EU-Beitritt der Türkei Weg mit der privilegierten Partnerschaft!
Erdoğan und Merkel haben ihren Streit entschärft. Es bleibt die Frage des EU-Beitritts. Hier muss die Türkei Reformen und Deutschland Fairness zeigen. Ein Kommentar
© ADEM ALTAN/AFP/Getty Images

Die Beziehungen Deutschlands zur Türkei werden von der Diskussion zum EU-Beitritt überschattet: Kanzlerin Merkel auf Staatsbesuch in Ankara bei Premier Erdogan
Kann man die Türken umarmen und die Türkei auf Distanz halten? An diesem Kunststück hat sich Angela Merkel gestern und heute in Ankara und Istanbul erneut versucht. Das ist eine Übung für echte Profis, weil man dabei zwei ziemlich komplizierte Themen sorgfältig im Gleichgewicht halten muss: Einerseits die Integration der Türken und türkischstämmigen Deutschen, andererseits die EU-Verhandlungen mit der Türkei über den Beitritt. Vorhang auf.
Sie haben sich wirklich Mühe gegeben. In Ankara waren Angela Merkel und Tayyip Erdoğan darauf aus, Meinungsunterschiede zu glätten. Die Kanzlerin sprach am Sitz des Premiers von "ergebnisoffenen Verhandlungen" der EU mit der Türkei. Die wolle man fortsetzen. Der Ministerpräsident drängte in seiner Rede auf Vollmitgliedschaft. Dabei versuchten beide zu lächeln. Nach Merkels Ansprache sagte Erdoğan höflich auf Deutsch: "Dankeschön".
Über türkische Schulen und Deutsch für Türken in der Bundesrepublik sprachen die Kanzlerin und der Premier gleichfalls in ruhigerem Ton. In den Tagen vor dem Besuch hatten sie sich über die Medien regelrecht gezofft. Dahinter glühte andeutungsweise die Frage auf, wer nun eigentlich der Schutzherr der Türkischstämmigen in Deutschland sei: Erdoğan oder Merkel?
Darauf gibt die CDU mit Merkel an der Spitze heute eine klare Antwort: Wir natürlich! Integrationsgipfel, Islamkonferenzen von CDU-Innenministern, Videobotschaften der Kanzlerin an die Deutschtürken, CDU-Bürgermeister, die sich für Minarette und Moscheen einsetzen. Anders als in Frankreich fährt die große Mitte-Rechts-Partei Deutschlands keinen Abgrenzungskurs gegenüber den muslimischen Zuwanderern. Es hat sich viel getan in Deutschland, aber eben noch nicht genug.
In diese Lücke stößt Tayyip Erdoğan. Er selbst hat sich gegen den Widerstand der türkischen Eliten aus dem grauen Werftenviertel Istanbuls ins Premierministeramt hochgekämpft. Dieser Mann spürt, dass viele Türken sich in Deutschland in der zweiten Klasse oder dritten Reihe fühlen. Er fühlt den Abstand, den Angela Merkel zwischen der EU und der Türkei halten möchte. Und gerade deshalb löckt er wider den Stachel, fordert türkische Gymnasien in Deutschland und wirbt recht unverhohlen um die Auslandstürken, die ihn bei der nächsten türkischen Wahl 2011 auch wählen können. Seine Forderung hat er bei Merkels Besuch in abgemilderter Form wiederholt.
Das alles kann Erdoğan nur aus einem Grund tun. In Deutschland klafft eine Empathielücke, sogar eine doppelte: gegenüber den Türken und gegenüber der Türkei. Bei allen Bemühungen und Konferenzen fehlt es an einer vorbehaltlosen Umarmung der Deutschtürken durch die Regierung. An dem feierlichen "Ihr gehört zu uns, ohne wenn und aber." An dem "Wir" von Deutschdeutschen und Deutschtürken. Wo es aber eiskalt wird zwischen der Kanzlerin und den meisten Türkischstämmigen, ist beim möglichen EU-Beitritt der Türkei. Vor ihrer Reise hat Angela Merkel an dessen Stelle noch einmal ihre Vorliebe für die "privilegierte Partnerschaft" bekundet. In Ankara sagte sie, sie verstehe nun, dass dieser Begriff keine positive Bedeutung habe.
Warum ihn also benutzen? Das Angebot einer "Partnerschaft" statt Mitgliedschaft erinnert auch viele Türken in Deutschland an diese feinsinnigen Abstufungen von erster, zweiter oder gar dritter Klasse, sei es in der Gesellschaft oder in Europa. Das Adjektiv "privilegiert" klingt dabei, als wolle sich jemand noch drüber lustig machen. Partnerschaft hat die Türkei längst durch die vielfältigen EU-Abkommen, seit 2005 geht es darum, ob sie Mitglied werden kann. Ganz einfach, ganz unprivilegiert.
Das heißt nicht, dass die Türkei am Ende automatisch EU-Mitglied wird – egal wie sie sich verhält. Die türkischen Reformen, Voraussetzung für den EU-Beitritt, gehen nur langsam voran. Merkel hat Recht, wenn sie sagt, der Prozess ist "ergebnisoffen". Aber sie sollte dann auch sagen, dass fair und zielstrebig auf Vollmitgliedschaft verhandelt wird. Das bedeutet: wohlwollend, im besten Sinne der EU-Verträge, und ohne Versteckspiel mit zweitrangigen Zypern-Klauseln, die man kaum einem Europäer noch erklären kann.
Vor allem aber sollte das Wort von der "privilegierten Partnerschaft" endlich aus dem Politvokabular gestrichen werden. Der unselige Begriff hat das deutsche Ansehen in der Türkei beschädigt und die Türken in Deutschland vor den Kopf gestoßen. Die Türken zu umarmen und die Türkei auf Distanz zu halten – das gelingt eben noch nicht mal Profis.
- Datum 30.03.2010 - 14:26 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 198
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Ich finde den Bericht gar nicht so schlecht
Finden Sie das wirklich ?
Ich finde ihn so schwach wie alles von Herrn Thumann in letzter Zeit. Der scheint in der Empathie-Falle zu stecken.
Fast alle wichtigen rationalen Aspekte bleiben außen vor.
Siehe zum Vergleich z.B. isd nazir . Der schrieb das übrigens ohne Honorar.
Stimmt, nicht schlecht, aber mir zu kurz gegriffen, weil die in großen wirschaftlichen Schwierigkeiten befindliche Türkei (nicht die türkischen Menschen hier bei uns!) mit der Abschaffung der "Privilegierten Partnerschaft" in ein wirtschaftlich schwarzes Loch fiele, sofern der als ehrenvoller empfundene EU-Beitritt noch in weiter Ferne liegt, da die Trennung von Staat und Kirche ja leider noch nicht mal Bayern-Standard erreicht hat....
Finden Sie das wirklich ?
Ich finde ihn so schwach wie alles von Herrn Thumann in letzter Zeit. Der scheint in der Empathie-Falle zu stecken.
Fast alle wichtigen rationalen Aspekte bleiben außen vor.
Siehe zum Vergleich z.B. isd nazir . Der schrieb das übrigens ohne Honorar.
Stimmt, nicht schlecht, aber mir zu kurz gegriffen, weil die in großen wirschaftlichen Schwierigkeiten befindliche Türkei (nicht die türkischen Menschen hier bei uns!) mit der Abschaffung der "Privilegierten Partnerschaft" in ein wirtschaftlich schwarzes Loch fiele, sofern der als ehrenvoller empfundene EU-Beitritt noch in weiter Ferne liegt, da die Trennung von Staat und Kirche ja leider noch nicht mal Bayern-Standard erreicht hat....
Der sicher gutgemeinte Begriff "privilegierte Partnerschaft" kommt negativ an. Man muss diese Formulierungen testen, bevor man sie in die Welt setzt.
Wenn die EG nach den Lissaboner Vertraegen bereit ist
fuer eine Erweiterung muss diese Moeglichkeit auch "ergebnisoffen" bestehen. Den Tuerken in Deutschland,
speziell den in Deutschland geborenen, darf es ebenso wie
den "Urdeutschen" nicht ermoeglicht werden ohne Arbeit auf
Kosten der Gesellschaft durchgefuettert zu werden. Sie muessen alle Rechte aber auch alle Pflichten haben.
1963 schloss die Türkei mit der damaligen EWG ein Assoziierungsabkommen ab und ist seit dieser Zeit, zumindest wirtschaftlich betrachtet ein Stück europäisch. Daher wäre hier das Assoziierungsabkommen, dass jetzt fast 50 Jahre zurückliegt, vielleicht schon als erster Schritt in Richtung systemische Integration der Türkei zu deuten. Lieber Herr Thumann: wie wäre es mit einer "goldenen" Partnerschaft? Das schlimme ist nur, dass eine potenzielle Braut nicht 50 Jahre warte möchte, sondern irgendwann von ihrem Bräutigam geheiratet werden möchte. Andernfalls wird sie erbost sein: Und vielleicht dann doch, einen anderen Mann heiraten. Sie hätte das beste Recht dazu. Ich hoffe der europäische Mann kommt bald zu der Einsicht, dass hinter jedem starken Mann, eine noch stärkere und sogar hübschere Frau steht: Ihr Name ist Türkei!
erklären sie doch bitte was an der Türkei europäisch ,
ausser einem kleinen Eckchen , ist
wie sieht es mit der demokratie aus ,
mit der Staatsreligion,
mit dem alltäglihem Leben der Türken aus
nicht zu vergessen mit der Justiz,
was davon
soll da europäisch sein?
um in Ihrem Bild zu bleiben, vielleicht ist der Mann derzeit mit sich selbst beschäftigt, und kann die Braut zur Zeit nicht brauchen. Dass die Braut vielleicht sich nach etwas Besserem umsieht sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen.
Darf man eigentlich fragen, was der Beitritt der Türkei (und wenn ich schon mal dabei bin, der restlichen Balkanstaaten) der EU z.B. in Heller und Pfennig bringt bzw. kostet? Was brächte die Türkei (et.al.) also in die Ehe mit ein?. Oder geht es um nur um "innere Werte"?
erklären sie doch bitte was an der Türkei europäisch ,
ausser einem kleinen Eckchen , ist
wie sieht es mit der demokratie aus ,
mit der Staatsreligion,
mit dem alltäglihem Leben der Türken aus
nicht zu vergessen mit der Justiz,
was davon
soll da europäisch sein?
um in Ihrem Bild zu bleiben, vielleicht ist der Mann derzeit mit sich selbst beschäftigt, und kann die Braut zur Zeit nicht brauchen. Dass die Braut vielleicht sich nach etwas Besserem umsieht sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen.
Darf man eigentlich fragen, was der Beitritt der Türkei (und wenn ich schon mal dabei bin, der restlichen Balkanstaaten) der EU z.B. in Heller und Pfennig bringt bzw. kostet? Was brächte die Türkei (et.al.) also in die Ehe mit ein?. Oder geht es um nur um "innere Werte"?
Die EU ist im Moment genug mit sich selbst beschaeftigt - keine weiteren Mitglieder, weder fuer die Tuerkei noch sonst irgendwen...
Schon von aller Anfang an war klar, dass die privilegierte Partnerschaft desplaciert -oder sagen wir gleich: schief- liegt, denn mitten in den Beitrittsverhandlungen macht eine solche Forderung keinen Sinn, zumal die Zollunion EU-Türkei ohnehin eine Art von privilegierter Partnerschaft bedeutet -was solls also: Privilegiertere privilegierte Partnerschaft - gibt es sowas?
Diese Forderung oder kontraere Parallelüberlegung teilt ja nicht einmal der deutsche Koalitionspartner, jedenfalls hat sich Vize-Kanzler Guido Westerwelle kategorisch dagegen ausgesprochen, die Beitrittsverhandlungen durch eine Art von Plagiat zu ersetzen - und das noch persönlich anlaesslich seines Türkei-Besuches.
Nun,es scheint, dass Angela Merkel ihren Irrtum -obgleich ziemlich spaet- eingesehen hat, zumindest nicht mehr allzusehr darauf beharrt.
Vielleicht waere es an der Zeit, die Überlegung "Privilegierte Partnerschaft" durch "Privilegierte Freundschaft" -vornehmlich zwischen Deutschland und der Türkei- zu ersetzen. Denn beide Laender nennen eine nicht zu verkennende historische Gemeinsamkeit hinter sich. Die Annaehereung begann schon zur Zeit des preussischen Königs, als er von Moltke -damals noch Leutnant- in die Türkei entsandte. 1915 kam dann die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft an den Dardanellen
Gottseidank sind Kriege allein kein Anlass für eine intensive Freundschaft - erst die Erinnerung an den Schulterschluss und -natürlich- an die Unsinnigkeit des Krieges festigen die Freundschaft.
"und ohne Versteckspiel mit zweitrangigen Zypern-Klauseln, die man kaum einem Europäer noch erklären kann."
Was bitte ist daran zweitrangig wenn die Tuerkei Zypern nicht anerkennt und deswegen entgegen der bereits geschlossenen Assoziierungsabkommen seine Haefen und Fughaefen fuer zypriotische Waren und Verkehrsmittel schliesst??? Wenn man einer Gemeinschaft beitreten moechte, dann ist es wohl eine Selbstverstaendlichkeit die bereits vorhandenen Mitglieder anzuerkennen, sonst muss man leider draussen bleiben, denn wie war das? Wer zu erst kommt, mahlt zu erst
Bitte informieren Sie sich über die Fakten und die Rechtslage.
Verantwortungslose Politiker aus Brüssel (z.B. der Sozialist
Verheugen mit SPD-Parteibuch) haben uns eine hochwirksame Tretmine hinterlassen.
....sollten Sie sich schlau machen. Da ist keineswegs die Türkei "schuld" an der jetzigen Situation. Sie wurde von der griechischen Regierung der Insel und der EU verursacht. Die Türken hatten alle Bedingungen damals akzeptiert.
Seamus
Was bitte ist daran zweitrangig wenn die Tuerkei Zypern nicht anerkennt und deswegen entgegen der bereits geschlossenen Assoziierungsabkommen seine Haefen und Fughaefen fuer zypriotische Waren und Verkehrsmittel schliesst???
Die Türkei hat NIE akzeptiert, dass die Flughäfen geöffnet werden! Geschweige denn die Häfen!
Wenn die Inseln ESSEN & Trinken brauchen, dann gibt es genug Türkische Schiffe und Firmen die es befördern können!
Zypern ist durch HEUECHELEI und DOPPELMORAL der EU aufgenommen worden!
Bisschen EHRENWÜRDIGES VERHALTEN würde der EU auch nicht schaden!
Solange die Türken als wahre Büger akzeptiert, Wahlrecht, Aufteilung der Abgeordneten, Staats- und Regierungs Teilnahem gesichert ist, wird auch die Türkei NICHTS akzeptieren!
Zypern ist mitten im Mittelmeer wie ein Flugzeugträger!
Es mag sein das Europa schnell vergisst; EOK, ENOSIS, Megalo IDEA etc.
Aber wir haben jedes mal mit dem Leben zigtausender TÜRKEN bezahlt!
Irgendwann lernen iwr auch von der Geschichte!
Die Türkei wird im Thema Zypern NIEMALS einlencken!
Genaus so auch die standlosen Lügen der ARMENIER!
Für Deuscthland käme so etwas auch nicht in Frage!
Komisch das Deutschland sich vereint (manche streben sogar Schlessien, Tirol, ja sogar von den Griechen Inseln zu ergatern!!!) aber alle Länder umherum erbröckeln?!
Ist das nicht bemerkenswert?! Ist das Zufall?!
Oder Politik?!
TEILEN UND BESSER REGIEREN?!
Vielleicht bilden wir uns das nur ein!
Bitte informieren Sie sich über die Fakten und die Rechtslage.
Verantwortungslose Politiker aus Brüssel (z.B. der Sozialist
Verheugen mit SPD-Parteibuch) haben uns eine hochwirksame Tretmine hinterlassen.
....sollten Sie sich schlau machen. Da ist keineswegs die Türkei "schuld" an der jetzigen Situation. Sie wurde von der griechischen Regierung der Insel und der EU verursacht. Die Türken hatten alle Bedingungen damals akzeptiert.
Seamus
Was bitte ist daran zweitrangig wenn die Tuerkei Zypern nicht anerkennt und deswegen entgegen der bereits geschlossenen Assoziierungsabkommen seine Haefen und Fughaefen fuer zypriotische Waren und Verkehrsmittel schliesst???
Die Türkei hat NIE akzeptiert, dass die Flughäfen geöffnet werden! Geschweige denn die Häfen!
Wenn die Inseln ESSEN & Trinken brauchen, dann gibt es genug Türkische Schiffe und Firmen die es befördern können!
Zypern ist durch HEUECHELEI und DOPPELMORAL der EU aufgenommen worden!
Bisschen EHRENWÜRDIGES VERHALTEN würde der EU auch nicht schaden!
Solange die Türken als wahre Büger akzeptiert, Wahlrecht, Aufteilung der Abgeordneten, Staats- und Regierungs Teilnahem gesichert ist, wird auch die Türkei NICHTS akzeptieren!
Zypern ist mitten im Mittelmeer wie ein Flugzeugträger!
Es mag sein das Europa schnell vergisst; EOK, ENOSIS, Megalo IDEA etc.
Aber wir haben jedes mal mit dem Leben zigtausender TÜRKEN bezahlt!
Irgendwann lernen iwr auch von der Geschichte!
Die Türkei wird im Thema Zypern NIEMALS einlencken!
Genaus so auch die standlosen Lügen der ARMENIER!
Für Deuscthland käme so etwas auch nicht in Frage!
Komisch das Deutschland sich vereint (manche streben sogar Schlessien, Tirol, ja sogar von den Griechen Inseln zu ergatern!!!) aber alle Länder umherum erbröckeln?!
Ist das nicht bemerkenswert?! Ist das Zufall?!
Oder Politik?!
TEILEN UND BESSER REGIEREN?!
Vielleicht bilden wir uns das nur ein!
"im besten Sinne der EU-Verträge"
Dem Eurobarometerbericht zufolge sind die Österreicher mit 81 Prozent Gegnern am skeptischsten, gefolgt von den Deutschen und Luxemburgern mit 69 Prozent. In Frankreich, Finnland und Belgien gibt es ebenfalls eine absolute und in Italien eine relative Mehrheit gegen einen Beitritt.
Wenn der Beitritt gegen das Volk durchgeboxt wird, könnte sogar ein Desintegrationsprozess in Gang gesetzt werden, der viele Errungenschaften der heutigen Union in Frage stellen würde.
Sobald in Frankreich oder Österreich die zugesagten Referenden über eine Aufnahme der Türkei in die EU stattfinden und sich eine Mehrheit gegen einen Beitritt der Türkei ausspricht, wäre der Beitritt gescheitert.
Aus diesen Gründen wird es aller Wahrscheinlichkeit nach bei der [b]priviligierten Partnerschaft [/b] bleiben.
Wie wär's denn, wenn wir das Volk entscheiden ließen? Per Abstimmung, die dann für das Regierungshandeln verbindlich wäre? Einen solchen Vorgang nennt man "Demokratie". Was dabei in diesem Falle heraus käme, ist klar: eine Mehrheit der Deutschen will eine gute Partnerschaft mit der Türkei, aber eben keine EU-Mitgliedschaft der Türkei. Unhd die Leute haben ihre guten Gründe dafür. Auch wenn das der ZEIT-Redaktion nicht passt.
Wenn es Volksabstimmungen zur EG gegeben hätte, dann wären wir gar nicht da, wo wir jetzt sind (auch ohne die Türkei).
Merke: Es gibt schon gute Gründe, warum das Volk nicht bei jeder Angelgenheit abstimmt. Am Ende des Tages müssen wir auch regierungsfähig sein und nicht dem hohen Lied des Populismus verfallen.
Und da sie anscheinend die innersten Bedürfnisse der Deutschen kennen:
Erklären Sie mir doch mit sachlichen Argumenten, warum die "Deutschen" die Türkei nicht in der EU haben wollen.
(Enden sie aber am Ende bitte nicht beim 11.09 und den Muslimen. Lanweilig...)
Ja, ein bisschen mehr Demokratie möchte schon sein.
Und wenn wir vor den letzten Beitritten Volksabstimungen gehabt hätten, wären wir in der Tat nicht da, wo wir jtzt sind - aber ansers als S i e meinen: Dann hätten wir nämlich ein paar Problemmitglieder weniger, und das wäre gut so!
Die Deutschen wollen mehrheitlich keine Türkeimitgliedschaft, weil sie die Türken nicht als Europäer empfinden - das ist der Hauptgrund.
Den könnte man noch weit auffächern. Aber was dabei hearauskommt, ist längst hinreichend bekannt. Ihre Anfrage empfinde ich schon als ein bisschen scheinheilig.
Wenn es Volksabstimmungen zur EG gegeben hätte, dann wären wir gar nicht da, wo wir jetzt sind (auch ohne die Türkei).
Merke: Es gibt schon gute Gründe, warum das Volk nicht bei jeder Angelgenheit abstimmt. Am Ende des Tages müssen wir auch regierungsfähig sein und nicht dem hohen Lied des Populismus verfallen.
Und da sie anscheinend die innersten Bedürfnisse der Deutschen kennen:
Erklären Sie mir doch mit sachlichen Argumenten, warum die "Deutschen" die Türkei nicht in der EU haben wollen.
(Enden sie aber am Ende bitte nicht beim 11.09 und den Muslimen. Lanweilig...)
Ja, ein bisschen mehr Demokratie möchte schon sein.
Und wenn wir vor den letzten Beitritten Volksabstimungen gehabt hätten, wären wir in der Tat nicht da, wo wir jtzt sind - aber ansers als S i e meinen: Dann hätten wir nämlich ein paar Problemmitglieder weniger, und das wäre gut so!
Die Deutschen wollen mehrheitlich keine Türkeimitgliedschaft, weil sie die Türken nicht als Europäer empfinden - das ist der Hauptgrund.
Den könnte man noch weit auffächern. Aber was dabei hearauskommt, ist längst hinreichend bekannt. Ihre Anfrage empfinde ich schon als ein bisschen scheinheilig.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren