Tod des polnischen Präsidenten "Lech Kaczyński wird uns fehlen"

Weltweit hat der Absturz der polnischen Regierungsmaschine Bestürzung und Betroffenheit ausgelöst. Bundeskanzlerin Merkel sagte, Deutschland stehe an der Seite Polens.

Trauernde Menschen legen vor dem Präsidentenpalast in Warschau Blumen nieder

Trauernde Menschen legen vor dem Präsidentenpalast in Warschau Blumen nieder

Nach dem Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński bei einem Flugzeugabsturz haben Staats- und Regierungschef sowie zahlreiche Repräsentanten aus aller Welt am Samstag ihre Trauer bekundet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie habe mit großer Bestürzung und Trauer von der "fürchterlichen Katastrophe" erfahren. Sie wünsche dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk "und allen Angehörigen der Toten und allen Polen Trost und Kraft". Ganz Deutschland stehe "in dieser schweren Stunde in Mitgefühl und Solidarität" an der Seite Polens, sagte die Bundeskanzlerin.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte in Kapstadt, wo er während seiner Afrikareise von dem Unglück erfuhr, die Deutschen seien "in tiefem Mitgefühl bei den Angehörigen und den Opfern der Katastrophe".

Der frühere polnische Präsident und ehemalige Solidarnosc-Anführer Lech Wałęsa sprach von einer "unvorstellbaren Tragödie, einem unvorstellbaren Unglück". "Vor 70 Jahren haben die Sowjets in Katyn die polnische Elite ermordet. Heute ist erneut die polnische Elite ums Leben gekommen, auf dem Weg dorthin, wo sie der getöteten Polen gedenken wollten."

Der russische Präsident Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin erklärten, dass ihr Land Polens Trauer teile. Sie drückten Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski, der nun als Staatspräsident amtiert, ihr tiefes Beileid aus.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte in Paris, er sei "sehr bewegt und sehr traurig". Er hob die außerordentlich freundschaftlichen Beziehungen hervor, die Frankreich und Polen verbänden. Kaczyński habe "sein Leben seinem Land gewidmet" und sei leidenschaftlich patriotisch gewesen. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, er empfinde "tiefe Trauer" angesichts des Todes von Kaczyński.

Der britische Premierminister Gordon Brown sprach von einem "schwarzen Tag" für Polen. Kaczyński sei ein "leidenschaftlicher Patriot und Demokrat" gewesen. Der tschechische Präsident Vaclav Klaus sprach von einem "immensen Verlust". Er habe einen wirklichen Freund verloren.

Stellvertretend für die EU versicherte die spanische Ratspräsidentschaft dem polnischen Volk Unterstützung und Solidarität. Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einer "Tragödie" für Polen. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman erklärte, der polnische Präsident sei ein Freund Israels und der Juden gewesen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich in New York "schockiert". Papst Benedikt XVI. erklärte, er empfinde "tiefen Schmerz" angesichts des "tragischen" Todes des Präsidenten.

 
Leser-Kommentare
  1. Wer ist denn uns?
    Also mir wird er nicht fehlen. Ich kenne auch niemanden bei dem dies der Fall ist.
    Blöde Überschrift!

  2. Soso. Ganz Deutschland steht also lt. unseren Politikern in dieser schweren Stunde in Mitgefühl und Solidarität an der Seite Polens. Und die Deutschen sind lt. unseren Politikern in tiefem Mitgefühl bei den Angehörigen und den Opfern der Katastrophe.

    Wissen Sie was ich glaube? Polens Jugend wird heute in die Kneipen und Discos Warschaus und Krakaus strömen wie an anderen Samstagen auch.

    Aber raten Sie mal, wem ich eher ein intaktes Verständnis für Mitgefühl bescheinigen würde, den jungen Polen oder unserer politischen Klasse?

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    • emmle
    • 10.04.2010 um 19:27 Uhr

    Und ich glaube, Ihre Kommentare sind völlig geschmacklos.

    • emmle
    • 10.04.2010 um 19:27 Uhr

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    • emmle
    • 10.04.2010 um 19:27 Uhr

    Und ich glaube, Ihre Kommentare sind völlig geschmacklos.

    • Zapfen
    • 10.04.2010 um 23:09 Uhr

    Alles in der
    DIE ZEIT

    wird immer mehr zum beliebigen
    WISCHI WASCHI.

    Lieber Redakteur:
    Er war nicht UNSER Präsident, sondern der der Polen! Alles klar?
    ALSO:
    NUR den Polen wird er also -in dem einen oder anderen Sinn- fehlen.
    Wir leben doch nicht im Internationalismus -
    oder seid Ihr bei der ZEIT alles
    verkappte Kultur- Kommunisten -
    wie Joschka Fischer und viele weitere 68er, 78er und 88er ?

  3. Also,

    erstmal hallo liebe Leute, dies ist mein erster Beitrag bei der Zeit.

    Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber die Leute die uns regieren haben kein Wort darüber verloren, dass dieser Unfall kein Unfall sein könnte, sondern Mord.

    Dies empfinde ich als sehr seltsam, da Linienflugzeuge statistisch verglichen mit sonstigen Fortbewegungsmitteln das sicherste Fortbewegungsmittel der Welt sind.

    Allein die Tatsache, dass niemand von den uns bevormundenden Herrschaften und diese Option als eine Denkoption in den Medien vorgegeben hat, macht mich persönlich äusserst misstrauisch.

    Aber keine Angst, ich werde nicht ab heute unter jeden Artikel "Die Bilderberger sind schuld!!!" schreiben :D

    Meine 2 cent... :)

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    aber beweisen genau das Gegenteil. Nur weil Prominente starben, kann es kein Unfall gewesen sein? Es ist schon verwunderlich: Manche Leute können einfach nicht begreifen, dass es Zufälle und Unglückfälle gibt, ohne dass gleich irgendwelche dunklen Mächte dahinterstecken. Für mich ist der Absturz ganz natürlich erklärbar: Schlechtes Wetter, Selbstüberschätzung des Piloten, Druck durch die Passagiere, schwierige Kommunikationsstrukturen zwischen Piloten und Tower (einem Flugzeug mit einem Präsidenten kann man keinen klaren Befehl erteilen, woanders zu landen, man kann es nur "empfehlen"), womöglich noch technische Schwierigkeiten: Keine guten Voraussetzungen für eine perfekte Landung. Fliegen ist statistisch gesehen ziemlich sicher, ja, aber auch Flugzeuge stürzen ab und irgendwann trifft es eben auch einmal Prominente.

    Dass Politiker hier nicht einfach öffentlich über einen Mord spekulieren, ohne dass irgendetwas darauf hinweist, ist völlig richtig. So etwas kann verheerende Folgen haben.

    aber beweisen genau das Gegenteil. Nur weil Prominente starben, kann es kein Unfall gewesen sein? Es ist schon verwunderlich: Manche Leute können einfach nicht begreifen, dass es Zufälle und Unglückfälle gibt, ohne dass gleich irgendwelche dunklen Mächte dahinterstecken. Für mich ist der Absturz ganz natürlich erklärbar: Schlechtes Wetter, Selbstüberschätzung des Piloten, Druck durch die Passagiere, schwierige Kommunikationsstrukturen zwischen Piloten und Tower (einem Flugzeug mit einem Präsidenten kann man keinen klaren Befehl erteilen, woanders zu landen, man kann es nur "empfehlen"), womöglich noch technische Schwierigkeiten: Keine guten Voraussetzungen für eine perfekte Landung. Fliegen ist statistisch gesehen ziemlich sicher, ja, aber auch Flugzeuge stürzen ab und irgendwann trifft es eben auch einmal Prominente.

    Dass Politiker hier nicht einfach öffentlich über einen Mord spekulieren, ohne dass irgendetwas darauf hinweist, ist völlig richtig. So etwas kann verheerende Folgen haben.

  4. Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Kommentare. Danke, die Redaktion/vv

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