Waffen Nahost rüstet auf - heimlich
Gerade erst wurden aus Jordanien Raketen Richtung Israel abgeschossen – die Region rüstet auf. Doch keiner sagt, welche Waffen er wirklich besitzt.
© Nathan Alpert/GPO/Getty Images

Israelische Patriot-Rakten über Tel Aviv, 1991 zur Abwehr von Saddam Husseins Scud-Raketen gestartet
In Washington auf dem Nukleargipfel war die Rede von Abrüstung und Frieden. Das wirkte weise und ein bisschen weltfern zugleich. Im Nahen Osten reden sie von Aufrüstung und Krieg. Ist das die Realität?
Zumindest gewinnt man zunehmend den Eindruck. Israels Präsident Peres beschuldigte kürzlich Syrien, es habe Scud-Raketen an die Hisbollah im Libanon geliefert. In Jordanien haben Extremisten gestern Kurzstreckenraketen Richtung Israel abgeschossen, die noch auf jordanischem Boden abstürzten. Israel seinerseits verweigerte seine Teilnahme an Barack Obamas Nukleargipfel – aus Furcht, seine Atomwaffen könnten zur Sprache kommen. Der Nahe Osten will sich nicht einfügen in die friedvolle Vision von US-Präsident Obama. Warum?
Seit dem israelischen Sommerkrieg gegen Libanon 2006 ist die Spannung an Israels Grenzen nicht gewichen. Die schiitisch-islamistische Hisbollah im Libanon konnte in der Region den moralischen Sieg davontragen, ihr Führer Hassan Nasrallah wuchs zur panarabischen Kultfigur. Nasrallah brüstet sich gern mit der Zahl der Kurzstreckenraketen im Arsenal seiner Partei-Miliz. Doch über Raketen vom Typ Scud verfügte er bisher nicht.
Scuds, das sind die auf sowjetischen Bauplänen basierenden Raketen, mit denen der irakische Diktator Saddam Hussein im Golfkrieg 1991 Israel und Saudi-Arabien beschießen ließ. Scuds sollen jetzt über Syrien in Nasrallahs Rüstungskammer gelangt sein. So sagen die Israelis. Das bestreiten Syrer, Hisbollah und der pro-westliche Premier Saad Hariri. Wer hat Recht, wer lügt? Für Außenstehende schwer zu sagen, man darf spekulieren. Und genau hier liegt das Problem bei der Rüstung in Nahost. Alles wird verschleiert.
Ein Musterbeispiel dafür ist Israels Umgang mit seinen eigenen Atomwaffen. Da rutschte doch dem ehemaligen Premier Ehud Olmert tatsächlich einmal heraus, dass Israel solche Waffen besitze. Danach wurde es von israelischen Offiziellen wieder bestritten, getreu nach der Linie, nach der Westjerusalem nicht sagt, ob es Nuklearwaffen habe oder nicht. Dazu passte die Absage beim Nukleargipfel in Washington. Israel möchte nicht über die eigene Rüstung reden. Und schon gar nicht aufdecken, was man im Arsenal hat. Aber es macht die Rüstung der anderen zum Thema. Der Unterschied ist Teil des Problems.
Iran schlägt noch größere Haken. Obwohl das Land den Nichtverbreitungsvertrag unterschrieben hat, spielt es mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA Katz und Maus, verschleiert seine Programme, wo es nur geht, bricht allem Anschein nach die Regeln, die es selbst unterschrieben hat. Iran hat die Verschleierung zum System erhoben. Man wolle nur sein Recht auf friedliche Nutzung der Nuklearenergie wahrnehmen, heißt es in Teheran gebetsmühlenartig. Doch das bedeutet Pflichten, vorgegeben von der IAEA, und genau diese wollen die Iraner nicht schultern.
Sichtbar wird hier ein Kernproblem des Rüstungswettlaufs in Nahost: die Unsichtbarkeit. Keiner gibt zu, was er hat. Niemand lässt sich, auch nicht von anerkannten internationalen Organisationen, in die Zeughäuser schauen. Alle rätseln über die Rüstung des anderen, beschuldigen einander, vernebeln die Wirklichkeit. Erst im Krieg wird die Rakete aus dem Unterstand geholt. Erst im Krieg weiß man, mit welchem Sprengstoff sie bestückt wird. Deshalb bereiten sich alle auf das Schlimmste vor. Das nennt man Eskalation.
- Datum 07.05.2010 - 13:57 Uhr
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Vielen Dank für den Artikel.
Man hätte noch die milliardenschwereren Lieferungen der Amis an Saudiarabien erwähnen können, die Bush getätigt hat, zur Eindämmung der iranischen Gefahr usw. usf.
die drei Mrd. US $ an militärischer Unterstützung der Israelis durch USA... Des Weiteren ist der Artikel für mich unglaubwürdig weil Tatsachen wiederum mit Vermutung vermischt werden. So kann am ende auch kein objektives sondern nur subjektives Fazit gezogen werden!
die drei Mrd. US $ an militärischer Unterstützung der Israelis durch USA... Des Weiteren ist der Artikel für mich unglaubwürdig weil Tatsachen wiederum mit Vermutung vermischt werden. So kann am ende auch kein objektives sondern nur subjektives Fazit gezogen werden!
solange Israel die Atombehörde nicht reinlässt und die besetzten Palestinensergebiete einschliesliech eines Teils Jerusalems hergeben wird es dort keinen Frieden geben. PUNKT.
Und langsam sollte der Deutsche Staat mal aufwachen und seiner Verantwortung der Region gerecht werden wenn er denn das will. Wir unterstützen Israel aus historischer Pflicht, OK. Aber nun haben die dort seit 30 Jahren ein Menschrechtsunwürdiges Besatzungsverhalten in Gaza an den Tag gelegt.
Können wir nicht unsere Bundeswehr Soldaten in den Gazastreifen schicken, zwischen Israelis und Palestinensern stellen. Ich glaub die Palästinenser werden sich eher auf deutsche Brunnenbauer freuen als die Afgahnen. Und mit etwas Glück schaffen wir ja dadurch den ersten Schritt in Richtung Frieden dort. Denn macht euch nix vor GAZA ist der Kriesenherd und die Ursache für den ganzen Kampf dort unten.
Wir haben zulange aus falschverstandener historischer Rücksicht Israel Narrenfreiheit gelassen.
Wenn wir Israel auf lange Sicht was gutes tun wollen müssen wir Sie heute politisch in Ihre Schranken weisen und Sie vor die Wahl stellen, Frieden oder Isolation von Europa.
Wenn Gaza, wie Sie schreiben, der Kern des Unruheherdes ist, warum sollte man dann Israel in die Schranken weisen? Israel hat Gaza seit einiger Zeit verlassen, dort herrscht nun Hamas.
"Wenn wir Israel auf lange Sicht was gutes tun wollen müssen wir Sie heute politisch in Ihre Schranken weisen und Sie vor die Wahl stellen, Frieden oder Isolation von Europa."
Das mag richtig sein, aber Deutschland ist dafür einfach der falsche Akteur. Die EU besteht mitlerweile aus 27 Staaten, von denen die übrigen 26 alle besser geeignet sind, gegenüber Israel konfrontative Politik zu machen.
Ich halte es tatsächlich für möglich, dass es für eine Lösung des Nahostproblems am besten ist, wenn sich Deutschland da weitestgehend raus hält. Alles andere schafft mehr Spannungen als es löst.
Zum Artikel selber: Es mag reizvoll sein, die Unsicherheiten abzubauen, wie stark potentielle Gegner in der Region gerüstet sind, ob dies allerdings den Impuls stoppt weiter aufzurüsten ist fraglich.
Wenn z.B. Syriens Hilfe dabei, Islamisten mit Scud Raketen auszurüsten tatsächlich öffentlich wird, könnte daraus in Israel ein öffentlicher Druck entstehen im Falle eines Abschusses Vergeltungsaktionen auch gegen Syrien zu führen. Syrien würde auf ein solches Szenario sicherlich mit weiterer Aufrüstung reagieren...
Aber die Israelis sind doch schon raus aus Gaza. Der Gaza-streifen ist nicht besetzt, Israel hält lediglich die Grenzen dicht. Natürlich verschärft das die Lage für die Bevölkerung. Aber wir brauchen uns nichts vorzumachen: Die EU hat ja auch keine besseren Ideen, wie sie mit ihren Nachbarn umgehen soll und lässt Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.
Natürlich wäre das einfachste, wenn alle ihre Waffen abgeben würden und lieb zu einander wären - wenn denn alle Frieden wollten. Das Problem im Nahen Osten ist aber, dass es hier viele Menschen gibt, die gar keinen Frieden wollen, sondern die andere Seite auslöschen.
Übrigens wage ich zu behaupten, dass Deutschland sich ziemlich exakt so verhalten würde wie Israel, wenn es in einer vergleichbaren Situation wäre. Denn dass es sich auch nicht gerade darin versteht, bewaffnete Konflikte zu lösen, sieht man ja in Afghanistan.
...denn Israel verfolgt einen religiösen Wahn! Deutschland ist nicht mehr so fanatisch! Wir leben hier in Deutschland in einer Demokratie, in der Menschenwürde, egal von wem, nicht untergraben wird! [entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalaussagen. Danke. Die Redaktion/ew] Selbst Ausländer haben seit einem neuen Gesetz der Israelis kein RECHT mehr ins Westjordanland geschweige denn in den Gazastreifen zu reisen! Du hast verwandte dort? Wen interessiert es? Keinen! Dann siehst du halt deine Mutter etc. nicht mehr! So was würde hier in Deutschland nie passieren!
"Wenn Gaza, wie Sie schreiben, der Kern des Unruheherdes ist, warum sollte man dann Israel in die Schranken weisen? Israel hat Gaza seit einiger Zeit verlassen, dort herrscht nun Hamas."
So ein müll... Sie haben den Gazastreifen und das Westjordanland eingezäunt abgeschlossen und den Schlüssel weggeschmissen! Aus einer Küstenregion ein Freilichtgefängnis gemacht! In das Sie alle paar Std. mit ihren Waffen Reinhalten!
Sharif:
Sie polemisieren, aber bei diesem Satz: "So was würde hier in Deutschland nie passieren!" musste ich doch schmunzeln. Denn genau das war in Deutschland bis 1989 Realität.
Für die Zustände in Gaza ist zu allererst die Hamas verantwortlich, und erst in zweiter Linie die angrenzenden Länder (Plural!) Israel und Ägypten, die die Grenzen verständlicherweise stark kontrollieren. Dass Sie Ihre Vorwurfe nur an eines der beiden Länder richten, scheint mir verdächtig.
Dass Israel große Mengen an Hilfsgütern (739000 Tonnen) nach Gaza liefert, über 20000 Menschen aus Gaza in Krankenhäusern behandeln ließ usw. usw., scheint Ihnen ebenfalls entgangen zu sein. Auch internationale Organisationen hatten Zugang zum Gebiet.
Dazu übrigens der offizielle Bericht. Da finden Sie noch ganz viele andere Fakten, die Sie nicht interessieren dürften:
http://www.mfa.gov.il/NR/...
ich stimme Ihnen in jedem einzelnen Punkt zu. Die deutsche Außenpolitik muss eigenständiger werden und mehr selbstvertrauen zeigen.
Israel muss, wenn es den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschreibt - und viel wichtiger, der Zwei-Staaten-Lösung (einem voll souveränen palästinensischen Staat) weiter im weg steht - stärker kritisiert werden und wenn sich nichts tut, Israel sanktionieren.
Wenn man bedenkt, was sich Israel mit seinen letzten Kriegen (alle bis auf einer waren Angriffskriege) und gegenüber den Palästinensern geleistet hat, ist der Iran jeden Zweifel über Israel erhaben.
Hier muss man ansetzen.
Denn nicht ein atomar gerüsteter Iran würde einen Rüstungswettlauf in NahOst auslösen, Israels Atomwaffen und die Militärhilfen der USA haben bereits dazu geführt.
Nun muss man bei Israel ansetzen, um nachhaltig etwas erreichen zu können.
...jemand, dessen Benutzername mit 1888 (AH HH - steht bekanntermassen für den Namen Hitlers und den Gruss an diesen) endet, auch nur im Ansatz eine faire Bewertung zum Thema vorzubringen. Also tun Sie doch bitte nicht so scheinheilig...
Wenn Gaza, wie Sie schreiben, der Kern des Unruheherdes ist, warum sollte man dann Israel in die Schranken weisen? Israel hat Gaza seit einiger Zeit verlassen, dort herrscht nun Hamas.
"Wenn wir Israel auf lange Sicht was gutes tun wollen müssen wir Sie heute politisch in Ihre Schranken weisen und Sie vor die Wahl stellen, Frieden oder Isolation von Europa."
Das mag richtig sein, aber Deutschland ist dafür einfach der falsche Akteur. Die EU besteht mitlerweile aus 27 Staaten, von denen die übrigen 26 alle besser geeignet sind, gegenüber Israel konfrontative Politik zu machen.
Ich halte es tatsächlich für möglich, dass es für eine Lösung des Nahostproblems am besten ist, wenn sich Deutschland da weitestgehend raus hält. Alles andere schafft mehr Spannungen als es löst.
Zum Artikel selber: Es mag reizvoll sein, die Unsicherheiten abzubauen, wie stark potentielle Gegner in der Region gerüstet sind, ob dies allerdings den Impuls stoppt weiter aufzurüsten ist fraglich.
Wenn z.B. Syriens Hilfe dabei, Islamisten mit Scud Raketen auszurüsten tatsächlich öffentlich wird, könnte daraus in Israel ein öffentlicher Druck entstehen im Falle eines Abschusses Vergeltungsaktionen auch gegen Syrien zu führen. Syrien würde auf ein solches Szenario sicherlich mit weiterer Aufrüstung reagieren...
Aber die Israelis sind doch schon raus aus Gaza. Der Gaza-streifen ist nicht besetzt, Israel hält lediglich die Grenzen dicht. Natürlich verschärft das die Lage für die Bevölkerung. Aber wir brauchen uns nichts vorzumachen: Die EU hat ja auch keine besseren Ideen, wie sie mit ihren Nachbarn umgehen soll und lässt Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.
Natürlich wäre das einfachste, wenn alle ihre Waffen abgeben würden und lieb zu einander wären - wenn denn alle Frieden wollten. Das Problem im Nahen Osten ist aber, dass es hier viele Menschen gibt, die gar keinen Frieden wollen, sondern die andere Seite auslöschen.
Übrigens wage ich zu behaupten, dass Deutschland sich ziemlich exakt so verhalten würde wie Israel, wenn es in einer vergleichbaren Situation wäre. Denn dass es sich auch nicht gerade darin versteht, bewaffnete Konflikte zu lösen, sieht man ja in Afghanistan.
...denn Israel verfolgt einen religiösen Wahn! Deutschland ist nicht mehr so fanatisch! Wir leben hier in Deutschland in einer Demokratie, in der Menschenwürde, egal von wem, nicht untergraben wird! [entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalaussagen. Danke. Die Redaktion/ew] Selbst Ausländer haben seit einem neuen Gesetz der Israelis kein RECHT mehr ins Westjordanland geschweige denn in den Gazastreifen zu reisen! Du hast verwandte dort? Wen interessiert es? Keinen! Dann siehst du halt deine Mutter etc. nicht mehr! So was würde hier in Deutschland nie passieren!
"Wenn Gaza, wie Sie schreiben, der Kern des Unruheherdes ist, warum sollte man dann Israel in die Schranken weisen? Israel hat Gaza seit einiger Zeit verlassen, dort herrscht nun Hamas."
So ein müll... Sie haben den Gazastreifen und das Westjordanland eingezäunt abgeschlossen und den Schlüssel weggeschmissen! Aus einer Küstenregion ein Freilichtgefängnis gemacht! In das Sie alle paar Std. mit ihren Waffen Reinhalten!
Sharif:
Sie polemisieren, aber bei diesem Satz: "So was würde hier in Deutschland nie passieren!" musste ich doch schmunzeln. Denn genau das war in Deutschland bis 1989 Realität.
Für die Zustände in Gaza ist zu allererst die Hamas verantwortlich, und erst in zweiter Linie die angrenzenden Länder (Plural!) Israel und Ägypten, die die Grenzen verständlicherweise stark kontrollieren. Dass Sie Ihre Vorwurfe nur an eines der beiden Länder richten, scheint mir verdächtig.
Dass Israel große Mengen an Hilfsgütern (739000 Tonnen) nach Gaza liefert, über 20000 Menschen aus Gaza in Krankenhäusern behandeln ließ usw. usw., scheint Ihnen ebenfalls entgangen zu sein. Auch internationale Organisationen hatten Zugang zum Gebiet.
Dazu übrigens der offizielle Bericht. Da finden Sie noch ganz viele andere Fakten, die Sie nicht interessieren dürften:
http://www.mfa.gov.il/NR/...
ich stimme Ihnen in jedem einzelnen Punkt zu. Die deutsche Außenpolitik muss eigenständiger werden und mehr selbstvertrauen zeigen.
Israel muss, wenn es den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschreibt - und viel wichtiger, der Zwei-Staaten-Lösung (einem voll souveränen palästinensischen Staat) weiter im weg steht - stärker kritisiert werden und wenn sich nichts tut, Israel sanktionieren.
Wenn man bedenkt, was sich Israel mit seinen letzten Kriegen (alle bis auf einer waren Angriffskriege) und gegenüber den Palästinensern geleistet hat, ist der Iran jeden Zweifel über Israel erhaben.
Hier muss man ansetzen.
Denn nicht ein atomar gerüsteter Iran würde einen Rüstungswettlauf in NahOst auslösen, Israels Atomwaffen und die Militärhilfen der USA haben bereits dazu geführt.
Nun muss man bei Israel ansetzen, um nachhaltig etwas erreichen zu können.
...jemand, dessen Benutzername mit 1888 (AH HH - steht bekanntermassen für den Namen Hitlers und den Gruss an diesen) endet, auch nur im Ansatz eine faire Bewertung zum Thema vorzubringen. Also tun Sie doch bitte nicht so scheinheilig...
Wenn Gaza, wie Sie schreiben, der Kern des Unruheherdes ist, warum sollte man dann Israel in die Schranken weisen? Israel hat Gaza seit einiger Zeit verlassen, dort herrscht nun Hamas.
und es wird auf kurz oder lang Ruhe geben in Nahost.
und es wird auf kurz oder lang Ruhe geben in Nahost.
"Wenn wir Israel auf lange Sicht was gutes tun wollen müssen wir Sie heute politisch in Ihre Schranken weisen und Sie vor die Wahl stellen, Frieden oder Isolation von Europa."
Das mag richtig sein, aber Deutschland ist dafür einfach der falsche Akteur. Die EU besteht mitlerweile aus 27 Staaten, von denen die übrigen 26 alle besser geeignet sind, gegenüber Israel konfrontative Politik zu machen.
Ich halte es tatsächlich für möglich, dass es für eine Lösung des Nahostproblems am besten ist, wenn sich Deutschland da weitestgehend raus hält. Alles andere schafft mehr Spannungen als es löst.
Zum Artikel selber: Es mag reizvoll sein, die Unsicherheiten abzubauen, wie stark potentielle Gegner in der Region gerüstet sind, ob dies allerdings den Impuls stoppt weiter aufzurüsten ist fraglich.
Wenn z.B. Syriens Hilfe dabei, Islamisten mit Scud Raketen auszurüsten tatsächlich öffentlich wird, könnte daraus in Israel ein öffentlicher Druck entstehen im Falle eines Abschusses Vergeltungsaktionen auch gegen Syrien zu führen. Syrien würde auf ein solches Szenario sicherlich mit weiterer Aufrüstung reagieren...
Aber die Israelis sind doch schon raus aus Gaza. Der Gaza-streifen ist nicht besetzt, Israel hält lediglich die Grenzen dicht. Natürlich verschärft das die Lage für die Bevölkerung. Aber wir brauchen uns nichts vorzumachen: Die EU hat ja auch keine besseren Ideen, wie sie mit ihren Nachbarn umgehen soll und lässt Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.
Natürlich wäre das einfachste, wenn alle ihre Waffen abgeben würden und lieb zu einander wären - wenn denn alle Frieden wollten. Das Problem im Nahen Osten ist aber, dass es hier viele Menschen gibt, die gar keinen Frieden wollen, sondern die andere Seite auslöschen.
Übrigens wage ich zu behaupten, dass Deutschland sich ziemlich exakt so verhalten würde wie Israel, wenn es in einer vergleichbaren Situation wäre. Denn dass es sich auch nicht gerade darin versteht, bewaffnete Konflikte zu lösen, sieht man ja in Afghanistan.
Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt zudem, dass eine Abriegelung des Gaza-Streifens nur dann gelingen kann, wenn auch Ägypten mitmacht. Das ist der Fall, wird aber in Deutschland aus unerfindlichen Gründen eher selten erwähnt. Vielleicht stört es ein wenig die "schlichten Meinungen", die zu diesem Thema existieren.
Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt zudem, dass eine Abriegelung des Gaza-Streifens nur dann gelingen kann, wenn auch Ägypten mitmacht. Das ist der Fall, wird aber in Deutschland aus unerfindlichen Gründen eher selten erwähnt. Vielleicht stört es ein wenig die "schlichten Meinungen", die zu diesem Thema existieren.
in einem vordemokratischen, infantilen Stadium befinden, das nur Vergeltung und Angriff kennt. Israel inmitten dieser Kopflosigkeit, nicht minder kopflos.
die drei Mrd. US $ an militärischer Unterstützung der Israelis durch USA... Des Weiteren ist der Artikel für mich unglaubwürdig weil Tatsachen wiederum mit Vermutung vermischt werden. So kann am ende auch kein objektives sondern nur subjektives Fazit gezogen werden!
Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt zudem, dass eine Abriegelung des Gaza-Streifens nur dann gelingen kann, wenn auch Ägypten mitmacht. Das ist der Fall, wird aber in Deutschland aus unerfindlichen Gründen eher selten erwähnt. Vielleicht stört es ein wenig die "schlichten Meinungen", die zu diesem Thema existieren.
macht mit. Denn Ägypten hat mit Israel und den USA
Abkommen geschlossen, nach denen es nicht mehr frei über
die Grenze zu Gaza verfügen kann, sondern nur Massnahmen
in Abstimmung mit Israel durchführen darf. Faktisch bestimmt
Israel, wann und wie und was mit der Grenze Ägypten/Gaza
geschieht. Für diese Abkommen bekommt Ägypten übrigens sehr
viel Geld aus den USA.
Das alles ist natürlich auch den schlichten Unterstützern
der israelischen Regierung bekannt, aber wenn es doch um
Israel geht......Im Kampf der schlichten Gemüter gegen die bösen "Antisemiten" im Kleid der "Israel-Kritiker" ist eben jedes Mittel recht. Da kann schon mal die Realität den
eigenen Phantasien angepasst werden.
macht mit. Denn Ägypten hat mit Israel und den USA
Abkommen geschlossen, nach denen es nicht mehr frei über
die Grenze zu Gaza verfügen kann, sondern nur Massnahmen
in Abstimmung mit Israel durchführen darf. Faktisch bestimmt
Israel, wann und wie und was mit der Grenze Ägypten/Gaza
geschieht. Für diese Abkommen bekommt Ägypten übrigens sehr
viel Geld aus den USA.
Das alles ist natürlich auch den schlichten Unterstützern
der israelischen Regierung bekannt, aber wenn es doch um
Israel geht......Im Kampf der schlichten Gemüter gegen die bösen "Antisemiten" im Kleid der "Israel-Kritiker" ist eben jedes Mittel recht. Da kann schon mal die Realität den
eigenen Phantasien angepasst werden.
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