Abrüstungsabkommen Vertrag zwischen USA und Russland kurz vor Abschluss
Seit Monaten ringen die USA und Russland um das Start-2-Abkommen zur atomaren Abrüstung. Nun sind die Hauptprobleme zwischen beiden Staaten gelöst.
© Dima Korotayev/AFP/Getty Images

Russische Topol ICBM Raketen während einer Übung für den Tag des Sieges am 9. Mai
Im Ringen um ein neues Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland sind nach Angaben der Außenminister beider Länder nur noch kleinste Details zu klären. Die Hauptprobleme zwischen beiden Staaten seien "alle gelöst", sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Nach Aussage der Unterhändler seien nur noch einige "technische Fragen" offen. "Wir sind glücklich darüber, wie die Verhandlungsführer die Vorgaben der beiden Präsidenten umgesetzt haben", sagte Clintons russischer Amtskollege Lawrow.
Moskau und Washington sollten gemeinsam gegen die Verbreitung von Atomwaffen eintreten, sagte Clinton. "Viele Menschen in Russland und den USA und auf der ganzen Welt hängen von der gemeinsamen Arbeit unserer beiden Länder ab." Die USA und Russland müssten als "Partner" weltweite Anstrengungen unternehmen, um für die Sicherheit von spaltbarem Material zu sorgen und die Gefahr des Nuklear- Terrorismus zu bekämpfen, sagte die US-Außenministerin.
Angeblich wollen die beiden Länder das Nachfolgedokument für den Anfang Dezember ausgelaufenen Start-Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen noch vor dem Nuklear-Gipfel Mitte April in Washington verabschieden, an dem auch Kremlchef Dmitrij Medwedjew teilnehmen will.
Russland und die USA verhandeln bereits seit Monaten über ein neues Abkommen. Schon "sehr bald" würden sich Medwedjew und US-Präsident Barack Obama auch über den Ort und den Zeitpunkt für die Unterschrift unter das neue Abkommen einigen, sagte Lawrow. Als Favoriten für die Unterzeichnungszeremonie gelten Kiew und Prag.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lobte die Fortschritte bei den Verhandlungen, forderte aber bei einem Treffen mit Medwedjew in Moskau die USA und Russland zu einer raschen Unterzeichnung des neuen Vertrags auf.
In den vergangenen Wochen hatten die US-Raketenabwehrpläne in Südosteuropa Moskau verärgert und die Verhandlungen erneut verzögert. Das russische Parlament fordert, dass Washington in dem Dokument auch auf seinen Raketenschutzschild in Rumänien verzichtet. Die USA lehnen es jedoch ab, das Abrüstungsabkommen mit den Abwehrplänen zu verbinden. Zuletzt hieß es allerdings, der Vertragstext sei fast fertig. Bereits im Sommer 2009 hatten sich Medwedjew und Obama darauf geeinigt, die Zahl der strategischen Sprengköpfe von maximal 2200 auf 1500 bis 1676 zu reduzieren.
- Datum 19.03.2010 - 16:28 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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Ich versteh ja nichts von sowas, aber
bei "1676" musste ich prusten.
Gibt es einen vernünftigen Grund für so eine Zahl?
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