ja wieder kommen. Aber "White Entertainment Television" braucht man nicht extra erst erfinden. Das tut das Fernsehen schon allein. Oder wann haben Sie das letzte Mal eine Minderheiten-Familie als zentrale Charaktere in einer Fernsehserie gesehen? Sämtliche Lebensbereiche der westlichen Welt sind dominant weiß. Vielleicht sollten Sie sich das mal überlegen, bevor Sie wieder "weiße" Verbände fordern. Eine Mehrheit muss sich keine Recht erkämpfen.

    • ilouis
    • 03.03.2010 um 18:31 Uhr

    am besten: "weltfremde multi kulti fantasien". ein volk braucht schon zeitweise mal "frisches blut",sonst gehts unter oder verblödet, aber was heute hier passiert ist doch echt zu krass.

    Es gibt sicherlich "schwarzen" und "muslimischen" Rassimus. Bloß spielen diese hier in Europa trotz der oft verbreiteten Verschwörungstheorie von der schleichenden Islamisierung Europas keine Rolle.
    Rassismus ist ein ausschließender Prozess, der Bedeutung gewinnt, wenn eine Mehrheit ein Minderheit mit negativen (oder positiven) Urteilen belegt und deswegen von gesellschaftlichen Prozessen ausschließt. Das Problem sind nicht die Minderheiten, die dann versuchen, sich eine Nebenkultur zu schaffen, sondern Rassisten auf der anderen Seite.
    Sie stimmen mir wahrscheinlich zu, wenn ich sage, dass es in Ägypten ein Problem mit muslimischem Rassismus gegen Christen und Juden gibt. Aber in Westeuropa sind der wieder salonfähig werdende Antisemitismus und der neu aufkeimende Antiislamismus die eigentlichen Probleme. Das hat dann auch nichts mit "Gutmenschentum" zu tun, sondern diese Erkenntnis spiegelt einfach die gegebenen Kräfteverhältnisse in der Gesellschaft wieder.

    Sehr geehrter Herr Rätsel,

    mitunter ist gerade Ihre Wortwahl ein Indiz dessen, über was die Autorin resümiert.
    Seit ich dieses Wort (Gutmensch) zum ersten Mal aus dem Munde eines rechten Propagandisten gehört habe, beginnt die sogenannte Verluderung der deutschen Sprache bedenkliche Ausmaße anzunehmen.
    Ein Gutmensch also ?
    Keiner dieser lauthals, Dummheiten in eine leicht angeheiterte Menge brüllenden Freunde des Volkes, hat jemals erklären können, was dieser Ausdruck bedeuten soll.
    War Jesus ein Gutmensch, Gandhi, Steven Biko, Pater Kolbe, war ein M.L: King oder einFranz von Assisi ein Gutmensch ?
    Wahrscheinlich würden alle diese Menschen in diese Kategorie der dummdreisten rechten Populisten fallen.
    Armer deutscher Sprachraum, der die beiden wertvollen Begriffe wie "Mensch" und "gut" in eine Phrase voller Hass und Dummheit packen muß.
    Teil 1

    Ach ja, dies hat definitiv nichts damit zu tun, wo und wann Rassismus in anderen Teilen der Welt auftritt.
    Ein Übel m it einem anderen Übel zu entschuldigen, man nehme es mir nicht übel, erregt bei mir nur eine massive Übelkeit.
    Wie heist es noch so schön:
    Auge um Auge, Zahn um Zahn.....hinterläßt nur eine Welt voller BLinder.
    Und zur Erklärung:
    Ich bin sogenannter ÖSI ( ein dummes Wort a la Piefke ), und habe seit ich die Aufnahmen der Befreiung des KZ Mauthausen als Schüler sah, wo immer ich die Verwender von "Gutmenschen" traf, diesen oft jungen Leuten erklärt, dass ein Herr Haider, eher mit einem schwarzafrikanischen Diplomaten verkehrt als mit Ihnen ( österreichische Arbeiter ).
    Wenn man hinter die Fassaden der Straches et al sieht, erkennt man einen ganz anderen "Rassismus", der genau die ausschließt, die am lautesten für ihn gröhlen.
    Auch dies ist nicht neu !
    Der Bruder meines Großvaters, 1937 als illegaler Nazi in Haft ( in Österreich ), zog 1938 nach Polen in den Krieg.
    Als letzte sah ihn meine Mutter, der er sagte, er verstehe nicht, was dieser Krieg soll, er wollte Arbeit und eine gesicherte Zukunft, keinen Krieg in einem land in das er nie wollte.
    4 Wochen später war er tot, eines der ersten Opfer der Agitatoren und falschen Propheten, die mit klug gewählten Worten Hass in die Welt sähten.

    So bleibt mir als Resumee nur eines zu sagen:
    "Gutmensch" ist der erste neurliche Schritt nach Polen.
    Angst und Bang könnte einem guten Menschen werden !

    Herzlichst
    waldensee

  5. Ja, das Prinzip der "political correctness" in Deutschland ist ja so viel besser, als wenn die Leute wirklich sagen dürften, was sie denken ... und das soll dann also ein Beitrag zur Demokratisierung eines Landes sein? Sehr witzig, wirklich!

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    Demokratie bedeutet nicht alles tun zu können was man will. Es gehört auch viel vernunft und verstand dazu sich selsbt demokratisch zu nennen. Anderen emsnchen diese freiheitsrechte ebzusprechen dun sie zum menschen zweiter klasse zu degradieren kann nicht demokratischen schutz finden. Wer die demokratie für seine zwecke ausnutzt muss dafür sorgen, dass seine Zwekce der demokratie nutzen. Alles andere ist antidemokratisch.

    Demokratie bedeutet nicht alles tun zu können was man will. Es gehört auch viel vernunft und verstand dazu sich selsbt demokratisch zu nennen. Anderen emsnchen diese freiheitsrechte ebzusprechen dun sie zum menschen zweiter klasse zu degradieren kann nicht demokratischen schutz finden. Wer die demokratie für seine zwecke ausnutzt muss dafür sorgen, dass seine Zwekce der demokratie nutzen. Alles andere ist antidemokratisch.

    • Zack34
    • 03.03.2010 um 16:22 Uhr
  6. Das war schon früher und ist ja wohl auch noch heute das Prinzip Österreichs: Rechtsnationalismus.
    [Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Äußerungen. Danke, die Redaktion/vv]

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    eine nat9ion wegen nationalismus anzugreifen ist nationalismus. "die österreicher" gibt es nicht. es gibt menschen die in österreich wohnen. einige sind staatsbrger einige nicht. die jeweiligen gruppen bestehen wiederrum aus menschen die völlig unterschiedlich sind. so ist die welt, sie ist bunt. es mag eine große gruppe in österreich zu geben, die rassistisch ist. das ist aber nicht "der össterreicher"(/selbst wenn es die mehrheit wäre), das sind eben bestimmte österreicher. verfallen sie also nicht dem nationalen denken. seien sie offen und nehmen die mesnchen als bürger dieser welt wahr. dann kann rassismus uns mal am allerwertesten lecken ;)

    • ilouis
    • 03.03.2010 um 18:53 Uhr

    ich bin zwar kein österreicher, aber ein grosser fehler ist es ein volk als ganzes zu beleidigen. was passiert, wenn es dennoch geschieht (oder bewusst durch die medien gemacht wird)?
    man geht als deutscher ins ausland und ist sofort ein nazi. ich sag ihnen was: das ist verdammmt sch******. mir gehts zurzeit so, das erste was man als deutscher zu hören bekommt ist meist hitler, selbst dann, wenn man noch so wenig mit dieser person zu tun haben will.
    deshalb: nie ein volk als rechts oder sonst irgendetwas bezeichnen.

    schliesse mich zu 100% an!

    wie bitter sie sind.kennt man uns wirklich?so?

    vielen dank an die redaktion,derartige aussagen würde ich mir in meinem land wünschen.

    eine nat9ion wegen nationalismus anzugreifen ist nationalismus. "die österreicher" gibt es nicht. es gibt menschen die in österreich wohnen. einige sind staatsbrger einige nicht. die jeweiligen gruppen bestehen wiederrum aus menschen die völlig unterschiedlich sind. so ist die welt, sie ist bunt. es mag eine große gruppe in österreich zu geben, die rassistisch ist. das ist aber nicht "der össterreicher"(/selbst wenn es die mehrheit wäre), das sind eben bestimmte österreicher. verfallen sie also nicht dem nationalen denken. seien sie offen und nehmen die mesnchen als bürger dieser welt wahr. dann kann rassismus uns mal am allerwertesten lecken ;)

    • ilouis
    • 03.03.2010 um 18:53 Uhr

    ich bin zwar kein österreicher, aber ein grosser fehler ist es ein volk als ganzes zu beleidigen. was passiert, wenn es dennoch geschieht (oder bewusst durch die medien gemacht wird)?
    man geht als deutscher ins ausland und ist sofort ein nazi. ich sag ihnen was: das ist verdammmt sch******. mir gehts zurzeit so, das erste was man als deutscher zu hören bekommt ist meist hitler, selbst dann, wenn man noch so wenig mit dieser person zu tun haben will.
    deshalb: nie ein volk als rechts oder sonst irgendetwas bezeichnen.

    schliesse mich zu 100% an!

    wie bitter sie sind.kennt man uns wirklich?so?

    vielen dank an die redaktion,derartige aussagen würde ich mir in meinem land wünschen.

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