Bohrinsel-Unglück Obama stoppt Erschließung neuer Ölfelder
Bis die Ölkatastrophe vor Louisiana gebannt ist, soll es keine Bohrungen in neuen Gebieten geben. Das Unglück im Golf setzt den US-Präsidenten unter großen Druck.
In seinem Krisenmanagement am Golf von Mexiko wird Barack Obama an seinem Vorgänger gemessen: George W. Bush hatte vor fünf Jahren die Katastrophe durch den Hurrikan Katrina zu meistern. Seinen Kritikern war er damals viel zu zögerlich.
Angesichts des Ölteppichs im Golf von Mexiko hat Obama nun erst einmal Heimatschutzministerin Janet Napolitano, den Innenminister Ken Salazar und die Chefin der Umweltbehörde (EPA), Lisa Jackson, in das Notstandsgebiet geschickt. Das Trio soll sich ein Bild der Lage machen, die nach der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon vor und an der Küste Louisianas herrscht. Aus mehreren Lecks der gesunkenen Insel und dem Bohrloch am Meeresgrund ergießen sich dort täglich bis zu 5000 Barrel (etwa 800.000 Liter) Öl ins Wasser.
Um das Schlimmste zu verhindern, ließen Helfer Tausende schwimmende Sperren ins Wasser. Ein mittlerweile 70 mal 193 Kilometer großer Öl-Teppich trieb am Freitag auf die Küste zu. In der Nacht hatten örtliche Behörden mitgeteilt, dass Öl nahe der Mündung des Mississippi bereits an Land geschwappt sei. Damit erfüllte sich auch die Prognose der Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA.
- Ölkatastrophen: "Exxon Valdez" 1989
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Um das empfindliche Ökosystem an der Südküste des US-Bundesstaates Alaska für Jahre nachhaltig zu schädigen, reichten im März 1989 knapp 40.000 Tonnen Rohöl aus dem verunglückten Tanker Exxon Valdez.
Im Prince-William-Sund kam es damals zur bislang größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA.2400 Kilometer Küste wurden verunreinigt. Hunderttausende Seevögel starben, auch Otter, Robben und Grauwale verendeten.
Trotz aufwendiger Reinigungsarbeiten hat sich das Gebiet nur oberflächlich erholt. Die niedrigen Temperaturen verzögern den biologischen Abbau des Öls. Vor allem in den Uferzonen lagern noch immer Reste der "schwarzen Pest".
Viele Tierarten leiden bis heute unter der Katastrophe.
- "Amoco Cadiz" 1978
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Zur folgenschwersten Ölkatastrophe in Europa kam es im März 1978, als der Supertanker Amoco Cadiz an der französischen Atlantikküstenördlich von Brest auf Grund lief.
Im Sturm zerbrach der Koloss, und mehr als 223.000 Tonnen leichtes Rohöl verpesteten Strände und Felsen der Bretagne auf einer Länge von 360 Kilometern. Wochenlang schaufelten Tausende Freiwillige und Soldaten das Öl in Plastiktüten und schrubbten verschmierte Felsen.
In einem Ölteppich von der Größe des Saarlands starben Vögel, Fische und Muscheln. Die Austernbänke wurden für Jahre zerstört, der Tourismus zunächst schwer beeinträchtigt. Günstige Strömungen, hohe Wellen und die vielen Freiwilligen verhinderten ein Desaster.
Schon 1979 lockte die Bretagne wieder Urlauber an saubere Strände, doch nach Schätzungen von Experten lagen ein Jahr nach dem Unglück noch immer 40.000 Tonnen Öl auf dem Meeresgrund.
- "Pallas" 1998
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Als der Holzfrachter Pallas im Herbst 1998 an der Nordseeküste vor Amrum strandete, starben 16.000 Seevögel.
Verantwortlich waren 100 Tonnen Schweröl, die aus dem Schiff geflossen waren.
Die Küstenwache begann damit, die Küste von Louisiana nach Ölspuren abzusuchen. Suchtrupps wollten nach Tagesanbruch gemeinsam mit Experten des Ölkonzerns BP das Mississippi-Delta überfliegen. Firmenchef Tony Hayward sagte Reuters, BP übernehme die volle Verantwortung und werde die Folgen des Öl-Teppichs beseitigen.
Die Auswirkungen der schwarzen Schmiere reichen längst bis nach Washington: Die Havarie könnte die US-Regierung bei der geplanten Ausweitung von Tiefseebohrungen zu einem Kurswechsel zwingen. Das Präsidialamt kündigte an, keine Öl-Bohrungen in neuen Gebieten zu genehmigen, bis die Ursache des Unglücks geklärt sei.
Obama hatte vor einigen Wochen zur Enttäuschung vieler Anhänger angekündigt, umstrittene Öl- und Gasbohrungen vor den US-Küsten wieder zuzulassen. Nach seinem Amtsantritt hatte er ein entsprechendes Vorhaben seines Vorgängers George W. Bush zunächst gestoppt.
Mit seiner später vollzogenen Wende wollte der Präsident die Abhängigkeit der USA von Öleinfuhren reduzieren und die Republikaner dazu bringen, ein Klimaschutzgesetz zu unterstützen, das derzeit im Kongress in Arbeit ist. Der Gesetzentwurf zählt neben der Gesundheits- und der Finanzreform zu den wichtigsten innenpolitischen Vorhaben Obamas und ist Kernstück seiner Energiepolitik.
Die drohende Umweltkatastrophe entlang der Golfküste stärkt nun die Gegner der Bohrvorhaben. Der demokratische Senator Bill Nelson aus Florida kündigte an, im Kongress ein Gesetz einzubringen, das der Regierung die Ausweitung von Tiefseebohrungen vorerst verbietet. Er begründete den Schritt mit der drohenden Gefahr eines "ökologischen und ökonomischen Desasters".
Das US-Präsidialamt verteidigte seine Pläne daraufhin, kündigte aber an, bei der künftigen Suche nach Förderstellen alles zu tun, um die Risiken so gering wie möglich zu halten. Regierungsvertreter betonten indes, man werde sich weiter um die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes bemühen.
- Datum 01.05.2010 - 18:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Die Total ist die Nummer Eins der Tiefseebohrungen:D Siehe Angola:D
Da koennen sich die Amis ein Stueck abschneiden.
Anscheinend wirkt sich die Katastrophe auch schon wieder auf die Ölpreise aus, wie man hier auch schon sehen kann. Hat zwar auch was mit der Stärke des Dollars zu tun, aber eine Auswirkung ist bestimmt da.
Wann lernen wir endlich, dass die Verbrennung von Öl totaler Unsinn ist und fangen an etwas nachhaltiger zu leben. Ich finde es absolut nervig, dass nach solchen Katastrophe immer erst ein Aufschrei stattfindet und hinterher machen alle weiter wie bisher.
Keine Ölbohrungen im Meer!!!
Wir müssen das ganze stinkende Zeug da lassen, wo es herkommt: unter der Erde.
Egal, wie effizient wir es nutzen oder wie lange wir dafür brauchen: das CO2 soll unten bleiben.
Aber wie will man jemandem erklären, er solle ein Milliarden-Dollar-Ölfeld unter seinen Füßen nicht anrühren?
Wir müssen das ganze stinkende Zeug da lassen, wo es herkommt: unter der Erde.
Egal, wie effizient wir es nutzen oder wie lange wir dafür brauchen: das CO2 soll unten bleiben.
Aber wie will man jemandem erklären, er solle ein Milliarden-Dollar-Ölfeld unter seinen Füßen nicht anrühren?
Ich muss den Weitblick und die Konsequenz des Messias immer wieder bewundern. Geschieht ein Unglück bei der Ölförderung, beenden wir die Ölförderung. Läuft einer Amok, nehmen wir den Leuten die Schusswaffen weg. Ist eine Zunahme der Verkehrsunfälle zu verzeichnen, hören wir auf, Autos zu bauen und steigen auf Pferdekutschen um.
schon immer eine Verschendernation und Umweltschutz war denen ein Fremdwort!
Traurig ist es , das es soweit kommen musste um diese Nation wach zu rütteln. Hat es am Ende die richtige Nation erwischt?
Gibt es da eigentlich einen TÜV ? Wenn ja, kann man diesen kaufen ?
Da gibt es viele offene Fragen und die Verantwortlichen schauen bedröppelt drein (wie die Ahnungslosen). Hoffen wir, das BP daran pleite geht. Ein Monopolist weniger !
fuer "die amerikaner" in ihrer gesamtheit steht umweltschutz sicherlich nicht an oberster stelle, aber es zeugt von ebensolcher ignoranz, ihnen jegliches umweltbewusstsein abzusprechen. es gibt dort eine starke gruene bewegung, die aufgrund des politischen systems aber nicht sehr erkennbar ist. aber auch in europa steht umweltschutz ja noch nicht allzu lange auf der fahne. die politik wird dort wie hier ausserdem nicht von der "nation" gemacht, sondern von der politik und ihren strippenziehern. deren oftmals verantwortungsloses und habgieriges gebahren kann man von aussen sehr gut erkennen, fuer die amerikaner selbst ist es aber nicht ganz so einfach. genauso wenig wie es uns europaeern gelingt, unsere eigenen weltweiten verbrechen zu erkennen. europaeische chemie- und pharmariesen, oelgesellschaften (u.a. BP), ruestungskonzerne oder nahrungsmittelgiganten richten ueberall auf der welt grossen schaden an und sind alles andere als wohltaeter. wieso hoeren wir nichts, oder nur nach skandalen etwas von deren machenschaften? weil unsere hiesige politik und unser aller wohl und wehe nicht weniger von diesen industrien abhaengt als in amerika. ganz davon abgesehen trifft der oelteppich nicht "die richtige nation", sondern in erster linie diejenigen, denen nicht einmal die fundamentalsten grundrechte zugebilligt werden - den tieren.
"Hoffen wir, das BP daran pleite geht. Ein Monopolist weniger !"
Logischer Kurzschluss, wenn BP ein Monopolist wäre, dann gäbe es auch keine andere Firma die Öl fördern würde. Demnach ist der Satz "Ein Monopolist weniger!" kompletter Unsinn.
Und auch wenn BP bankrott wäre, würde das überhaupt nichts bringen. Im schlimmsten Fall bezahlt dann niemand für die Umweltschäden und ein Konkurrent übernimmt einfach alle Förderanlagen und dann wäre wohl noch weniger wünschenswert.
fuer "die amerikaner" in ihrer gesamtheit steht umweltschutz sicherlich nicht an oberster stelle, aber es zeugt von ebensolcher ignoranz, ihnen jegliches umweltbewusstsein abzusprechen. es gibt dort eine starke gruene bewegung, die aufgrund des politischen systems aber nicht sehr erkennbar ist. aber auch in europa steht umweltschutz ja noch nicht allzu lange auf der fahne. die politik wird dort wie hier ausserdem nicht von der "nation" gemacht, sondern von der politik und ihren strippenziehern. deren oftmals verantwortungsloses und habgieriges gebahren kann man von aussen sehr gut erkennen, fuer die amerikaner selbst ist es aber nicht ganz so einfach. genauso wenig wie es uns europaeern gelingt, unsere eigenen weltweiten verbrechen zu erkennen. europaeische chemie- und pharmariesen, oelgesellschaften (u.a. BP), ruestungskonzerne oder nahrungsmittelgiganten richten ueberall auf der welt grossen schaden an und sind alles andere als wohltaeter. wieso hoeren wir nichts, oder nur nach skandalen etwas von deren machenschaften? weil unsere hiesige politik und unser aller wohl und wehe nicht weniger von diesen industrien abhaengt als in amerika. ganz davon abgesehen trifft der oelteppich nicht "die richtige nation", sondern in erster linie diejenigen, denen nicht einmal die fundamentalsten grundrechte zugebilligt werden - den tieren.
"Hoffen wir, das BP daran pleite geht. Ein Monopolist weniger !"
Logischer Kurzschluss, wenn BP ein Monopolist wäre, dann gäbe es auch keine andere Firma die Öl fördern würde. Demnach ist der Satz "Ein Monopolist weniger!" kompletter Unsinn.
Und auch wenn BP bankrott wäre, würde das überhaupt nichts bringen. Im schlimmsten Fall bezahlt dann niemand für die Umweltschäden und ein Konkurrent übernimmt einfach alle Förderanlagen und dann wäre wohl noch weniger wünschenswert.
fuer "die amerikaner" in ihrer gesamtheit steht umweltschutz sicherlich nicht an oberster stelle, aber es zeugt von ebensolcher ignoranz, ihnen jegliches umweltbewusstsein abzusprechen. es gibt dort eine starke gruene bewegung, die aufgrund des politischen systems aber nicht sehr erkennbar ist. aber auch in europa steht umweltschutz ja noch nicht allzu lange auf der fahne. die politik wird dort wie hier ausserdem nicht von der "nation" gemacht, sondern von der politik und ihren strippenziehern. deren oftmals verantwortungsloses und habgieriges gebahren kann man von aussen sehr gut erkennen, fuer die amerikaner selbst ist es aber nicht ganz so einfach. genauso wenig wie es uns europaeern gelingt, unsere eigenen weltweiten verbrechen zu erkennen. europaeische chemie- und pharmariesen, oelgesellschaften (u.a. BP), ruestungskonzerne oder nahrungsmittelgiganten richten ueberall auf der welt grossen schaden an und sind alles andere als wohltaeter. wieso hoeren wir nichts, oder nur nach skandalen etwas von deren machenschaften? weil unsere hiesige politik und unser aller wohl und wehe nicht weniger von diesen industrien abhaengt als in amerika. ganz davon abgesehen trifft der oelteppich nicht "die richtige nation", sondern in erster linie diejenigen, denen nicht einmal die fundamentalsten grundrechte zugebilligt werden - den tieren.
Wir müssen das ganze stinkende Zeug da lassen, wo es herkommt: unter der Erde.
Egal, wie effizient wir es nutzen oder wie lange wir dafür brauchen: das CO2 soll unten bleiben.
Aber wie will man jemandem erklären, er solle ein Milliarden-Dollar-Ölfeld unter seinen Füßen nicht anrühren?
...bevor Küchenmaschinenantriebe in den "Autos" stecken. Und wir bei Starkwind die Segel setzen müssen.
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