Oppositionsbewegungen USA kippen Kommunikationsbarrieren im Web
Die USA vereinfachen den Einsatz digitaler Kommunikationsmittel für den Kontakt mit Iran, Sudan und Kuba. Sie wollen so die Oppositionsbewegungen dieser Länder stärken.
© STR/AFP/Getty Images

Unter anderem auf Kuba soll die Opposition von besserem Zugang zum Internet profitieren. Mit dem Regime in Havanna liegt die amerikanische Regierung seit Jahrzehnten im Konflikt
Die US-Regierung hat Internet-Sanktionen gegen Kuba, Iran und den Sudan gelockert. Das Washingtoner Finanzministerium werde ab sofort den bislang eingeschränkten Export von Kommunikationstechnologien wie E-Mail, Chat-Foren, Foto- und Videoplattformen, Instant Messaging und sozialen Internet-Netzwerken in diese Länder zulassen, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte eine Reihe von Oppositionsbewegungen von den neuen Kommunikationsmöglichkeiten profitiert.
Die sogenannte Grüne Revolution in Iran organisierte sich dezentral über den Mikroblogging-Dienst Twitter und soziale Netzwerke wie Facebook. Auch andere autoritäre Regime wie China und Ägypten sehen sich zunehmend mit im Web organisierten Bewegungen konfrontiert. Für viele junge Menschen bildet das Internet dabei einen Raum, in dem sie sich über die politischen und gesellschaftlichen Zustände in ihrem Land austauschen können, ohne den direkten Zugriff durch Sicherheitsbehörden fürchten zu müssen. Als Reaktion versuchen viele Regierungen das Internet unter ihre Kontrolle zu bringen – auch mithilfe deutscher Unternehmen.
Mit ihrem Schritt will die Regierung sicherstellen, dass "Menschen in diesen Ländern ihr Grundrecht auf freie Rede und Information so umfassend wie möglich ausüben können", hieß es in Washington.
Die Bürger der betroffenen Länder sollten dadurch besser untereinander und mit dem Ausland in Kontakt treten können. Das Finanzministerium betonte aber auch, dass die Regierung die übrigen umfassenden Sanktionen, welche die USA wegen des Verdachts auf Terrorunterstützung gegen diese Länder verhängt hatten, "weiterhin aggressiv" durchsetzen werde.
Mit der neuerlichen Lockerung der Sanktionen zielt die USA offenbar speziell auf die Proteste in Iran während der vergangenen Monate. Die Proteste richten sich gegen die Regierung von Mahmud Ahmadineschad. Die USA und die westliche Welt werfen dem iranischen Präsidenten vor, ein geheimes Programm zur Herstellung von Atomwaffen zu betreiben.
- Datum 09.03.2010 - 10:20 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
- Kommentare 10
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









...beziehen sie ihre Nachrichten dann nur noch von NY Times oder dpa...vom Regen in die Traufe.
...da es sich zu großen Teilen um PtP Informationen geht und in den jeweiligen Ländern endogen sind.
...da es sich zu großen Teilen um PtP Informationen geht und in den jeweiligen Ländern endogen sind.
...da es sich zu großen Teilen um PtP Informationen geht und in den jeweiligen Ländern endogen sind.
dass nicht terroristen diese werkzeuge nutzen?
das internet als große freiheitsinsel zu beschönigen, ist naiv-das selbe hat es auch bei der erfindung des telefons, des radios und des fernsehens geheissen.
ausserdem ist kein medium so vollständig zu überwachen wie das internet...und ich kenn noch immer keinen diktator, der per e-mail gestürzt wurde.
Antwort auf Nr.3
Mail-Nachricht aus dem Iran vom 8.03.2010
so long as there are ways to get the pics/news out to the rest of the world there is hope.
God is Love for One and ALL in Unity
Robinhood
Nur ein Statement von sehr vielen, welche in diesen Tagen aus der "Thugocratie" Iran in alle Welt verschickt werden. Ist doch sonderbar, wie unterschiedlich die Einschätzungen sind zwischen jemandem wie Nr.3, der das Recht hat auch "schiefe Erkenntnisse" ohne Folgen " zu verbreiten und demgegenüber
"Robinhood" der mit seiner Nachricht riskiert, in den Folterkellern des Landes zu verschwinden ............
Natürlich benutzen Terroristen das Internet.
Und stellen Sie sich vor, die westlichen Armeen die tagtäglich aus wirtschaftlichen Interessen so viele Menschen umbringen, dass ein Vergleich mit den Opferzahlen von Terrorismus sich erübrigt), die tun das auch. Und gäbe es das Netz seit 100 Jahren schon, dann hätte es sicher auch Herrn H.´s Genozid effizienter gestaltet. Vielleicht hätte es aber auch den dezentralen Widerständlern geholfen und er wäre gestürzt worden. Oder gar er selbst hätte eine andere Meinung gehabt. Wer weiß.
Aber in wie fern berechtigt das zur Überwachung Unverdächtiger? Oder Zensur, wer will schon unterscheiden können was richtig und was falsch ist?
Für Internetangebote aus Deutschland gilt übrigens schon das deutsche Recht, was sie stört sind Angebote von anderen Staaten. Wenn sie diese beschränken wollen, warum fordern sie nicht viel vehementer, dass alle importierten Produkte auf Konformität mit deutschen Arbeitsschutzgesetzen geprüft werden? Dann bliebe das nicht dem Konsumenten überlassen, der damit völlig überfordert ist.
Die Kommunikation Verdächtiger wird auch im Internet überwacht, auch da ist es keine Freiheitsinsel. Einzig die Methoden der Überwachung sind manchmal gestrig, das Problem haben aber auch allg. Überwachungen.
Eine Einschränkung des Internets auf Netzbasis (also Zensur oder allg. Überwachung) dient einzig der Machtvermehrung Mächtiger, also Konzerne und Regierungen(-svertreter).
Und von denen haben wir wahrlich genug.
Die Reaktionszeit der USA ist bemerkenswert.
Super, die Amis wollen ihre Softwre Firmen untersützen uns markt in diese länder nicht verlieren.
Im Iran gibt es Freeware oder Gehackte Software ( von Windows bis Internet, Officie und Bildverarbeitung) wie Wüstensand.
Das letzte mal habe ich gerade 2 Euro habe ich für Office 2007 Professional ausgegeben
noch mal fünf Euro für eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware ausgeben.
noch mal fünf Euro für eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware ausgeben.
noch mal fünf Euro für eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware ausgeben.
Das ist nicht möglich
leider gibt es im iran kein Deutsches ofice,nur Englisches
ausserdem Schreitsschreibhilfe obliegt hier der Zeit online.Die Zeit online soll sie einbauen.
Das ist nicht möglich
leider gibt es im iran kein Deutsches ofice,nur Englisches
ausserdem Schreitsschreibhilfe obliegt hier der Zeit online.Die Zeit online soll sie einbauen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren