Militärpolitik USA erwägen Abzug ihrer Atomwaffen aus Deutschland
US-Präsident Obama arbeitet an einer neuen Atomstrategie: Einer Zeitung zufolge will er das Arsenal an Nuklearwaffen deutlich reduzieren — möglicherweise auch hierzulande.
Im letzten Jahr formulierte Barack Obama seine Vision einer atomwaffenfreien Welt. Nun geht der US-Präsident in Vorleistung: Die New York Times (NYT) schreibt, Obama bereite eine neue Atomstrategie vor, die eine Verringerung des Arsenals um Tausende Nuklearwaffen vorsieht. Demnach ist die Arbeit an einem entsprechenden Papier weitgehend abgeschlossen, allerdings wollte sich der Präsident am Montag mit Verteidigungsminister Robert Gates sowie mit anderen Top-Sicherheitsleuten treffen, um letzte Unklarheiten zu beseitigen. Strittig sei noch, inwieweit die USA für sich selber eingrenzen, wann sie nukleare Waffen einsetzen würden.
"In dem Dokument wird sichergestellt, dass es eine drastische Reduktion des Bestandes gibt, die in die Tausende geht", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der NYT. Anderen Regierungsvertretern zufolge gebe es überdies Debatten mit den Alliierten, taktische Waffen aus Europa abzuziehen — unter anderem aus Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden und der Türkei. Einzelheiten darüber waren zunächst nicht zu erfahren. Allerdings schreibt die Zeitung, es gehe hierbei um Raketen, die eher zur politischen Beruhigung denn zur wirklichen Abschreckung geeignet seien.
Die Bundesregierung wollte entsprechende Gespräche mit den USA nicht bestätigen. Derartige Entscheidungen seien ohnehin nur gemeinsam mit den Partnern im Rahmen der Nato zu treffen, sagte ein Sprecher. Das schwarz-gelbe Bündnis in Berlin hatte auf Drängen der FDP im Koalitionsvertrag das Ziel festgeschrieben, noch in dieser Legislaturperiode eine Vereinbarung über den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland zu erreichen. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte diese Forderung wiederholt unterstrichen, zuletzt auf der Münchner Sicherheitskonferenz Anfang Februar.
Experten schätzen, dass die USA im rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel unterirdisch rund zwanzig Atomsprengköpfe lagern. Büchel ist inzwischen der einzig verbliebene Standort in Deutschland mit Atomwaffen, nachdem im Jahr 2004 die auf dem US-Stützpunkt Ramstein gelagerten bis zu 130 Bomben abgezogen wurden. Zuvor hatte die US-Armee auch die in Memmingen und Noervenich gelagerten Atomwaffen abgezogen.
- Datum 01.03.2010 - 17:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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sollte mal den Non-Proliferation Treaty (Atomwaffensperrvertrag) lesen. Dann wüsste er, welche Verpflichtungen die Atommächte eingegangen sind. Wenn jetzt argumentiert wird, dass sei keine Verpflichtung, sollten die Nichtatomwaffenbesitzer den Vertrag kündigen, denn ihrer Leistung auf Atomwaffenverzicht steht keine Gegenleistung gegenüber - nämlich die vollständige Abrüstung der Atomwaffen.
mit dem möglichen Abzug der US-Atomwaffen sollten ebenfalls die Chem. und Biol. US-Waffen verschwinden.
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Auch wenn Muttis atomare Teilhabe innerhalb der NATO dabei flöten geht, weg mit dem Krempel!
"Strittig sei noch, inwieweit die USA für sich selber eingrenzen, wann sie nukleare Waffen einsetzen würden."
Die USA und NATO setzen bereits seit fast 2 Jahrzehnten nukleare Waffen ein. Depleted Uranium in Bomben und Granaten erzeugt zwar keine Kernspaltung, aber es strahlt und ist hochtoxisch mit katatstrophalen Langzeitfolgen für die Zivilbevölkerung in Gebieten, in denen diese Munition verwendet wurde.
MfG
AoM
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