Irak Ölstadt Kirkuk, das irakische Pulverfass
Nach den Wahlen im Irak schaut die Welt auf Bagdad. Der Konflikt um die Stadt Kirkuk wird oftmals vergessen, dabei droht er zu einem Bürgerkrieg zu führen.
Die erfolgreichen Parlamentswahlen vom 7. März gelten als wichtiger Schritt hin zu einem stabilen, friedlichen Irak. Die Situation ist trotz vermehrter Bombenanschläge vergleichsweise ruhig geblieben. Viele sehen das als Beleg dafür, dass die Zeit innerirakischer Gewalt vorbei ist, übersehen dabei jedoch den schwelenden Konflikt um die Stadt Kirkuk. Wie ein Brennglas bündelt die Stadt im Norden die Probleme des Landes: Ethnische Heterogenität, eine konfliktreiche Vergangenheit und riesige, umstrittene Ölvorkommen.
Kirkuk und die umliegenden Ölfelder liegen genau auf der Grenze zwischen kurdischem und arabischen Siedlungsgebiet. Aus diesem Grund versuchte Saddam Husseins Regime die Stadt in einer groß angelegten Kampagne unter seine Kontrolle zu bringen, indem er die ansässigen Kurden vertreiben ließ und loyale sunnitische Araber ansiedelte. Damit legte er den Grundstein für einen der gefährlichsten Konflikte des heutigen Iraks.
"Die gewaltsame Umsiedlungspolitik hat bei den Kurden tiefe Wunden hinterlassen", sagt Michael Bauer vom Centrum für angewandte Politikforschung (CAP). Die Wunden sind bis heute nicht verheilt, da viele Kurden Kirkuk als ihre traditionelle Hauptstadt betrachten.
Im Zuge der amerikanischen Invasion sahen sie ihre Chance gekommen, in Kirkuk wieder die dominierende Volksgruppe zu werden und halfen den US-Truppen die Stadt und ihr Umland zu erobern. Viele Kurden kehrten daraufhin in ihre ursprüngliche Heimat zurück und gerieten mit ansässigen Arabern und Turkmenen in Konflikt. "Derzeit garantieren die amerikanischen Truppen, dass die Situation stabil bleibt, doch nach ihrem Abzug Mitte 2011 kann es brisant werden," sagt Sebastian Sons, Nahostexperte vom Deutschen Orient-Institut (DOI).
Doch nicht nur die Bewohner der Stadt liegen miteinander im Konflikt, auch die kurdische Regionalregierung und die Zentralregierung kämpfen um die Vorherrschaft in der Region. Der Grund ist die Kontrolle über das Öl. Ungefähr 13 Prozent der irakischen Ölvorkommen liegen in der Region. Für die kurdische Autonomieregierung, die die drei nördlichsten Provinzen des Iraks regiert, würde die Kontrolle über diese Ölreserven wirtschaftliche Unabhängigkeit bedeuten – ein Gedanke, der in Bagdad nicht gerade populär ist. Derzeit ist ungeklärt, wem die Felder zustehen, weswegen kaum Förderung stattfindet.
- Datum 11.04.2010 - 10:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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....es gab schon Gründe, dass das Land durch eine Diktatur kompromisslos regiert wurde. Die uralten Spannungen sind wie im Balkan noch virulent. Dennoch muss man sich fragen, ob man einen Diktator für solche Fälle will. Will man auch keinen Bürgerkrieg, so stellt sich die Frage, was man bereit ist zu tun.
kurdischen stammesführer haben vom onkel saddam gut gelernt.
turkmenen, christen, araber, jeziden, unterdrücken, eine ethische säuberung durchführen und anschließend den wohlstand mit ihren stammesbrüdern und den besatzern schön aufteilen.
und europa wird abwarten und nichts gegen die unterdrückung und den terror unternehmen, damit sie auch etwas von der öl beute abkriegen.
heisst: Was und wer folgt und dominiert nach den Amerikanern?
Amerika will eine pro-amerikanische Dominenz, das könnten praktisch die Kurden sein, aber Araber, Turkmenen sind nicht damit einverstanden und die Türkei zumindest teilweise nicht, weil kurdische Dominenz-selbst im Namen der USA- eigentlich weniger erwünscht ist. Die USA versucht, ihre Vorherrschaft auf dem Wege eines (Zwangs-) Kompromisses zwischen Türken und Kurden aufrecht zu erhalten, aber die Interessen sind z u gross als dass die beteiligten ethnischen Gruppen einlenken.
In diesem Gebiet herrschte ein labiler status quo. Zweimal Bush hat diesen zunichte gemacht. Ihn wieder herzustellen bedarf immenser Anstrengungen. Man kann die Eierschhale leicht entfernen, aber über das gleiche Ei kann man keine neue Schale anbringen.
Ob Obamas Durchschlagskraft Herr über diese Konflikte wird, muss abgewartet werden. Die Gewalt der jüngeren Vergangenheit hat vieles zerstört.
mein nickname ist khasar.
und das mit den giftgasbomben auf zivilisten ist keine entschuldigung oder berechtigung dafür, das die arabische oder die jezidische oder auch die turkmenische bevölkerung von den kurdenstämmen in nordirak unterdrückt ermordet und verfolgt werden.
das die turkmenen sich mit den kurdenstämmen verstehen war vor der besatzung iraks durch die usa,jetzt sieht es so aus das die kurdenstämme mit ihren stammeshäuptlingen die US-interessen durch vernichtung von, aramäern,jeziden,christen,araber,turkmenen und die anderen minderheiten in nordirak, vertreten.
die rechnung wird aber nich so aufgehen wie die terrorstämme der kurden das wünschen.
denn die US-amerikaner haben schon mal die kurden ausbluten lassen uns war in "halepce" .
die geschichte wiederholt sich.
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