Proteste in Thailand Mehrere Tote und Hunderte Verletzte in Bangkok

Getötete Soldaten und tote Zivilisten: Bei Straßenschlachten in Bangkok sind mindestens acht Menschen getötet und mehr als 520 verletzt worden.

Den Einheiten von Polizei und Armee gelang es trotz rücksichtslosen Vorgehens nicht, die Proteste aufzulösen

Den Einheiten von Polizei und Armee gelang es trotz rücksichtslosen Vorgehens nicht, die Proteste aufzulösen

Bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen die thailändische Regierung sind am Samstag erstmals Menschen gestorben: Während eines massiven Einsatzes der Sicherheitskräfte gegen zehntausende Regierungsgegner wurden offenbar sechs Zivilisten und vier Soldaten getötet. Der Direktor des Allgemeinen Krankenhauses in Bangkok, Pijaya Nagavajara, sprach von sechs Todesopfern. Nach thailändischen Medienberichten soll auch ein japanischer Kameramann ums Leben gekommen sein. Ein Regierungsvertreter sprach von vier getöteten Soldaten.

In den Straßen der thailändischen Metropole kam es zu bürgerkriegsähnlichen Konfrontationen: Die Armee zielte mit Wasserwerfern in die Menge und feuerte Tränengasgranaten, um die Proteste aufzulösen. Die nach der Farbe ihrer T-Shirts benannten Rothemden verbarrikadierten sich hinter Straßensperren und attackierten Soldaten und Polizisten mit Speeren und anderen Wurfgeschossen.

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Die Sicherheitskräfte hatten Order, die Straßen bis zum Abend zu räumen. "Wir stellen Gesetz und Ordnung wieder her", sagte Regierungssprecher Panitan Wattanayakorn – doch gelang das nicht. Die Demonstranten blieben auf den Straßen. "Dies ist eine Volksrevolution", rief einer der Anführer der Protestbewegung UDD, Veera Muksikpong. Er forderte Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva erneut zum Rücktritt auf.

Als deutlich wurde, dass der Militäreinsatz nicht den erwünschten Erfolg haben würde, setzte die Regierung – wie in den vergangenen Wochen mehrfach und erfolglos – erneut auf Dialog. "Wir glauben, dass jetzt Verhandlungen nötig sind, um Gebäudeschäden zu verhindern und Leben auf beiden Seiten zu schützen", sagte ein Armeesprecher. Zuvor hatte die Regierung allerdings Haftbefehle gegen 25 führende Mitglieder des Oppositionsbündnisses UDD erwirkt. Verhaftet wurde bislang jedoch niemand.

Zehntausende Rothemden waren vor vier Wochen mit der Forderung nach Neuwahlen nach Bangkok gezogen und haben seitdem Teile der Stadt lahm gelegt. Abhisit hat Wahlen zwar bis Ende des Jahres angeboten, doch seine Gegner wollen nicht so lange warten. Die Demonstranten sind zumeist Anhänger von Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra. Das Militär hatte den Milliardär nach fünf Jahren im Amt 2006 gestürzt. Er feuert die Demonstranten aus dem Exil an und finanziert sie weitgehend. Die Regierung hatte am Mittwoch den Ausnahmezustand verhängt, der öffentliche Versammlungen verbietet. Mit der Fortsetzung ihrer Proteste forderten die Demonstranten die Regierung offen heraus.

 
Leser-Kommentare
  1. Schade dass die Welt nur zuschaut, wie man in einem Land für Demokratie kämpft.
    Wir verbreiten gern unser demokratisches Verständnis und verachten andere Gesellschaftsformen.
    Tut sich dann tatsächlich mal etwas, schauen wir dumm drein. Ein "zarter" Druck auf den jetzigen Präsidenten, würde hier wirklich Menschenleben retten, denn die Sache wird eskalieren und die "Rothemden" können nicht zurück, weil ihnen nichts mehr bleibt.

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    • joG
    • 11.04.2010 um 10:07 Uhr

    .....was Dr Merkel tun sollte?

    ein "zarter Druck" auf Thaksin, der für Tausende Tote während seiner Zeit veranwtortlich ist,wäre wohl auch angebracht. Der sich mit gefälschten Papieren über Bonn nach Deutschland wegmachen wollte und deshalb Einreiseverbot hat.

    • joG
    • 11.04.2010 um 10:07 Uhr

    .....was Dr Merkel tun sollte?

    ein "zarter Druck" auf Thaksin, der für Tausende Tote während seiner Zeit veranwtortlich ist,wäre wohl auch angebracht. Der sich mit gefälschten Papieren über Bonn nach Deutschland wegmachen wollte und deshalb Einreiseverbot hat.

  2. Dir Armee und Regierung hat die Bewaffnung der Roten wohl unterschaetzt. In Hubschreiber sitzende Soldaten werden beschossen? Viele der Soldaten hatten Schuss und Schnittwunden. In Teilen der Innenstadt ergab sich gestern das Gefuehl einer Gesetzlosigkeit (nicht dort wo es zu den Auseinandersetzungen kam, auch in anderen Bereichen die von den Roten "kontrolliert werden") die von den Roten erschaffen worden ist. Es muss sicherlich mehr fuer die Regionenen getan werden. Aber hinter den Roten steht ein gefaehrlicher Mann. Er bezahlt zwischen 500-2500 und Millionen fuer die Fuehrer. Ohne diese Person waere die Situation ganz anders. Vielleicht sollte der Druck auf Regierungen ausgeuebt werden die ihm immer noch Unterschlupf gewaehrleisten. Der thailaendische Premier Minister hat diese Situation bestimmt nicht gewollt. Wenn er jetzt das Parlament aufloest, dann gibt es wieder nur Chaos und eventuell eine ganz gefaehrliche Situation an die man sich in Deutschland besonders gut erinnern koennen sollte. Mit populistischer Politik und Geld koennen Demokratien beeinflusst werden. Die Regierung will verhandeln, koennen sie bestimmt auch noch besser machen, aber die Roten wollen ausser Aufloesung keine Themendiskussion haben und Thailand leidet und leidet unter ihrer Gesetzeslosigkeit.

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    • rama6
    • 11.04.2010 um 6:17 Uhr

    Bewaffnung der Roten?Welche Waffen hatten sie?Wochenlang wurde in Bangkok Demonstriert ohne Gewalt und Eskalation.

    Am Samstag,nach dem Gewaltausbruch durch die Polizei und das Millitär ist die Situation Eskaliert.Welcher Demonstrant läßt sich durch Notstandgesetze seiner Regierung kriminalisieren?

    Abhisit braucht nur Neuwahlen im Zeitraum von 3-6 Monaten anordnen,schon ist die Demo zuende.Wahlen fürchten die Eliten und Abhisit wie der Teufel das Weihwasser,besonders die Gruppe um Newin.

    Wer die Behauptung aufstellt,alle Roten wollen Thaksin zurückhaben lügt Bewußt.Alle engen Freunde von Thaksin sind auf der Demo nicht zu finden.

    Alle Staaten sollen Thaksin keinen Unterschlupf gewähren?
    Hier lügt die Regierung,es wurde bis heute kein Haftbefehl per Interpol ausgestellt.Geht auch nicht,Thaksin wurde verurteilt für "Eventueller Vorteilsnahme"für den Grundstückskauf seiner Ehefrau.

    Wer hier die Ermordung von ca.2500 Drogendealer verurteilt und Thaksin dafür verantwortlich macht,sollte sich das überlegen.Das war ein Verteilungskampf Drogen/Polizei/Militär.
    Der König hat die Bewältigung dieses Problem begrüßt.Einige Blogger in Thailand erwarten Gefängnisstrafen von bis zu 50 Jahren,weil sie nicht schnell genug kritische Beiträge gegen den König gelöscht haben.Zur Erinnerung,der Schweizer hat 3 Bilder des Königs schwarz angemalt,Pro Bild 25 Jahre.

    • rama6
    • 11.04.2010 um 6:17 Uhr

    Bewaffnung der Roten?Welche Waffen hatten sie?Wochenlang wurde in Bangkok Demonstriert ohne Gewalt und Eskalation.

    Am Samstag,nach dem Gewaltausbruch durch die Polizei und das Millitär ist die Situation Eskaliert.Welcher Demonstrant läßt sich durch Notstandgesetze seiner Regierung kriminalisieren?

    Abhisit braucht nur Neuwahlen im Zeitraum von 3-6 Monaten anordnen,schon ist die Demo zuende.Wahlen fürchten die Eliten und Abhisit wie der Teufel das Weihwasser,besonders die Gruppe um Newin.

    Wer die Behauptung aufstellt,alle Roten wollen Thaksin zurückhaben lügt Bewußt.Alle engen Freunde von Thaksin sind auf der Demo nicht zu finden.

    Alle Staaten sollen Thaksin keinen Unterschlupf gewähren?
    Hier lügt die Regierung,es wurde bis heute kein Haftbefehl per Interpol ausgestellt.Geht auch nicht,Thaksin wurde verurteilt für "Eventueller Vorteilsnahme"für den Grundstückskauf seiner Ehefrau.

    Wer hier die Ermordung von ca.2500 Drogendealer verurteilt und Thaksin dafür verantwortlich macht,sollte sich das überlegen.Das war ein Verteilungskampf Drogen/Polizei/Militär.
    Der König hat die Bewältigung dieses Problem begrüßt.Einige Blogger in Thailand erwarten Gefängnisstrafen von bis zu 50 Jahren,weil sie nicht schnell genug kritische Beiträge gegen den König gelöscht haben.Zur Erinnerung,der Schweizer hat 3 Bilder des Königs schwarz angemalt,Pro Bild 25 Jahre.

    • rama6
    • 11.04.2010 um 6:17 Uhr

    Bewaffnung der Roten?Welche Waffen hatten sie?Wochenlang wurde in Bangkok Demonstriert ohne Gewalt und Eskalation.

    Am Samstag,nach dem Gewaltausbruch durch die Polizei und das Millitär ist die Situation Eskaliert.Welcher Demonstrant läßt sich durch Notstandgesetze seiner Regierung kriminalisieren?

    Abhisit braucht nur Neuwahlen im Zeitraum von 3-6 Monaten anordnen,schon ist die Demo zuende.Wahlen fürchten die Eliten und Abhisit wie der Teufel das Weihwasser,besonders die Gruppe um Newin.

    Wer die Behauptung aufstellt,alle Roten wollen Thaksin zurückhaben lügt Bewußt.Alle engen Freunde von Thaksin sind auf der Demo nicht zu finden.

    Alle Staaten sollen Thaksin keinen Unterschlupf gewähren?
    Hier lügt die Regierung,es wurde bis heute kein Haftbefehl per Interpol ausgestellt.Geht auch nicht,Thaksin wurde verurteilt für "Eventueller Vorteilsnahme"für den Grundstückskauf seiner Ehefrau.

    Wer hier die Ermordung von ca.2500 Drogendealer verurteilt und Thaksin dafür verantwortlich macht,sollte sich das überlegen.Das war ein Verteilungskampf Drogen/Polizei/Militär.
    Der König hat die Bewältigung dieses Problem begrüßt.Einige Blogger in Thailand erwarten Gefängnisstrafen von bis zu 50 Jahren,weil sie nicht schnell genug kritische Beiträge gegen den König gelöscht haben.Zur Erinnerung,der Schweizer hat 3 Bilder des Königs schwarz angemalt,Pro Bild 25 Jahre.

    • joG
    • 11.04.2010 um 10:07 Uhr

    .....was Dr Merkel tun sollte?

  3. Ab wann ist ein Krieg ein Krieg? In Afghanistan scheint diese Frage nach endlosem Hin und Her geklärt zu sein. Es wäre gut, wenn diese "Wortfindungsprobleme" sich in Bezug auf die aktuelle Lage in Thailand schneller lösen ließen. Ob "bürgerkriegsähnliche Konfrontationen" (siehe oben) oder Bürgerkrieg - eines ist klar: Für Touristen ist dieses Land auch außerhalb von Bangkok derzeit alles andere als ein sicheres Urlaubsziel, denn die meisten von ihnen müssen Thailand über den Flughafen der Hauptstadt verlassen. Wie schnell aus freiwilligen Blutströmen ein tatsächliches Blutbad werden kann, zeigen die Ereignisse der vergangenen 24 Stunden. Es erstaunt mich sehr, dass das Auswärtige Amt die Gefahrenlage immer noch anders einschätzt. Nicht weniger erstaunlich war der am Donnerstag auf Zeit Online veröffentlichte Bericht "Keine Gefahr für Thailand-Touristen". Im Land selbst sehen die Gäste aus aller Welt das inzwischen wohl anders als das Auswärtige Amt und die in diesem Text zitierte Direktorin des Thailändischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt: http://www.bangkokpost.co....

  4. ein "zarter Druck" auf Thaksin, der für Tausende Tote während seiner Zeit veranwtortlich ist,wäre wohl auch angebracht. Der sich mit gefälschten Papieren über Bonn nach Deutschland wegmachen wollte und deshalb Einreiseverbot hat.

  5. Na nichts machen, hatte ja vergessen, dass einige deutsche Firmen dort indirekt Arbeitslager unterhalten. Wäre schon von Nachteil, wenn die dann plötzlich Ansprüche stellen würden. Dann würden bei uns die Preise steigen und das wirkt sich wieder auf`s BIP aus. Und martincvs, richtig, dass sind gar keine einfachen Menschen, denen einfach die Lebensgrundlagen fehlen. Wenn man andere Berichte sieht, ließt, CNN, ARD,..., wird einem schon klar, dass dort eine geheime Organisation dahintersteckt. Viel Glück auch.

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