Rassismus

Österreich gewöhnt sich an das Prinzip Negerwitz

Der Europarat hat Österreich wegen Rassismus gerügt. Kein Wunder: Das rechtsgerichtete Ressentiment blüht. Ein Klima der Ausgrenzung macht sich breit.

Demonstrierende Neonazis, wie hier in Wien, bereiten dem Europarat Sorge

Demonstrierende Neonazis, wie hier in Wien, bereiten dem Europarat Sorge

Wieder einmal hat der Europarat gesprochen, wieder einmal hat er Delinquenten ausgemacht, die auf dem Kontinent Rassismus und Fremdenhass nur ungenügend die Stirn bieten: Es sind Länder wie Albanien, das noch immer an seiner diktatorischen Vergangenheit herumlaboriert. Estland, das sich nach außen hin so modern präsentiert, Anfeindungen gegen Russen und Roma aber nicht in den Griff bekommen mag. Oder Großbritannien, wo rassistisch motivierte Straftaten stark zugenommen haben. Und es ist – einmal mehr – Österreich, das bereits zum wiederholten Mal in einem Bericht über Rassismus Erwähnung findet. Ein unrühmlicher Rekord für ein westliches Gemeinwesen.

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Der Report aus Straßburg ist, zugegeben, kein Total-Verriss: Ausdrücklich loben die Experten auch positive Entwicklungen. Die Verabschiedung von Gleichbehandlungsgesetzen in den österreichischen Bundesländern etwa. Sie böten einen größeren Schutz gegen Diskriminierung als dies bisher auf Bundesebene der Fall war. Bei Polizei und Justiz würden Anti-Rassismus-Trainings offeriert. Zudem gebe es Bemühungen auf lokaler Ebene, die Integration von Ausländern zu vereinfachen, etwa durch Sprachkurse für Immigrantenkinder.

So weit so gut.

Eine Absolution erteilt der Europarat dem Alpenland dennoch nicht. Ganz im Gegenteil: Es gebe keine einheitliche Integrationspolitik auf Bundesebene, das Niederlassungsrecht sei zu streng, monieren die Experten. Die Handhabung des Familiennachzuges sei in Gänze zu restriktiv, die entsprechende Quotenregelung inadäquat. Geradezu "besorgniserregend" ist aus Sicht des Europarates die Tatsache, dass der Rassismus im politischen Diskurs weiterhin eine große Rolle spiele, nicht zuletzt weil die etablierten Parteien allzu oft eine entsprechende Antwort vermissen ließen.

Und tatsächlich: Der naiv verharmlosende Umgang mit den Rechten ist der eigentliche Kern des politischen Systems des Alpenlandes. Die rechtspopulistischen Parteien FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) und in geringerem Maße das BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) provozieren wo sie nur können, sie wagen Tag für Tag den rechten Tabubruch – ohne dass sie auf maßgeblichen politischen Widerstand treffen würden. Es ist das Leitmotiv der Rechten, zu testen, was möglich ist. Es wird ihnen möglich gemacht.

Ein Klima des "anything goes"

Und so hetzen die Rechtsausleger gegen Migranten und Asylanten, gegen Muslime, gegen Juden. Antisemitismus ist in der politischen Auseinandersetzung ein fester Bestandteil. Mal bezeichnet FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache Ausländer in unrühmlicher Diktion als "Motten", mal wird der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde als Drahtzieher des Linksterrorismus verunglimpft, mal erzählt der Landeshauptmann von Kärnten in aller Öffentlichkeit grinsend einen Negerwitz. Es existiere, so umschrieb es einmal der Kolumnist des Wiener Standard, Hans Rauscher, ein Klima des anything goes, alles ist erlaubt.

In dieser Hinsicht erweist sich Österreich immer wieder als Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Der Spielraum, den die Rechtsradikalen haben, um diskreditiertes Gedankengut zu ventilieren, ist schier unbegrenzt. Konsequenzen, Sanktionen, größere Aufschreie seitens der etablierten Parteien SPÖ und ÖVP – sie sucht man in der Regel vergebens.

Dahinter steckt knallhartes politisches Kalkül: Der ÖVP gilt die FPÖ trotz aller Verfehlungen nach wie vor als möglicher Koalitionspartner. Verscherzen will man es sich lieber nicht mit ihr. Die SPÖ hat da schon größere Bedenken: Als die Freiheitlichen im Europawahlkampf mit dem Slogan "Abendland in Christenhand" gezielt antiislamische Stimmung machten, distanzierte sich Bundeskanzler Werner Faymann deutlich von dem "Hassprediger" Strache. Doch schon in den Bundesländern wird diese Linie aufgeweicht: Von SPÖ-Landesfürsten ist immer wieder zu hören, man halte sich alle Optionen offen.

Fehlender Cordon Sanitaire

Ein Cordon Sanitaire, eine Ausgrenzung der Rechten, wie man sie etwa in Frankreich oder Deutschland kennt – sie existiert in Österreich nicht. Und genau hierin offenbart sich das Versagen der übrigen Protagonisten. Die Vorgängerpartei der FPÖ, der Verband der Unabhängigen (VdU), ein Sammelbecken für ehemalige Nazis, wurde nach dem Krieg als politische Kraft umgarnt. Und heute? Im Land der Großen Koalitionen liebäugelt man mit der FPÖ, als wäre sie der Heilsbringer für die Lösung großkoalitionärer Verwerfungen.

Alternativen sind rar, eine echte liberale Partei gibt es nicht, die Grünen sind zu schwach. Und so steht, anders als in anderen Ländern, nicht die politische Abgrenzung gegen rechts (und somit auch der Schutz der Demokratie gegen die Infiltrierung durch rechtsextreme* Politikinhalte) im Vordergrund, sondern parteitaktische Erwägungen. Sie münden in Verharmlosung und Kungelei.

Das beste Beispiel für diesen gefährlichen Appeasementkurs bot die Wahl von Martin Graf zum Dritten Nationalratspräsidenten. Der Freiheitliche ist Mitglied bei der Wiener Burschenschaft Olympia (Motto: "Wahr und treu, kühn und frei"), die das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes als "Zentrum des Rechtsextremismus" ortet und auch dem deutschen Verfassungsschutz nicht unbekannt ist. Trotz massiver Proteste von Intellektuellen wählten die Parteien Graf im Herbst 2008 ins hohe Amt. ÖVP-Chef Josef Pröll gab gar eine Wahlempfehlung für den rechten Recken aus.

Mitarbeiter von Graf orderten bei einem rechtsextremen Versandhandel in Deutschland Propagandamaterial, er selbst stellte wiederholt den "antifaschistischen Grundkonsens" infrage. In Österreich geht das problemlos. Graf ist trotz seiner zahlreichen Störfeuer weiter einer der höchsten Repräsentanten seines Landes.

Die zunehmende Gewöhnung an rechtsextreme Inhalte ist nicht zuletzt eine Folge der schwarz-blauen Regierungsbildung im Jahr 2000. Damals holte der machthungrige Wolfgang Schüssel (ÖVP), der eigentliche Wahlverlierer des Urnenganges, Jörg Haider in die Koalition. Diskreditierte Inhalte wie Antisemitismus, Fremdenhass, Rassismus und die Verharmlosung des Holocausts wurden damit reingewaschen. Studien belegen: Sowohl BZÖ als auch FPÖ gelten heute unter Jungwählern als ganz normale Parteien. Ein Alarmsignal für den Zustand der Demokratie.

"Saugoschn" und "Schmarotzergesindel"

Eine Wertestudie, die im vergangenen Jahr unter dem Titel Die Österreicher innen veröffentlicht wurde, offenbarte: Jeder fünfte Österreicher wünscht sich einen starken Führer, der weder Parlament noch Wahlen verpflichtet ist, Fremdenhass, ohnehin weit verbreitet, nimmt zu. Geschürt wird das Klima der Ausgrenzung von der Kronen-Zeitung, dem mächtigsten Medium im Alpenstaat, das in der Vergangenheit ebenfalls vor rassistischen und antisemitischen Übergriffen nicht zurückschreckte.

Wie sehr die fortgesetzte Agitation der Rechten gegen Fremde nachwirkt, zeigte sich in jüngster Zeit, als die Debatte um das Ausländerrecht gefährlich eskalierte. Das Nachrichtenmagazin Profil veröffentlichte E-Mails die belegen, dass rechtsradikale Überzeugungen längst in die Mitte der Gesellschaft eingesickert sind. Einer der Absender, ein Versicherungsmakler aus Wien, verunglimpfte die Tochter einer Asylfamilie als "Saugoschn", er wetterte gegen das "Schmarotzergesindel", das "nichtsnutzige Islamgesindel". Der renommierte österreichische Politologe Anton Pelinka macht angesichts solcher Entgleisungen eine "neue Schamlosigkeit" aus, er beobachte, so der Wissenschaftler, eine "Verschluderung" der Sitten.

Demokraten müsste es angesichts dieser Entwicklungen Angst und Bange werden. Nicht so in Österreich. Da wird weiter taktiert, weiter gekungelt. Selbst die Wahl des Bundespräsidenten im April bleibt davon nicht verschont. Gegen den als untadelig geltenden Heinz Fischer (SPÖ) tritt als Herausforderin lediglich FPÖ-Hardlinerin Barbara Rosenkranz an. Ihre zweifelhafte Gesinnung dokumentierte die zehnfache Mutter schon mal, indem sie die Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes forderte oder das Zweifeln an der Existenz des Holocausts als "freie Meinungsäußerung" bezeichnete. Die ÖVP mochte bislang weder einen eigenen Kandidaten aufstellen noch eine Wahlempfehlung für den Demokraten Fischer abgeben.

Rosenkranz for president: Das Prinzip Negerwitz bricht sich weiter Bahn.

Die Autorin Marion Kraske studierte Politikwissenschaft und arbeitet als Buchautorin und freie Korrespondentin. Unlängst erschien ihre politische Analyse "Ach Austria! Verrücktes Alpenland" (Molden-Verlag,Wien 2009)


* Der Begriff des Rechtsextremismus bezieht sich nicht auf den amtlich verwendeten Begriff, sondern auf den in der politischen Wissenschaft definierten Ausdruck des geistigen Rechtsextremismus. Siehe Decker, Oliver/Brähler, Elmar: Vom Rand zur Mitte, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin 2006
 

 
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Leser-Kommentare

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  1. Mir schwant, dass der Nazi-Begeisterung Österreichs während des zweiten Weltkrieges keine Entnazifizierungs- und Schuldfragen-Debatte wie in Deutschladn folgte...die kleinen Hilterfreunde konnten sich - anders als Deutschland - als Opfer aufführen, nachdem alles vorbei war...und so lebt er denn "heimlich" fort, der ungenierte Nazi,...schon Freud fand sene Österreicher eigentlich ekelhaft.

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    ihren kommentar zufolge sind sie links, oder können wenigstens keine nazis leiden.
    am ende outen sie sich (nach heutiger vorstellung) selbst als ein nazi:
    schon Freud fand sene Österreicher eigentlich ekelhaft.
    sie schliessen sich wohl freuds meinung an, sonst hátten sie das hier nicht geschrieben. sie können also auch keine zumindest österreichischen auslánder leiden.
    es ist echt krass was in europa zurzeit abgeht. weil österreich (aus dem artikel zu schliessen) bei diesem multi-kulti misch-masch nicht unbedingt einsteigen will, und dem leider, durch nicht wenige österreicher, zu lautstark ausdruck gegeben wird, sind alle "ösis" nazis, oder was? es ist gar nicht gut, wenn man als weisser meint etwas besonderes zu sein und rassistische witze macht usw.
    aber ich glaube wenn überdurschnittlich viele europáer sagen wir mal in die östlichen lánder zögen, mit familie und allen drum und dran, wáren wir dort auch nicht besser willkommen. ich rede hier nicht vom tourismus.
    wahrscheinlich gábe es dort genau so etwas wie rassismus. es ist eine allgemeine erscheinung, ich will mich hier keiner politischen orientierung unterordnen, der kommentar sei nicht falsch zu verstehen.

    auch deutschland   saubersagich

    wurde nie entnazifiziert, denn nach dem zusammenbruch des dritten reiches waren nach kurzer zeit ganau die leute wieder an den schalthebeln, die auch vorher an den schalthebeln saßen

    flick, krupp, quandt, und einige, die erst mit dem naziregime reich wurden wie neckermann (joel kaufhaus) oder horten oder viele juristen, die im krieg nazigesetze vollstreckten, waren nach dem krieg wieder auf dem richterstuhl oder ankläger

    Es lässt sich nicht leugnen, dass in Österreich bedenkliche Entwicklungen stattfinden. In Deutschland ist es aber hübsch das Selbe! Was hier FPÖ dort NPD. Wer selbst im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

    Aussagen wie "die kleinen Hittlerfreunde" oder "der nicht-entnazifizierte Ösi" sehe ich als beleidigend und unsachlich an. Es mag hier (genauso wie auch in Deutschland) begeisterte Anhänger gegeben haben und leider immer noch geben aber mit derart engstirnigen Pauschalisierungen sollte man sich zurückhalten! (Achtung Glashaus!)

    Ich bin Österreicherin und man stelle sich vor, ich finde die Nazis gar nicht cool, genausowenig wie ich FPÖ oder BZÖ wähle, oder mir Strache-Poster (wegen der schönen blauen Augen) and die Wand hänge.

  2. "Ein Klima der Ausgrenzung macht sich breit."
    Ein Klima des "anything goes"

    Also der Artikel hat "ein Klima" des Unkonkreten - wahrscheinlich ist das gewünscht, um Denk und Redeverbote mit Assoziationen in Richtung "Rechtsextrem" zu rechtfertigen.

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    Nur wer völlig verblendet ist, kann die Gefahr eines "Terrorismus von Links" jedesmal heraufbeschwören, wenn wieder mal eine Gewalttat ruchbar wird, die von Rechts ausgeht.

    Die Vorspiegelung linker Gewalt im Interesse der Bayrischen Staatskanzlei hat schon nach dem Oktoberfestattentat 1980 nicht funktioniert.

  3. Ich bin Deutscher und lebe in Wien - die politische Zustandsbeschreibung mag korrekt sein. Die gelebte Wirklichkeit ist jedoch anders:

    Die Leute sind hier nicht mehr oder weniger fremdenfeindlich als in Deutschland - man hat eine anderen Sprachgebrauch, spricht Dinge direkter an und auch aus. Aber rassistisch ist diese Gesellschaft deshalb nicht. Im Gegenteil, ich finde diesen latenten, unterschwelligen Rassismus in D viel bedrueckender.

    Letztendlich stimmt es allerdings schon FPOE und BZOE sind gefaehrlich und sind eigentlich in einem Rechtsstaat nicht hinnehmbar.

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    für alle diese rechten Psychopathen, um die es im Artikel geht.

    Es ist ja auch in Österreich absurderweise so, dass dort wo der Ausländeranteil tatsächlich hoch ist, die Fremdenfeindlichkeit niedriger ist. So finden rechte Parteien in den entlegenen Dörfern mit nahezu 0% Ausländeranteil die größte Zustimmung.
    In Wien neckt der Österreicher mal den Deutschen wenn er nen "Apfelschorle" bestellen möchte, aber ansonsten hat mich hier nichts dergleichen getroffen. Dadurch aber auf ganz Österreich zu schließen wäre ein fataler Fehler.
    Rechte Ressentiments sind verbreitet, verankert und werden offen ausgesprochen. "Zum Skifahren kann man gern kommen -und ein bisschen Geld mitbringen- [ein Zwinkern], aber dann dürf'n se auch wieder nach Haus. Gehört sich halt auch einfach so." hört man dann doch regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbst in Wien.

    in einer Breite der Gesellschaft und in der alltäglichen Öffentlichkeit - auch ungenierten Antisemitismus - wie ich sie in Deutschland kaum erlebe.
    Das nimmt man wahr wenn man nicht die Augen verschließt.

  4. In einem Land, in dem ein Alkoholiker, der sich stockbesoffen zu Tode fährt, wobei man eigentlich froh sein muss, dass er nicht noch ein paar Unschuldige auf seiner Trunkenheitsfahrt mit sich gerissen hat, zum Nationalheiligen hochstilisiert wird, wundert mich nichts mehr. Leider.
    Ich fürchte die Österreicher haben sich einfach noch nie ernsthaft mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt und sich damit getröstet, dass Hitler von Deutschland aus bei ihnen "eingefallen" wäre. Obwohl sie ihm mindestens genauso zugejubelt haben wie wir Deutschen und obwohl Hitler gebürtiger Österreicher war und die von der Mehrheit der Österreicher begeistert gefeierte Annexion Österreichs als "Rückkehr seiner Heimat ins Deutsche Reich proklamiert" hatte.
    Und wer seine eigene Geschichte nicht kennt ist bekanntlich dazu verdammt sie zu wiederholen.
    Wir tun gut daran, den Irrsinn der Nazis nicht zu vergessen.

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    Das ist bestimmt alles richtig, aber vergessen Sie nicht, dass Hitler in Deutschland Karriere machte, vor dem Anschluss.

    Ich möchte nur anmerken, dass Österreich nicht nur aus Haider-Fans besteht. Es gibt genügen Leute denen derartige "Politiker" äußerst peinlich sind.

    Übrigens bei der Versteigerung des Unfallwagens ist der Anbieter darauf sitzen geblieben und auch eine Haider-Ausstellung in einem Bergbaumuseum war ein Flopp (viel zu wenig Besucher).

    So weit her ist es also nicht mit seinem Götzenstatus.

    • 03.03.2010 um 16:13 Uhr
    • lepkeb

    rechtsgerichteten aka weißen Rassismus? In Europa wird dieser anscheinend gerne nur mit der Gutmenschenbrille gesehen.
    Islamischer oder schwarzer Rassimus ist per se nicht existent.
    Empfehle dem Autor mal einen Besuch in Kulturzentren oder besser noch er kommt mal hier nach Nordamerika und berichtet über die National Society of Black Engineers oder die diversen islamischen Einrichtungen und Ausrichtungen oder meinen Favoriten den Black Entertainment Television. Möchte nicht den Aufschrei hören wenn es eine White Engineers Society oder White Entertainment Television geben würden. Da würde die Rassistenkeule rausgeholt werden.
    Die Politik sollte sich mal überlegen, woher diese Probleme kommen und das sie die Hauptschuld daran tragen, allen voran die Grünen mit ihren weltfremden Multi-Kulti Fantasien.
    Ich hoffe nur, das sich die wirtschaftliche Situation in Europa nicht so sehr verschlechtert, das sich das dann entstehende Potential entlädt. Wie meine libanesische Kollegin zu sagen pflegt;"Ihr Dt. habt eine hohe Schmerz- und Leidensgrenze, aber wenn diese überschritten, geht ihr erbarmungslos vor, da seid ihr euch mit unseren südliche Nachbarn ähnlicher als beiden vielleicht lieb ist."

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    Denn so schaut es aus! Anstelle der "Black Music Awards" sollten mal "White Music Awards" im TV laufen! Undenkbar! Doppelmoral? Ja!

    Lebkep   Afsoen

    Zusammenschluesse schwarzer Ingenieure, schwuler Rechtsanwaelte oder weiblicher Aezte sind in aller Regel nicht Auswuchs rassistischen Gedankenguts, sondern Reaktionen auf eine Diskriminierung seitens der Mehrheitsgesellschaft. Menschen in gleicher Lebenslage schliessen sich zusammen, um gemeinsam ihr Ziel zu erreichen, wie jede andere Interessengruppe auch. Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen.

    Dass Rassismus jenseits deutscher Grenzen existiert, ist unbestreitbar, kann aber nicht als Rechtfertigung fuer deutschen Rassismus dienen.

    Multi-kulti ist keine Phantasie sondern schon lange Lebensrealitaet und wohl auch Zukunft, die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Nordamerika hat hier einiges an Erfahrung vorzuweisen, das uns in Europa teilweise als Beispiel dienen kann, auch wenn die Ausgangssituation eine andere ist.

    Natürlich, so was musste ja wieder kommen. Aber "White Entertainment Television" braucht man nicht extra erst erfinden. Das tut das Fernsehen schon allein. Oder wann haben Sie das letzte Mal eine Minderheiten-Familie als zentrale Charaktere in einer Fernsehserie gesehen? Sämtliche Lebensbereiche der westlichen Welt sind dominant weiß. Vielleicht sollten Sie sich das mal überlegen, bevor Sie wieder "weiße" Verbände fordern. Eine Mehrheit muss sich keine Recht erkämpfen.

    am besten: "weltfremde multi kulti fantasien". ein volk braucht schon zeitweise mal "frisches blut",sonst gehts unter oder verblödet, aber was heute hier passiert ist doch echt zu krass.

    Es gibt sicherlich "schwarzen" und "muslimischen" Rassimus. Bloß spielen diese hier in Europa trotz der oft verbreiteten Verschwörungstheorie von der schleichenden Islamisierung Europas keine Rolle.
    Rassismus ist ein ausschließender Prozess, der Bedeutung gewinnt, wenn eine Mehrheit ein Minderheit mit negativen (oder positiven) Urteilen belegt und deswegen von gesellschaftlichen Prozessen ausschließt. Das Problem sind nicht die Minderheiten, die dann versuchen, sich eine Nebenkultur zu schaffen, sondern Rassisten auf der anderen Seite.
    Sie stimmen mir wahrscheinlich zu, wenn ich sage, dass es in Ägypten ein Problem mit muslimischem Rassismus gegen Christen und Juden gibt. Aber in Westeuropa sind der wieder salonfähig werdende Antisemitismus und der neu aufkeimende Antiislamismus die eigentlichen Probleme. Das hat dann auch nichts mit "Gutmenschentum" zu tun, sondern diese Erkenntnis spiegelt einfach die gegebenen Kräfteverhältnisse in der Gesellschaft wieder.

    Sehr geehrter Herr Rätsel,

    mitunter ist gerade Ihre Wortwahl ein Indiz dessen, über was die Autorin resümiert.
    Seit ich dieses Wort (Gutmensch) zum ersten Mal aus dem Munde eines rechten Propagandisten gehört habe, beginnt die sogenannte Verluderung der deutschen Sprache bedenkliche Ausmaße anzunehmen.
    Ein Gutmensch also ?
    Keiner dieser lauthals, Dummheiten in eine leicht angeheiterte Menge brüllenden Freunde des Volkes, hat jemals erklären können, was dieser Ausdruck bedeuten soll.
    War Jesus ein Gutmensch, Gandhi, Steven Biko, Pater Kolbe, war ein M.L: King oder einFranz von Assisi ein Gutmensch ?
    Wahrscheinlich würden alle diese Menschen in diese Kategorie der dummdreisten rechten Populisten fallen.
    Armer deutscher Sprachraum, der die beiden wertvollen Begriffe wie "Mensch" und "gut" in eine Phrase voller Hass und Dummheit packen muß.
    Teil 1

    Ach ja, dies hat definitiv nichts damit zu tun, wo und wann Rassismus in anderen Teilen der Welt auftritt.
    Ein Übel m it einem anderen Übel zu entschuldigen, man nehme es mir nicht übel, erregt bei mir nur eine massive Übelkeit.
    Wie heist es noch so schön:
    Auge um Auge, Zahn um Zahn.....hinterläßt nur eine Welt voller BLinder.
    Und zur Erklärung:
    Ich bin sogenannter ÖSI ( ein dummes Wort a la Piefke ), und habe seit ich die Aufnahmen der Befreiung des KZ Mauthausen als Schüler sah, wo immer ich die Verwender von "Gutmenschen" traf, diesen oft jungen Leuten erklärt, dass ein Herr Haider, eher mit einem schwarzafrikanischen Diplomaten verkehrt als mit Ihnen ( österreichische Arbeiter ).
    Wenn man hinter die Fassaden der Straches et al sieht, erkennt man einen ganz anderen "Rassismus", der genau die ausschließt, die am lautesten für ihn gröhlen.
    Auch dies ist nicht neu !
    Der Bruder meines Großvaters, 1937 als illegaler Nazi in Haft ( in Österreich ), zog 1938 nach Polen in den Krieg.
    Als letzte sah ihn meine Mutter, der er sagte, er verstehe nicht, was dieser Krieg soll, er wollte Arbeit und eine gesicherte Zukunft, keinen Krieg in einem land in das er nie wollte.
    4 Wochen später war er tot, eines der ersten Opfer der Agitatoren und falschen Propheten, die mit klug gewählten Worten Hass in die Welt sähten.

    So bleibt mir als Resumee nur eines zu sagen:
    "Gutmensch" ist der erste neurliche Schritt nach Polen.
    Angst und Bang könnte einem guten Menschen werden !

    Herzlichst
    waldensee

  5. Ja, das Prinzip der "political correctness" in Deutschland ist ja so viel besser, als wenn die Leute wirklich sagen dürften, was sie denken ... und das soll dann also ein Beitrag zur Demokratisierung eines Landes sein? Sehr witzig, wirklich!

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    .....   Deftone

    Demokratie bedeutet nicht alles tun zu können was man will. Es gehört auch viel vernunft und verstand dazu sich selsbt demokratisch zu nennen. Anderen emsnchen diese freiheitsrechte ebzusprechen dun sie zum menschen zweiter klasse zu degradieren kann nicht demokratischen schutz finden. Wer die demokratie für seine zwecke ausnutzt muss dafür sorgen, dass seine Zwekce der demokratie nutzen. Alles andere ist antidemokratisch.

    • 03.03.2010 um 16:22 Uhr
    • Zack34
  6. Das war schon früher und ist ja wohl auch noch heute das Prinzip Österreichs: Rechtsnationalismus.
    [Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Äußerungen. Danke, die Redaktion/vv]

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    eine nat9ion wegen nationalismus anzugreifen ist nationalismus. "die österreicher" gibt es nicht. es gibt menschen die in österreich wohnen. einige sind staatsbrger einige nicht. die jeweiligen gruppen bestehen wiederrum aus menschen die völlig unterschiedlich sind. so ist die welt, sie ist bunt. es mag eine große gruppe in österreich zu geben, die rassistisch ist. das ist aber nicht "der össterreicher"(/selbst wenn es die mehrheit wäre), das sind eben bestimmte österreicher. verfallen sie also nicht dem nationalen denken. seien sie offen und nehmen die mesnchen als bürger dieser welt wahr. dann kann rassismus uns mal am allerwertesten lecken ;)

    ich bin zwar kein österreicher, aber ein grosser fehler ist es ein volk als ganzes zu beleidigen. was passiert, wenn es dennoch geschieht (oder bewusst durch die medien gemacht wird)?
    man geht als deutscher ins ausland und ist sofort ein nazi. ich sag ihnen was: das ist verdammmt sch******. mir gehts zurzeit so, das erste was man als deutscher zu hören bekommt ist meist hitler, selbst dann, wenn man noch so wenig mit dieser person zu tun haben will.
    deshalb: nie ein volk als rechts oder sonst irgendetwas bezeichnen.

    Kommentar Nr. 8   itsabouttime

    schliesse mich zu 100% an!

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