Proteste in Thailand Tote durch Granateneinschläge in Bangkok
Die Lage in Thailand ist erneut eskaliert, mehrere Menschen starben bei Explosionen in der Hauptstadt. Ministerpräsident Abhisit berief das Sicherheitskabinett ein.
© Manpreet Romana/AFP/Getty Images

Nach den Explosionen: Ein Soldat und ein Mann tragen eine verletzte Frau zu einem Krankenwagen
Die Behörden vermuteten, dass die Explosionen während der Massenproteste in Bangkok durch einen Granatwerfer ausgelöst wurden. Dabei kamen nach Informationen aus Krankenhäusern mindestens drei Menschen ums Leben. Mindestens 75 andere wurden verletzt. Darunter seien auch mindestens zwei Ausländer, hieß es.
Die Explosionen ereigneten sich an der Skytrain-Station Sala Daeng. In der Nähe hatten sich den ganzen Tag über Hunderte regierungskritische, sogenannte Rothemden und Gegendemonstranten gegenübergestanden. Nach Angaben von Armee und Augenzeugen explodierten mindestens fünf Granaten in dem Gebiet, in dem wegen der wochenlangen Proteste der Opposition Hunderte Soldaten im Einsatz sind. Die Truppen sollen die Rothemden daran hindern, in das Viertel mit Banken, Bürotürmen und Hotels einzudringen.
Wer die Explosionen auslöste, ist bisher unklar. Unter Demonstranten kursierte die Vermutung, die Sicherheitskräfte eskalierten die Situation selbst, um die Voraussetzungen zur Verhängung des Kriegsrechts zu schaffen. Die Regierung spricht dagegen seit dem opferreichen Zusammenstoß vor zwei Wochen von "Terroristen" in den Reihen der Demonstranten.
Fast sechs Wochen dauern die Massenproteste der Opposition jetzt in Bangkok. Die Regierungsgegner fordern den Rücktritt des thailändischen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva und haben sich in einem Geschäftsviertel der Stadt verbarrikadiert. Sie befürchten eine Niederschlagung ihrer Protestbewegung. Die Demonstrationen organisiert das außerparlamentarische Bündnis Vereinigte Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD). Es steht dem 2006 gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra nahe.
Mehrere hundert Rothemden zogen zum UN-Gebäude in Bangkok und forderten eine UN-Friedenstruppe, um weitere blutige Konfrontationen mit den Sicherheitskräften zu verhindern. "Wir wollen die Präsenz von UN-Friedenstruppen, damit Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva keine Soldaten in Marsch setzt, die die unbewaffneten Rothemden töten", sagte Protestanführer Weng Tojirakarn. Bei dem Versuch von Armee und Polizei, Tausende seit Mitte März in Bangkok kampierende Demonstranten zu vertreiben, kam es vor zwei Wochen zu Straßenschlachten. Dabei starben 25 Menschen.
Zuvor hatte ein Armeesprecher die Rothemden erneut zum Rückzug aufgerufen. Es bleibe nicht mehr viel Zeit. Die Sicherheitskräfte gingen entschlossen vor und es drohe Chaos, sagte Oberst Sunsern Kaewkumnerd. Die Demonstranten zögen sich erst zurück, wenn die Regierung zurückgetreten sei, sagte dagegen einer ihrer Anführer.
Ministerpräsident Vejjajiva berief eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitskabinetts ein, um die Lage zu erörtern.
- Datum 22.04.2010 - 22:59 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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Muss tatsächlich erst ein deutscher Reisender verletzt oder getötet werden, bevor das Auswärtige Amt in Berlin eine Reisewarnung für Thailand ausspricht? Das Risiko, dass dort Menschen zu Schaden kommen, ist groß. Warum gibt es nach wie vor keinen angemessenen Hinweis auf diese seit Wochen bestehende Gefahr? Die Australier haben inzwischen die zweithöchste Warnstufe "Reconsider your need to travel" (http://www.smartraveller....) für Gesamt-Thailand ausgesprochen - immerhin! Der Grund: Bei der zweiten blutigen Eskalation am Donnerstag ist ein Bürger ihres Landes verletzt worden (http://www.smh.com.au/tra...). Ob Australier oder Deutscher - Tourist ist Tourist in diesem thailändischen Pulverfass. Dass deutsche Reisende allmächtige Bürgerkriegs-Schutzengel haben, wäre mir neu...
Die typischen Reiseziele der Deutschen Sextouristen sind von den Ausschreitungen momentan noch nicht betroffen. Da geht alles seinen gewohnten gang, wie mir ein bekannter gestern aus Phuket berichtete.
Die typischen Reiseziele der Deutschen Sextouristen sind von den Ausschreitungen momentan noch nicht betroffen. Da geht alles seinen gewohnten gang, wie mir ein bekannter gestern aus Phuket berichtete.
Die typischen Reiseziele der Deutschen Sextouristen sind von den Ausschreitungen momentan noch nicht betroffen. Da geht alles seinen gewohnten gang, wie mir ein bekannter gestern aus Phuket berichtete.
Ich kann mich dem nur anschliessen. Wer sich vom Unruhherd fernhaelt (und dieser ist von weitem dank der dort postierten Rothemden weithin erkennbar), hat absolut nichts zu befuerchten. In Gefahr sind lediglich irgendwelche Vorwitznasen oder Sesationshungrige, die sich das ganze mal aus allernaechster Naehe anschauen wollen. Dann bleibt es natuerlich auch nicht aus, dass der eine oder andere auf der Strecke bleibt. Aber dann ist das Geschrei sofort gross. Ist doch aehnlich wie bei den Stierhetzen im spanischen Pamplona, wo sich neben den Einheimischen auch ein paar lebensmuede oder abenteuerlusteige Touristen den anstuermenden Stieren in den Weg stellen. Also haltet Euch vom Stadtzentrum fern, dann ist alles in Butter. In Bangkok gibt es noch genug andere Sehenswuerdigkeiten. Ausserdem scheint jetzt wohl etwas Ruhe dort einzukehren. Ach ja, ich halte mich seit ueber 1 1/2 Wochen in Thailand auf. Ich weiss also, wovon ich rede.
Ich kann mich dem nur anschliessen. Wer sich vom Unruhherd fernhaelt (und dieser ist von weitem dank der dort postierten Rothemden weithin erkennbar), hat absolut nichts zu befuerchten. In Gefahr sind lediglich irgendwelche Vorwitznasen oder Sesationshungrige, die sich das ganze mal aus allernaechster Naehe anschauen wollen. Dann bleibt es natuerlich auch nicht aus, dass der eine oder andere auf der Strecke bleibt. Aber dann ist das Geschrei sofort gross. Ist doch aehnlich wie bei den Stierhetzen im spanischen Pamplona, wo sich neben den Einheimischen auch ein paar lebensmuede oder abenteuerlusteige Touristen den anstuermenden Stieren in den Weg stellen. Also haltet Euch vom Stadtzentrum fern, dann ist alles in Butter. In Bangkok gibt es noch genug andere Sehenswuerdigkeiten. Ausserdem scheint jetzt wohl etwas Ruhe dort einzukehren. Ach ja, ich halte mich seit ueber 1 1/2 Wochen in Thailand auf. Ich weiss also, wovon ich rede.
Ich kann mich dem nur anschliessen. Wer sich vom Unruhherd fernhaelt (und dieser ist von weitem dank der dort postierten Rothemden weithin erkennbar), hat absolut nichts zu befuerchten. In Gefahr sind lediglich irgendwelche Vorwitznasen oder Sesationshungrige, die sich das ganze mal aus allernaechster Naehe anschauen wollen. Dann bleibt es natuerlich auch nicht aus, dass der eine oder andere auf der Strecke bleibt. Aber dann ist das Geschrei sofort gross. Ist doch aehnlich wie bei den Stierhetzen im spanischen Pamplona, wo sich neben den Einheimischen auch ein paar lebensmuede oder abenteuerlusteige Touristen den anstuermenden Stieren in den Weg stellen. Also haltet Euch vom Stadtzentrum fern, dann ist alles in Butter. In Bangkok gibt es noch genug andere Sehenswuerdigkeiten. Ausserdem scheint jetzt wohl etwas Ruhe dort einzukehren. Ach ja, ich halte mich seit ueber 1 1/2 Wochen in Thailand auf. Ich weiss also, wovon ich rede.
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