Thailand Rot gegen Gelb und Rosa in Bangkok
Die Rothemden in Thailand geben nicht auf: Wieder gingen Zehntausende in Bangkok auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren.
© Pornchai Kittiwongsakul/AFP/Getty Imges

Sie geben nicht auf: Zehntausende demonstrieren in Bangkok gegen die Regierung
Nachdem zwischenzeitlich Zehntausende der zunächst rund 150.000 Oppositionellen in ihre Dörfer zurückgekehrt waren, reisten viele von ihnen wieder in die Hauptstadt: Jetzt verliehen sie ihrer Forderung nach Neuwahlen Nachdruck und legten Teile des belebten Einkaufsviertels der Hauptstadt Bangkok lahm. Aus Angst vor Besetzung schlossen mindestens sechs große Einkaufszentren.
Die in roten Hemden bekleideten Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra hatten damit gedroht, in den Ladenzeilen übernachten zu wollen.
Die Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva setzte rund 50.000 Soldaten, Polizisten und Sicherheitskräfte ein, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Vejjajiva hat die Rückendeckung der Armee, der Monarchisten und der alten Eliten in Thailand.
Vor einer Woche hatte es erstmals Gespräche der Opposition mit Ministerpräsident Vejjajiva gegeben. Beide Seiten konnten den innenpolitischen Konflikt jedoch nicht entschärfen. Jetzt hat die Opposition der Regierung eine Frist bis zum 12. April gesetzt, um zurückzutreten.
Für die nächsten Tage kündigten die Rothemden weitere Proteste an. "Wir nehmen nicht hin, dass Abhisit weitere neun Monate an der Macht bleibt", sagte Korkaew Pikulthong, einer der Anführer der Rothemden. Die Opposition wird vor allem von den Bauern aus dem armen Norden und Nordosten des Landes unterstützt. Sie werfen Abhisit vor, nur die Interessen der Eliten im Land zu vertreten.
Thaksin war vor vier Jahren vom Militär gestürzt worden. Er floh 2008 ins Ausland, um einer Haftstrafe wegen Korruption und Amtsmissbrauchs zu entgehen.
Gegner der Demonstrationen machten ihrem Unmut am Freitag Luft. Etwa Tausend in rosa Hemden Gekleidete beklagten, die Forderungen der Rothemden seien unverhältnismäßig und machten das Leben in Bangkok schwer. Die Anhänger der Regierung tragen als Erkennungszeichen gelbe Hemden.
- Datum 03.04.2010 - 11:54 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
- Kommentare 3
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Ging es in den letzten Monaten und Wochen immer nur um Thaksin und das Urteil, mit welchem die Beschlagnahme eines Teiles seines Geldes beschlossen wurde, ist man nach plan- und ziellosem Hin und Her mittlerweile beim Thema Parlamentsauflösung angekommen. Auch ist auf einmal die Rede von der Bekämpfung der Ungleichheit im Lande. Schon makaber, dass Thaksin oder die mehr als nur vermögenden Anführer der Rothemden gegen Intellektuelle und die reichen Eliten hetzen und das jetzige System stürzen wollen, nur um selbst an die Macht zu kommen. Die farbenfrohe Truppe wagt es sogar, sich das Wort Demokratie auf die Fahne zu schreiben. Wie demokratiefreudig Nattawut, Jattuporn und Weng sind, kann man ihren Hetzreden und Interviews entnehmen.
Auch wenn die jetzigen Proteste nicht mehr wie anfänglich vollfinanziert sind, so werden immer noch ganze Busladungen aus Nordthailand oder dem Isan herangekarrt, Menschen die sich ohne Finanzierung nicht mal die Fahrt nach Bangkok leisten könnten, Worte wie Demokratie oder Verfassung nicht mal schreiben können und weder sagen können, wofür, noch wogegen sie eigentlich sind.
Nach den live übertragenen Gesprächen zwischen der Regierung und Vertretern der Rothemden sollte jeder, der auch nur ein bisschen Verstand hat, erkannt haben, dass es sich bei den Roten um gewaltverherrlichende, kaum ernst zu nehmende ferngesteuerte Dummköpfe handelt.
Nun, wenn das stimmt, was Sie schreiben, dann scheint Thailand ein echtes Problem zu haben, da die Wahl zwischen zwei Lagern von Dummköpfen...
naja, oder anders gesagt: DAS IST POLITIK!
Nun, wenn das stimmt, was Sie schreiben, dann scheint Thailand ein echtes Problem zu haben, da die Wahl zwischen zwei Lagern von Dummköpfen...
naja, oder anders gesagt: DAS IST POLITIK!
Nun, wenn das stimmt, was Sie schreiben, dann scheint Thailand ein echtes Problem zu haben, da die Wahl zwischen zwei Lagern von Dummköpfen...
naja, oder anders gesagt: DAS IST POLITIK!
Thaksin führte u. a. eine günstige Krankenversorgung ein und ermöglichte der armen Landbevökjerung die Aufnahme von 'Mikrokrediten'. Das stärkte die Macht Thaksins und den Rückhalt in der Bevölkerung. Das passt natürlich den sogenannten "Eliten" nicht, die ihre Macht und Einfluss - sicher zu recht - in Gefahr sahen und - nach der Härte wie man gegen die Demonstranten vorgeht - auch noch in Gefahr sehen. Nach dem Militärputsch und der Absetzung von Thaksin wurden Neuwahlen durchgeführt. Aber auch bei dieser Wahl gewann das Lager um Thaksin. Da die "Eliten" durch DEMOKRATISCHE Wahlen nicht mehr an die Regierung kommen können, haben sie sich an die Macht 'gemogelt'. (Es wurde ja auch einmal von den Gelbhemden vorgeschlagen, "...dass 70 Prozent der Parlamentsabgeordneten nicht gewählt, sondern ernannt werden sollen...") Das nun diese "Dummköpfe" von Rothemden auf ihr Wahlrecht bestehen, ist natürlich unglaublich (war natürlich nicht ernst gemeint - aber den 1. Beitrag kann ich auch nicht ernst nehmen).
Und den Rothemden Gewaltverherrlichung vorzuwerfen, wo ihr Führer durch gezielten Kopfschuss ausgeschaltet wurde, das nenne ich makaber.
Aber die Zeit - und das lässt mich für die Zukunft Thailands hoffen - wird der Gerechtigkeit zum Siege verhelfen. Auch wenn ich befürchte, dass es noch Jahre dauern und viel Leid den Menschen in Thailand bringen wird.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren