Afghanistan-Einsatz Attacke auf Bundeswehr in Kundus
Die Bundeswehr steht in Kundus weiter unter Beschuss. Unweit des Feldlagers explodierten zwei Bomben. Die deutschen Soldaten kamen jedoch mit dem Schrecken davon.
© Maurizio Gambarini/dpa

Bundeswehr-Patrouille nahe des Feldlagers in Kundus. Die deutschen Soldaten geraten in Afghanistan zunehmend in Bedrängnis
Nur Stunden vor der Trauerfeier von Bundesregierung und Angehörigen für drei in Nordafghanistan getötete Bundeswehr-Soldaten ist die Truppe in Kundus erneut Angriffen ausgesetzt: Der Gouverneur der Provinz, Mohammad Omar, sagte, auf der Straße zum deutschen Feldlager seien zwei Bomben vermutlich ferngezündet worden. Einem Sprecher des Einsatzführungskommandos zufolge wurde ein Geländewagen vom Typ Wolf durch einen "improvisierten Sprengsatz" beschädigt. Das Fahrzeug "blieb aber rollfähig".
Die Sprengsätze gingen um 09.30 Uhr Ortszeit hoch – vier Kilometer nördlich des Bundeswehr-Feldlagers. Kurz nach der Attacke wurde ein Minensuchtrupp der afghanischen Armee von einem weiteren Sprengsatz erwischt. Dabei sei ein Soldat leicht verwundet worden, sagte der Sprecher des Einsatzführungskommandos.
Am Karfreitag waren die drei deutschen Fallschirmjäger im Unruhedistrikt Char Darah südlich von Kundus-Stadt bei einem Gefecht mit den Taliban erschossen worden. Zur Trauerfeier für die Toten am Freitagnachmittag im niedersächsischen Selsingen werden bis zu 2000 Gäste erwartet, darunter auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
In der Nähe der Stelle, an der die drei Bundeswehrsoldaten starben, gab es neue Gefechte. Gouverneur Omar sagte, in der Nacht hätten US-Sondereinheiten in Char Darah drei Taliban-Kämpfer getötet, darunter einen Kommandeur der Aufständischen namens Mullah Gai. Zwei Aufständische seien verletzt worden.
Zudem gab es in der an Kundus angrenzenden Provinz Tachar eine Taliban-Attacke auf die Polizei. Während des Gefechts in dem Ort Dar Kad seien zwei Aufständische getötet und drei Sicherheitskräfte verletzt worden, sagte Tachars Polizeichef Scher Ahmad.
In Südafghanistan kamen in der Nacht drei US-Soldaten und ein ziviler Angestellter der Streitkräfte ums Leben, als ihr Transportflugzeug in der Provinz Sabul abstürzte. Die Internationale Schutztruppe Isaf teilte mit, mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden. Helfer hätten sie in eine nahe Militärbasis gebracht. Warum das Flugzeug abstürzte, sei unbekannt.
- Datum 09.04.2010 - 11:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 9
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....eine Chronik der Gefallenen zu sehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verluste_der_Bundeswehr_bei_Auslandseinsätzen
In den Frühnachrichten des SWR berichteten Angehörige der BW in Kunduz von Fortschritten ihrer Mission, ohne diese näher zu erläutern. Das riecht nicht nur nach imbedded journalism, angesichts der parallel stattfindenden Trauerfeier mit höchstkarätiger Besetzung stinkt das unverhohlen.
Eine positive Nachricht wäre, wenn die Bevölkerung aus Einsicht in die objektive Notwendigkeit ausländische Zivilhelfer ohne militärischen Schutz ihrer Arbeit beim Brunnenbohren, Schulen und Straßen bauen etc nachgehen ließen.
An die Verantwortlichen für diesen Einsatz:
da ihr diesen bezahlten Mördern, s. http://www.collateralmurd..., bei ihrem Handwerk helft, macht Ihr euch mitschuldig und müsst euch doch nicht wundern, dass der Hass der Völker des mittleren Ostens auf die Amerikaner sich auch gegen das Deutsche Militär richtet.
Wie weit soll diese Eskalation noch getrieben werden? Will irgend jemand Frieden? Wie kann ein anständiger Deutscher das mitmachen? Bin fassungslos.
Angesichts der unterschiedlichen Diskussionen zu diesem Artikel muss ich daruaf hinweisen, dass die BW in Afghanistan Leistungen erbringt, auf die in Deutschland kaum einer Aufmerksamkeit legt.
Die Truppe hat sicherlich mit Situationen zu kämpfen, welche im deutschen Sprachgebrauch eher dem Ernstfall entsprechen. Für diese Situationen müssen Sie im ersten Schritt aureichend geschützt werden und im zweiten Schritt muss man sich dringend überlegen, ob man diese Operationen stoppt.
Seit Wochen ist teilweise nur andeutungsweise von täglichen Angriffen auf die Truppe zu lesen. Dieser Fakt bedeutet für mich, dass wir als Deutschland angegriffen werden.
Deswegen sollte sich Deutschland und Europa genau mit diesen Situationen auseinandersetzen und Sie auf Ihre Notwendigkeit prüfen.
ich kann wurst02 teilweise zustimmen, denn:
a)
seit ein paar wochen gibt es offensichtlich täglich angriffe auf die dt. truppen
somit ist der eigentliche bis dahin öffentlich "kommunizierte" auftrag der dt. truppen nicht nur ein "aufbau", sondern aus meiner sicht der pure kampf ums überleben. und dies mit offensichtlich (wenn man den berichten glauben schenkt) zu wenig schutzvorkehrungen.
b)
wenn deutsche soldaten seit wochen direkt angegriffen werden ist es dann nicht ein angriff auf die deutsche bevölkerung bzw. deutchland allgemein????
warum wird dies nicht debattiert???? aus meiner sicht spricht man eher davon, dass soldaten angegriffen werden, dies ja aber soldaten sind die dies "abkönnen" müssen und wir deutschen "ganz weit weg" sind.
ich finde man sollte langsam in 2 richtungen denken, entweder
>> ja, wir haben wirklich krieg auch im "völkerrechtlichen sinne" und müssen aufrüsten oder abziehen und überlassen dieses thema anderen NATO-mitgliedern?!!
>> nein, alles ist ok und es geht so weiter in der hoffnung es beruhigt sich wieder...
c)
die leistungen der soldaten werden völlig runtergespielt und überhaupt nicht gewürdigt. sicherlich lesen auch viele soldaten online nachrichten aus deutschland und kommen ins zweifeln, ob das was sie tun überhaupt vom deutschen volk "gewürdigt" wird. wenn man die debatten der letzten wochen liest ist hier selten die rede von.....
die situation der soldaten wird dadurch m.e. noch erschwert!
8 Jahre nachdem der deutsche Afghanistaneinsatz begann, einige Tage nachdem eine deutsche Patroullie von einer Hundertschaft Taliban angegriffen wurde und einige Jahre nach der Einführung der Dingos wird Bundeswehr-Soldaten immer noch befohlen, mit (nicht besser als ein VW-Tuareg/Q7 vor Maschingengewehrfeuer geschützten) ungepanzerten Wolf-Gelandewagen patroullieren.
Das kann doch nicht war sein. Ich hatte vor kurzem gefordert, dass wenigstens jede Dingo-Patroullie von einem Marder begleitet werden sollte, aber jetzt stellt sich heraus das die Bundeswehr wie am Anfang des Einsatzes noch immer mit Wolf-Fahrzeugen fährt.
Das ist unverantwortlich.
Ich als Laie kann sagen, dass, wäre der Sprengsatz direkt an dem Fahrzeug explodiert, die Soldaten vermutlich auch gestorben wären.
Da will man, um keinen schlechten Eindruck beim afg. Volk zu hinterlassen, sich nicht schützen und nicht mit zuvielen Mardern oder gar Leopard-Panzern herumfahren und lässt die Soldaten, obwohl man ihnen bestmöglichen Schutz versprach, in ungepanzerten Fahrzeugen fahren.
Wenn Politikerkarrieren am Ungeschütztsein von Soldaten hängen, dann sollte man vielleicht nicht mehr nur Politiker über die Ausrüstung entscheiden lassen und einen Generalstab einführen.
Ganz sicher gilt es mit Blick darauf, diesen ohnehin nicht gewinnbaren Einsatz zu beenden und unsere deu. Soldaten schnellstmöglich heimzuholen.
Abgesehen davon, dass der Einsatz, da er höchstens die USA schützt, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Nach den 2 vorherigen Kommentaren bleibt mir nur noich ein Statement:
Bundesregierung trefft endlich eine Entscheidung! Gebt unseren Soldaten mehr Schutz oder zieht die Truppen ab!
Es gibt keine schlimmere Situation wie aktuell! Denn ohne Entscheidung wird der Druck weiterhin NUR von den Soldaten im Einsatz getragen.
Nach den 2 vorherigen Kommentaren bleibt mir nur noich ein Statement:
Bundesregierung trefft endlich eine Entscheidung! Gebt unseren Soldaten mehr Schutz oder zieht die Truppen ab!
Es gibt keine schlimmere Situation wie aktuell! Denn ohne Entscheidung wird der Druck weiterhin NUR von den Soldaten im Einsatz getragen.
Nach den 2 vorherigen Kommentaren bleibt mir nur noich ein Statement:
Bundesregierung trefft endlich eine Entscheidung! Gebt unseren Soldaten mehr Schutz oder zieht die Truppen ab!
Es gibt keine schlimmere Situation wie aktuell! Denn ohne Entscheidung wird der Druck weiterhin NUR von den Soldaten im Einsatz getragen.
Wann fangen wir endlich einmal damit an, uns die entscheidendste Frage zu stellen?
Welchem Ereignis haben wir eigentlich die Kriegseinsätze in Afghanistan mit all seinen Folgen zu verdanken?
Einer Kriegslüge !!!!!!!!!!! was sonst.
Auch unser Einsatz in Afghanistan ist die Folgeerscheinung der größten Kriegslüge und wohl größten Kriegsverbrechens nach dem 2. Weltkrieg.
Auslöser waren die Ereignisse des 11. September 2001 in den USA mit den kurz darauf verkündeten Verschwörungstheorien der damaligen Bush-Administration.
Darüber hinaus wurde aber auch der Verstand ausgeschaltet – der Verstand der Völker, beginnend mit dem amerikanischen Volk, dem suggeriert worden war, die USA seien von Afghanistan aus angegriffen worden, wenigstens mittelbar. Das Amerikanische Volk hat jetzt dafür zu sorgen, dass ihrem Ex-Präsidenten George W. Bush Incl. seiner Bande, Cheny, Rumsfeld, Wolfowitz incl. aller Handlanger unverzüglich der Prozess gemacht wird.. Angeklagt wegen des Völkerrechtswidrigen Angriffs-Krieges gegen den Irak unter Vortäuschung falscher Tatsachen. So steht es auch im Buch von Vincent Bugliosi (US-Staatsanwalt a.D.) „Anklage wegen Mordes gegen Georg W. Bush". Denn die wahren Hintergründe des 11. September gehören endlich an das Licht der Öffentlichkeit. Solange dieses nicht geschieht, bleibt die USA der eigentliche Schurkenstaat. Und jeder Deutsche Soldat der in Afghanistan starb, hat es einem Kriegsverbrecher wie Georg W. Bush zu verdanken.
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